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21.12.2022 | 05:30

Kodiak Copper, Volkswagen, Nordex – Kupferpreis steigt aufgrund positiver Nachrichten aus China!

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Bildquelle: pixabay.com

Mitte Juli hat der Kupferpreis sein Jahrestief markiert. Seitdem wurde ein leichter Aufwärtstrend ausgebildet, was auf eine robuste Wirtschaft hinweist. Es gibt sogar drei positive Signale für Kupfer. Da ist zum einen die Schwäche des Dollars, was die Nachfrage nach dem roten Gold stützt. Zum anderen sorgt Chinas Ankündigung, seine Wirtschaft nach Lockerung der Corona Maßnahmen stärken zu wollen, für Auftrieb. Sollte China seine Geldpolitik lockern, dann würde das den Immobiliensektor stärken und den Rohstoffhunger anfachen. Als drittes scheinen M&A Aktivitäten rund um Kupfer zuzunehmen. Daher sehen wir uns drei Unternehmen im Kupferbereich an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

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Inhaltsverzeichnis:


    Kodiak Copper – hochgradige Gold- und Silber-Entdeckung

    Kodiak Copper ist ein Explorationsunternehmen, dessen Schwerpunkt auf Kupfer-Porphyr-Projekten in Kanada und den Vereinigten Staaten liegt. Das Unternehmen wird von einem erfahrenen Team von Branchenexperten geleitet und hat strategische Investoren wie Teck Resources angezogen. Das am weitesten fortgeschrittene Projekt von Kodiak Copper ist das Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt MPD in British Columbia, Kanada. Im Jahr 2020 wurde die Gate-Zone mit einer hochgradigen Mineralisierung entdeckt. Anschließende Bohrungen erweiterten die Größe der Gate-Zone erheblich. 2022 brachte das Unternehmen im Rahmen seiner Explorationskampagne 41 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 26.103m auf zwei Zielgebieten, Gate/Prime und Dillard, nieder.

    Diese Bohrungen erweiterten die Gate-Zone auf eine Länge von einem Kilometer, einer Tiefe von 900 Metern und identifizierten einen 400 Meter langen parallelen Kupfer-Porphyr-Trend in der Prime-Zone bis in eine Tiefe von 550 Metern. Darüber hinaus wurde bei Schürfungen eine neue hochgradige Gold-Silber-Entdeckung, die so genannte Beyer-Zone, innerhalb eines 2,2 Kilometer langen und 750 Meter breiten Gold-Boden-Korridors gemacht. Dabei wurden in der Spitze 14,15 g/t Gold und 24,18 g/t Silber gefunden. Anhand der gesammelten Daten plant das Unternehmen, zusätzliche Kupfer-Gold-Porphyr-Bohrziele für Feldarbeiten im Jahr 2023 zu erstellen. Das Unternehmen ist mit über 8 Mio. CAD finanziell gut ausgestattet, um seine Explorationskampagne fortzusetzen.

    Bohrungen auf dem MPD-Projekt. Quelle: Kodiak Copper

    Claudia Tornquist, President und CEO von Kodiak, sagte: „2022 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für Kodiak, in dem wir das bisher größte Explorationsprogramm des Unternehmens mit 26.103 Bohrmetern sowie umfangreichen geophysikalischen und geochemischen Untersuchungen durchgeführt haben.“. Neben dem Hauptprojekt besitzt das Unternehmen noch ein Kupfer-Molybdän-Silber Projekt namens Mohave in Arizona, USA und das Kahuna Diamant Projekt in Nunavut, Kanada. Im Gegensatz zum Kupferpreis ging es für die Aktie von Kodiak Copper bis Ende September abwärts. Das Tief wurde bei 0,50 CAD markiert. Danach legte die Aktie eine Rallye bis 1,40 CAD hin. Seitdem konsolidiert die Aktie und notiert derzeit bei 1,12 CAD. Solange die 0,93 CAD auf Schlusskursbasis nicht gebrochen werden, bleibt der Aufwärtstrend intakt.

    Volkswagen – Sonderdividende für Aktionäre

    Elektroautos enthalten in der Regel eine relativ große Menge an Kupfer, da es in vielen Bereichen des Fahrzeugs verwendet wird. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Elektromotoren und der Ladeinfrastruktur von Elektroautos, und auch in der Elektronik und den Kabeln des Fahrzeugs wird Kupfer verwendet. Es gibt Schätzungen, dass in einem durchschnittlichen Elektroauto etwa 80 bis 100 kg Kupfer enthalten sind. Momentan rangiert Volkswagen im 3. Quartal nur auf Platz 4 bei den Elektroautoverkäufen.

    Der Volkswagen-Konzern hat im November mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Die Auslieferungen stiegen um 9,1% auf 672.300 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verkäufe jedoch auf Jahressicht um 9,2% auf 7,4 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Besonders deutlich stiegen die Verkäufe in Westeuropa um fast ein Drittel. Audi hatte mit einem Anstieg von 23% die stärkste Steigerung. Porsche hat 6% mehr Autos verkauft und Traton hingegen 13% mehr Lkw und Busse. Volkswagen plant, in Wolfsburg im September 2023 den neuen Tiguan vorzustellen und im neuen Jahr mit der Teilfertigung des E-Modells ID.3 zu beginnen, das 2024 zur Vollproduktion ausgebaut werden soll.

    Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 16. Dezember wurde eine Sonderdividende in Höhe von 19,06 EUR beschlossen. Daher kam es am vergangenen Montag zu einem vermeintlichen Kursrutsch. Allerdings fiel dieser mit 15,44 EUR geringer aus als die Dividende. Ein positives Zeichen für die Aktie. Aktuell zahlt man für einen Anteilsschein 121,24 EUR. Im Anschluss an die Hauptversammlung vergab Warburg Research eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 210 EUR. Bernstein Research stufte die Aktie dagegen auf Halten mit einem Kursziel von 160 EUR.

    Nordex – großer Auftrag aus der Türkei

    Die Menge an Kupfer die für den Bau eines Windrads benötigt wird hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe und Leistung des Windrads, der Art der Kabel und der Leitungen, die verwendet werden, und der Art der Befestigungen und Anschlüsse, die erforderlich sind. In der Regel werden jedoch bei einem Windrad einige hundert Kilogramm Kupfer verwendet. Der Rohstoff spielt also für den Windanlagenbauer Nordex eine wichtige Rolle. Als die Preise für Kupfer und andere Rohstoffe 2021 in die Höhe schossen mussten einige Windkrafthersteller Gewinnwarnungen herausgeben.

    Nach den durchwachsenen Quartalszahlen und mehreren Kapitalmaßnahmen gab es zuletzt wieder vermehrt Aufträge. Die Nordex-Gruppe hat von der Eksim Yatirim Holding A.S. zwei Aufträge über 150 MW für die Erweiterung von zwei Windparkprojekten in der Türkei erhalten. Die Nordex-Gruppe wird insgesamt 22 Turbinen des Typs N163/6.X in die Windparks "Geyve" und "Silivri" liefern und errichten. Beide Aufträge beinhalten auch einen zehnjährigen Premium-Servicevertrag. Die Windparks werden voraussichtlich ab Ende 2023 bzw. 2024 sauberen Strom in das türkische Netz einspeisen.

    Für Nordex wird entscheidend sein, ob das Ziel von 8% EBITDA Marge bis 2024 erreicht werden kann. Wenn das Unternehmen die Margen-Schwäche ablegt sieht die Zukunft rosig aus. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Aktie ist seit Mitte Oktober im Aufwind. Bis zum 8. Dezember ging es von 7,23 EUR bis auf 12,91 EUR nach oben. Seitdem tendiert die Aktie seitwärts und ich momentan für 12,10 EUR zu haben. Die jüngsten Analysten von Goldman Sachs und Jeffries sehen Kursziele zwischen 13,10 EUR und 14,00 EUR.


    Kupfer dient als Indikator dafür, wie es um die Wirtschaft bestellt ist. Solange der Kupferpreis mehr steigt als fällt ist das ein gutes Zeichen. Ein steigender Kupferpreis ist für den Kupferexplorer Kodiak Copper ideal. Neben Kupfer hat das Unternehmen nun auch hochgradige Gold- und Silberfunde vorzuweisen. Volkswagen zahlt eine große Dividende, aber der Umbau des Konzerns auf Elektromobilität wird noch Geld kosten. Die Auftragsbücher von Nordex füllen sich wieder, aber erst wenn die Marge besser wird lohnt sich die Aktie langfristig.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Die Börse macht keine Gefangenen. Wer derzeit im Chip-Sektor investiert ist, schwebt auf Wolke 7 und kann sich gar nicht vorstellen, dass so ein Szenario auch mal wieder drehen könnte. Als Anhaltspunkt für weitere Einschätzungen hilft der Philadelphia-Halbleiter-Index (SOX). Er legte seit Jahresanfang von rund 3.500 Punkten auf über 12.800 Punkten zu (+265 %). Das erinnert stark an die Goldpreis-Entwicklung von 2023 bis 2026. Hier ging es von 1.650 auf 5.400 USD (+227 %). Wie immer ist es wichtig, die Rahmenbedingungen im Auge zu halten. Aktuell werden Knappheiten gehandelt, sollte der Iran-Konflikt aber enden, kann sich diese Einschätzung schnell entschärfen und Übertreibungen haben dann Korrekturbedarf. Ein gutes Beispiel könnte der Move bei Gold und Silber liefern, hier konsolidiert der Markt nach der irrationalen Rally in Q1 2026 nun doch spürbar. Es lohnt sich daher, tiefer in die Materie einzusteigen.

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