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07.01.2022 | 05:58

Lufthansa, Prospect Ridge Resources, S&T – Hier winken Gewinne

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Bildquelle: pixabay.com

2022 beginnt wie 2021 – Corona ist immer noch das Thema Nummer 1. Aus dem vergangenen Jahr kann man Hoffnung schöpfen, denn trotz aller Widrigkeiten haben die Aktien teilweise sehr ordentlich zugelegt. Nun scheint mit Omikron eine Endemie möglich. Das Virus ist zwar ansteckender, der Verlauf ist aber milder als bei den Vorgänger-Varianten. Mit einer Durchseuchung könnte die lang ersehnte Herdenimmunität erreicht werden. Neben Corona muss man aber auch die Inflation im Auge behalten. Die hat seit Mitte 2021 Einzug gehalten und wird uns auch 2022 beschäftigten. Die Frage aller Anleger lautet: Wo winken die Gewinne im kommenden Jahr? Wir beleuchten heute drei mögliche Gewinner.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , Prospect Ridge Resources Corp. | CA74358Q1054 , S+T AG (Z.REG.MK.Z.)O.N. | AT0000A0E9W5

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Inhaltsverzeichnis:


    Lufthansa – Hoffnung auf Ende der Pandemie

    Wenn es gelingt durch Omikron das Ende der Pandemie einzuläuten, kann man ab Sommer von einer Normalisierung beim Flugverkehr ausgehen. Das würde die Perspektiven bei der Lufthansa deutlich verbessern. Zuletzt hatte die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für Großbritannien und acht weitere Staaten gelockert. Auch die in Aussicht gestellte Reduzierung der Quarantäne-Zeiten kommt den Fluggesellschaften zu Gute.

    Vor allem der Bereich der Transport-Flüge und der Geschäftsreisen sollte kurzfristig anspringen, sofern sich die Lage weiter entspannt. Doch es gab auch negative Meldungen. So wurde Ende Dezember 2021 bekannt, dass die Lufthansa aufgrund von EU-Regularien gezwungen ist 18.000 Leerflüge durchzuführen. Würde der Konzern diese aus Klimaschutzgründen nicht durchführen, müsste er in Zukunft auf Start- und Landerechte verzichten. Der Versuch, die EU-Kommission zum Umdenken zu bewegen, scheiterte.

    Doch letztlich überwiegt die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie und so zeigt sich die Lufthansa-Aktie stark im bisherigen Jahresverlauf. Seit dem Jahreswechsel konnte das Papier von 6,18 EUR bis auf 7,20 EUR in der Spitze zulegen. Aktuell notiert die Aktie bei 6,75 EUR und hat einen ersten kleinen Aufwärtstrend ausgebildet. Am 5. Januar konnte zudem der Abwärtstrend gebrochen werden. In letzter Zeit haben mehrere Analysten die Kursziele für die Lufthansa angehoben. Als interessierter Anleger sollte man aber auf einen Rücksetzer warten.

    Prospect Ridge Resources – besitzt gleich drei interessante Projekte

    Gold war schon immer als Inflationsschutz beliebt. Der kanadische Rohstoffexplorer Prospect Ridge Resources (PRR) kann bereits Goldvorkommen vorweisen, ist aber erst seit Ende Mai an der Canadian Securities Exchange (CSE) gelistet. Seitdem hat sich bereits einiges getan. Am 27. August wurde das Holy Grail Projekt von Loan Wolf übernommen, das in British Columbia (BC) liegt. Das Gebiet ist 70.000 Hektar groß und liegt am Rand des Goldenen Dreiecks von BC. Die Explorationsbohrungen aus 2020 wiesen einen Goldgehalt von 893, 976 und 984 g/t Gold auf einer Fläche von 3,5 km mal 6,5 km aus.

    Bei den eigenen Explorationsarbeiten wurden 500 Gesteins- und 850 Boden- sowie 40m Schlitzproben entnommen. Dabei wurden bis zu 117 g/t Gold, 581 g/t Silber gefunden, als auch Kupfer, Blei und Zink. Man kann Holy Grail als das Flaggschiff des Unternehmens bezeichnen. Am 9. November gab das Unternehmen den Erwerb des Knauss Creek Grundstücks, auf dem die Dorreen Mine 1924 im Schnitt 57 g/t Gold 205 g/t Silber produzierte, bekannt. Die Liegenschaft ist 3.152 Hektar groß und liegt ebenfalls in BC. Neben den Edelmetallen wurde auch hier Kupfer, Blei und Zink gefördert. Neben der historischen Mine wurden fünf weitere Zonen mit sichtbaren Gold-Mineralvorkommen identifiziert, die kaum erprobt sind. Erste Ergebnisse aus Dezember sehen vielversprechend aus.

    Hinzu kommt das Galinee-Projekt in Quebec, das in diesem Jahr ebenfalls auf dem Explorationsplan steht. Das Gebiet besteht aus 15 aneinandergrenzenden Claims, die insgesamt 839 Hektar groß sind. Das Geld für die kommenden Explorationen hat sich das Unternehmen in Privatplatzierungen besorgt. Insgesamt wurden dabei 8,5 Mio. Kanadische Dollar (CAD) eingesammelt. Die Aktie feierte ihr Börsendebut bei 0,20 CAD und schoss dann bis auf 2,75 CAD in die Höhe. Seitdem konsolidiert die Aktie und liegt aktuell bei lediglich 0,65 CAD, was deutlich unter dem Preis von 1,00 CAD der letzten Kapitalerhöhung liegt. Bei weiteren positiven Ergebnissen könnte die Aktie schnell wieder zulegen.

    S&T – warten auf den Bericht von Deloitte

    Mit Corona ist auch den letzten Zweiflern klar geworden, dass die Digitalisierung schneller vorangehen muss. Hiervon sollten IT-Unternehmen wie S&T profitieren. Doch eine Analyse von Viceroy Research Mitte Dezember 2021 schickte die Aktie auf Talfahrt. Hauptsächlich wurden Übernahmen aus dem IoT-Bereich und die unübersichtliche Gesellschaftsstruktur kritisiert. Damit ist das Unternehmen zum zweiten Mal nach 2020 Opfer einer Short-Attacke geworden.

    Nach dem Report von Viceroy fiel die Aktie von 19,30 EUR bis auf 12,36 EUR. Eine erste Stellungnahme des Unternehmens, in der die Aufarbeitung der Kritikpunkte angekündigt wurde, verpuffte größtenteils. Der Chef des Unternehmens Hannes Niederhauser bekräftigte, dass die operative Performance der S&T AG im Bereich der aktuellen Guidance für 2021 liegt. Mittlerweile hat Deloitte den Auftrag zur unabhängigen Prüfung erhalten.

    Zusätzlich wurde Michael Riegert am 5. Januar zum neuen Chief Operation Officer für IoT Solutions Europe ernannt. Auch die Unternehmensstruktur soll transparenter werden. Das Vorgehen gefällt den Analysten, wie beispielsweise Alster Research, die das Kursziel bei 31 EUR sehen. Das gleiche Kursziel hat Hauck & Aufhäuser bei seiner BUY Empfehlung ausgegeben. Aktuell notiert die Aktie bei 14,53 EUR und hat damit mehr als 100% Potential. Voraussetzung dürfte ein entsprechender Bericht von Deloitte sein.


    Alle drei Unternehmen haben deutliches Aufwärtspotential. Bei der Lufthansa spielt Corona eine große Rolle. Normalisiert sich die Lage, wird die Aktie auch wieder abheben. Prospect Ridge Resources besitzt vielversprechende Projekte, die teilweise mit sehr hohen Gold- und Silbergehalten aufwarten können. Man darf auf kommende Ergebnisse gespannt sein. S&T versucht die Wogen zu glätten. Das ist bisher nur teilweise gelungen. Bis zum Abschluss der Deloitte-Prüfung, wird es holprig bleiben. Kommt ein positiver Bericht für das Unternehmen, hat die Aktie deutliches Potential.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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