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20.01.2022 | 05:10

Nel Asa, Alerio Gold, Siemens – schwierige Zeiten

  • Gold
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie mit Lockdowns und Beschränkungen ging es seit dem Tief am 16.3.2020 bei 7968,50 Punkten im DAX nur noch aufwärts. Auch die weltweiten Leitindizes verbuchten ein Hoch nach dem anderen. Nun ändert sich die Stimmung aufgrund der Angst vor einer strikteren Geldpolitik der Zentralbanken. Die Frage wird sich stellen, ob die Währungshüter die Eindämmung der explodierenden Inflationsraten erreichen können, ohne das Wachstum abzuwürgen. Nebenbei dürfte der Blick auf die stark steigenden Schuldenquoten der Staaten fallen. Eine zu starke Erhöhung der Leitzinsen dürfte kaum zu stemmen sein. Deswegen dürfte, auch wenn die Edelmetalle kurzfristig noch in einer Korrektur verharren, Gold zu den Gewinnern des laufenden Prozesses werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Alerio Gold Corp. | CA01450V1040 , NEL ASA ADR/30 NK -_20 | US64026Q1085 , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101

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Inhaltsverzeichnis:


    Goldene Aussichten in Südamerika

    Eine interessante Gelegenheit bietet sich aktuell in Guyana. Der Staat im Norden Südamerikas an der Atlantikküste grenzt im Süden und Westen an Brasilien, im Nordwesten an Venezuela und im Osten an Suriname. Das englischsprachige Land, das von dichtem Regenwald bedeckt ist und eine Leidenschaft für Cricket und Calypso-Musik pflegt, ist kulturell eng mit der Karibik verbunden. Daneben besitzt das Gebiet einen Reichtum an Bodenschätzen. Das Land besitzt eines der weltgrößten Vorkommen an Bauxit, seinem wichtigsten Exportprodukt. Zudem findet man neben Diamanten auch eine hohe Mineralisierung an Gold wieder. Der Goldexport zeichnete sich in der Vergangenheit für mehr als 30% des gesamten Exportvolumens verantwortlich.

    Die geologischen Strukturen gleichen denen des westafrikanischen Kontinents, weshalb globale Branchengrößen wie Newmont, Reunion, Troy, Omai Gold oder G2 Goldfields ihre Zelte in Guyana aufgebaut haben. Mit zwei aussichtsreichen Projekten, hat das Junior-Bergbauunternehmen Alerio Gold seinen Hut in den Ring geworfen. Das Tassawini-Goldprojekt, an dem Alerio Gold eine Option von 100% auf den Kauf hält, besitzt eine historische Ressourcenschätzung von 499.000 Unzen. Bereits 23,91 Mio. EUR wurden vom Management, das jahrzehntelange Erfahrung im Guayana-Schild mitbringt, in die Exploration gesteckt. Bei diesem Projekt ist die Mineralisierung in mehreren Richtungen offen, weshalb bereits die Fläche auf 1381 Hektar erweitert wurde.

    Die Bergbaulizenzen sind bereits vorhanden und im laufenden Jahr soll das Explorationsprogramm deutlich erweitert werden. Neben dem Erlangen einer Umweltverträglichkeitsbescheinigung plant Alerio Gold die Veröffentlichung einer PEA-Studie, einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsanalyse. Um dies finanzieren zu können, wurde kürzlich die erste Tranche einer Privatplatzierung abgeschlossen. Das Unternehmen hat im Rahmen der ersten Tranche 2.841.000 Einheiten zu einem Preis von 0,25 CAD ausgegeben und damit einen Bruttoerlös von insgesamt 710.250,00 CAD erzielt. Der Börsenwert des auch in Frankfurt gelisteten Unternehmens liegt aktuell bei 10,97 Mio. EUR.

    Nel Asa – Kritische Zustände

    Der Absturz des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten geht weiter. Nach dem Bruch der breiten Unterstützung bei 1,40 EUR, ruft als nächstes Ziel das Tief aus dem Oktober des vergangenen Jahres bei 1,20 EUR. Mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 1,76 EUR ist der Marktführer zudem noch immer mit großen Vorschusslorbeeren für die Zukunft bewertet. Der Umsatz für das Jahr 2021 beträgt demnach überschaubare 79,9 Mio. EUR, was ein hohes Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 26 widerspiegelt.

    In einem aktuellen Report researchanalyst.com/de/report/nel-asa-aktie-haelt-der-wasserstoff-pionier-sein-versprechen ist der Autor der Auffassung, dass sich Nel ASA wenig vom Branchentrend abkoppeln könne, als erfolgreicher Standardwert und Branchenprimus aber die Outperformance zur Peergroup erhalten bleiben dürfte - in guten wie in schlechten Zeiten. "In einem steigenden Zinsumfeld könnte die Normalisierung der Bewertungsparameter im gesamten Sektor allerdings noch einige Zeit andauern", so die Analyse.

    Verkauf spült Geld in die Kassen

    Siemens verkauft sein Tochterunternehmen Yunex an den italienischen Atlantia-Konzern. Wie der DAX-Konzern am Montag mitteilte, zahlt die von der Unternehmerfamilie Benetton beherrschte Infrastruktur-Holding 950 Mio. EUR. Als Begründung wurde erläutert, dass die Tochter mit ihren Produkten von Ampeln über Verkehrsbeeinflussungssysteme bis zu Mautsystemen nicht zum Kerngeschäft der Bahntechnik-Sparte Siemens Mobility passe. Der Umsatz des vergangenen Jahres lag bei rund 600 Mio. EUR.

    Aus der Analystenecke kamen indes positive Stimmen. So stuft die Schweizer Großbank Bank Credit Suisse die Münchner weiterhin als Kauf mit einem Kursziel von 180,00 EUR ein. Auch die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Siemens auf "Outperform" mit einem Kursziel von 170,00 EUR belassen.


    Die Aktienmärkte befinden sich in einer Korrektur und durch die Kehrtwende der Zentralbanken aufgrund möglicher Zinserhöhungen herrscht weltweite Verunsicherung. Die hohe Inflation dürfte ein Comeback des Goldsektors zur Folge haben. Alerio Gold besitzt dabei zwei vielversprechende Projekte. Positiv wird Siemens von den Analysten gesehen, bei Nel Asa droht ein weiterer Absturz.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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