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05.01.2021 | 05:50

NEL ASA, Desert Gold, Barrick Gold: Trendwerte im Risiko-Check

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die Corona-Pandemie hat zu einem wahren Boom bei Online-Brokern geführt. Immer mehr Menschen kümmern sich selbst um ihr Geld und investieren am Smartphone in Aktien. Was grundsätzlich zu begrüßen ist, führt bei vielen Himmelsstürmern schnell zu Ernüchterung: Dann nämlich, wenn Trend-Werte überteuert gekauft und anschließend bei Kurskorrekturen panisch wieder abgestoßen werden. Dabei liegt der Gewinn an der Börse in der Regel im Einkauf. Wer günstig einsteigt und einer Aktie Zeit gibt, kann seine Strategie ganz sachlich verfolgen. Weder Kaufpanik noch die drohende Rückschlag-Gefahr belasten dann die Anleger-Psyche. Trotzdem sind Aktien wie die des Wasserstoff-Pioniers NEL noch immer stark gefragt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA25039N4084 , NO0010081235 , CA0679011084

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Inhaltsverzeichnis:


    NEL ASA: Warum Vorsicht angebracht ist

    Das norwegische Unternehmen ist ohne Frage äußerst interessant. Wer in diesen Tagen Lösungen rund um Wasserstoff parat hat, ist zu Recht ein Trendwert. Doch was die Aktie von NEL seit einigen Monaten vollführt, ist für Anleger, die in Ruhe Renditen einfahren wollen, atemberaubend. Zwar legte die Aktie auf Sicht von einem Jahr um mehr als 200% zu, doch war diese Entwicklung auch von vielen hektischen Kurssprüngen begleitet.

    Um den Jahreswechsel erreichte NEL zwei Mal die Marke von 2,90 EUR und geriet in dieser Kurszone unter Abgabedruck. Zu Wochenbeginn sorgten Gerüchte über einen möglichen neuen Großauftrag aus den Niederlanden für Kauflaune – dass es nach derartigen News auch einmal zu Gewinnmitnahmen kommen kann, scheinen viele vom Goldrausch um Wasserstoff-Aktien gepackte Anleger auszublenden. Angesichts der dynamischen Kursentwicklung und der erhöhten Volatilität sollten Anleger bei der Aktie von NEL kurzfristig Vorsicht walten lassen.

    Desert Gold: Der Sommerhit 2020 groovt sich wieder ein

    Dass es auch in diesen Tagen noch Trend-Werte gibt, die man in der Nähe der historischen Tiefs kaufen kann, zeigt die Aktie von Desert Gold. Das Unternehmen entwickelt in Mali, dem viertgrößten Goldproduzenten Afrikas, ein vielversprechendes Projekt, das in den vergangenen Monaten gute Bohrergebnisse zutage gefördert hat. Die Liegenschaft liegt inmitten einer Bergbau-Region, in der unter anderem B2Gold, Barrick Gold und Anglo Gold Ashanti Minen betreiben. Desert Gold verfügt nach eigenen Angaben in dieser Region über das größte zusammenhängende Landpaket. Die Chancen stehen nach Ansicht von Desert Gold gut, dass sich die Mineralisierungen bis hin zu den bereits produzierenden Minen fortsetzen. Das Unternehmen wäre spätestens dann ein potenzieller Übernahmekandidat.

    Im Dezember startete Desert ein neuerliches Bohrprogramm, das zunächst 20.000 Meter umfassen soll und bei Bedarf auf das doppelte Volumen ausgedehnt werden kann. Desert Gold verspricht sich von den Bohrungen näheren Aufschluss über das eigene Projekt und kündigte bereits einen kontinuierlichen Newsflow über das Jahr 2021 an. Nachdem die Aktie im August 2020 ihr bisheriges Verlaufshoch in Deutschland bei über 0,23 EUR erreicht hat und im Spätsommer frisches Kapital aufnahm, legte die Aktie den Rückwärtsgang ein und sackte zeitweise gar auf unter 0,10 EUR ab.

    Im Zuge der steigenden Goldpreise zum Jahresbeginn entdeckten erste Anleger den Wert allerdings wieder und bescherten der Aktie einen Achtungserfolg. Angesichts des bereits finanzierten Bohrprogramms und der Rahmenbedingungen rund um Gold könnte die Aktie ein vielversprechender Nachzügler sein – gerade im Spiegel von Hype-Aktien wie NEL und Co.

    Barrick Gold: Übernahmestau belastet etablierte Gold-Produzenten

    Anleger sollten allerdings nicht außer Acht lassen, dass Desert Gold mit einer Marktkapitalisierung von rund 16 Mio. EUR alles andere als ein alteingesessenes Unternehmen ist und als spekulativ gelten muss. Wer es daher konservativer mag, kann sich auch die Aktie des größten Goldproduzenten Barrick Gold näher ansehen. Während sich Investoren bei Desert Gold auf zwei sich in Entwicklung befindliche Liegenschaften fokussieren (ein Projekt hat das Unternehmen veroptioniert), bietet Barrick Gold einen bunten Strauß an Goldminen in aller Welt. Barrick profitiert daher unmittelbar von steigenden Goldpreisen. Auf Sicht von einem Jahr ging es für die Aktie trotzdem nur um rund 14% nach oben.

    Obwohl die Zahlen beim Gold-Giganten in den vergangenen Monaten besser geworden sind und der Goldpreis Barrick neue Aufmerksamkeit beschert hat, leidet das Unternehmen unter einem Investitionsstau. Während die Minen tagtäglich Gold aus der Erde holen, ist das Übernahmegeschäft im Zuge der Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen. Große Produzenten sind allerdings darauf angewiesen, Reserven zu ersetzen und sich nach neuen potenziellen Projekten umzusehen. Dieses Dilemma lastet auch auf dem Kurs, da Barrick Gold seit einiger Zeit von seiner Substanz lebt. Der Kauf neuer Projekte nach dem Ende der Pandemie könnte zudem teuer werden – andere Unternehmen aus dem Sektor halten ebenfalls Ausschau nach vielversprechenden Projekten. Dass diese durchaus in Westafrika liegen könnten, ließ Produzent Kinross Gold bereits im Herbst verlauten. Möglicherweise spielt dann auch Desert Gold im Konzert der ganz Großen mit.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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