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12.01.2021 | 05:30

Osino Resources, Fuelcell, Nikola: Es geht schnell voran!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Gestern gab es eine nicht ganz überraschende Bewegung beim Supershooter Bitcoin (BTC). Binnen 12 Stunden korrigierte die Krypto-Währung von Ständen über 40.000 USD bis auf 30.600 USD nach unten, ein Tagesverlust von 25%. Das war eine ordentliche Bewegung, die schon lang in der Luft lag, aber in dieser Schnelligkeit wohl kaum erwartet wurde. Nicht umsonst hat der BTC eine gerechnete Volatilität von über 100%. Der Schwächeanfall verdeutlicht abermals die hohe Schwankungsanfälligkeit der Kryptowährung. Die ganze große Euphorie entweicht damit etwas, aber die Fangemeinde steht wahrscheinlich schon bereit, erneute Höchststände zu fabrizieren. Infolge der Korrektur fiel das gesamte Marktvolumen aller derzeit rund 8.225 Digitalwährungen wieder unter die Marke von einer Billion Dollar. Vergangene Woche war die Marke erstmals übertroffen worden. Schnelligkeit ist gefragter denn je!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA68828L1004 , US35952H6018 , US6541101050

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Inhaltsverzeichnis:


    Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures
    "[...] Ein Fokus wird dabei auf Vorkommen in der Nähe der Oberfläche liegen. Das wären gute Argumente für eine schnelle Produktionsentscheidung mit dem kostengünstigen Verfahren der Haufenlaugung. [...]" Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures

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    Osino Resources – Goldkorrektur nutzen

    Auch bei Gold ging es die letzten 2 Wochen schnell. Binnen 24 Stunden korrigierte das Edelmetall samt Silber und Platin um 6%. Insgesamt ging es in den ersten Januartagen von 1.959 auf 1.833 USD nach unten. Für den kleinen Bruder Silber glich die Korrektur einem Debakel. Denn der Spotpreis fiel von 27,9 auf 24,4 USD, das sind immerhin 13%. Nun liegen die Metalle in ruhigem Fahrwasser und auch die Einschläge bei den Ressourcen korrigieren sich wieder.

    Bei der Osino Resources gab es zum Jahreswechsel ein paar Incentive-Optionen aus dem laufenden Optionsprogramm für Führungskräfte. Der Bezugspreis liegt bei 1,25 CAD und die Ausübungsfrist läuft über 5 Jahre. Vorteile eines solchen Programms sind die automatisierten Finanzierungsmöglichkeiten, falls gewisse Kursregionen überschritten werden. Osino muss dann nicht nach neuem Geld für die Explorationen fragen, sondern erhält Mittel aus der Ausübung der Insider.

    Operativ läuft es bei den Kanadiern sehr gut in Namibia. Osinos Portfolio an exklusiven Explorationslizenzen befindet sich innerhalb des aussichtsreichen Damara-Mineralgürtels, größtenteils in der Nähe der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto auf einer Gesamtfläche von etwa 7.000 Quadratkilometern. Im Jahr 2021 dürften die Bohrungen zu einem Abschluss gebracht werden, die Lagerstätte und weitere Schürrechte werden schon heute mit 150 Mio. CAD bewertet. Offensichtlich erwartet die Gold-Anlagergemeinde hier noch wesentlich mehr. Im nächsten Aufwärts-Move beim Gold sollte der technische Widerstand bei 1,60 CAD aufgelöst werden können. Wir raten zum Einstieg in der jetzigen Korrekturphase bei Kursen um 1,35 CAD.

    Fuelcell Energy – Wasserstoff bleibt im Hype

    Wie eine Rakte konnte die Fuelcell-Aktie zuletzt zulegen. In Sympathie zu NEL, PlugPower und Ballard Power ging es seit November 2020 bei einem Kurs von 2,40 USD erst so richtig los. In nicht mal zwei Monaten legte die Aktie ganze 450% zu und nun verweilt sie auf dem erreichten Niveau. Zwei Shortattacken konnte der Kurs bereits überstehen, die Tiefststände seit Jahresanfang liegen etwa bei 11,50 USD. Wie weit ist es operativ bei der Fuelcell-Aktie?

    FuelCell Energy ist ein Unternehmen für die Entwicklung von Brennstoffzellen-Energie. Es entwickelt, produziert, betreibt und wartet Direkt-Brennstoffzellen-Kraftwerke (eine Art von Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen), die mit Erdgas und Biogas betrieben werden. Ihre Kraftwerke werden nicht als "Wasserstoff-Brennstoffzellen" bezeichnet, da ihr Ausgangsmaterial kein reiner Wasserstoff ist und die Nebenprodukte der Stromerzeugung Kohlendioxid enthalten. Als einer der größten börsennotierten Brennstoffzellenhersteller in den USA betreibt das Unternehmen mehr als 50 Anlagen auf der ganzen Welt. Sein Kundenstamm besteht neben industriellen Abnehmern, v.a. aus Versorgungsunternehmen, Gemeinden und Universitäten.

    Der Umsatz im Jahr 2020 wird etwa bei 70 Mio. USD liegen, das Unternehmen erwirtschaftet noch keinen Gewinn, die Verluste liegen knapp unter dem Umsatz. Das Wachstum wird von 6 Analysten im laufenden Jahr bei plus 73% gesehen. Mit einer Kapitalisierung von 5,2 Mrd. USD beträgt das KUV ca. 80, damit blicken die Anleger wohl schon ins Jahr 2030, wo vielleicht 30% der Weltmobilität mit der Brennstoffzelle bewältigt wird. Eine absurde Bewertung!

    Nikola Corp – Sagenumwobene Entwicklungen

    Nikola hat von allen Wasserstoff-Aktien den bewegtesten Start an der Wall-Street vollzogen. Ausgangspunkt war eine konstruierte Videoproduktion zu angeblich wasserstoffbetriebenen LKWs. Anfang September 2020 veröffentlichte dann der Leerverkäufer Hindenburg Research eine Analyse, in der Nikola und dessen Management der Lüge und des Betrugs bezichtigt werden. Unter anderem habe das Unternehmen außer Fahrzeugkonzepten keine funktionsfähigen Prototypen vorzuweisen. Aussagen Nikolas zum Entwicklungsfortschritt, und Behauptungen bezüglich großer Photovoltaikanlagen und eigener Erdgasquellen im Besitz des Unternehmens werden, unter anderem unter Berufung auf Insider, angezweifelt.

    Die Aktien verloren damals 30% ihres Wertes. Die offizielle Antwort der Nikola Motor Company auf die Vorwürfe sorgte nur für eine geringe Erholung des Aktienkurses. Unter anderem erklärte das Unternehmen, man habe nie behauptet, dass sich der Nikola One in dem angeführten Video aus eigener Kraft fortbewegt hätte. Mehrere Anschuldigungen wurden nicht entkräftet und als „nicht relevant“ bezeichnet.

    Nikola kommt jetzt mit neuen Nachrichten zu seinen Produkten. Berichten zufolge hat man mehrere von batterieelektrischen Tre-Trucks in Arizona zur Inbetriebnahme vorgestellt. Das ist ein positives Zeichen, aber nicht wirklich ein Grund für Investoren, jetzt wieder aktiv zu werden. Eine möglicherweise unterstützende Biden-Administration könnte für Nikola von Bedeutung sein, denn Biden will die technischen Infrastrukturen für die H2-Betankung ausbauen.

    Die Aktie von Nikola sich bei etwa 17,00 USD stabilisieren können, sie notierte aber schon bei 45,00 USD. Bei einer Marktkapitalisierung von immerhin 6,8 Mrd. USD sollten sich die Anleger des bestehenden Risikos bewusst sein, dass bei weiteren Falschmeldungen ein Mega-Absturz droht.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    Nun hat sich das Blatt wieder gewendet. Die Crash-Hysterie ist gewichen, ebenso erholen sich die Bondkurse wieder sukzessive. Die Rendite für 10-jährige deutsche Staatsanleihen fiel in den letzten sechs Wochen völlig überraschend vom Hoch bei 1,75% auf unter 0,90% zurück – das sieht nicht nach Boom aus. Auch das Inflationsgespenst verliert langsam seinen Schrecken, denn die Ölpreise konsolidierten nun um mehr als 25 USD von ihren zuletzt erreichten Höchstständen. Der Zinserhöhungsdruck für die Notenbanken lässt damit gehörig nach und gibt den Aktien wieder den nötigen Raum für positive Dynamik. Wir blicken auf aussichtsreiche Werte.

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    Nach der deutlichen Korrektur seit Ende Februar durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine, geht es seit den Tiefstständen Mitte Juni wieder deutlich nach oben. So legte der Dow Jones in den vergangenen Wochen rund 12% zu. Auch die Zahlensaison für das zweite Quartal verläuft überraschend positiv. Bereits mehrere Experten riefen das Ende des Bärenmarktes aus. Auch Analysten zeigten sich nach den vorgelegten Ergebnissen äußerst optimistisch für das weitere Geschäftsjahr.

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