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02.01.2025 | 06:00

Palantir – Daten als Gold, oder doch lieber Desert Gold und MicroStrategy für 2025 ins Depot holen?

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Bildquelle: pixabay.com

Heutzutage gehören digitale Technologien zu unserem Leben dazu und während wir im Internet unterwegs sind geben wir Daten preis, die mittlerweile als das Gold des 21. Jahrhunderts gelten. Die Tech-Giganten nutzen die Daten für personalisierte Angebote und sichern sich so Wettbewerbsvorteile. Palantir hat sich als Datenanalyst von Big Data einen Namen gemacht und ist so groß geworden. Die andere Option ist ein Investment in Gold- oder Kryptounternehmen. Der Goldpreis und auch der Bitcoinpreis sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wir sehen uns aus jedem Bereich ein Unternehmen an und schauen, welche Aktie ins Depot gehört.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , MICROSTRATEG.A NEW DL-001 | US5949724083

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Inhaltsverzeichnis:


    Palantir – kometenhafter Aufstieg

    Palantir Technologies hat sich als Spezialist für die Verarbeitung riesiger Datenmengen etabliert und gilt als gefragtes Datenanalyse-Unternehmen. Mit seinen beiden Hauptprodukten, Palantir Gotham und Foundry, deckt der Konzern sowohl den öffentlichen als auch den privaten Sektor ab. Während Gotham vor allem von Regierungsorganisationen wie Geheimdiensten oder dem Militär genutzt wird, findet Foundry Anwendung in Branchen wie Gesundheit oder Logistik. Auffällig ist der Fokus auf staatliche Kunden: Rund 55 % der Umsätze stammen aus langfristigen Verträgen mit öffentlichen Institutionen. Kommerzielle Kunden tragen die restlichen 45 % bei.

    Trotz beeindruckender Leistungen gibt es Grund zur Skepsis. Besondere Kritik erntet die extrem hohe Bewertung der Aktie: Mit einem Preis-Umsatz-Verhältnis von über 70 sehen viele Analysten die Börsenbewertung auf wackligem Fundament. Dazu kommt der starke Wettbewerb durch Technologie-Riesen wie Google und Amazon, die ebenfalls in die Datenanalyse drängen. In Analystenkreisen überwiegt daher eine zurückhaltende bis negative Haltung gegenüber der Aktie. Dadurch, dass die Aktie so schnell gestiegen ist, halten viele die Aktie für zu teuer, allerdings war das auch der Fall, als die Aktie bei 35 USD stand.

    Im Vergleich zum S&P 500 hat die Palantir Aktie mit einem Kursplus von rund 380 % den Index deutlich outperformt. Der Hype ist vor allem auf die wachsende Bedeutung von KI in ihren Produkten und Erfolge in beiden Geschäftsbereichen zurückzuführen. Doch trotz der Euphorie werfen Fachleute einen kritischen Blick auf die Zahlen: Die Marktkapitalisierung von etwa 172 Mrd. USD steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Gewinnwachstum. Viele Experten raten Anlegern daher zur Vorsicht. Die Aktie handelt derzeit bei 75,63 USD. Vor einem Einstieg sollte eine 20 % Korrektur abgewartet werden.

    Desert Gold - Rekordpreise und lukrative Chancen für Investoren

    Das Jahr 2024 war sehr positiv für den Goldmarkt, der Goldpreis konnte seit Jahresanfang in der Spitze rund 35 % zulegen und liegt aktuell bei 2.624,20 USD. Dieser Trend wurde maßgeblich durch geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und zentrale Entscheidungen der Federal Reserve sowie umfangreiche Goldkäufe von Zentralbanken unterstützt. Im Zuge dieses Aufschwungs rücken Explorer wie Desert Gold ins Licht der Aufmerksamkeit. Das Unternehmen fokussiert sich auf sein vielversprechendes SMSZ-Projekt in Mali, das 440 km² groß ist und auf dem bislang rund 1,1 Mio. Unzen Gold identifiziert wurden. Bislang ist nur ein Bruchteil der Liegenschaft exploriert und bietet daher weiteres Wachstumspotenzial.

    Schon heute sind 25 weitere Goldzonen durch Bohrungen nachgewiesen, die noch nicht in die bisherige Ressourcenschätzung eingeflossen sind. Durch die direkte Nachbarschaft zu großen Goldproduzenten wie Allied Gold im Norden oder Endeavour Mining gibt es eine latente Übernahmefantasie. Ende November berichtetet Desert Gold zuletzt über signifikante Fortschritte bei seinem SMSZ-Projekt. Laut CEO Jared Scharf haben die jüngsten Bohrergebnisse das Unternehmen dem Ziel von 2 Mio. Unzen Gold einen großen Schritt nähergebracht. In der Spitze lagen die Goldgehalte bei 6,35 g/t. Die neue vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) für die 2 Tagebauminen, die im Heap-Leaching-Verfahren betrieben werden sollen, ist für Anfang 2025 geplant.

    Startet die Produktion wäre das ein entscheidender Schritt für die weiteren Explorationsprogramme. Ein weiterer positiver Impuls für Desert Gold Ventures ist die Berufung von Herrn Diallo, einem erfahrenen Experten mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Erkundung von Mineralressourcen in Westafrika. Er wird dem Unternehmen helfen, strategische und geologische Herausforderungen zu meistern, während Don Dudek, der frühere Direktor, dem Unternehmen in beratender Funktion erhalten bleibt. Die Aktie notiert aktuell bei 0,06 CAD und kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von lediglich rund 14,5 Mio. CAD. Geht man nur von den 1,1 Mio. Unzen aus, so wird eine Unze mit 13,20 CAD oder umgerechnet 9,18 USD bewertet. Durch die nicht gerechneten 25 Goldzonen dürfte der Wert noch deutlich niedriger sein.

    MicroStrategy - Bitcoin-Supermacht

    MicroStrategy, 1989 gegründet, begann als innovativer Anbieter von Business-Intelligence-Software und feierte 1998 mit einem Börsengang inmitten der Dotcom-Euphorie erste große Erfolge. Doch was vielversprechend begann, nahm eine unsanfte Wendung: Nach dem Platzen der Blase im Jahr 2000 und einem Bilanzskandal brach die Aktie regelrecht ein. Die SEC nahm das Unternehmen unter die Lupe, und hohe Strafzahlungen folgten. Doch aus der Krise entstand eine bemerkenswerte Neuausrichtung: Unter der Führung von CEO Michael Saylor wandelte sich MicroStrategy von einem reinen Softwareunternehmen zu einem der prominentesten Bitcoin-Investoren weltweit.

    Seit 2020 hat MicroStrategy angefangen Bitcoins in großem Umfang zu kaufen. Finanziert wurden die Coins durch Aktienverkäufe und Anleihen im Gesamtwert von rund 16 Mrd. USD. Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 444.000 Bitcoins angesammelt – Stand jetzt ein Vermögenswert von mehr als 45 Mrd. USD. Zuletzt wurde bekannt, dass MicroStrategy einen Antrag bei der SEC eingereicht hat, seine Aktienanzahl auf bis zu 10,33 Mrd. Stück zu erhöhen. Mit dem neuen Kapital soll noch mehr in die Kryptowährung investiert werden. Steigt der Bitcoin Preis weiter würde sich das auszahlen, aber nach dem starken Anstieg des Bitcoinpreises wäre eine Konsolidierung keine Überraschung.

    Das sehen auch die Analysten so, die trotz der Wachstumsgeschichte vor den Gefahren warnen. Die derzeitige Bewertung der Aktie ist stark von den hohen Bitcoin-Kursen getrieben und das eigentliche Softwaregeschäft rückt zunehmend in den Hintergrund. Bei erhöhter Volatilität des Kryptomarktes nach unten, könnte dies die finanzielle Stabilität des Unternehmens gefährden. Zudem könnte sich das Quanten-Computing zur Bedrohung für den Kryptomarkt entwickeln. Wer dennoch in Bitcoin investieren will sollte lieber direkt in die Kryprowährung investieren. Zuletzt korrigierte die Aktie deutlich und notiert aktuell bei rund 316 USD und liegt damit von der Marktkapitalisierung her immer noch 30 Mrd. USD über dem Bitcoin Wert.


    Palantir hat sein Datenanalysegeschäft mit Fokus auf Künstliche Intelligenz deutlich ausgebaut, ist jedoch in Hinsicht auf die hohe Börsenbewertung und den starken Wettbewerb skeptisch zu betrachten. Desert Gold bietet mit einem Projekt in Mali und erheblichen Wachstumsperspektiven Chancen und könnte in den Fokus großer Goldproduzenten geraten. MicroStrategy hat sich mit massiven Bitcoin-Investitionen in Abhängigkeit vom Kryptomarkt begeben. Die Marktkapitalisierung erscheint aktuell zu hoch. Die größten Chancen auf einen Vervielfacher holt man sich mit Desert Gold ins Depot.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • Kobo Resources
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    Der Goldpreis hat seit dem Allzeithoch bei über 5.500 USD zwar nachgegeben, doch die strukturellen Treiber des Booms – überschuldete Staaten, geopolitische Verwerfungen und massive Zentralbankkäufe – bleiben bestehen. Wer mit Minenaktien vom Goldrausch profitieren will, muss aber nicht auf Unternehmen setzen, die Umweltzerstörung und Ausbeutung in Kauf nehmen. Der kanadische Produzent B2Gold zeigt seit Jahren, dass verantwortungsvoller Bergbau und Kosteneffizienz kein Widerspruch sind. Der australische Branchenkollege Perseus Mining betreibt nachhaltige Minen in Afrika mit Produktionskosten, die weniger als ein Drittel des aktuellen Goldpreises betragen. Und das schuldenfreie Junior-Explorationsunternehmen Kobo Resources steht im Kossou-Becken der Elfenbeinküste vor dem nächsten großen Goldfund – in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer bestehenden Perseus-Mine.

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