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18.02.2022 | 04:44

Palantir Technologies, Kleos Space, TeamViewer – Der nächste Daten-Hype kommt!

  • Big Data
  • Software
  • Satelliten
  • Kommunikation
Bildquelle: pixabay.com

In einem politischen Konflikt wie aktuell zwischen Russland, der Ukraine und dem Rest der Welt, wäre die Verfügbarkeit von genauen Bewegungsdaten eine echte Bereicherung. Militärische Daten werden von den Regierungen allerdings gehütet wie ein heiliger Gral – gerade die Truppen-Bewegungsdaten sind eine heiße Ware. In Sachen Konsumenten-Tracking und Kommunikation sind Daten schon heute die wichtigsten Elemente der digitalisierten Welt. Es ist entscheidend, wann welche Inhalte auf welchen Kanälen gesehen werden und wer vor dem Endgerät sitzt. Hier eine Auswahl von Daten-Spezialisten mit markanten Einstiegspunkten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

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Inhaltsverzeichnis:


    Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited
    "[...] Wir haben ein starkes Management-Team und alle von uns haben bei globalen Medien- und Technologieunternehmen gearbeitet, bevor sie sich für Aspermont entschieden haben. [...]" Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited

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    Palantir Technologies – Das Wachstum lässt zu wünschen übrig

    Palantir Technologies war einer der schwächsten Technologiewerte an der NASDAQ zum Jahresausklang 2021. Mit einem zwischenzeitlichen Hoch bei 25,20 EUR fiel der Wert Anfang 2022 auf 10,50 EUR zurück, ein Absturz von fast 60%. Die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer zum Börsenstart konnten leider nicht erfüllt werden. Nun gab es die Jahreszahlen für 2021.

    Palantir erzielte einen Umsatz in Höhe von knapp 392 Mio. USD, das stellt gegenüber 2020 immerhin ein Wachstum um 34% dar. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum des US-Softwareanbieters sequentiell zu 36% im dritten und 49% im zweiten Quartal 2021. Leider ergibt sich unter dem Strich ein hoher Verlust. Das operative Ergebnis kam mit -58,9 Mio. USD nicht aus dem roten Bereich, die Marge blieb ebenso mit -14% negativ. Das erste positive Nettoergebnis ist aber in Reichweite.

    Immerhin erreichte Palantir im letzten Quartal einen positiven Cashflow von 93,4 Mio. USD. Die Aktie fiel wegen der enttäuschten Erwartungen entsprechend ab, analytisch war sie allerdings schon seit dem Listing teuer (KUV von 22). Das aktuelle Kursniveau scheint nun wesentlich attraktiver – achten sie daher auf einen Turnaround der NASDAQ Techno-Werte nach dem aktuellen Ausverkauf.

    Kleos Space S.A. – Bis Mitte 2022 EBITDA positiv

    Andy Bowyer, CEO von Kleos Space S.A. (KSS) konnte gute Nachrichten zum gestrigen IIF vorlegen. Das Hochtechnologieunternehmen mit Sitz in Luxemburg bringt Satelliten in den Orbit, um vor allem maritime und landgebundene Funk- und Bewegungsaktivitäten aus der Ferne zu erfassen und kundengerecht aufzubereiten. Hier werden Dinge sichtbar, die wegen krimineller Intelligenz oft gewollt im Verborgenen liegen. Alles Anwendungsbereiche mit hoher Brisanz und qualitativen Ansprüchen in Sicherheit und Validität.

    KSS hat im Januar bestätigt, dass man mit NATO-Staaten einige Vertragsverlängerungen erzielen konnte. Weitere sieben Neuverträge mit einem Volumen von 4 Mio. USD sind in Verhandlung, das EBITDA soll daher bereits Mitte 2022 im positiven Bereich landen. Der nächste Start zur Erhöhung der gescannten Datenmenge ist für den April geplant. Es handelt sich um den 3. Cluster von vier Satelliten, die nun eine wesentlich höhere Leistung bieten. Bis Mitte 2022 sollen dann weitere vier Satelliten des 4. Clusters in den Orbit gesandt werden und ans Netz gehen. Kleos Space rollt sein DaaS-Modell konsequent weiter aus und will alle neuen Anforderungen seiner Kunden konsequent umsetzen. Das sind sehr gute Perspektiven für den Daten-Spezialisten!

    Andy Bowyer, CEO von Kleos Space sagte beim International Investment Forum am 17. Februar: "We continue to build a world class team with a global footprint to execute our strategy!“ Mit diesem strategischen Anspruch ist der Markt gespannt auf die anstehende Patrol Mission (KSF2) im April und den Start der Observer Mission (KSF3) Mitte 2022. Den operativen Break-Even möchte das Unternehmen in 2022 erreichen. Mit einem Kurs von 0,41 EUR hat KSS eine Marktkapitalisierung von überschaubaren 106,6 Mio. EUR. Charttechnisch bieten sich im Bereich 0,40 EUR gute Chancen für den nächsten Anstieg.

    TeamViewer – Erste Erholungsversuche, aber zu wenig Drive

    TeamViewer war einer der großen Enttäuschungen des Jahres 2021. Ganze 70% verlor die Aktie, immer wieder gab es Übernahme-Gerüchte, die sich bis heute allerdings nicht bestätigten. Die Zahlen Anfang Februar klangen aber dann schon besser, die Aktie legte immerhin 25% in nur drei Wochen zu. Wie geht es nun weiter?

    Folgt man den Worten von TeamViewer-Chef Oliver Steil, so soll sich nach dem schwierigen Jahr 2021 der Wachstumskurs nun deutlich beschleunigen. Dazu könnten auch einige Akquisitionen beitragen. Der Umsatz soll mittelfristig zweistellig wachsen, die Marge sich weiter stark verbessern. Soweit - so gut. Die 2021er-Zahlen sind insgesamt etwas besser als erwartet ausgefallen, zusätzlich sorgte ein veröffentlichtes Aktienrückkaufprogramm für Auftrieb. „Aus den Erfahrungen des Vorjahres hat man gelernt“, sagt Vorstandschef Oliver Steil.

    2022 will er nun wieder Gas geben und hat dabei nicht nur profitables organisches Wachstum im Blick. Das Geschäftsmodell ist sicherlich einer der globalen Megatrends, denn die rapide Verbreitung von vernetzten Endgeräten, die digitale Transformation und ortsunabhängige Arbeitsformen sind die Entwicklungen, die aus der Pandemie geboren wurden und vermutlich auch lange bleiben werden. Für TeamViewer bleibt die Chance, dass für die kommenden Jahre eine weiter wachsende Nachfrage für die angebotenen Lösungen besteht.

    Für 2022 rechnet das Management mit Billings von 630 bis 650 (Vorjahr: 548) Mio. EUR, mittelfristig sollen diese mit einem hohen Prozentsatz wachsen. Das EBITDA soll 2022 eine Vorsteuer-Marge von 45 bis 47% erreichen. Die zuletzt angekündigten Rückkäufe haben die Aktie zumindest stabilisiert. Charttechnisch darf es jetzt nicht mehr unter die Zone 13,5 bis 14,2 EUR fallen, dann wäre der Weg für eine satte Erholung frei. Setzen Sie einen Stop-Buy bei etwa 15,7 EUR mit einem mittelfristigen Ziel von 18-22 EUR. Vorher ist es sicherer nur zu beobachten!


    Die hier betrachteten Unternehmen haben eine große Gemeinsamkeit. Sie operieren mit Daten und Kommunikationslösungen und begleiten damit einen Megatrend! Die Aktien von Palantir und TeamViewer sollten technisch langsam einen Boden finden, Kleos Space ist nicht zu teuer und ein hochinteressanter Nischenplayer.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Im Zuge der jüngsten Aktienmarktrallye sind einige Werte ins Hintertreffen geraten. Während der Markt die Zukunft einiger Aktien optimistisch einschätzte, hatten andere nicht den gleichen Erfolg. Für Anleger, die auf der Suche nach einem potenziellen Turnaround-Titel sind, haben wir drei Unternehmen herausgepickt, die eine Überlegung wert sein sollten. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Herausforderungen und Chancen, und Anleger sollten vor einer Investition ihre eigene Due Diligence durchführen. Mit dem richtigen Timing und der richtigen Strategie könnten diese Unternehmen in nicht allzu ferner Zukunft für ein Comeback gut gerüstet sein.

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    Im aktuellen Umfeld ist guter Rat teuer. Manch Fundamentalanalyse liefert die günstigsten Bewertungsparameter seit fünf Jahren, gleichzeitig sorgt das depressive Umfeld für einen großen Verkaufsschub nach dem anderen. Vor nicht einmal einem Jahr wurden Aktien in der Rentenvorsorge von Banken und Fondsmanager sogar als „alternativlos“ angesehen. Das ist auf sehr lange Sicht richtig, trotzdem geht diese Rechnung nur auf, wenn die darüberliegende Portfoliosteuerung die großen Wellen richtig einschätzt und die richtige Risikoquote einstellt. Bei der Betrachtung von Einzelwerten lohnt sich bei manch ausgebombten Aktien schon ein erster Blick.

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