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01.03.2021 | 05:10

Plug Power, Blackrock Gold, Barrick – Auf diese Marken kommt es an!

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Rohstoffe explodieren. Industriemetalle wie Kupfer eilen von einem zum nächsten Mehrjahreshoch. Aufgrund des hohen Metallbedarfs einer kohlenstoffarmen Wirtschaft rief das US-amerikanische Investmenthaus JP Morgan bereits einen neuen Superzyklus aus. Ein Rohstoff korrigiert derweil: Gold. Der Optimismus hinsichtlich einer starken Erholung der globalen Wirtschaft wächst, die Unsicherheiten nehmen ab. Kurzfristig dürfte die Korrektur weiterlaufen, auf längerer Sicht werden jedoch die Rufe nach dem sicheren Hafen wieder lauter.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
"[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Im Korrekturmodus

So schnell dreht sich die Meinung. Nachdem im vergangenen August die Schallmauer von 2.000 USD und das Hoch bei 2.069,70 USD je Feinunze Gold erklommen wurde, wurden von Experten bereits Kursziele jenseits der 10.000 USD herausgetönt. Aktuell hat das gelbe Edelmetall zumindest ein kurzfristiges Problem. Zwar ist der langfristige Aufwärtstrend noch in Takt, kurz- bis mittelfristig zeigt der Trend jedoch nach unten. Gründe sind natürlich in der Entspannung hinsichtlich der Corona- Pandemie durch die positiv verlaufenden Impfprogramme, eine sich schnell erholende globale Wirtschaft sowie steigender US-Anleiherenditen, die im 10-Jahresbereich mittlerweile bei mehr als 1,4% notieren, so hoch wie zuletzt vor einem Jahr nicht mehr, zu finden.

Gold ist „out“ – für den Moment!

Die Anleger verlassen den sicheren Hafen und suchen aktuell ihr Glück in anderen Anlageformen wie Aktien. Laut Branchenberichten sind die Gold ETF- Bestände auf dem niedrigsten Niveau seit Mai des vergangenen Jahres. Wenig hilft auch die Aussage des FED-Chairman Powell, der am derzeitigen Tempo der Anleihekäufe noch für längere Zeit festhalten will. So fiel der Preis im Freitagshandel auf 1.730,00 USD, ein Minus von 2,73%. Zwischen 1.670,00 USD und 1.730,00 USD liegt eine breite Unterstützungszone. Angesichts der langfristigen Aussichten sollten erste Positionen in physischem Gold beziehungsweise aussichtsreichen Goldminenaktien eröffnet werden. Es gilt immer noch die weit verbreitete Expertenmeinung: Jedes Portfolio benötigt zur Diversifikation einen Anteil Gold. Die nächste Krise kommt bestimmt.

Stark entwickelt, stark gefallen!

Wer antizyklisch handelt, konnte in der Vergangenheit am meisten ernten. Aktuell korrigieren neben dem Goldpreis auch die Goldminenaktien, obwohl diese mit starken Ergebnissen und Rekorddividenden glänzen. So brachte der Branchengigant Barrick Gold kürzlich starke Zahlen für das vierte Quartal auf den Tisch. 0,35 USD je Aktie wurden im vierten Quartal verdient, vier Cents mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz lag dem Konzern zufolge bei 3,28 Mrd. USD gegenüber geschätzten 3,22 Mrd. USD und auch die Goldproduktion des Quartals lag mit 1,21 Mio. Unzen über den erwarteten 1,16 Mio. Unzen des gelben Metalls. Darüber hinaus teilte Barrick Gold mit, den Aktionären 0,42 Dollar pro Aktie Kapital ausschütten zu wollen. Zusätzlich kündigte der Konzern auch eine Dividende von 9 Cents pro Aktie für das vierte Quartal an. Die Aktie folgte jedoch nicht den extrem guten Daten. Seit dem Goldpreishoch des vergangenen Jahres halbierte sich der Branchenführer.

Die Chance nutzen

Ebenfalls nicht verschont blieb die Aktie von Blackrock Gold, obwohl die Entwicklung stark nach oben zeigt. So konnte kürzlich vermeldet werden, dass dem Unternehmen 10,35 CAD aufgrund eines Angebots auf Bought-Deal-Basis zufließen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Aktien an Blackrock Gold wurde das Angebot zuvor bereits von ursprünglich 7,02 Mio. CAD erhöht. Der Nettoerlös aus dem Angebot wird zur Finanzierung der Exploration der unternehmenseigenen Grundstücke Tonopah West und Silver Cloud in Nevada verwendet. Und diese beiden Projekte sind mehr als aussichtsreich, was sich in den letzten Ergebnissen widerspiegelt.

Beim ersten Projekt, Tonopah West, gab es Ende des vergangenen Jahres gute Neuigkeiten. Aufgrund positiver Ergebnisse musste der Golderzgang Victor um 480m vergrößert werden. Zudem lagen die Gold- und Silberfunde deutlich über den Erwartungen. Im Gesamtjahr 2020 wurden somit zusammen 14 Gold- und Silberfunde mit in der Spitze vierstelligen Ergebnissen im Verhältnis Gramm pro Tonne erreicht. Für 2021 stehen noch weitere Bohrergebnisse aus. Die Aussichten des Aufstiegs vom Explorer zum Produzenten sind hier bei weiter positivem News- Flow auf jeden Fall gegeben.

Kursphantasie durch Spin-off

Auch bei Silver Cloud steigt die Kurve nach oben. Durch die hervorragenden Bohrergebnisse plant das Management das Projekt an eine neue Gesellschaft als Spin-off zu übertragen. Silver Cloud verspricht deswegen Potenzial, da die Geologie viele Ähnlichkeiten mit der von Hecla Mining betriebenen Hollister-Mine aufzeigt. Hier wird gerade geprüft, ob Silver Cloud die Erweiterung der Hollister-Mine sein könnte. Aktuell spiegelt der Aktienkurs die positiven Entwicklungen von Blackrock Gold keineswegs. Nach dem Augusthoch bei 1,61 CAD bekommt man eine Aktie aktuell für 0,79 CAD, einem Discount von 50%.

Das Ende der Korrektur?

Nicht nur Goldminenaktien sind im Korrekturmodus. Auch den Brennstoffzellenhersteller PlugPower hat es schwer getroffen. So schloss die Aktie, die Ende Januar noch über 75 USD notierte, die Kurslücke bei sage und schreibe 37 USD, um dann mit einem Plus am Freitag bei 48,38 USD aus dem Handel zu gehen. Schuld für den Abschwung waren neben der allgemeinen Marktschwäche auch die die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtgeschäftsjahr 2020, die die Analysten enttäuschten. Positiver war dagegen der Ausblick für das laufende Jahr. Die kürzlich von 450 Mio. USD auf 475 Mio. USD-Dollar angehobene Prognose für den Bruttoumsatz bestätigt Plug Power. Hervorzuheben sind hier die Kooperationen mit Renault und der SK Group, die laut der Unternehmensführung verstärkt werden sollen. Aktuell sehen wir bei PlugPower von einem Einstieg ab und setzen die Aktie auf die Watch List.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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