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02.06.2025 | 05:10

Rheinmetall, Volatus Aerospace, C3.ai – Hochstufungen und Bomben-Ergebnisse

  • Rüstung
  • KI
Bildquelle: pixabay.com

Die Quartalssaison neigt sich dem Ende zu und mit dem Chipgiganten Nvidia präsentierte der Letzte der Magnificent 7-Unternehmen sein Zahlenwerk. Die hochgesteckten Ziele der Analysten wurden abermals pulverisiert, doch die Unsicherheiten im Hinblick auf den Handelskrieg zwischen China und den USA verhageln dem Branchenprimus den Ausblick. Dagegen fördert die Unsicherheit im Hinblick auf die geopolitische Lage weiter das Geschäft der Rüstungsunternehmen, die dadurch von Analysten immer höhere Kursziele erhalten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: C3.AI INC | US12468P1049 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Erneutes Upgrade

    Selbst nach der Megahausse im Anschluss an den Einmarsch Russlands in die Ukraine sparen Analysten nicht mit weiteren Hochstufungen bei Rüstungsunternehmen. In der Düsseldorfer Rheinmetall, die seit Februar 2022 bis heute eine Performance von über 1.700 % auf 1.833,40 EUR aufs Parkett legte, sehen die Experten noch deutliches Aufwärtspotenzial. So hob die Schweizer Großbank UBS das Kursziel auf 2.200 EUR an, mit Verweis auf die geopolitische Realität, in der die Verteidigung zum Wachstumssektor mutiert. Das Votum für die Aktie lautet wenig überraschend noch immer „Kaufen“.

    Umtriebigkeit in allen Bereichen ist der Mannschaft um CEO Armin Papperger kaum abzustreiten. Jetzt plant Rheinmetall-Tochter Blackned in Kooperation mit Nokia die Entwicklung von mobilen taktischen Netzen für das deutsche Militär. Nokias 5G-Technologie soll gemeinsam mit der Militärsoftware von Blackned eine integrierte Plattform für den Rheinmetall-Appstore Battlesuite schaffen.

    Laut Giuseppe Targia, Head of Space and Defense bei Nokia, steht dabei die Bereitstellung einer stabilen, unterbrechungsfreien Verbindung mit hohen Datenraten im Fokus. Diese Infrastruktur soll militärischen Einheiten auf dem Gefechtsfeld einen entscheidenden taktischen Vorteil verschaffen.

    Volatus Aerospace – Bestens aufgestellt

    Eine steile Kursentwicklung gen Norden sehen die Analysten von Ventum Capital Markets bei der Aktie des Drohnenunternehmens Volatus Aerospace voraus. Als neues Kursziel wurden dabei 0,32 CAD ausgerufen, das Anlageurteil lautet „Kaufen“. Damit besitzt der Anteilsschein in Bezug auf den aktuellen Kurs von 0,14 CAD ein Potenzial über 126 %.

    Der Grund für den Optimismus liegt zweifelsohne in der Zeitenwende und der Aufrüstung der NATO-Mitglieder. Die moderne Kriegsführung erlebt einen tiefgreifenden Wandel: Drohnen haben sich von Aufklärungswerkzeugen zu zentralen Elementen militärischer Strategien entwickelt. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) ist der weltweite Markt für militärische Drohnentechnologie zwischen 2017 und 2023 jährlich um rund 12 % gewachsen. Prognosen der Defense Intelligence Agency (DIA) gehen davon aus, dass sich die weltweiten Verteidigungsausgaben für unbemannte Luftfahrzeuge bis 2030 auf über 20 Mrd. USD verdoppeln werden.

    Volatus Aerospace deckt im Sektor ein breites Spektrum an Drohnendienstleistungen für zivile und militärische Zwecke ab – von Überwachung über Transport bis hin zur autonomen Einsatzplanung. Zum Leistungsportfolio gehören Drohnen mit hochauflösenden Kameras, die Ausbildung von Piloten sowie Wartung und Reparatur. Darüber hinaus betreibt das kanadische Unternehmen eine eigene Drohnenflotte und entwickelt spezialisierte Softwarelösungen für automatisierte Missionen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 3.269 Drohnenpiloten geschult, 4.189 Überwachungsflüge durchgeführt und rund 746 Transportmissionen erfolgreich absolviert.

    Das breite Partnernetzwerk von 60 OEM-Partner stellt dabei einen klaren Vorteil gegenüber vergleichbaren Unternehmen dar. Hier bestehen Kooperationen unter anderem mit Dufour Aerospace, Kongsberg, Ondas, Draganfly, DroneUP LLC oder MatrixSpace.

    Die Zahlen für das erste Quartal unterstreichen den erfolgreich eingeschlagenen Wachstumskurs. Volatus Aerospace erzielte dabei einen Umsatz von 5.713.158 CAD bei einer Bruttomarge von 32 %. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich zwischen dem ersten Quartal 2024 und dem ersten Quartal 2025 um 30 % oder 402.004 CAD. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 1.448.565 CAD.

    Glen Lynch, CEO von Volatus Aerospace, kommentierte die Ergebnisse wie folgt:„Im ersten Quartal 2025 konzentrierte sich Volatus darauf, die anhaltenden geopolitischen Herausforderungen zu meistern, indem wir unsere Geschäftstätigkeit diversifizierten und wichtige behördliche Genehmigungen einholten. Diese strategischen Schritte versetzen uns in die Lage, eine wachsende Pipeline von Aufträgen in realisierte Umsätze umzuwandeln.“

    C3.ai – Deutlich über Prognosen

    Neben Nvidia wartete Ende der vergangenen Woche das mit 3,06 Mrd. USD bewertete KI-Unternehmen c3.ai mit Rekordzahlen auf, was ein nachbörsliches Plus von über 12 % von 16 % auf 23,80 Euro zur Folge hatte.

    Für das am 30. April endende Quartal meldete C3.ai einen bereinigten Verlust von 0,16 USD pro Aktie, bei einem Umsatz von 108,7 Mio. USD, was einem Anstieg von 26 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Beide Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten, die einen Verlust von 0,20 USD pro Aktie und einen Umsatz von 108,53 Mio. USD erwartet hatten. Beeindruckend: der Abonnementumsatz machte 80 % des Gesamtumsatzes für das Quartal aus, Tendenz steigend.

    Der Anbieter von Anwendungssoftware für Unternehmens-KI unterhält strategische Partnerschaften mit Microsoft, AWS, Google Cloud und McKinsey QuantumBlack. Zudem wurde die Partnerschaft mit Baker Hughes Co. erweitert, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung von KI-Lösungen für Unternehmen der Öl- und Gasindustrie sowie der chemischen Industrie fokussiert. Interessant ist zudem, dass das Unternehmen seine Präsenz im Bereich „State and Local Government“ deutlich steigern konnte und erweiterte Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium (DoD), der US-Geheimdienstgemeinschaft, der US-Luftwaffe und dem US-Marinekorps abschließen konnte.

    C3.ai ist dabei, sein Geschäftsmodell zu skalieren. Zwar schreibt das Unternehmen noch immer Verluste, durch Verträge mit den Tech-Giganten wie Microsoft oder Google sehen Analysten jedoch großes Wachstumspotenzial. Für die weitere Expansion ist das Unternehmen mit einem Cash-Polster über 742,7 Mio. USD gut ausgestattet. Zudem erwarten Experten in den nächsten Jahren eine Konsolidierung im noch jungen KI-Sektor, mit steigenden Akquisitionen durch große Technologiekonzerne. Tech-Veteran und CEO von c3.ai, Tom Siebel, ist damit bestens vertraut, verkaufte er doch 2005 sein gegründetes Unternehmen Siebel Systems an Oracle.


    Das KI-Unternehmen c3.ai vermeldete deutlich bessere Ergebnisse als von Analysten erwartet. Rheinmetall bekam einmal mehr ein Upgrade aus der Analystengemeinde. Volatus Aerospace konnte starke Wachstumszahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbuchen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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