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16.06.2021 | 04:21

SAP, TeamViewer, Siemens Energy, QMines: Das sind die Kaufsignale!

  • technologie
  • Software
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Jeden Tag einen Tick höher, zwischendrin mal Luft ablassen, aber dann wieder auf Höchstständen schließen. Das ist der aktuelle Börsentrend, der sich täglich bietet. Im Grunde sind es weiterhin die Börsenlieblinge und große Standardwerte, die nach oben ziehen. Die NASDAQ hat wieder einen 4-Wochenritt hingelegt, wie er jetzt seit einem Jahr schon zum dritten Mal abgelaufen ist. Nach einer 1.000-Punkte-Korrektur, folgt ein 1.500-Punkte Anstieg auf ein neues Hoch. Wer nicht dabei ist, schaut eben zu. Noch härter trifft es die Shorties, die abermals keine Baisse erleben durften. Die wundersame Geldvermehrung läuft somit weiter und wir picken ein paar interessante Titel heraus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DE000ENER6Y0 , DE0007164600 , AU0000141533 , DE000A2YN900

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Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Kooperation mit TeamViewer

    Vorgestern gab es einen Sprung im Kurs der TeamViewer-Aktie. Der Grund: Der Bürosoftwareanbieter wird künftig mit SAP zusammenarbeiten. Charttechnisch tut das offensichtlich beiden Aktien gut, denn TeamViewer machte einen Satz von gut 8% nach oben. SAP rückte gestern nach und überwand die 120 EUR-Marke.

    Zunächst wird TeamViewer in das SAP-Partnerprogramm aufgenommen, in einem weiteren Schritt dann in die Frontline-Lösungen integriert. Frontline ist eine auf sogenannter Augmented Reality (AR) basierende Industrie-4.0-Lösung. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, die digitale Transformation von Arbeitsplätzen und Prozessen im industriellen Umfeld voranzutreiben und das Angebot insgesamt zu erweitern. Die AR-Software-Suite Frontline von TeamViewer schafft einen großen Mehrwert für SAPs Kunden, da sie die täglichen Aufgaben in industriellen Betrieben dank intelligenter Technologie vereinfacht. AR-basierte Prozesse können die Produktivität deutlich erhöhen, Bedienungsfehler und Maschinenausfälle vermeiden und damit die Kosten senken.

    Diese neue Partnerschaft könnte sich für TeamViewer wirklich auszahlen, denn die Kundenbasis von SAP dürfte ein Vielfaches von TeamViewer ausmachen. Das sahen Anleger in einem ersten Impuls offenbar ähnlich und trieben den Wert entsprechend über 32 EUR voran. Sollten sich weitere Gewinne einstellen, könnte sogar ein erfolgreicher Abschluss der vorausgegangenen Bodenbildungsphase anstehen. Auch bei SAP sieht die Bewegung im Chart richtig gut aus.

    Siemens Energy – Remote-Technik kommt zum Einsatz

    Auch bei Siemens Energy scheint es wieder gen Norden zu gehen. Das Unternehmen baut für das ostdeutsche Unternehmen LEAG ein Gaskraftwerk, das aus der Ferne betrieben werden kann. Für den freien Strommarkt steht die optionale Leistung jedoch nicht zur Verfügung. Die Notfall-Anlage kann in 30 Minuten eine Leistung von bis zu 300 Megawatt bereitstellen. Neben dem Bau übernimmt Siemens Energy für zunächst fünf Jahre auch den Betrieb und die Wartung.

    Notfallsituationen können eintreten, wenn Betriebsmittel im Netz, wie zum Beispiel Leitungen ausfallen. Das Gaskraftwerk Leipheim dient ausschließlich der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Übertragungsnetzes. Es wird als sogenanntes „besonderes netztechnisches Betriebsmittel“ im Notfall die Netzstabilität in Süddeutschland gewährleisten. Die Anlage ist eine der ersten weltweit, die rein digital aus der Ferne betrieben wird. Errichtet wird es auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Leipheim.

    Siemens Energy zeigt mit diesem Projekt seine Digitalisierungs-Kompetenz zur Prävention von Strom-Versorgungsschwankungen. Eine wirkliche Innovation für den deutschen Energiestandort, der seit der Abkehr vom Atomstrom gute Alternativen braucht. Die Siemens Energy-Aktie kann das Niveau von 25 EUR mittlerweile gut behaupten. Weiterhin beobachten!

    QMines – Spannende Kupfer- und Goldprojekte in Queensland

    Die kürzlich gestartete QMines aus Australien hat sich seit Erstnotiz gut entwickelt. Eingeführt wurde die Aktie zu 0,27 AUD, zwischenzeitlich konnte der Kurs auf 0,47 AUD zulegen. Der Wert ist deswegen spannend, weil zwei Trendthemen zugleich begleitet werden: Zum einen Kupfer, selten wie nie und im Kurs bereits über 10.000 USD je Tonne gestiegen und dann noch Gold, seit den neuesten Inflationszahlen aus den USA ebenfalls im Aufwärtstrend.

    Mit einer 983 Quadratkilometer großen Liegenschaft in Queensland nutzt man die hervorragende Infrastruktur rund um die Häfen Gladstone und Brisbane. An insgesamt vier Projekten im fortgeschrittenen Erschließungsstadium hält der Explorer die alleinigen Rechte. Das Kupfer-Projekt geht zurück auf den historischen Minendistrikt Mount Chalmers, wo bereits 1,2 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 2% produziert wurden. Auf diesen Ergebnissen lässt sich gut aufbauen, neue Ressourcen-Bestimmungen werden zeitnah durchgeführt. Geschätzt werden Mengen von etwa 3,9 Mio. Tonnen verzehrtem Gestein. Es soll zwischen 32.000 und 60.000m gebohrt werden, die Arbeiten werden bis Anfang 2022 andauern, seit Mitte Mai liegen erste positive Ergebnisse vor.

    QMines beweist mit seinem unternehmerischen Neustart im Bereich Kupfer viel Gefühl für die zyklische Entwicklung von Rohstoffen, denn der Elektroboom und die industrielle Umsetzung der vielen Dekarbonisierungs-Vorhaben stehen erst am Anfang. Joe Biden hat in vielen seiner Kommentare klar zum Ausdruck gebracht, dass jetzt gehandelt werden muss. Weil diese Bestrebungen auch eine gewisse Inflation erzeugen werden, ist die Beimischung von Gold in der QMines bereits mitenthalten.

    Die QMines-Aktie hat in Australien gute Tagesumsätze, in Deutschland ist der Wert nun auch handelbar. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 37 Mio. AUD bedeutet schon einen schönen Aufschlag seit Börseneinführung. Mittelfristig bietet die Aktie richtiges Aufwärtspotenzial.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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