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15.07.2021 | 05:10

SAP, White Metal Resources, Nokia – Märkte vor der Entscheidung

  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die globale Wirtschaft feiert einen Turnaround und die Unternehmensgewinne sprudeln. Durch die Sparsamkeit während der Corona-Lockdowns springen die Konsumausgaben in die Höhe. Zudem wird das Wachstum durch die Milliardenprojekte der Politik für die Infrastruktur befeuert. Goldene Zeiten für die Aktienmärkte, wäre hier nicht die Sorge vor einer ausufernden Inflation. So stiegen die Verbraucherpreise in den USA im Juni um 0,9% auf 5,4%, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Dabei handelt es sich um den größten Preisanstieg seit August 2008. Die FED ist gefordert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: WHITE METAL RES | CA9640461062 , NOKIA OYJ EO-_06 | FI0009000681 , SAP SE O.N. | DE0007164600

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Inhaltsverzeichnis:


    Rahmendaten stimmen

    Erneut tritt US-Notenbankchef Jerome Powell bei einer Anhörung im US-Kongress auf, um die Geldpolitik der Federal Reserve zu erläutern. Das Hauptthema ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Angst vor einer steigenden Inflation. Bislang hat Powell immer wieder hervorgehoben, dass der Preisdruck vorübergehend sei und die Geldpolitik auf absehbare Zeit locker bleibe.

    Sollte die Inflation in den USA stärker ausfallen und länger bleiben, ist ein früher als geplanter Ausstieg aus den Anleihekäufen wohl unvermeidlich. Dennoch stehen die Notenbanken mit dem Rücken zur Wand. Fallen die Zinserhöhungen zu stark aus, droht ein Abwürgen des Wirtschaftsmotors. Dazu kommt die historisch hohe Staatsverschuldung, die in Summe knapp 300 Bio. USD beträgt und die Finanzierung der Energiewende, die extrem steigende Zinsen und Renditen nicht zulässt.

    Steigende Inflation mit zwei kleineren Zinserhöhungen bis 2023 und einer wachsenden und bleibenden Preissteigerungsrate wäre die Basis für einen langfristig anziehenden Goldpreis. Neben dem Kauf von physischem Gold bietet sich ein Investment in Goldproduzenten und Explorationsunternehmen an. Diese korrigierten seit dem Hoch des Goldpreises überproportional und bieten langfristig ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.

    Interessante Mischung

    Ein gut diversifiziertes Portfolio kauft man sich bei White Metal Resources ein. Neben Gold- und Silberprojekten investiert der Projektgenerator in Kooperation mit den passenden Partnern auch in aussichtsreiche Kupfer-Liegenschaften. Kupfer gilt aufgrund seiner Leitfähigkeit als „Metall der Energiewende“ und verspricht durch die wachsende Nachfrage in den nächsten Jahren hohe Wertsteigerungen.

    Den geographischen Schwerpunkt legt White Metal Resources dabei auf die kanadische Provinz Ontario. Hier liegt der Fokus auf dem 1.968 Hektar großen Tower Stock Gold-Projekt, an dem man eine Option auf den Erwerb von 100% besitzt. Begonnen wurde nun mit dem vier- bis fünf Wochen dauernden Sommerbohrprogramm über 3.000m. Das Bohrprogramm wird sich auch auf nicht erkundete Bereiche der Zone Bench konzentrieren, wo die Bohrungen stellenweise 75 bis 100m auseinanderliegen und infolgedessen eine beträchtliche Anzahl an Detailbohrungen erforderlich sind.

    Neben Kanada investiert White Metal Resources in Namibia. Geht es nach den historischen Bohrergebnissen, bietet das Kupfer-Silber-Projekt Okohongo enormes Potenzial. Auch hier führt das Unternehmen aktuell ein Explorationsprogramm entlang des rohstoffreichen, mehr als 7 km großen, in Sediment gebetteten Kupfer-Horizonts durch, der sich nördlich der Lagerstätte erstreckt. Bisher konnten Proben von bis zu 31,8 % Kupfer, 65 g/t Silber und 20% Blei entnommen werden. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass sich die bisherige Vererzung von Okohongo viel weiter ausdehnt, als vermutet.

    Mit einem Börsenwert von gerade einmal 4,5 Mio. EUR dürfte der innere Wert der Projekte bereits jetzt die aktuelle Marktkapitalisierung übersteigen. Zudem plant die Unternehmensführung, das Portfolio stetig mit aussichtsreichen Projekten zu erweitern.

    Der Turnaround läuft

    Schwere Jahre hat der einst weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hinter sich. Durch enorme Sparmaßnahmen, im März hatte das finnische Unternehmen etwa den Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen beschlossen, um die die Kosten bis Ende 2023 dauerhaft um 600 Millionen Euro zu drücken, und besser laufende Geschäfte, erscheint Licht am Ende des Tunnels. Aufgrund dessen wurde nun eine Erhöhung der Jahresprognose in Betracht gezogen. Ursprünglich wollte Nokia einen um Währungsschwankungen bereinigten Nettoumsatz zwischen 20,6 Mrd. EUR und 21,8 Mrd. EUR und eine operative Marge von 7 bis 10% erzielen. JP Morgan stufte nach der in Aussicht gestellten Prognoseerhöhung für das Gesamtjahr die Aktie der Finnen von „neutral“ auf „overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 3,80 EUR auf 6,50 EUR.

    Weitere Hochstufung

    Bereits vor den Zahlen wurde das Investmenthaus Morgan Stanley bei SAP tätig. Die Einstufung behielten die US-Amerikaner auf „overweight“. Das Kursziel für die Walldorfer wurde jedoch von 128 EUR auf 136 EUR erhöht. Charttechnisch konnte die Lücke, die im vergangenen Herbst durch die enttäuschenden Quartalszahlen eröffnet wurde, geschlossen werden. Der nächste Widerstand liegt nun bei 130 EUR.


    Die Notenbanken befinden sich in der Klemme. Ziehen Sie die Zinsen zu stark an, wird das Wachstum abgebremst. Somit dürften, wenn überhaupt, nur moderate Zinserhöhungen in nächster Zeit in Frage kommen. Gold und Aktien besitzen dadurch beste Voraussetzungen für weiter steigende Notierungen. Goldminenaktien wie White Metal Resources bieten einen Hebel auf den Goldpreis, sind auf der anderen Seite spekulativer. Bei Nokia scheint sich der Turnaround weiter zu beschleunigen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Lexikon:

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