Menü schließen




11.03.2022 | 05:08

Saturn Oil + Gas, BYD, Bayer – Mit starken Unternehmen gewinnen

  • Öl und Gas
  • Rohstoffe
  • Elektromobilität
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Als der Öl-Future beim Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 sogar kurzfristig im negativen Terrain gehandelt wurde, gingen viele Experten von einem langfristig niedrigen Niveau des schwarzen Goldes aus. Lediglich JP Morgan sprach damals von einem möglichen Superzyklus und Kursen über 100 USD je Barell. Als Grund nannten die Analysten die Angebotsknappheit aufgrund des Schwenks hin zur grünen Energiegewinnung. Aufgrund der Ukraine-Krise wurde nun das Angebot noch einmal drastisch verkürzt, was den Ölpreis langfristig befeuern dürfte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

    Zum Interview

     

    Saturn Oil & Gas – Der Produzent profitiert doppelt

    Die parabolisch steigenden Kurse der verschiedenen Ölsorten sind natürlich Wasser auf die Mühlen der immer weniger werdenden reinen Ölproduzenten. Das kanadische Energieunternehmen Saturn Oil & Gas nutzte im vergangenen Juni die Chance, um mit einer Akquisition seine Förderquoten um den Faktor 20 zu erweitern, was sich in den Zahlen zum dritten Quartal und einem EBITDA von 17,2 Mio. CAD deutlich niederschlug. Beim International Investment Forum (IIF) im Februar formulierte die Unternehmensführung das Ziel, die Produktion mittelfristig auf 8.200 Barell hochfahren zu wollen.

    Erneut einen guten Riecher bewies nun der CEO von Saturn Oil & Gas, John Jeffrey, Mitte Februar. Bei Ölpreisen noch deutlich unter 100 USD übernahmen die Kanadier weitere Öl- und Gas-Assets im für eine Summe von rund 8,3 Mio. CAD. Die Aktiva befinden sich im Gebiet Plato im westlichen Zentrum von Saskatchewan und ergänzen die bestehenden Viking-Assets des Unternehmens. Die strategische Akquisition umfasst eine Förderung von 240 bbl/d Leichtöl, zahlreiche Bohrstandorte für leichtes Öl mit reduziertem Risiko.

    Jüngst gab die Gesellschaft bekannt, das zuvor angekündigte Bought Deal Angebot sowie eine gleichzeitige nicht vermittelte Privatplatzierung abgeschlossen zu haben. Im Rahmen der beiden Angebote emittierte das Unternehmen Aktien zu einem Preis von 3,00 CAD, wodurch der Gesellschaft brutto 20.613.000 Mio. CAD zuflossen. Damit wird die abgeschlossene strategische Akquisition gestemmt. Die weitere Mittelverwendung sieht Bohr- und Fertigstellungsarbeiten, Betriebskapital und allgemeine Unternehmenszwecke vor. Saturn ist mit einem Kurs von aktuell knapp 3 CAD gegenüber der Peer-Group deutlich unterbewertet.

    BYD – heftiger Abverkauf

    Hart abgestraft wurde die Aktie des Elektroautomobilunternehmens BYD in den vergangenen Wochen. Neben dem Ausverkauf aufgrund der aktuell existierenden geopolitischen Risiken sorgte zudem eine Personalie für große Unsicherheit bei den Anlegern. So wurde bekannt, dass der BYD-Gründer und Präsident Wang Chuanfu als Chairman von Hangzhou BYD Auto überraschend zurückgetreten ist. Tian Chunlong übernimmt in Zukunft die Position als Chairman von Hangzhou BYD Auto und Wang Bo die als neuer Direktor des BYD-Tochterunternehmens, hieß es weiter. BYD erklärte die jüngsten personellen Veränderungen damit, dass das „Verwaltungsverfahren gestrafft“ und das Unternehmen bei der „Durchführung verschiedener Geschäfte“ unterstützt werde. Auf den Betrieb und die Eigenkapitalstruktur hätte die Personalie jedoch keinen Einfluss. Auch die Geschäftsentwicklung sei weiterhin intakt.

    Positiv fiel dagegen die Nachricht ins Gewicht, dass das von Warren Buffett finanzierte Unternehmen die Produktionskapazitäten in Indien erweitern will. „Indien ist für uns ein strategischer Knotenpunkt, um den südasiatischen Markt zu bedienen“, sagt Ketsu Zhang, Executive Director, BYD India Private Limited. Aus charttechnischer Perspektive ist die Aktie mit einem Kurs von 22,56 EUR stark angeschlagen. Als wichtig erscheint nun das Halten des wichtigen Unterstützungsbereichs um 20 EUR.

    Bayer – Relative Stärke

    Im Gegensatz zum breiten Gesamtmarkt zeigt sich die Aktie von Bayer seit Wochen krisenresistent und könnte bei einem nachhaltigen Ausbruch über 55 EUR ein neues Kaufsignal generieren. Bereits bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen äußerte sich Bayer-CEO Werner Baumann: „Wir sind deutlich gewachsen. Wir haben unsere Innovationspipeline gestärkt. Und wir machen Fortschritte bei unseren Nachhaltigkeitszielen. All das zeigt: Bayer ist auf dem richtigen Weg!“

    Mit dem Verkauf des Segments "Environmental Science Professional" (ESP) für 2,6 Mrd. USD an den Finanzinvestor Cinven konnte der Pharma- und Agrarriese zum einen seine Kassen füllen, zum anderen können sich die Leverkusener verstärkt auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Rückenwind bekam die Aktie durch eine Studie der Schweizer Großbank UBS, die Bayer weiterhin mit dem Urteil „Kaufen“ versieht und das Kursziel von vorher 85 EUR sogar auf 90 EUR anhob.


    Durch die sich weiter zuspitzende Situation in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland stieg der Ölpreis wie eine Fahnenstange nach oben. Profiteure sind dabei vor allem Ölproduzenten wie Saturn Oil & Gas. Aussichtsreich sieht aktuell ebenfalls die Situation beim Pharma- und Agrarriesen Bayer aus. Dagegen ist das technische Bild von BYD angeschlagen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Mario Hose vom 10.03.2026 | 04:25

    Explosive Aussichten für Petrobras (Petroleo), Barrick Mining und Power Metallic Mines! 3 Aktien, die den Markt aufmischen!

    • Polymetalle
    • Kupfer
    • Gold
    • Platin
    • Rohöl
    • quebec
    • Rohstoffe
    • Gewinneraktien

    Der Rohstoffsektor erlebt gerade einen sehr spannenden Umbruch. Auf der einen Seite stehen die großen Konzerne mit ihren Milliarden-Gewinnen. Auf der anderen Seite drängt ein kleineres Unternehmen namens Power Metallic Mines mit Ergebnissen nach vorne, die selbst erfahrene Geologen überraschen. Zudem sind namhafte Investorenlegenden mit an Bord. Es geht heute nicht mehr nur darum, wer am meisten fördert. Es geht darum, wer auch eine kluge Strategie hat. In einer Welt, die dringend Batteriemetalle und Öl braucht und gleichzeitig Gold als sicheren Hafen sucht, müssen sich auch die Großen beweisen. Wer nicht liefert, kann schnell von kleineren, spezialisierten Unternehmen überholt werden. Dieser Bericht erklärt, warum die Entdeckungen in Quebec die Branche aufhorchen lassen und was die Zahlen der Großkonzerne für Anleger bedeuten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.03.2026 | 05:00

    Afrikas härteste Währung: Neue Perspektiven durch Barrick Mining, Compass Gold und Desert Gold

    • Afrika
    • Rohstoffe
    • Gold
    • Mali

    Im afrikanischen Bergbau vollzieht sich derzeit ein spürbarer Wandel, bei dem Bodenschätze zunehmend als die härteste Währung des Kontinents verstanden werden. Diese Entwicklung wurde auf der African Mining Indaba im Februar dieses Jahres in Kapstadt durch die Vision einer "Bank of African Settlements" untermauert. Das erklärte Ziel dieser Initiative ist es, Bodenschätze als bankfähige Werte zu etablieren, um die Abhängigkeit von volatilen Fiat-Währungen wie dem US-Dollar zu reduzieren. Für afrikanische Staaten ist dies eine direkte Antwort auf die harte Realität, in der lokale Währungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten bis zu 900 % gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren haben. Gleichzeitig stützen Marktdaten diesen Trend, da die Goldbestände ausländischer Zentralbanken erstmals seit dem Jahr 1996 die Bestände an US-Staatsanleihen übertreffen. Zusammen mit dem Streben nach politischer Selbstbestimmung und einer verlässlichen Infrastruktur eröffnet dieser Wandel Anlegern lukrative Perspektiven. In diesem Umfeld festigt der Branchenriese Barrick Mining die industrielle Basis in Mali, während aufstrebende Explorer wie Compass Gold und Desert Gold gezielt nach neuen Vorkommen suchen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.03.2026 | 04:15

    Sind Öl und Gas das neue Gold? Jetzt geht´s rund bei Shell, BP, Pure One und Oklo

    • Energie
    • Kritische Rohstoffe
    • Öl und Gas
    • Wasserstoff
    • Kernenergie
    • SMRs

    Nach einer langen Durststrecke für Öl musste es nun ein Krieg sein, der die Notwendigkeit der fossilen Brennstoffe wieder in den Fokus rückt. Aber, man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Die Weltmärkte sind überschwemmt mit Öl, USA und Kanada haben in den letzten 20 Jahren so viele Kapazitäten aufgebaut, dass die 4 Mio. Barrel Iran-Förderung leicht ausgeglichen werden können. „There´s plenty of oil“ war die Reaktion auf die wiederholten Peak Oil-Aussagen nach den Arbeiten des Geologen Marion King Hubbert aus dem Jahr 1949. Im Jahr 2000 sollten die Reserven erschöpft sein, doch es kam anders. Heute gehen Forscher von Reserven für weit mehr als 200 Jahre aus, somit lohnt es sich für Investoren auf Ölwerte zu blicken. Alternativen dazu gibt es viele u. a. von den Unternehmen Pure Hydrogen und Oklo. Im Zuge der Irankrise eine weitere Gelegenheit, das Portfolio neu zu strukturieren.

    Zum Kommentar