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10.08.2022 | 05:10

Seltene Chancen – Raytheon, Defense Metals, MP Materials, Rheinmetall

  • Seltene Erden
  • Rüstung
  • erneuerbare Energien
Bildquelle: Defense Metals Corp.

Schwere Waffen für den Frieden! Jeden Pazifisten dürfte es mit dieser Aussage den Magen herumdrehen, doch in der Realität läuft gerade dieses Szenario. Es klingt zwar wenig nachvollziehbar, aber um den Frieden zu garantieren, rüstet die Welt weiter auf. Unternehmen aus dieser Branche wie Rheinmetall, Raytheon oder Northrop Grumman haussieren. Mit dem brodelnden Konfliktherd in Taiwan nehmen die Spannungen noch einmal zu. Dabei hat China mit seinen Rohstoffen das Heft des Handelns in der Hand. Der Westen versucht krampfhaft, die Abhängigkeiten zu verringern, was kurzfristig mitnichten zu bewerkstelligen ist.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , MP MATERIALS CORP | US5533681012 , RAYTHEON TECH. CORP. -_01 | US75513E1010

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Inhaltsverzeichnis:


    Frederick Kozak, President and CEO, Auxico Resources Canada Inc.
    "[...] Unser Ziel ist es, bald zwischen 500 und 1.000 Tonnen pro Monat zu exportieren. Das könnte für uns einen Cashflow zwischen 500.000 und 1 Million CAD bedeuten. [...]" Frederick Kozak, President and CEO, Auxico Resources Canada Inc.

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    Die Abhängigkeit der Rüstungsindustrie

    Der Westen, das ist Fakt, ist abhängig von China, wenn es um die Beschaffung der Rohstoffe für die Energiewende geht. Vor allem bei seltenen Erdmetallen wird es im wahrsten Sinne des Wortes kritisch, denn das Reich der Mitte besitz hierbei eine marktbeherrschende Stellung. Zwar fiel der Anteil der jährlichen Produktion von 92% im Jahr 2010 auf aktuell noch 60%, die weitere Wertschöpfungskette mit dem Abbau und der Aufbereitung eines Seltenerdkonzentrats, Schmelzen und die Trennung von Seltenerdoxiden sowie die Raffination zur Produktion von Seltenerdmetallen- und legierungen findet weiterhin fast komplett in der größten asiatischen Volkswirtschaft statt. Somit kontrolliert das Reich der Mitte die komplette Wertschöpfungskette bis hin zur Fertigung von Komponenten wie Dauermagneten oder zunehmend auch Endprodukten wie Batterien oder Computern.

    Existenziell für Rüstung und Erneuerbare Energie

    Durch den Konflikt in der Ukraine wurde der Bedarf an seltenen Erdmetallen zweimal befeuert. Zum einem kommt dem seltenen Erdmetall Neodym für starke Dauermagnete in Elektromotoren und Windkraftanlagen die größte Bedeutung zu. Durch die Beschleunigung der Energiewende und dem Wunsch der Politik, von russischem Öl und Gas unabhängig zu werden, steigt die Nachfrage drastisch. Mindestens genauso wichtig sind Neodym-Eisen-Bor-Magneten, die stärksten Dauermagneten der Erde, für die Rüstungsindustrie. Diese sind in vielen militärischen Waffensystemen verbaut, wie in Satelliten- und Tarnkappentechnologien sowie in unbemannten Fahrzeugen.

    Preisexplosion führt zu Rekordergebnis

    Die Europäische Kommission betrachtet Seltene Erden als einen der ressourcenkritischsten Rohstoffe und die Vereinigten Staaten versuchen seit Jahren, durch Förderungen von einheimischen Liegenschaften, die Abhängigkeit zu minimieren. Tatsächlich gibt es nur eine Hand voll aussichtsreicher Projekte in der westlichen Welt. Neben den australischen Minen von Lynas und Iluka Resources gab es in den USA in der jüngeren Vergangenheit mit der Mountain- Pass-Mine, die von der börsennotierten MP Materials betrieben wird, ein größeres Seltene Erden-Projekt. Diese produziert rund 15% des globalen Marktvolumens pro Jahr.

    Die Zahlen des größten Seltene Erden-Produzenten der westlichen Welt zum zweiten Quartal sind in Folge der hohen Nachfrage von steigenden Preisen getrieben. So wurden in den Monaten April bis Juni 10.300t selten Erdoxide gefördert, was in etwa der Menge des Vorjahreszeitraumes gleichkommt. Durch eine Preisexplosion von 90% wurde dagegen der Umsatz um 96% auf 143,6 Mio. USD gesteigert. Das EBITDA wuchs sogar um 137% auf 110 Mio. USD, der Nettogewinn lag mit 170% höher bei 73,3 Mio. USD, was einen Gewinn pro Aktie von 0,43 USD bedeutet.

    Defense Metals mit gleichen Voraussetzungen

    Während sich die Mountain-Pass-Mine bereits in Produktion befindet, ist das kanadische Explorationsunternehmen Defense Metals dabei, mit seinem 4244 ha im Eigentum befindlichen Wicheeda-Projekt die zweite Alternative zu China zu schaffen. Defense Metals ist in Toronto und Frankfurt notiert und besitzt einen Börsenwert von 37,78 Mio. CAD. Im vergangenen Jahr ergab eine wirtschaftliche Berechnung (PEA) einen Wert (NPV) nach Steuern von 517 Mio. CAD. Die Ähnlichkeiten zum großen Bruder aus den USA sind dabei enorm.

    Neben einer erstklassigen Infrastruktur - die Mine liegt rund 80 km nordöstlich der Stadt Prince George, einem Zentrum des Bergbaus im kanadischen British Columbia und ist strategisch günstig an einer wichtigen Forststraße gelegen, die an einen Highway anschließt - ist vor allem die gleiche Metallurgie wie bei Mountain Pass zu erkennen. Eine wirtschaftliche Metallurgie setzt voraus, dass die Mineralien und die darin enthaltenen Seltenen Erden chemisch und physikalisch so beschaffen sind, dass sie durch günstige Aufbereitungstechniken leicht entfernt werden können. Wicheeda besitzt Bastnäsit und Monazit, welche die günstigsten zu verarbeiteten Seltenen Erden sind.

    Trotz starker Explorationsergebnisse ging es in den vergangenen Monaten mit dem Kurs der Defense-Metals-Aktie abwärts. So verbilligte sich die Aktie seit dem Hoch im Februar 2021 um rund 78% auf aktuell 0,17 CAD. In Anbetracht des positiven News Flows und der zukünftig steigenden Nachfrage könnte sich hierbei eine langfristig attraktive Kaufgelegenheit ergeben. Auch das veröffentlichte Update zum Stand der abgeschlossenen Diamantbohrungen für das Jahr 2022 zeigt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, einer der Top-Produzenten der westlichen Welt zu werden.

    Bis dato wurden in den nördlichen und zentralen Bereichen der SEE-Lagerstätte Wicheeda, wo sich laut dem Minenplan der wirtschaftlichen Erstbewertung (PEA) der endgültige Grubenbau befinden soll, insgesamt 12 Diamantbohrungen mit einer Gesamtlänge von über 3.500m niedergebracht. Mit den Analyseergebnissen aus den ersten Bohrlöchern ist im September oder Oktober 2022 zu rechnen. Kristopher Raffle, P.Geo., Director und qualifizierter Sachverständiger von Defense Metals, sagte dazu: „Defense Metals ist mit den bisherigen Fortschritten im Rahmen der Ergänzungs- und Explorationsbohrungen im Jahr 2022 sehr zufrieden. Wir freuen uns schon auf die Erhebung wichtiger geotechnischer Daten aus dem Grubenhang, die uns in weiterer Folge bei detaillierteren Wirtschaftlichkeitsstudien in Wicheeda unterstützen werden."


    Ohne seltene Erdmetalle gibt es weder eine beschleunigte Energiewende noch schwere Waffen für die westliche Welt. Aktuell ist die Abhängigkeit zu China enorm. MP Materials ist hierbei der große Produzent aus den USA und profitiert von der starken Nachfrage. Von der Beschaffenheit ist das Projekt von Defense Metals ähnlich und könnte zur zweiten großen Produktionsstätte Nordamerikas emporsteigen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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