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15.12.2025 | 04:30

Silber bald bei 100 USD – Rüstungs-Rally nun gestoppt? Silver North, Rheinmetall und DroneShield im Fadenkreuz

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Bildquelle: pixabay.com

Wahnsinn – wer hätte das gedacht? Silber erreichte in der letzten Woche erstmals die Marke von 64 USD pro Unze, was auf eine deutliche Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage zurückzuführen ist. Im Gegensatz zur damaligen Blase um die Gebrüder Hunt, die den Silbermarkt bis 50 USD defacto leer kauften, basiert die Rally heute auf einem globalen strukturellen Defizit, das neben industrieller Nachfrage auch durch geopolitische Spannungen, steigende Staatsverschuldung und einen schwachen US-Dollar getrieben wird. Die physische Verfügbarkeit von Silber ist wegen zu niedriger Förderleistung weltweit rückläufig, insbesondere an der London Metals Exchange (LME) sind die Lagerbestände seit 2021 um ein Drittel gesunken, während ETFs den frei verfügbaren Bestand um über 75 % reduzierten. Die Situation spitzt sich zu! Wo sollten Investoren hellhörig werden?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

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Inhaltsverzeichnis:


    Silver North – Ein aussichtsreicher Neuling im Silber-Universum

    Silber rückt immer stärker ins Zentrum der industriellen Aufmerksamkeit. Denn aus dem klassischen Edelmetall ist längst ein strategisches Zukunftsmetall geworden, das technologisch wie auch makroökonomisch erheblich an Bedeutung gewinnt. Mit der schnellen Digitalisierung der Fahrzeuge, etwa durch Fahrerassistenzsysteme, autonome Fahrfunktionen und umfangreiche Infotainment-Architekturen, steigt der Einsatz silberhaltiger Leiterplatten, Sensoren und Verbindungselemente weiter an. Darüber hinaus spielt Silber eine Schlüsselrolle in zukünftigen Energiesystemen: In der Photovoltaik entfällt derzeit rund 10 % der weltweiten Silbernachfrage auf Solarzellen. In der Elektrotechnik findet sich das Edelmetall in Kontakten, Schaltern, Relais und Steckverbindungen sowie in Inverter-Modulen und Batterie-Managementsystemen wieder, die die Effizienz, die Steuerung und den Wärmehaushalt optimieren.

    Noch im Boden befindet sich das Silber von Silver North Resources. Aktuell positioniert sich das Unternehmen als aussichtsreicher Explorer im Yukon, einer der silberreichsten Regionen Nordamerikas. Im Zentrum stehen die Projekte Haldane und Tim, welche strategisch in etablierten Bergbaudistrikten liegen und von guter Infrastruktur sowie aktiver Nachbarschaft großer Produzenten profitieren. Das zu 100 % gehaltene Haldane-Projekt grenzt unmittelbar an Hecla Minings produzierende Keno-Hill-Mine und galt bislang als deutlich unterexploriert. Das laufende Bohrprogramm 2025 bestätigt nun eindrucksvoll das Potenzial des Projekts, insbesondere am Main-Fault-Ziel. Jüngste Untersuchungen lieferten mächtige Abschnitte mit hohen Silber-, Gold-, Blei- und Zinkgehalten, darunter Intervalle mit über 2.000 g/t Silber. Die Mineralisierung konnte inzwischen über eine Streichlänge von 100 Metern in eine Tiefe von etwa 150 Metern verfolgt werden, was die Größenperspektive der Lagerstätte deutlich verbessert. Besonders positiv ist der zunehmende Goldanteil in tieferen Bereichen, der die wirtschaftliche Attraktivität zusätzlich erhöhen könnte.

    Weitere noch ausstehende Analyseergebnisse aus dem Bohrprogramm 2025 besitzen das Potenzial, diesen positiven Trend weiter zu untermauern. Das zweite Kernasset, die Tim-Liegenschaft nahe der Silvertip-Mine von Coeur Mining, weist anomale Silber-Blei-Zink-Werte auf. Coeur Mining hat dort bereits ein erstes Bohrprogramm durchgeführt und kann sich im Rahmen einer Optionsvereinbarung mit weiteren Explorationsschritten bis zu 80 % am Projekt sichern.

    Ergänzend zeigt auch das GDR-Projekt mit der Veronica-Liegenschaft frühes, aber eindrucksvolles Explorationspotenzial. Hochgradige Proben mit bis zu 2.860 g/t Silber und außergewöhnlichen 76,8 % Blei unterstreichen die Parallelen zum Silvertip-Distrikt. Die vorliegenden Ergebnisse rechtfertigen weiterführende Explorationsarbeiten in 2026. Finanzseitig hat Silver North zuletzt eine Flow-Through-Finanzierung über bis zu 2,1 Mio. CAD angekündigt, deren Mittel gezielt in die Exploration fließen soll. Insgesamt stehen dem Unternehmen für seine Vorhaben rund 2,6 Mio. CAD an Eigenkapital zur Verfügung. Angesichts einer Marktkapitalisierung von rund 29 Mio. CAD, starker Partner, robuster Aktionärsstruktur und eines konstruktiven Silber-Sentiments bleibt Silver North ein spannender Wert für risikobereite Investoren. Einsammeln!

    Rheinmetall – Hohe Erwartungen an das Jahr 2026

    Von einem hohen Silberverbrauch kann auch Rheinmetall ein Lied singen. Deutschlands führender Rüstungskonzern integriert das Metall zunehmend in seine hochtechnisierten Produkte, insbesondere in der Sparte Electronic Solutions für Sensorik, Kommunikationssysteme und Flugabwehr. Das ultra-leitfähige Edelmetall dient als unverzichtbarer Bestandteil für Korrosionsresistenz und Wärmeableitung in modernen Panzern, Drohnen und Raketensystemen. Genaue Mengenangaben bleiben proprietär und werden nicht öffentlich detailliert, da sie strategische Wettbewerbsvorteile bergen, doch Branchenschätzungen deuten auf signifikante Volumina hin. Schätzungen gehen z. B. von bis zu 15 kg pro hochpräziser Rakete aus. Der anhaltende Rüstungsboom, getrieben durch Großaufträge wie Panzermunition für Bundeswehr und NATO, treibt den Silberbedarf weiter an.
    Doch Vorsicht: Engpässe an den Rohstoffmärkten könnten ein Showstopper für die aktuelle Auftragsflut gelten. Die zunehmende Elektrifizierung von Waffensystemen verstärkt diese Abhängigkeit. Investoren haben mit der aktuellen Bewertung mit fast 6 Umsätzen in 2025e und einem KGV von 57 bereits einen erheblichen Bewertungsvorschuss erteilt. Sollten sich die Friedensbemühungen in der Ukraine materialisieren, dürfte auf die Rheinmetall-Aktie ausgehend von 1.650 EUR eine kurzfristige 30 bis 50 % Gewinnmitnahme-Konsolidierung hereinbrechen. Dann wären die Bewertungsparameter wieder etwas mehr im Rahmen und würden auch einen Neueinstieg rechtfertigen.

    DroneShield – Ob dieses Revival gelingt?

    Am Beispiel von DroneShield lässt sich wunderbar ablesen, was passiert, wenn ein Hype in Ernüchterung wechselt. Das Management des australischen Defense-Unternehmens hatte große Umsatzsprünge angekündigt und verdoppelt gerade die Kapazität im Stammwerk. Mittelfristig sollen so 500 Mio. AUD an Auftragsvolumen stemmbar sein. Die Krux: Spekulative Investoren hatten die 500 Mio. AUD Zielumsatz in 2026e mit einer Kursverzehnfachung unterlegt, der Wert stieg seit Januar von 0,38 auf 3,80 EUR. Was nicht bekannt war, ist die Tatsache, dass leitende Angestellte und das Management des Unternehmens umfangreiche Optionen zum Bezug von Aktien im Portfolio hielten. So gerieten mit Erreichen der 200 AUD-Umsatzmarke 5 % mehr Aktien auf den Markt. Das nicht einmal marktschonend, denn alle bezogenen Titel wurden sofort versilbert. Kein großer Vertrauensbeweis und eine Schelte für Anleger, die den überteuerten Titel an der Börse gekauft hatten. Die Quittung erfolgte in Form einer 75 %-Korrektur. Des einen Leid ist des anderen Freud! Ein jüngstes Kursrevival von etwa 0,80 auf 1,35 EUR wurde gleich wieder auf 1,17 EUR abverkauft. Casino Royale für Anleger mit kurzer Reaktionszeit!

    Silver North konnte sich in den letzten 6 Monaten um über 160 % nach oben schwingen. Hingegen zeigten die gehypten Rüstungstitel Rheinmetall und DroneShield, dass gutes Timing und die richtigen Stopp-Kurse offensichtlich zu den höchsten Tugenden im Defense-Sektor zählen. Quelle: LSEG vom 14.12.2025

    Silber gehört zu den Top-Rohstofftiteln des Jahres 2025. Mit über 100 % Performance konnte das Edelmetall so gut wie jedes andere Anlagegut outperformen. Während die gehypten Rüstungstitel in den Seitwärts-Abwärts-Modus wechselten, konnten sich spekulative Investoren mit den richtigen Explorer-Titeln eine goldene Nase verdienen. Der Explorer Silver North bietet mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 29 Mio. CAD noch herausstechendes Potenzial für risikobewusste Anleger.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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