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10.11.2025 | 06:00

Silver North Resources profitiert vom hohen Silberpreis und kann in Zukunft JinkoSolar und Xiaomi versorgen

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Bildquelle: pixabay.com

Die Nachfrage nach Silber treibt den Preis in ungeahnte Höhen. Als unverzichtbarer Rohstoff für Solarzellen, Elektronik und Elektromobilität entsteht mittlerweile ein Produktionsdefizit, das das Edelmetall immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Für Verbraucher kann es zur Kostenfalle werden, während es Investoren gleichzeitig eine einzigartige Chance eröffnet. Die eigentlichen Gewinner stehen fest: jene Unternehmen, die das begehrte Metall aus der Erde holen. Diese dynamische Entwicklung bringt drei Akteure in einer besonderen Konstellation zusammen. Den Explorer Silver North Resources als potenziellen Profiteur sowie die Großabnehmer JinkoSolar und Xiaomi als Triebkräfte der Nachfrage.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067

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Inhaltsverzeichnis:


    Silver North Resources - Explorationsdynamik in 3 Projekten

    Die jüngsten Aktivitäten von Silver North Resources liefern deutliche Impulse für das Portfolio des Explorers. Besonders die Ergebnisse vom Veronica Property im südlichen Yukon unterstreichen das Potenzial. Die bereits 2016 identifizierte Silber-Blei-Zink-Bodenanomalie, die „Betty Anomaly“ konnte von ursprünglich 450 m x 450 m auf beachtliche 1000 m x 1000 m erweitert werden. Noch bedeutsamer ist die erstmalige Entdeckung von Mineralisierung auf dem Veronica Grundstück. Ein 15 cm breiter Sulfid-Kieselstein, der in „Lodge Showing“ Zone gefunden wurde, lieferte spektakuläre 2.860 g/t Silber. Die geologische Kartierung bestätigt zudem das Karbonat-Ersatzlagerstätte (CRD)-Potenzial, analog zur nur 12 km entfernten Silvertip Mine von Coeur Mining.

    Parallel läuft das Bohrprogramm am Flaggschiff-Projekt Haldane planmäßig. Bisher wurden auf der „Main Fault“-Zone 6 Bohrungen mit insgesamt 1.300 m niedergebracht. Fünf sind bereits zur Analyse eingeschickt. Das Ziel ist klar umrissen. Die vielversprechende Entdeckung aus dem Jahr 2024 soll in der Tiefe und Länge erweitert werden, wo man in einer strukturellen Zone von 28,36 m einen Gehalt von 130 g/t Silber, 0,09 g/t Gold, 0,55 % Blei und 0,52 % Zink vorfand. Die laufenden Bohrungen testen die Erweiterung in die Tiefe und entlang des Streichens. Das Bohrprogramm soll Anfang November abgeschlossen sein und dann wartet man auf die ersten analytischen Ergebnisse. Wichtig zu wissen ist, dass die 8.579 ha große Liegenschaft nur 25 km von der produzierenden Silbermine Keno Hill von Hecla Mining entfernt ist.

    Abgerundet wird das Portfolio durch das Tim Property, das sich in einer strategischen Partnerschaft mit Coeur Mining befindet. Der Partner kann für Investitionen in Höhe von insgesamt rund 3,4 Mio. CAD über 5 Jahre eine 51 %-ige Beteiligung an Tim erwerben. 3,15 Mio. CAD davon sollen in Explorationsarbeiten fließen, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein müssen. Die letzten Bohrergebnisse brachten vielversprechende Werte mit bis zu 52,8 g/t Silber sowie Gold, Blei und Zink zutage. Das Projekt liegt nur 19 km von Coeurs produktiver Silvertip Mine entfernt. Das zeigt doch, was in der gesamten Region noch im Verborgenen schlummern könnte. Der nächste operative Schritt von Coeur wird mit Spannung erwartet. Aktuell notiert die Aktie bei 0,245 CAD.

    JinkoSolar – in der Krise

    Für JinkoSolar ist Silber viel mehr als nur ein Rohstoff – es ist das Herzstück der Leistung. Das Edelmetall steckt in den hauchdünnen Leitbahnen, die auf jede Solarzelle gedruckt werden und den Strom zuverlässig einsammeln. Ohne Silber läuft hier schlichtweg nichts. Seine unschlagbare Leitfähigkeit macht Silber nach wie vor zum unverzichtbaren Wirkungsgrad-Turbo. Das zeigt der enorme Rohstoffhunger der Branche. Allein 2023 verschlang die Solarindustrie schätzungsweise 193 Mio. Unzen Silber. Dieser Anteil wird mit dem rasanten Photovoltaik-Ausbau immer größer. Moderne Zelltechnologien wie TOPCon und HJT, auf die JinkoSolar setzt, brauchen für ihre Effizienzvorteile oft sogar noch mehr Silber. Damit bleibt das Edelmetall ein echter Kostentreiber. Pro Watt Peak kommen nach wie vor zwischen 10 und 20 Milligramm zum Einsatz.

    Dass der Silberpreis einer der Faktoren für sinkende Margen ist, lässt sich auch an den jüngsten Zahlen von JinkoSolars Tochter, Jiangxi Jinko, ablesen. Im 3. Quartal brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 34,11 % ein. Doch damit nicht genug. Statt in der Gewinnzone zu landen, verzeichnete das Unternehmen einen kräftigen Verlust von 1,29 Milliarden RMB vor Steuern. Für die Aktionäre des Mutterkonzerns blieb am Ende ein Nettoverlust von 1,01 Milliarden RMB übrig – eine durchaus herausfordernde Situation. Diese Zahlen sind ein deutliches Alarmzeichen und spiegeln den erbarmungslosen Preiskampf und Margendruck wider, die den globalen Solarmarkt derzeit im Griff haben. Trotz hoher Auslieferungszahlen bei Modulen schlagen die gesunkenen Verkaufspreise und hohe Betriebskosten voll durch. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben blieben mit 4,17 % des Umsatzes auf einem soliden Niveau, was die weiterhin verfolgte Innovationsstrategie bekräftigt.

    Abseits der roten Zahlen gibt es jedoch auch operative Erfolge. JinkoSolar konnte seine Marktpräsenz mit Projekten wie der Belieferung von Trinity Energy für ein Costco-Lager im US-Bundesstaat Washington ausbauen. Hier kamen etwa 1.000 EAGLE® G6 Module zum Einsatz. Besonders bemerkenswert ist die Einbindung des EAGLE® Preserve Programms, dem ersten zertifizierten Recycling-Programm für Solarmodule in Washington. Dies unterstreicht den strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Diese Faktoren werden für die Kunden zunehmend wichtig. Solche Referenzprojekte in stabilen Märkten wie Nordamerika sind wichtig, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Sie zeigen, dass das Unternehmen nicht nur technologisch, sondern auch bei serviceorientierten Lösungen voranschreitet, was langfristig für Kundenbindung und stabile Auftragslage sprechen kann. Die Aktie konnte trotz der eher ernüchternden Zahlen zulegen und ist derzeit für 28,20 USD zu haben.

    Xiaomi - zwischen robuster Operation und nervösem Markt

    Anders dagegen läuft es derzeit bei Xiaomi. Das 2. Quartal lief richtig gut. Ganze 116 Mrd. RMB setzte der Konzern um, ein kräftiges Plus von 30,5 % gegenüber dem Vorjahr. Selbst der bereinigte Nettogewinn schoss nach oben, und zwar um satte 75,4 % auf 10,8 Mrd. RMB. Die Bruttomarge konnte ebenfalls auf 22,5 % zulegen. Besonders heraus stach der Geschäftsbereich der Elektrofahrzeuge, der mit einem Umsatz von 21,3 Mrd. RMB überzeugen konnte. Beeindruckend ist in diesem Zusammenhang die Marge von 26,4 %. Umso überraschender wirkt da der Kontrast zur Börse. Dort hat die Aktie seit dem Sommer spürbar an Wert verloren.

    Trotzdem bleibt klar, dass die Expansion im Elektrofahrzeugsegment weiter an Fahrt gewinnt. Mit monatlichen Auslieferungen von rund 40.000 Fahrzeugen im September und Oktober hat Xiaomi sein ehrgeiziges Markteroberungsziel für 2025 bereits zu über 88 % erreicht. Die Führungsetage um Präsident Lu Weibing treibt die internationalen Pläne voran, was kürzliche Testfahrten in Deutschland unterstreichen. Diese globale Ausrichtung ab 2027 könnte mittelfristig neue Wachstumspotenziale erschließen. Parallel dazu zeigt das etablierte Smartphone- und Ökosystemgeschäft weiterhin Stärke, was sich zuletzt in starken Verkaufszahlen während des Double Eleven Shopping Festivals widerspiegelte.

    Die anstehenden Quartalszahlen am 18. November 2025 werden mit Spannung erwartet. Die Analystenmeinungen sind derzeit gespalten. Während CLSA mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 69 HKD eine optimistische Haltung beibehält und sogar erwartet, dass der EV-Bereich die Gewinnschwelle erreicht haben könnte, zeigt sich Haitong vorsichtiger und senkte das Kursziel auf 57,4 HKD. Gleichzeitig meldete Goldman Sachs einen 53%igen Anstieg bei Leerverkäufen und bezeichnete Xiaomi kurzfristig als "Konsens-Short". Für Investoren bietet sich das Bild eines Unternehmens mit starker operativer Basis, dessen Bewertung jedoch von kurzfristiger Volatilität und unterschiedlichen Erwartungen geprägt ist. Momentan ist die Aktie für 4,677 EUR zu haben, was rund 42 HKD entspricht.


    Die Silbernachfrage durch grüne und digitale Technologien treibt den Markt langfristig und schafft eine einzigartige Konstellation. Silver North Resources positioniert sich mit vielversprechenden Explorationsergebnissen als potenzieller Lieferant für die boomende Industrie. JinkoSolar bleibt als Solarriese eine fundamentale Nachfragetriebfeder, kämpft aber mit massivem Preisdruck und roten Zahlen. Xiaomi wiederum glänzt operativ, vor allem im E-Auto-Segment und wird den Silberbedarf weiter anheizen, auch wenn die Aktie kurzfristig unter Bewertungszweifeln leidet. Die eigentlichen Gewinner sind jene, die das Metall fördern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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