Menü schließen




24.10.2025 | 05:30

So profitieren Sie vom Rüstungsboom: Die Strategien von Rheinmetall, Volatus Aerospace und DroneShield

  • Rheinmetall
  • Volatus Aerospace
  • DroneShield
  • Rüstung
  • Rüstungsindustrie
  • Drohnen
  • Drohnentechnologie
  • Drohnenpilotenausbildung
  • zivile Anwendung
  • militärische Anwendung
Bildquelle: pixabay.com

Deutschlands Sicherheitsarchitektur durchläuft einen historischen Wandel. Mit einem Rekordetat von über 86 Mrd. EUR avanciert die Verteidigungsbranche zum innovationsstärksten Wirtschaftsmotor. Sie treibt Zukunftstechnologien wie KI und Drohnenabwehr voran und generiert damit beispiellose Wachstumsimpulse. An der Schnittstelle von strategischer Notwendigkeit und technologischem Fortschritt entsteht ein lukrativer Markt. Drei Unternehmen sind dabei, diese neue Ära zu definieren: Der Rüstungsgigant Rheinmetall, der Luftraum-Spezialist Volatus Aerospace und der Abwehrtechnologie-Pionier DroneShield.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall - Weichenstellungen für die nächste Wachstumsphase

    Die strategische Ausrichtung von Rheinmetall gewinnt weiter an Kontur. Ein zentrales Element ist der Einstieg in die Serienfertigung von Loitering Munition. Auf Sardinien produziert der Konzern in einer neu eröffneten Anlage diese schwarmfähigen Kamikaze-Drohnen, die sich im modernen Gefechtsfeld als Game-Changer erwiesen haben. Die Nachfrage ist enorm: Der Auftragsbestand beläuft sich bereits auf über 200 Mio. EUR für Lieferungen an verschiedene Nationen. Diese Initiative unterstreicht, wie Rheinmetall sein Portfolio über die klassische Rüstungstechnik hinaus schärft und sich als Systemanbieter in einem Hochwachstumssegment positioniert.

    Auf operativer Ebene beweist das Unternehmen solide Stärke. Das militärische Geschäft wuchs im 1. Halbjahr mit einem Plus von 36 % dynamisch. Den Rahmen für die Zukunft spannt der Rekordauftragsbestand von über 60 Mrd. EUR. Jüngste Großaufträge unterstreichen dieses Momentum. So sicherte sich ein Joint Venture von Rheinmetall einen Deal über 222 Radschützenpanzer vom Typ "Schakal" für Deutschland und die Niederlande im Milliardenwert. Parallel läuft die Belieferung der Bundeswehr mit hochmobilen Sanitätseinrichtungen an, was weitere Bausteine für stabile Umsatzströme darstellt.

    Die strategische Landkarte wird international weiter ausgebaut. Geplant ist die Gründung eines Joint Ventures mit der polnischen PGZ-Gruppe, um ein europäisches Zentrum für Unterstützungsfahrzeuge zu schaffen. In Ungarn werden zudem Entwicklungs- und Ingenieurskapazitäten ausgebaut. Parallel stärkt eine Partnerschaft des US-Tochterunternehmens mit dem Chemiespezialisten Solugen die Lieferketten für energetische Materialien. Diese Initiativen zeigen, wie Rheinmetall sein industrielles Fundament verbreitert, um von den milliardenschweren europäischen und transatlantischen Rüstungsprogrammen langfristig zu profitieren. Die Aktie kostet derzeit 1.778,50 EUR.

    Volatus Aerospace - wie ein Drohnen-Spezialist die Produktion hochfährt

    Die Drohnenbranche erlebt einen historischen Wandel von der Nische zur Schlüsseltechnologie. Volatus Aerospace hat sich als kanadischer Pionier in diesem dynamischen Markt positioniert und geht jetzt in die nächste Phase. Das Unternehmen baut nicht nur seine Technologieführerschaft aus, sondern stellt mit einer bedeutenden Produktionserweiterung die Weichen für skalierbares Wachstum. Am 21. Oktober verkündete das Unternehmen die Pläne für ein neues Innovationszentrum und eine Drohnen-Fertigungsstätte am Flughafen Montréal-Mirabel. Diese 200.000 qm große Produktionsstätte wird es Volatus ermöglichen, in die Serienfertigung eigener Drohnenplattformen einzusteigen. Diese "Made-in-Canada"-Initiative stärkt nicht nur die nationale Resilienz, sondern positioniert das Unternehmen als privilegierten Partner für Verteidigungsaufträge innerhalb der NATO.

    Die Kapazitäten sind gezielt auf die wachsende Nachfrage der kanadischen Streitkräfte und verbündeter Nationen ausgelegt. Parallel dazu treibt Volatus die Internationalisierung strategisch voran. Die bereits im Oktober bekanntgegebene Ausbildungskooperation in Nigeria zeigt, wie das Unternehmen neue Märkte erschließt. Indem es lokale Drohnenteams nach internationalen Standards schult, baut es sich eine strategische Position in aufstrebenden Regionen auf. Diese Initiativen schaffen nicht nur sofortige Einnahmequellen durch Schulungsdienstleistungen, sondern öffnen die Tür für künftige Großprojekte in Infrastruktur und Sicherheit.

    Die finanzielle Entwicklung untermauert die Expansionsstrategie. Ein Umsatzwachstum von 49 % im letzten Quartal zeigt die starke Marktnachfrage, angetrieben durch Verteidigungsaufträge und Industrieprojekte. Zusammen mit strategischen Partnerschaften, etwa im Bereich innovativer Batterietechnologie, entsteht so ein schlüssiges Gesamtbild. Volatus Aerospace baut systematisch seine Fähigkeiten aus, um von den langfristigen Trends in Verteidigung und industrieller Drohnennutzung zu profitieren. Die erweiterten Produktionskapazitäten kommen genau zum richtigen Zeitpunkt, um dieses Wachstum zu bedienen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,68 CAD.

    DroneShield - vom Nischenanbieter zum Wachstumsturbo

    Die Drohnenabwehr entwickelt sich rasant zu einem entscheidenden Markt, und DroneShield scheint sich in die Pole-Position manövriert zu haben. Die Zahlen für die ersten 9 Monate 2025 lesen sich beeindruckend und zeigen ein Unternehmen im absoluten Wachstumsmodus. Was hier wirklich beeindruckt, ist nicht nur der große Umsatzsprung, sondern die strategische Wende. Das Unternehmen generiert jetzt kräftig wiederkehrende Einnahmen mit Software. Damit zeigt sich Anlegern deutlich, dass der Sprung vom Hardware-Lieferanten zum Komplettanbieter tatsächlich geglückt ist.

    Die finanzielle Entwicklung ist kaum zu übersehen. Bis Ende September verbuchte das Unternehmen bereits verbindliche Einnahmen von über 193 Mio. AUD, ein gewaltiger Sprung im Vergleich zum Gesamtjahr 2024. Das 3. Quartal allein steuerte 93 Mio. AUD bei, was einem Wachstum von über 1.000 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch bedeutsamer ist der Wandel bei den Cashflows. Aus operativen Tätigkeiten generierte DroneShield in den ersten 9 Monaten einen positiven Cashflow von 15,7 Mio. AUD, eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Verlusten der Vorperiode.

    Treiber dieser Entwicklung ist eine klare Produktstrategie. Die SaaS-Umsätze (Software-as-a-Service) wuchsen im 3. Quartal um 400 % auf 3,5 Mio. AUD. Neue Angebote wie die Enterprise-Version der Kommando-Software "DroneSentry-C2" und die zivile Lösung "SentryCiv" zielen darauf ab, diesen Anteil mittelfristig auf 30 - 40 % des Gesamtumsatzes zu steigern. Gleichzeitig stärken wichtige Zertifizierungen, wie die jüngste Aufnahme in den UK Government-Katalog, die Glaubwürdigkeit und öffnen Türen zu weiteren Großkunden. Die expansive Phase scheint also auf einem soliden operativen Fundament zu stehen. Derzeit ist die Aktie für 4,68 AUD zu haben.


    Der Rüstungsboom bietet nachhaltige Wachstumsperspektiven an der Schnittstelle von Geopolitik und Innovation. Rheinmetall dominiert mit einem Rekordauftragsbestand und diversifiziert sich geschickt als Systemanbieter in Wachstumssegmenten wie Loitering Munition. Volatus Aerospace skaliert seine Kapazitäten durch eine neue Fertigungsstätte in Kanada und positioniert sich damit als privilegierter Partner für NATO-Verteidigungsaufträge. DroneShield durchlebt eine explosive Transformation zum profitablen Systemanbieter, angetrieben durch massive Umsatzsprünge und einen strategischen Wandel hin zu wiederkehrenden Software-Einnahmen. Diese Unternehmen verkörpern die neue Ära der Verteidigungsindustrie.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 04.02.2026 | 05:00

    Geschichte wiederholt sich: Warum Antimony Resources jetzt die Lynas-Rare-Earths-Chance von 2010 bietet und profitieren könnte wie Cameco

    • Antimon
    • Versorgungssicherheit
    • kritische Rohstoffe
    • Seltene Erden
    • Rüstung
    • Flammschutz

    Es gibt Momente, in denen geopolitische Brüche ganze Industriezweige durcheinanderbringen. Wer sich an das Jahr 2010 erinnert, weiß, wovon die Rede ist: Damals drehte China im Streit um die Senkaku-Inseln den Export für Seltene Erden faktisch ab. Die westliche Industrie stand unter Schock, Preise explodierten und ein kleiner, bis dahin kaum beachteter australischer Explorer namens Lynas Rare Earths avancierte über Nacht zur einzigen Hoffnung der westlichen Welt. Heute, 15 Jahre später, erleben wir ein Déjà-vu: Diesmal steht jedoch nicht Neodym im Fokus, sondern Antimon – das vergessene Metall, ohne das die Rüstungsindustrie stillsteht. Wieder dominiert China den Markt, wieder werden Exportbeschränkungen als politische Waffe eingesetzt und wieder sucht der Westen händeringend nach einer sicheren Alternative. In diesem Szenario tritt Antimony Resources auf den Plan. Das Unternehmen steht heute genau an jenem Punkt, an dem Lynas vor seinem legendären Aufstieg stand: Es kontrolliert ein Antimon-Projekt in einer sicheren Jurisdiktion, das die Abhängigkeit vom Osten brechen kann.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 04.02.2026 | 04:30

    Paukenschlag! Diese Innovation verändert die Batteriebranche – was es für NEO Battery Materials, DroneShield und BYD bedeutet.

    • Batterietechnologie
    • Batterien
    • Drohnen
    • Drohnentechnologie
    • Verteidigung
    • Innovation

    Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Drohnen – das sind einige der Themen, die hoch in der Anlegergunst stehen. Zu oft vernachlässigt wird allerdings ein entscheidendes Glied in der Kette: leistungsstarke, flexible Batterielösungen aus den westlichen Industrieländern. Es gilt die Dominanz Chinas so schnell wie möglich zu durchbrechen. Mit einer neuen Zellgeneration könnte NEO Battery Materials nun den Markt aufmischen. Die Potenziale sind riesig, die Marktkapitalisierung von rund 100 Mio. CAD spiegelt das noch nicht wider.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.02.2026 | 04:15

    SILBER CRASH - von 122 auf 72 USD! Jetzt das Messer schärfen mit TKMS, CSG, Silver Viper und thyssenkrupp

    • Rüstungsindustrie
    • Edelmetalle
    • Gold und Silber
    • Rohstoffe
    • IPO
    • Defense-Sektor

    Der explosionsartige Anstieg des Silberpreises in fast einer Linie von rund 35 auf 122 USD bis Ende letzter Woche, fordert jetzt seinen spekulativen Tribut. Um mehr als 300 % hat sich das Edelmetall binnen 14 Monaten nach oben geschwungen, begleitet von einer großen Gerüchteküche zu riesigen Shortpositionen und extremen Problemen für die Terminbörsen in der Materialbereitstellung. Fakt bleibt, dass Silber seit einigen Jahren in verschiedenen HighTech-Industrien von Windkraft, über E-Mobilität bis hin zu modernster Rüstungs-Technik Verwendung findet. Hersteller sollen wegen drohender physischer Defizite auch sehr stark mit Eindeckungskäufen am Markt gesichtet worden sein. Branchenkreise berichten von einem möglichen Defizit von über 1 Mrd. Unzen im März-Settlement – das entspricht rund 125 % einer gesamten Jahresförderung. Neben dem spannenden Silber-Explorer Silver Viper analysieren wir auch thyssenkrupp, die Tochter TKMS und den Börsenneuling CSG. Es lohnt sich weiterzulesen.

    Zum Kommentar