Menü schließen




07.10.2020 | 04:50

Tesla, Umicore, Almonty: Kritische Rohstoffe entscheiden über Rendite

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Rohstoffe sind der Schlüssel zur CO2-Neutralität. Ob Stromspeicher, Solaranlagen oder Windräder – ohne Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, oder Nickel sind viele Zukunftstechnologien nicht umzusetzen. Doch noch immer werden viele Rohstoffe in China unter zweifelhaften Bedingungen aus der Erde geholt oder stammen aus anderen Abbauregionen, wo ESG-Standards keine große Rolle spielen. Doch die Abnehmer von morgen mahnen bereits heute bessere Abbaubedingungen an: Tesla-Chef Elon Musk hat sich bereits öffentlich dafür stark gemacht, dass die von seinem Unternehmen verwendeten Rohstoffe aus guten Quellen stammen sollten. Für Bergbaukonzerne, die in Abbauregionen mit hohen Umweltstandards agieren, könnte das eine Chance sein.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA0203981034 , BE0974320526 , US88160R1014

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Tesla sorgt weiter für Überraschungen

    Obwohl die Versorgung mit nachhaltig geförderten Rohstoffen für ein Unternehmen wie Tesla zunehmend herausfordernd wird, kennt die Aktie seit Monaten kein Halten: Auf Sicht von einem Jahr preschte der Wert um sagenhafte 756% nach oben. Obwohl Tesla inzwischen heiß gelaufen scheint, kann das Unternehmen noch immer positive Schlagzeilen machen. Kürzlich senkte man auf dem wichtigen Absatzmarkt China die Preise für das günstige Modell 3. Zugleich spekulierten Analysten darüber, ob Tesla eine neue Batterie verbaut habe, die günstiger ist und mit weniger kritischen Metallen auskommt.

    Rohstoffe einsparen oder recyclen

    Noch Mitte des Jahres waren Preissenkungen von Analysten angemahnt worden, um mit der wachsenden Konkurrenz mithalten zu können. Es scheint, als habe das Unternehmen mit neuen Akkus Raum für Preissenkungen geschaffen und sich zugleich weniger abhängig von Zulieferern gemacht. Inwiefern die neuen Akkus Bestand haben oder ob der jüngste Schritt lediglich vorübergehender Natur ist, bleibt abzuwarten. Trotz des hohen Anteils an Fremdkapital und der selbst für Optimisten ambitionierten Absatzziele kann Tesla immer wieder überraschen. Tausendsassa Elon Musk schafft es immer wieder, etwas Neues aus dem Hut zu zaubern. Nach den Kursgewinnen des vergangenen Jahres erscheint die Fallhöhe für die Aktie aber inzwischen sehr hoch zu sein.

    Ein Unternehmen, das von steigenden Rohstoffpreisen indirekt profitiert, ist der belgische Konzern Umicore. Das Unternehmen agiert in den Bereichen Materialtechnik, Metallurgie und Recycling. Letztere Sparte startete im ersten Halbjahr richtig durch und wuchs um 40%. Einer der Hauptgründe für das satte Wachstum waren höhere Metallpreise. Umicore recycelt unter anderem Kobalt, Germanium, Nickel, Zink und Edelmetalle. Auch im gesamten Unternehmen lief es für Umicore gut – der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um rund dreißig Prozent. Auf Sicht von einem Jahr legte die Aktie von Umicore um rund 8% zu.

    Wolfram als kritisches Metall

    Während Unternehmen wie Tesla den Verbrauch kritischer Rohstoffe durch neue Akku-Technologie minimieren oder wie Umicore bereits geförderte Rohstoffe recyclen, geht das kanadische Bergbauunternehmen Almonty einen anderen Weg. Das Unternehmen fördert das von der Europäischen Union als kritisch eingeschätzte Metall Wolfram und fokussiert sich dabei auf Abbauregionen außerhalb Chinas. Aktuell arbeitet Almonty in Südkorea an der weltweit größten Wolfram-Mine und plant, das Projekt bis 2022 abzuschließen und in Produktion zu schicken. Die Mine könnte dann für 5% der weltweiten Wolfram-Produktion stehen und 30% der Produktion außerhalb Chinas abdecken. Ende September startete Almonty den Bau der Mine.

    Während viele kleinere Rohstoffgesellschaften nur ein wichtiges Projekt ihr Eigen nennen, verfügt Almonty bereits über zwei produzierende Minen in Portugal und Spanien. Damit ist das Unternehmen in einem von China dominierten Markt eine Alternative und könnte schon bald von der Nachfrage nach nachhaltig produzierten Rohstoffen profitieren. Wolfram ist äußerst temperaturbeständig und hilft dabei, Legierungen zu härten. Es kommt daher stark beim Bau von Industrieanlagen und Maschinen zum Einsatz.

    Markt scheint Chancen zu verkennen

    Während Tesla und auch Umicore milliardenschwere Unternehmen sind, gilt Almonty noch immer als Geheimtipp – an der Börse ist das Unternehmen aktuell mit rund 88 Mio. EUR bewertet. Zwar ist mit dem Bau einer gigantischen Mine immer auch Unsicherheit verbunden, doch scheint der Markt aktuell die großen Chancen des Projekts in Südkorea zu verkennen. Mit seinem Fokus auf die Förderung von Wolfram außerhalb Chinas stößt Almonty in eine attraktive Lücke. Da die Sicherung kritischer Rohstoffe zu nachhaltigen Bedingungen immer mehr an Bedeutung gewinnt, können sich Anleger den Wert genauer ansehen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.04.2026 | 04:30

    Dünger-Desaster: Lieferketten-Kollaps bedroht Bayer, Nestlé, MustGrow und K+S! Wo liegt die Mega-Chance für Investoren?

    • Crop Science
    • Agrartechnologie
    • Rohstoffe
    • Düngemittel
    • Lebensmittel
    • Pflanzenschutz

    Die Eskalation um den Iran hat globale Lieferketten und den Dünger- und Lebensmittelsektor in einen Ausnahmezustand versetzt, da Sanktionen und Sicherheitsrisiken den Export wichtiger Rohstoffe lahmlegen. Iran als Schlüsselproduzent phosphathaltiger Düngemittel und Kaliprodukten fällt temporär aus, das führt zu Preissprüngen im Agrarsektor von bis zu 40 %. Bayer kämpft mit steigenden Produktionskosten für seine Agrochemie-Sparte, was die Margen extrem drückt. Sogar Nestlé sieht sich zunehmend mit Rohstoffengpässen bei Tierfutter und Verpackungsmaterialien konfrontiert. Die Situation für die Versorgungssicherheit in Europa ist mittelfristig gefährdet, denn der Inflationsdruck auf die Lebensmittelpreise nimmt spürbar zu. MustGrow positioniert sich als Gamechanger mit biologischen Düngeralternativen, welche unabhängig von geopolitischen Hotspots skalierbar sind und schnelle Umsatzsprünge versprechen. Kali + Salz gewinnt massiv durch den Kali-Düngerhunger, da europäische Lagerbestände schrumpfen und Nachfrage aus der Landwirtschaft explodiert.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.04.2026 | 04:15

    Iran-Konflikt, Energiekrise und Lieferketten im Fokus: Power Metallic als Hebel für strategische Metallversorgung

    • Kritische Metalle
    • Kupfer
    • Energiewende
    • Klimaneutralität
    • Rohstoffe

    Jeden Tag fluten unzählige Horror-Berichte die Finanzmärkte. Grund zur Sorge bietet der weltweiten Industrie die nahende Kerosin- und Dieselknappheit. Schuld daran sind eine Vielzahl geopolitischer Konflikte, mit tiefgreifenden Effekten auf globale Wirtschaftsstrukturen. So ist der Iran bis jetzt noch in der Lage, kräftig auszuteilen, von einer US-Dominanz lässt sich wenig spüren. Das bringt die üppigen fossilen Reserven der umliegenden Staaten in den Fokus – im Zentrum die Straße von Hormus als logistischer Brennpunkt. Diskutiert werden Mautsysteme für Tanker- und Frachtschiffe, um die Meerenge passieren zu dürfen. Dieser Eingriff in die internationalen Lieferketten schafft Verteuerungen für Industrie und Endverbraucher. Den Faden weitergesponnen, geraten auch kritische Metalle wie Kupfer wieder in den Vordergrund. Denn als Schüttgut müssen sie über die Meere zu den Verarbeitungspunkten transportiert werden. Energiewende, Speichertechnologien und Rechenzentren fordern massive Kupfermengen. Power Metallic Mines greift mit dem NISK-Projekt präzise in diese Dynamik ein. Ein hochinteressantes Investitionsfeld gerät auf den Plan.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 31.03.2026 | 04:30

    Das Wolfram Mysterium! Rohstoffpreise explodieren, Volatilität bei den Aktien! Almonty Industries jetzt mit 100 % Chance!

    • kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Wolfram
    • China Abhängigkeit
    • Lieferketten

    Noch keine Entwarnung von den Kriegsfronten, das macht die Börsen volatil und anfällig. Am letzten Freitag erreichte der CNN Fear and Greed-Index einen Rekordwert von 10 von 100 Punkten. Heißt übersetzt: Seit langem machen sich Anleger nicht mehr so viel Sorgen um die Sicherheit ihrer Investments wie jetzt. Das trifft sich genau mit der Aussage: „Kaufen wenn die Kanonen donnern!“ Ein Widerspruch? Nein – denn bereits gestern sprang der Index dann auf 13 nach oben, vor allem der europäische Leitindex DAX 40 zeigte eine robuste Entwicklung und legte über 2 % vom Morgentief zu. Ein kurzer Stimmungsumschwung oder die Wende? Wer jetzt bei Almonty zugreift, erhält die Aktie immerhin gut 35 % tiefer, als vor 4 Wochen. Was sagen die Analysten?

    Zum Kommentar