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23.04.2021 | 04:18

Triumph Gold, Barrick Gold, Ballard Power – Die Rückkehrer!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Die EZB verändert ihre expansive Geldpolitik nicht. Kurzfristig bleibe die Unsicherheit hoch, im Jahresverlauf sollten aber fortschreitende Impfungen und eine Aufhebung der Coronavirus-Restriktionen zu einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung führen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde gestern auf der Pressekonferenz. Angesichts der ausufernden Staatsausgaben für die Pandemie-Bekämpfung und steigender Förderbudgets für die Wirtschaft hätte man eine Kurskorrektur in Sachen steigender Zinsen auch nicht erwarten können. Denn wer soll die hohen Zinskosten denn tragen, wenn Unternehmen keine Gewinne mehr machen, die Staatskasse 152 Mrd. EUR mehr Schulden aufnehmen muss und dann auch noch die Steuereinnahmen wegebrechen. Alles in Allem eine Steilvorlage für die Edelmetalle.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    Triumph Gold – Eine wirkliche Alternative

    Wie erwartet, setzt die Europäische Zentralbank ihre ultralockere Geldpolitik unverändert fort. Das Gesamtvolumen des bis mindestens Ende März 2022 laufenden Pandemie-Anleihen-Kaufprogramms (PEPP) bleibt unverändert bei 1.850 Mrd. Euro. Erst bei der letzten Sitzung im März hatte die EZB entschieden, die Käufe im zweiten Quartal signifikant zu beschleunigen, was nun nochmals bekräftigt wurde. Im Juni will die EZB erneut über das Tempo der Käufe entscheiden. Die Käufe im Rahmen des PEPP-Programms sollen mindestens bis Ende März 2022 fortgesetzt werden und in jedem Fall so lange, bis der EZB-Rat die Coronavirus-Krise für "überstanden" hält. Na dann!

    In solchen Zeiten der künstlichen Geldvermehrung suchen Anleger häufig Stabilität. Ein wahres Asset besitzt das kanadische Explorations-Unternehmen Triumph Gold Corp. im Yukon. Ausgehend von seinem Großprojekt Freegold Mountain-Projekts im Goldgürtel der Dawson Range, ist man seit einigen Wochen auch an einer Kupfer-Gold-Stätte namens Big Creek engagiert. Das Grundstück Big Creek besteht aus 258 aneinandergrenzenden Quarz-Bergbau-Claims im Whitehorse Mining District von Yukon. Wiederum eine erstklassige Lage für die Bohrprogramme, die nun im späten Frühjahr beginnen sollen. Das Programm umfasst auch neue Ziele in den Revenue-, Nucleus- und Melissa-Zonen.

    Bei einem Goldpreis von knapp 1.800 USD besteht für einen Explorer noch ein bestimmtes Zeitfenster die Ressource zu bestimmen, sollte allerdings die 2.000 USD-Marke fallen, geht es schnell. Unzen im Boden werden dann mit hohen Aufschlägen bewertet. Die Kupferausbeute ist industriell wesentlich teurer und kann bei einem Verkauf der Liegenschaften wegen seiner akuten Knappheit einen großen Mehrwert ausmachen. Hierauf sollten wir bei Triumph achten.

    Triumph Gold ist zur negativ verzinsten Geldhaltung auf dem Konto also eine wahre Alternative, denn über die Zeit werden sich Kursaufschläge bemerkbar machen, der Kontostand in Barmitteln schrumpft jedoch täglich. Die TIG-Aktie zeigt im Chart erste Aufwärtszeichen bei etwa 0,18 CAD. Daher Einsteigen, bevor die Bohrergebnisse die Runde machen!

    Barrick Gold – Wichtige Hürden in Kibali wurden genommen

    Der zweitgrößte Goldproduzent der Welt Barrick Gold gibt ein Update zu seiner Kibali-Mine im Kongo. Sie produzierte im ersten Quartal 2021 exakt 191.612 Unzen Gold und ist damit auf gutem Kurs, das Produktionsziel für das Gesamtjahr zu erreichen. Trotz Corona wird Kibali in diesem Jahr voraussichtlich zwischen 800.000 und 850.000 Unzen Gold produzieren, im letzten Jahr waren es wegen partieller Minenschließungen nur 808.134 an der Zahl.

    Der Untertagebetrieb der Mine war der Haupttreiber der Produktion, während die kontinuierlichen Verbesserungen des Durchsatzes und der Gewinnungsraten der Anlage ebenfalls zur planmäßigen Lieferung von Kibali beitrugen. Man ist aber dran, die Minenausbeute weiter zu optimieren, denn die im Quartal begonnenen Projekte zur Effizienzsteigerung, einschließlich einer Aufrüstung der Förderinfrastruktur sind bald abgeschlossen.

    Der durchschnittlich realisierte Goldpreis lag im Jahr 2020 bei 1.770 USD pro Unze, ein Anstieg von 27% gegenüber dem Durchschnittspreis von 1.393 USD im Jahr 2019 und gleichzeitig der höchste je erzielte Jahresdurchschnitt der Firmengeschichte.

    Nach einem kurzen Konsolidierungstief bei 15,5 EUR schnellte die Aktie zuletzt wieder hoch auf 18,8 EUR. Mit dem nächsten Move im Goldpreis sehen wir hier wahrscheinlich wieder alte Höchststände oberhalb von 24 EUR. Akkumulieren!

    Ballard Power – Ein Comeback Versuch

    Der Wasserstoffexperte aus Vancouver versucht einen neuen Hausse-Anlauf. Nach der von uns prognostizierten starken Korrektur im Zeitraum Februar-April 2021 versucht das Unternehmen mit guten Nachrichten nun den Turnaround. Man gab gestern bekannt, dass das Unternehmen Mitglied des Hydra-Konsortiums ist - zusammen mit Mining3, einer führenden Forschungsorganisation in der globalen Bergbauindustrie, und ENGIE, einem Global Player für kohlenstoffarme Energie und Dienstleistungen.

    Das Hydra-Konsortium hat sich auf die Fahnen geschrieben, schwere mobile Bergbauausrüstungen mit erneuerbarem Wasserstoff zu betreiben, um Diesel langfristig zu substituieren und die Bergbauwirtschaft zu dekarbonisieren. Ballard wird hierzu emissionsfreie Brennstoffzellensysteme liefern, die mit Wasserstoff betrieben werden. Das Hydra-Konsortium arbeitet derzeit mit aller Kraft daran, den Business Case für einen wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Antriebsstrang in der Schwerlastmobilität im Bergbau zu validieren.

    Um das Ziel der Verdrängung von Diesel zu erreichen, werden mehrere Arbeitsschritte durchgeführt, einschließlich der Entwicklung, Herstellung und Erprobung eines Prototyps eines 200-Kilowatt-Brennstoffzellen- plus eines Batterie-Antriebsstrangs, der unter Bergbaubedingungen (Höhe, Staub, Temperatur, etc.) zuverlässig arbeitet. Im August 2020 unterstützte die chilenische Agentur für wirtschaftliche Entwicklung (CORFO) dieses Projekt als erstes, indem sie Mining3 in Partnerschaft mit CSIRO Chile eine staatliche Förderung in Höhe von umgerechnet 280.000 EUR zusprach.

    Randy MacEwen, Präsident und CEO von Ballard Power Systems, fügte hinzu: "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Hydra-Konsortium bei diesem bahnbrechenden Pilotprojekt für emissionsfreie Brennstoffzellen-Bergbaufahrzeuge. Die Bergbauindustrie ist für erhebliche Emissionen verantwortlich. Um die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, muss dieser Sektor seine direkten Emissionen bis 2050 um 40 bis 70 % reduzieren.“ Ob dieses Projekt der Ballard-Aktie nach dem 50% Absturz hilft, die Kurve zu kriegen, bleibt ist fraglich. Gut fürs Image sollte es allerdings sein.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    Nun hat sich das Blatt wieder gewendet. Die Crash-Hysterie ist gewichen, ebenso erholen sich die Bondkurse wieder sukzessive. Die Rendite für 10-jährige deutsche Staatsanleihen fiel in den letzten sechs Wochen völlig überraschend vom Hoch bei 1,75% auf unter 0,90% zurück – das sieht nicht nach Boom aus. Auch das Inflationsgespenst verliert langsam seinen Schrecken, denn die Ölpreise konsolidierten nun um mehr als 25 USD von ihren zuletzt erreichten Höchstständen. Der Zinserhöhungsdruck für die Notenbanken lässt damit gehörig nach und gibt den Aktien wieder den nötigen Raum für positive Dynamik. Wir blicken auf aussichtsreiche Werte.

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    Nach der deutlichen Korrektur seit Ende Februar durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine, geht es seit den Tiefstständen Mitte Juni wieder deutlich nach oben. So legte der Dow Jones in den vergangenen Wochen rund 12% zu. Auch die Zahlensaison für das zweite Quartal verläuft überraschend positiv. Bereits mehrere Experten riefen das Ende des Bärenmarktes aus. Auch Analysten zeigten sich nach den vorgelegten Ergebnissen äußerst optimistisch für das weitere Geschäftsjahr.

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