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25.11.2025 | 03:15

Trump schließt Frieden – vielleicht? Sehr gute Gewinnaussichten bei BYD, Pasinex Resources und DroneShield

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Bildquelle: pixabay.com

Im täglichen Kampf um Rendite wird die Auswahl der Assets immer komplizierter. Denn die Märkte sind trotz allgemein verhaltener Stimmung in den Ökonomien sehr weit gelaufen. Da gab es die Feier zu Donald Trump, dann die Hausse wegen niedriger als erwarteter Zölle und zuletzt eine Super-Rally bei KI- und HighTech-Aktien. Seit zwei Jahren auch konstant auf der Kaufliste: Defense- und Rüstungsaktien. Nach 25 Jahren Abrüstung und einer 180 Grad-Wende des links-grünen Spektrums ist Rüstung mittlerweile das Allheilmittel für westliche Gesellschaften. Jahrelang verpönt und mit Klagen in Karlsruhe überzogen, ist der Export von Waffen jetzt scheinbar die höchste aller ethischen Stufen, die ein Unternehmen erklimmen kann. Doch nun macht ein Unwort die Runde: „Frieden“. Schon werden die Rüstungsaktien wieder zur Ausverkaufsware und runter geht es mit den Preisen. Ein politisch alimentierter Schweine-Zyklus vom feinsten. Mittlerweile befindet sich Rheinmetall sogar in ESG-orientierten Fonds – was für eine Farce. Hier noch durchzublicken, gelingt nur wenigen, wir helfen über die neunspurige Schnellstraße.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

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Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield – Das ging ja wohl kräftig schief

    Als Ursula von der Leyen die Drohnenüberflüge in Litauen, Lettland und Polen registrierte war der Aufschrei groß in Brüssel. „Wir müssen uns gegen diese Invasion unbekannter Flugobjekte wehren können!“. Noch bevor überhaupt an eine Beorderung von geeigneten Drohnen-Abwehrsystemen nachgedacht werden konnte explodierten die Kurse des australischen Drohnen-Abwehr-Spezialisten DroneShield. In nur 4 Handelswochen vervierfachte sich der Kurs von 0,60 auf 2,40 EUR, dann eine kleine Konsolidierung und weiter auf den Höchststand von 3,78 EUR im Oktober. Hier gab es schon konkrete Absichtserklärungen der EU zur wirksamen Drohnenbekämpfung. Mehrere Flughäfen mussten wegen vermeintlicher Flugobjekte über dem Rollfeld sogar hunderte von Flügen umleiten oder absagen. Ein Millionenschaden, aber gleichzeitig auch ein Milliardengewinn für die australische DroneShield.

    Mitte Oktober erreichte eine sonderbare Meldung dann die Öffentlichkeit. Durch geschickte Optionsvereinbarungen, die an gewisse Umsatzhürden gekoppelt sind, konnten Mitarbeiter des Unternehmens ganze 5 % des ausstehenden Kapitals als Aktien beziehen und sofort verkaufen. Die Umsatzhürde war die 200 Mio. AUD-Grenze. Und weil es hier anscheinend keine Grenzen der Selbstbedienung gibt, sind die nächsten Umsatz-Logins für weitere Optionen bereits bei 300, 400 und 500 Mio. AUD Umsatz vereinbart. Anfang November wird dann bekannt, dass sogar die gesamte Führungsriege alle Incentive-Aktien über Bord warfen. Der Markt reagierte wie nicht anders zu erwarten mit einem privaten Crash in der Aktie von 3,78 EUR auf 0,82 EUR. Die Krux: Wir hatten in mehreren Berichten über die exorbitante Bewertung von DroneShield mit KUV von 40 berichtet, und nun auch 80 % tiefer ist die Aktie immer noch mit einem KUV von 8 bewertet. Zudem macht das Unternehmen erst ab 2030 Gewinn, sofern die ambitionierten Planungen aufgehen. Die Aktie sollte dorthin zurücklaufen, wo sie im Februar gestartet ist, das wäre ungefähr 0,50 EUR – also minus 50 % vom gestrigen Kurs. Dann werden wir neue Berechnungen anstellen.

    Pasinex Resources – Hochgradiges Zink für die vollelektrische Zukunft

    Für HighTech- und Defense-Anwendungen sind eine Vielzahl von kritischen Metallen notwendig. Zink gehört wegen seiner Metall-Veredelungseigenschaften dazu, auch in der Batteriefertigung ist es unersetzlich. Der Explorer Pasinex Resources etabliert sich zunehmend als strategisch wichtiger Akteur im globalen Zinkmarkt, einem Sektor, der angesichts der Energiewende durch E-Mobilität und nachhaltige Batterietechnologien erheblich an Bedeutung gewinnt. Zink gilt als Korrosionsschutz in der Infrastruktur und ist unverzichtbar für moderne Zink-Ionen-Batterien, die als sichere Alternativen zu Lithium-basierten Energiespeichern gehandelt werden. Während weltweit hochgradige Zinkvorkommen schwinden, liefern die Projekte von Pasinex in der Türkei außergewöhnlich hohe Erzgehalte von bis zu 50 %, weit über dem Marktdurchschnitt von 10 %. Das Unternehmen baut seine Position in der Türkei kontinuierlich aus. Mit der Übernahme des Sankaya-Projekts und der vollständigen Kontrolle über Horzum A.Ş., zu der die hochgradige Pinargözü-Zinkmine zählt, vereint Pasinex zwei erstklassige Liegenschaften unter einem Dach.

    In den Quartalszahlen zum 30. September 2025 spiegelt sich die Investitions- und Wachstumsoffensive wider: Während für das dritte Quartal ein moderater Nettogewinn von 42.989 USD ausgewiesen wurde (Vorjahr: -245.877 USD), zeigte das Neunmonatsresultat einen Nettoverlust von 1,13 Mio. USD, belastet durch Einmal- und Verwaltungskosten. Auch die Produktion und die Verkäufe divergierten deutlich: Im jüngsten Quartal wurden 71 Tonnen Zinkprodukt gefördert, aber 700 Tonnen verkauft, was auf Lagerbestände und Absatz aus Vorratshaltungen hindeutet. Der durchschnittliche Zinkgehalt der verkauften Produkte lag bei starken 43,4 %. Die Gesamtförderung für die ersten neun Monate lag bei 1.044 Tonnen, ein starkes Zeichen für ansteigende Fördermengen.

    Aktuelle strategische Leitlinien sind der geplante Ausbau, insbesondere der direkten Kontrolle über alle Assets und eine gestärkte Führungsstruktur, etwa durch die Nominierung von Dr. Mehmet Kömürcü für den Aufsichtsrat. Die vollständige Übernahme der Horzum A.Ş. und des Sarikaya-Projekts sichert exklusive Zugriffsmöglichkeiten auf hochwertige Zinkressourcen und eröffnet kurz- bis mittelfristig beträchtliche Explorationschancen. Durch die Expansion in der Türkei sowie die 51 %-Beteiligung am Gunman-Projekt in Nevada baut Pasinex seine Pipeline potenzieller Highgrade-Vorkommen weiter aus. Die jüngsten Kapitalmaßnahmen stärken das Eigenkapital, die Aktienanzahl erhöht sich auf 204,8 Mio. Stück. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell noch bei niedrigen 12,5 Mio. EUR, damit bleibt Pasinex in einem frühen Bewertungsstadium mit weitreichendem Wachstumspotenzial. Einsammeln!

    Lauschen Sie Pasinex-Chairman Dr. Larry Seeley im Gespräch mit IIF-Korrespondentin Lyndsay Malchuk im folgenden Video.

    https://www.youtube.com/watch?v=dV9QQmn0kug&t=4s

    BYD – Abverkauf ohne Ende?

    Richtig zur Sache geht es zurzeit beim chinesischen E-Mobilitäts-Wachstumsstar BYD. Die Aktie konnte in diesem Jahr schon Kurse von über 17 EUR für sich verbuchen, in der letzten Woche fiel der Preis sogar kurzzeitig auf 10 EUR zurück und landete damit im Jahres-Vergleich im Minus. Eine Reihe von Problemen wurden jetzt bekannt: Der Q3-Quartalsgewinn ist um rund 30 % eingebrochen, was auf einen intensiven Preiskampf im chinesischen EV-Markt zurückgeführt wird. Zudem belasten regulatorische Eingriffe, insbesondere weil die chinesische Regierung aggressive Rabatte und verzögerte Lieferantenzahlungen kritisiert. BYD hat seine Produktionspläne überdies verlangsamt und die geplante Kapazitätserweiterung in China verschoben, was Zweifel an der weiteren Wachstumsdynamik weckt. Das Werk in Ungarn wird erst Mitte 2026 an den Start gehen, derweil hat das Management das Jahresziel für die Auslieferungen deutlich nach unten korrigiert, nämlich von 5,5 auf 4,6 Mio. Fahrzeuge. Analysten sehen auch das Produktportfolio als nicht mehr ganz so frisch, denn neue Modelle sollen erst 2026 in größerer Zahl auf den Markt kommen. Positiv ist sicherlich die stark gesunkene Bewertung: Für das Jahr 2026e wird nur noch ein KGV von 11,1 erwartet, die Experten auf der Plattform LSEG errechnen ein Anstiegspotenzial von 45 % in den kommenden 12 Monaten. Die Aktie dürfte die zyklische Abwärtsbewegung wohl schon bald beendet haben!

    In den letzten 3 Monaten konnte die Pasinex-Aktie begeistern. Während hier über 30 % Gewinn anfielen, setzten BYD und DroneShield zum Tiefflug an. Quelle: LSEG vom 24.11.2025

    Die Börsen neigen zu leichten Korrekturbewegungen. Ob darauf schon ein Komplettabverkauf wird, ist fraglich. Immerhin haben die Hauptbörsen seit April 2025 um gut 25 % zugelegt. Alles in Butter? Sicherlich nicht. Wie immer ist Selektion Trumpf. So könnte sich Pasinex Resources aus dem Stand vervielfachen, während DroneShield weiter korrigiert. BYD erscheint langfristig kaufenswert.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    So schnell wie der US-Präsident den „Sondereinsatz Iran“ durchführen wollte, klappt es dann doch nicht. Anfang März starteten die Luftangriffe auf den persischen Staat, seither geht es an den Börsen rauf und runter, schon fast stündlich. Auch wenn die Zerstörung der iranischen Atomprogramme weithin begrüßt wird, erwächst für die westlichen Ökonomien ein neuer Öl- und Gasnotstand, denn rund 20 % der Tagesförderung wird durch die Straße von Hormus transportiert, eine Route, die auch für Containerschiffe genutzt wird. Investoren müssen also wieder mit einer neuen Verknappung leben, die internationale Lieferketten ins Wanken bringt. In den hoch arbeitsteiligen Industrien wird „Just-in-Time“ damit zu einem Glücksspiel. Wiederum im Fokus stehen Rüstungs- und Defense-Titel, aber wegen der enormen Herausforderung in immer neuen Konfliktgebieten auch Spezialisten für Energie-Speicher und elektrische Infrastruktur. Eine gesunde Mischung aus allem, kann sogar in diesen Tagen Zuwächse liefern!

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    Die Börse ist derzeit einem hohen Stress-Faktor ausgesetzt. Denn die anhaltenden Kämpfe im Iran und auch zwischen Israel und den Anrainerstaaten bilden eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die weltweite Öl- und Rohstoffversorgung. Durch die Straße von Hormus wird 20 % der täglichen Ölfördermenge in die ganze Welt transportiert. Eine Schließung oder Verminung hätte Ölpreisanstiege von 20 bis 30 % zur Folge. Nun ist vor lauter Nervosität bereits mit 100 USD ein 50 % Aufschlag zum Jahresanfang erfolgt. Neben den zu beklagenden Opfern auf allen Seiten und der gewaltigen Zerstörung aller Orten, wirkt der Konflikt für die Industrie sowie das weltweite Wachstum wie ein Showstopper. Für Anleger gilt: Welche Sektoren könnten aufgrund dieser Tendenzen zur Hochform auflaufen? Als Börsendienst gilt es, Schreckliches auszublenden und das „Gute“ zu erkennen. Ganz ohne Gefühle - nicht einfach! Hier ein Versuch.

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