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14.12.2020 | 05:50

TUI, Blackrock Gold, ThyssenKrupp – Diese Nachrichten werden die Kurse bewegen

  • Investments
Bildquelle: Blackrock Gold Corp.

Ganz unterschiedliche Entwicklungen wurden von den erwähnten Gesellschaften in den letzten Tagen berichtet. Unserer Meinung nach werden diese News auch in nächster Zeit die Richtung der Kurse vorgeben. Wie sollten sich Trader und Investoren positionieren? Wir haben uns diese Aktien genauer angeschaut.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA09258M1014 , DE000TUAG000 , DE0007500001

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Inhaltsverzeichnis:


    Patrick Grewe, Asset Manager, van Grunsteyn
    "[...] Nachhaltigkeit ist ein großes und wichtiges Thema. Vielfach wird sie aber lediglich mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Tatsächlich umfasst der Begriff aber auch finanzielle Nachhaltigkeit. [...]" Patrick Grewe, Asset Manager, van Grunsteyn

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    TUI AG – Weitere Kursverluste zu erwarten

    Am 02.12.2020 meldete der Reisekonzern, man habe sich mit einem Bankenkonsortium, der KfW und dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds auf ein weiteres Finanzierungspaket in Höhe von 1,8 Mrd. EUR geeinigt. Diese Einigung kam – zurückblickend gesehen – dann noch gerade rechtzeitig vor dem nun anstehenden Lockdown.
    Letzten Donnerstag berichtete der Konzern über das abgeschlossene Geschäftsjahr, welches am 30.09.2020 endete. Die Zahlen vermittelten ein verheerendes Bild. Der Umsatz brach um 58% ein, die Gästezahlen gingen sogar um 62% zurück. Operativ wurde ein Verlust von 3 Mrd. EUR eingefahren. Die Pläne des Konzerns sich in Zukunft schlanker aufzustellen und die jährlichen Einsparungsziele von 300 auf 400 Mio. EUR anzuheben, konnten viele Marktteilnehmern angesichts der eingefahrenen Verluste und der wenig greifbaren Veränderungsprozesse nicht begeistern.

    Reihenweise stuften Analysten die TUI-Aktie herunter. Besonders negativ äußerte sich die Schweizer UBS. Der zuständige Analyst stellte die Aktie zum Verkauf mit einem Kursziel von 1,10 GBP (umgerechnet 1,20 EUR). Die Aktie hat seit Anfang Dezember bereits fast ein Viertel an Wert verloren. Nun, da sich mehrere Faktoren negativ verstärken (Lockdown, schlechte Zahlen und Analystenherabstufungen), dürfte es mit der TUI-Aktie weiter Richtung Süden gehen. Der Bereich von 3 EUR hat in den letzten Monaten mehrfach das Ende der Abwärtsbewegung markiert.

    BLACKROCK GOLD CORP – 2021 wird spannend

    Das Explorationsunternehmen konzentriert sich mit seinen Anstrengungen ausschließlich auf die beiden Projekte Silver Cloud und Tonopah im US-Bundesstaat Nevada. Ziel ist die Entdeckung neuer, wirtschaftlicher Gold- und Silbervorkommen entlang etablierter Trends bzw. Mineralisierungszonen.

    Anfang Dezember 2020 meldete die Gesellschaft Bohrergebnisse aus der DPB-Zone des Tonopah-Projekts. Es wurde mehrere Abschnitte mit hochgradiger Mineralisierung nachgewiesen, die das geologische Modell der Gesellschaft bestätigten. Blackrock Gold gab zudem bekannt, bis Ende 2021 eine Ressourcendefinition erstellen zu wollen. Hierfür müssen weitere Bohrprogramme gefahren werden.

    Nach einer seit Sommer anhaltenden Konsolidierung, ist das Unternehmen aktuell mit 65 Mio. CAD bewertet. Steigende Edelmetallpreise und insbesondere der Newsflow von Seite neuer Bohrprogramme sollten den Aktienkurs im nächsten Jahr wieder beflügeln. Traditionell bietet der Monat Dezember besonders in Kanada gute Einstiegschancen, weil Investoren aus steuerlichen Gründen aussteigen. Nicht selten ist bereits nach Jahreswechsel ein deutlicher Kursanstieg zu verzeichnen.

    THYSSENKRUPP AG – keine Staatshilfe

    Die strategische Neuausrichtung hat der Konzern bereits im Mai 2019 angestoßen. Aber wie so oft erweisen sich Transformationsprozesse langwieriger als gedacht und stellen die Geduld der Anleger auf die Probe.

    Im Fokus steht momentan die angeschlagene Stahlsparte des Konzerns. Am vergangenen Freitag meldete ThyssenKrupp, dass der Konzern eine Staatsbeteiligung ablehne. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds sei mit seinen scharfen Auflagen nicht das geeignete Vehikel, um die Sanierung des Stahlgeschäfts mit Eigenkapital zu realisieren. Bis kommenden März will die Gesellschaft nun eine Entscheidung treffen, wie es mit dem Stahl-Geschäft weitergehen wird. Sollte der Konzern den Bereich weiterführen, dann wird dies massive Kostensenkungen und einen Stellenabbau nach sich ziehen. Eine weitere Option ist der Verkauf der Sparte. Derzeit liegt eine Offerte der britischen Liberty Steel vor.

    Die Aktie hat sich wieder deutlich von den Tiefständen der letzten Monate erholt. Nachrichtenlage, Sentiment und viele Fragezeichen in Bezug auf die Zukunft des Stahlgeschäfts sprechen jedoch für anhaltend schwächere Kurse.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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