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27.12.2023 | 06:00

TUI, Saturn Oil + Gas, Bayer – noch im alten Jahr den Verdoppler von 2024 finden

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Bildquelle: pixabay.com

Die Indizes befinden sich nahe dem Allzeithoch und am Ende des Jahres beginnen die Investoren damit ihre Portfolios zu bereinigen, um ihre Steuern zu optimieren. Will man jetzt noch Aktien finden, die das Potenzial zum Verdoppeln haben, muss man sich die Werte ansehen, die in diesem Jahr nicht so gut performt haben. Die Börse bewegt sich in Zyklen und was in diesem Jahr nicht en vogue war, kann im nächsten Jahr schon wieder in sein. Wichtig ist vor allem, dass die Unternehmen in die man investieren möchte Geld verdienen und aus den Problemen gelernt haben, die den Aktienkurs unter Druck gebracht haben. Wir sehen uns drei vielversprechende Kandidaten an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG | DE000TUAG505 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832

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Inhaltsverzeichnis:


    TUI – gute Zahlen und ein positiver Ausblick

    Bei der TUI hängen die harten Corona Jahre noch nach. Am 6. Dezember legte der Konzern die Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 vor. Dabei wurde eine signifikante Steigerung des bereinigten EBIT auf 977 Mio. EUR verzeichnet, was einem Anstieg um 139 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ergebnis wurde durch starke Geschäftsergebnisse in allen Segmenten im Bereich Urlaubserlebnisse getrieben. Die Buchungen im 4. Quartal verzeichneten einen Anstieg von 0,2 Mio. Gästen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, erreichten eine Auslastung von 92 % und führten zu einem Umsatzanstieg von 11 % auf 8,5 Mrd. EUR im 4. Quartal.

    Die Nettoverschuldung wurde auf 2,1 Mrd. EUR reduziert und die Leverage-Ratios deutlich verbessert. Die Buchungsentwicklung für das Winterprogramm 2023/24 zeigt positive Trends und das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzanstieg von mindestens 10 % und eine Zunahme des bereinigten EBIT um mindestens 25 %. TUI plant außerdem eine mögliche Vereinfachung der Börsennotierungsstruktur und eine Aufnahme in den MDAX. Gleichzeitig will man sich von der Londoner Börse zurückziehen, um die Aktionärsstruktur besser zu berücksichtigen.

    Operativ geht es also deutlich aufwärts, was sich auch in den Gästezahlen widerspiegelt. Im Geschäftsjahr 2023 verreisten 13 % mehr Menschen mit der TUI als noch 2022. Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich zufrieden mit dem Wachstum der Reiseveranstalter und den Ergebnissen der firmeneigenen Hotels und Resorts. Weiteres Wachstum soll durch 3 neue Kreuzfahrtschiffe generiert werden. Die Aktie hat seit Anfang November mehr als 50 % zugelegt und konsolidiert aktuell leicht. Derzeit kostet ein Anteilsschein 7,09 EUR. Vor einem Einstieg sollte man auf einen größeren Rücksetzer warten, wie beispielsweise das Gap Close bei 5,98 EUR.

    Saturn Oil & Gas – immer noch im Wachstum

    Für Saturn Oil & Gas war es erneut ein aufregendes Jahr. Ende Februar wurde die Ridgeback Übernahme abgeschlossen, womit sich die Ölproduktion mehr als verdoppelt hat. Die Nettoproduktion von Ridgeback lag bei Abschluss bei 17.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Dafür zahlte das Unternehmen 525 Mio. CAD und nahm 375 Mio. CAD Schulden auf. Es folgten Waldbrände in Alberta und ein sinkender Ölpreis, so dass das Unternehmen seine Ziele letztlich revidieren musste. Jetzt sollen am Ende des Jahres ein EBITDA von 375 Mio. CAD zu Buche stehen und die tägliche Produktion bei etwa 27.000 Barrel liegen.

    Die Schulden sollen am Jahresende bei etwa 455 Mio. CAD liegen, das entspricht in etwa dem 1,2-fachen EBITDA. Die vollständige Rückzahlung ist für das 2. Quartal 2026 vorgesehen. Aktuell läuft ein großes Bohrprogramm. Beim letzten Update am 6. Dezember waren 13 Bohrlöcher in allen 4 Kernbetriebsgebieten niedergebracht und lieferten sehr gute Ergebnisse. Die Öl-Produktionen lagen dabei zum Teil deutlich über den Erwartungen. Das liegt unter anderem an den neuen Frobisher-Bohrungen. Außerdem konnten die ersten Erschließungen von Cardium- und Bakken-Leichtölzielen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Produktionsergebnisse der 16 ausstehenden Löcher sollen im Januar bekannt gegeben werden.

    Am 20. Dezember, als die meisten Investoren sich bereits auf Weihnachten eingestimmt hatten, gab das Unternehmen bekannt, dass seine Führungskräfte 891.898 Saturn Aktien von einem ehemaligen Ridgeback Aktionär erworben haben. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Aber wenn Organe eines Unternehmens rund 2 Mio. CAD in die Hand nehmen kann man davon ausgehen, dass sie wissen was sie tun. Es ist als ein starkes Signal für die Aktionäre zu werten. Im Vergleich zu den anderen Ölfirmen in Kanada hat die Aktie, die aktuell bei 2,30 CAD notiert, deutliches Nachholpotenzial. Die Analysten sehen Kursziele zwischen 4,75 CAD und 6,30 CAD.

    Bayer – schweres Jahr für Bayer

    Für die Aktionäre von Bayer war 2023 ein Jahr zum Vergessen. Die stetigen Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat setzen der Aktie immer wieder zu. Als dann noch der Hoffnungsträger Asundexian, ein Blutverdünner, in der Phase-3 durchgefallen ist ging der Wert auf Talfahrt und markierte bei 30,22 EUR ein Mehrjahrestief. Bloß weil ein Medikament aus der Pipeline floppt ist der Konzern Bayer nicht gleicht 27 % weniger wert. Die Investoren haben das Vertrauen verloren und der neue CEO will das zerrüttete Verhältnis kitten. Wie genau das gehen soll wird wohl am 5. März auf dem von Bayer veranstalteten Capital Markets Day vorgestellt, genauso wie die Zahlen zum 4. Quartal.

    Zuletzt gab es vor Gericht auch noch Niederlagen bei den PCB-Rechtstreitigkeiten. Hier hat der Konzern noch keine großen Rückstellungen gebildet. Auch beim Schuldenabbau ist man bisher nicht wirklich vorangekommen. Nichtsdestotrotz verfügt das Unternehmen über starke Vermögenswerte und eine starke Marke. Für den neuen CEO gilt, dass der nächste Schritt sitzen muss. Eine Aufspaltung des Konzerns könnte eine Lösung sein. Experten gehen davon aus, dass bereits ein einziges Medikament für eine Marktkapitalisierung des Pharma Bereichs sorgen könnte, die aktuell noch der gesamte Konzern stemmt.

    Damit würden die einzelnen Bereiche nicht mehr miteinander vermischt und jeder Bereich könnte seine eigenen Stärken ausspielen. Gleichzeitig würde man aktivistischen Aktionärskreisen, die eine Aufspaltung fordern, beruhigen. Laut Bloomberg erwarten die Analysten leichte Zuwächsen beim Umsatz und dem EBITDA. Anstelle eines bereinigten Gewinns von 6,03 EUR in 2023 sollen in 2024 rund 5,80 EUR erreicht werden. Der Konzern verdient etwas weniger, aber das rechtfertigt nicht den aktuellen Kurs von 32,68 EUR. Schon die Ankündigung einer Aufspaltung könnte der Aktie deutlich Auftrieb geben.


    Jeder einzelne Wert hat das Potenzial sich zu verdoppeln. TUI ist schon gut gelaufen, aber wenn die Gästezahlen weiter steigen und die neuen Schiffe gut belegt sind, hat die Aktie weiteres Potenzial. Saturn Oil & Gas wird im kommenden Jahr sicherlich sein EBITDA von 375 Mio. CAD übertreffen. Ende nächsten Jahres sollten die Schulden noch einmal deutlich reduziert werden und dann könnte es schnell zu einer Neubewertung der Aktie kommen. Beim Bayer Konzern hängt viel vom nächsten Schritt des neuen CEO ab. Kann er die Investoren von seiner Strategie überzeugen, dann kann die Aktie auch schnell wieder steigen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Organe – Die Aktiengesellschaft (AG) besteht aus drei Organe.

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