Menü schließen




29.03.2022 | 04:44

TUI, ThyssenKrupp, Desert Gold, Barrick Gold – Aktien mit 100% Turnaround-Potenzial!

  • Edelmetalle
  • Gold
  • Technologie
  • Touristik
Bildquelle: pixabay.com

Die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine treibt die Teuerung weiter an. Aus den USA wurden zuletzt plus 7,9% Inflation gemeldet, die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe stieg in der letzten Woche über die magische 2,5%-Marke. Für Marktexperten ist die langfristige Zinswende damit eingeläutet. Auch die Federal Reserve sieht die Notwendigkeit weiterer Zinsschritte, um die Währungsstabilität zu gewährleisten. Für die Konjunktur sind das denkbar schlechte Rahmenbedingungen, denn die Lieferketten-Thematik hat die Wachstumsraten schon nach unten sinken lassen. Manche Ökonomen halten einen Einbruch in den westlichen Industrienationen von 4-6% für möglich. Für Edelmetalle könnte dieses Rezessions-Szenario den Wendepunkt bedeuten. Wir selektieren einige aussichtsreiche Aktien.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Taj Singh, CEO & Director, First Nordic Metals Corp.
    "[...] Unser 104.000 Hektar großes Gebiet im Distriktmaßstab beherbergt bereits die Barsele-Lagerstätte (2,4 Mio. Unzen Gold) sowie mehrere neue Goldanomalien, die durch moderne Explorationstechniken identifiziert wurden. [...]" Taj Singh, CEO & Director, First Nordic Metals Corp.

    Zum Interview

     

    Gold sehr dynamisch – Barrick & Co kurz vor dem Ausbruch

    Bei Ausbruch der Krise Ende Februar schoss das Gold in einer 5 Tages-Bewegung um ganze 150 USD nach oben. Wie aus dem Nichts war er da - der Sicherungsbedarf. Anleger erinnerten sich an die werterhaltende Wirkung von Edelmetallen und setzten Gold, Platin und Silber um 5 bis 10% nach oben. Parallel dazu stiegen die bekannten Gold-Protagonisten Barrick, Newmont, Agnico und Harmony um jeweils 10-20% nach oben. Hierbei kam die Hebelwirkung der Minenaktien zum Tragen. Wie bei den Edelmetallen selbst, korrigierten aber die Minen auch analog um 10-20% als die technische Korrektur im Rohstoffsektor einsetzte. Binnen 48 Stunden war die technische Überkauftheit wieder egalisiert und das gelbe Metall fiel auf 1.920 USD zurück. Charttechnisch gesehen stehen aber sowohl die Edelmetalle als auch die Minenbetreiber kurz vor dem großen Ausbruch. Bleiben sie investiert.

    Desert Gold Ventures – Eine aussichtsreiche Ressourcenschätzung liegt nun vor

    Der kanadische Explorer Desert Gold Ventures (DAU) hat noch eine kleine Wegstrecke bis zur Förderung zu absolvieren. Anfang März gab es eine vermutete Ressourcenschätzung nach dem Standard NI 43-101 von 769.200 Unzen Gold. Grundlage war die Definition einer nachgewiesenen Mineralressource von 310.300 Unzen Gold in der Goldlagerstätte Mogoyafara South des SMSZ Projekts.

    Das Flaggschiffprojekt der Kanadier ist das 410 Quadratkilometer große SMSZ-Projekt in Mali in unmittelbarer Nähe der zuvor genannten Barrick Gold. Die nächsten Schritte in 2022 umfassen ein Explorationsprogramm, welches etwa 20.000m an Bohrungen umfasst. Die notwendige Finanzierungsschritte werden in zeitlicher Abhängigkeit nach dem erforderlichen Arbeitsplan durchgeführt. Im Fokus stehen die Zonen Mogoyafara South und Gourbassi West North, da diese beiden goldhaltigen Systeme die größten Vorkommen im Konzessionsgebiet vermuten lassen.

    Die aktuell 150 Mio. DAU-Aktien notieren in einer Zone zwischen 0,12-0,14 CAD. An diesem Punkt gelang es dem Desert-Kurs schon einmal stark nach oben auszubrechen. Auch diesmal stehen die Chancen nicht schlecht, denn auch der gestiegene Goldpreis könnte den im Boden befindlichen Vorkommen eine höhere Bewertung verleihen. Sollte der Goldpreis um nur etwa 200 USD zulegen, läge das zu erwartende Aufwertungspotenzial bei 100-150%. Eine Erstinvestition auf diesem niedrigen Niveau macht also durchaus Sinn.

    TUI – Zuerst Corona, jetzt ein sinnloser Krieg

    Beim Reiseveranstalter TUI gibt es viele Belastungspunkte, daher notiert der Kurs auch in der Nähe der langfristigen Tiefststände. Zum einen ist das Geschäft seit einigen Monaten von der Corona-Krise beeinträchtigt, zum anderen hängt die Finanzierung des Unternehmens an einer stabilen Beziehung zum russischen Großaktionär Alexej Mordaschow, der 34% an TUI hält. Kurz vor Inkrafttreten der Sanktionen gegen russische Oligarchen übertrug Mordaschow knapp 29,8% seiner Anteile an eine karibische Holding namens Ondero, die wiederum in der Hand von Mordaschows Ehefrau Marina ist. Damit könnten die als gesperrt geglaubten Aktien auch wieder an den Markt kommen. Ein unangenehmes Damoklesschwert für TUI, falls der russische Oligarch wegen des Einfrierens anderer Vermögenswerte adhoc liquidieren müsste.

    Noch liegen solche Ableitungen im spekulativen Rahmen. Fakt bleibt, dass auch die kriegerischen Aktionen in Osteuropa die Buchungsaktivitäten im Reisegeschäft dämpfen. Ebenso wirken die explodierenden Treibstoffkosten negativ, da sie voll auf die Flugpreise durchschlagen. Kein gutes Setup für TUI, aber auch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Denn technisch sieht es nach einer langfristigen Bodenbildung aus, falls die Zone 1,80 – 2,05 EUR nicht nachhaltig unterschritten wird.

    ThyssenKrupp – Nun rückt die Marinesparte in den Fokus

    Eine Analyse auf researchanalyst.com sah für ThyssenKrupp 'gute Fortschritte' im Konzernumbau und eine langfristige Besserung der Zahlen. Doch nun schockt ThyssenKrupp mit einer Aussetzung der Cashflow-Prognose. Der Grund: Starke Unwägbarkeiten im Stahl- und Automotive-Geschäft wegen nachhaltig gestörter Lieferketten. Die Aktie ist daraufhin um 10% eingeknickt und hat die jüngsten Erholungsgewinne wieder abgegeben. Die Analysten der DZ Bank sehen stark gestiegene operative Risiken, haben ihre Gewinnschätzungen revidiert und das Kursziel von 14 auf 12 EUR gesenkt. Ebenso mit Verdruss zeigt sich die LBBW, die den fairen Wert sogar von 10,30 auf 7,00 EUR angepasst hat.

    Im aktuellen Umfeld dürfte der Plan der Ausgliederung des Stahlgeschäfts nicht aufgehen, allerdings sehen wir aufgrund der Besserung bei der Marinesparte (TKMS) durchaus Grund zur Hoffnung. TKMS ist auf Jahre hinaus ausgelastet, die Werft baut zwei U-Boote für die deutsche und vier weitere für die norwegische Marine. Das Auftragsvolumen beträgt rund 5,5 Mrd. EUR, die geplante Auslieferung wird jedoch erst ab 2029 erfolgen. Das richtet den Blick wieder auf die insolventen MV Werften in Wismar und Rostock. Hier könnte ThyssenKrupp beim Insolvenzverwalter Flagge zeigen und Kapazitäten günstig zukaufen.

    Die TKA-Aktie sollte man auf dem Radar lassen, vielleicht kann der Konzern das 100 Mrd. EUR-Budget der Bundeswehr anzapfen. Sie handelt derzeit mit 50% deutlich unter Buchwert und technisch bildet die Zone 7,50 bis 8,20 EUR eine starke Unterstützung. Es dürfte spannend um ThyssenKrupp bleiben, auch wenn der Anlass wirklich keinen Grund zur Freude bietet.


    Die geopolitische Unsicherheitslage sorgt bei Anlegern für ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Edelmetalle haben historisch bewiesen, dass sie diese Zielsetzung erfüllen können. Neben den Standardwerten können auch Explorer wie Desert Gold Sinn machen, wenn die Messdaten hohe Vorkommen versprechen. TUI und ThyssenKrupp sind derzeit interessante Turnaround-Spekulationen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 06.01.2026 | 05:00

    Alternative zu Barrick Mining und Equinox Gold: Warum der Sturz Maduros den Goldpreis treiben dürfte und Laurion Mineral jetzt zum strategischen Ziel wird

    • Gold
    • Unsicherheit
    • Übernahmen

    Das Börsenjahr 2026 beginnt mit einem geopolitischen Erdbeben, dessen tektonische Verschiebungen an den globalen Rohstoffmärkten noch lange spürbar sein werden. Die direkte Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela und die faktische Entmachtung von Präsident Nicolas Maduro haben die globale Sicherheitsarchitektur praktisch über Nacht neu definiert. Während Washington den Schritt als notwendige Wiederherstellung der Demokratie in der westlichen Hemisphäre feiert, reagieren die geopolitischen Gegenspieler Peking und Moskau mit scharfer Rhetorik und brüskierenden diplomatischen Noten. Die Unsicherheit greift wie ein Lauffeuer um sich - von den Küsten Kubas, wo das Regime um sein Überleben fürchtet, bis hinauf nach Grönland, wo Großmächte zunehmend aggressiv um strategische Einflusszonen ringen. Nachdem Gold bereits seit Monaten, unter Druck steigender Unsicherheiten und geldpolitischer Sorgen, gestiegen ist, flüchten Investoren weiter in den sicheren Hafen. Doch während die etablierten Produzenten wie Barrick und Equinox die erste Welle der panischen Zuflüsse absorbieren, richtet sich der Blick strategischer Investoren auf die wenigen verbliebenen sicheren Jurisdiktionen wie Kanada. Hier verfügen spezialisierte Explorer wie Laurion Mineral Exploration über genau jene Assets, die in einer unsicheren Welt zur wertvollsten Währung werden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 05.01.2026 | 06:00

    Crash der Edelmetalle nach dem Margin-Schock – operativ läuft es bei Barrick Mining, AJN Resources und B2Gold

    • Barrick Mining
    • AJN Resources
    • B2Gold
    • Gold
    • Kupfer
    • Goldpreis
    • CME
    • Margin
    • Kongo
    • Äthiopien
    • Mali
    • Afrika
    • Beteiligung

    Der jähe Absturz der Goldpreise in der letzten Dezemberwoche 2025 enthüllte die versteckten Hebel der Finanzmärkte. Auslöser war keine fundamentale Nachricht, sondern eine technische Entscheidung. Die Erhöhung der Margin-Anforderungen durch die CME Group zwang hoch gehebelte Spekulanten zum Verkauf und beendete abrupt die spektakuläre Rally. Diese zwanghafte Liquidierung offenbart, wie Börsenmechanismen selbst in bullishen Märkten abrupte Korrekturen erzwingen können. In dieser volatilen Phase lohnt der Blick auf etablierte Player und wendige Entdecker. Wie positionieren sich die Schwergewichte Barrick Mining, der Explorer AJN Resources und der Wachstumsproduzent B2Gold für das kommende Jahr?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 30.12.2025 | 05:30

    Geopolitischer Zündstoff: Warum Rio Tinto, Globex Mining und BHP von Handelskriegen profitieren werden

    • Rio Tinto
    • Globex Mining
    • BHP
    • kritische Rohstoffe
    • Handelskriege
    • Eisenerz
    • Edelmetalle
    • Spezialmetalle
    • Basismetalle
    • Mineralien
    • Lithium
    • Kali
    • Kupfer

    Der globale Wettlauf um kritische Ressourcen ist in eine explosive Phase getreten. Getrieben durch Dekarbonisierung und technologischen Fortschritt herrscht strukturelle Knappheit. Doch nun heizen geopolitische Machtkämpfe die Lage weiter an: Protektionistische Handelsbarrieren und strategische Kontrolle über Versorgungsketten verknappen das Angebot künstlich und katapultieren die Bedeutung unabhängiger Förderer in neue Sphären. In diesem Umfeld rücken die Strategien von Rohstoffgiganten und aufstrebenden Playern in den absoluten Fokus. Vor diesem Hintergrund lohnt ein genauer Blick auf die Positionierungen von Rio Tinto, Globex Mining und BHP.

    Zum Kommentar