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03.08.2022 | 05:45

Varta-Aktie 64 oder 102 EUR? Schaffen BioNTech und Kleos Space den Ausbruch?

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Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenumfeld ist derzeit freundlich und insbesondere Technologieaktien befinden sich in einer Erholungsrallye. Getrieben werden Anleger von der Hoffnung, dass sich die Inflation abschwächt und ein Ende des Zinserhöhungszykluses der US-Notenbank zumindest absehbar wird. Dann würden wir uns nicht in einer Bärenmarktrallye befinden, sondern am Beginn eines neuen Bullenmarktes. Doch nicht alle Aktien konnten in den vergangenen Wochen von der guten Stimmung profitieren. Zu Recht? Bei Varta lautet die Antwort ja, nachdem das Unternehmen Aktionäre am Samstag mit einer Gewinnwarnung geschockt hatte. Die Kursziele von Analysten gehen jedoch deutlich auseinander. Ungewöhnlich ruhig präsentiert sich die BioNTech-Aktie. Dabei gibt es vom Unternehmen selber und vom Partner Pfizer positive Nachrichten. Mit den Quartalszahlen kommende Woche könnte ein Ausbruchsversuch aus dem Seitwärtstrend erfolgen. Diesen unternimmt gerade auch Kleos Space. Anleger scheinen sich bei dem Hightech-Unternehmen für den nächsten Meilenstein zu positionieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035

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Inhaltsverzeichnis:


    Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited
    "[...] Wir haben ein starkes Management-Team und alle von uns haben bei globalen Medien- und Technologieunternehmen gearbeitet, bevor sie sich für Aspermont entschieden haben. [...]" Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited

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    Kleos Space: Anleger positionieren sich für nächsten Meilenstein

    Sicherheit und Überwachung sind nicht erst seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Wachstumsmärkte. Dabei gehört die Überwachung aus dem All wohl zu den spannendsten Themen. Und damit wären wir bei Kleos Space. Das in Australien gegründete Hightech-Unternehmen mit Sitz in Luxemburg entwickelt Satelliten, um im Kampf gegen globale Umwelt-, Sicherheits- und Wirtschaftsprobleme zu helfen, indem vom All aus Radiofrequenzsignale für die Geolokalisierung gesammelt und analysiert werden. Die hochwertigen Datensätze werden an staatliche Organisationen und kommerzielle Unternehmen als 'Data-as-a-Service' im Abo-Modell verkauft. Kleos verfügt derzeit über eine globale Pipeline von mehr als 260 Partnern. Dazu gehören unter anderem Verteidigungsministerien, nationale Sicherheitsbehörden, Küstenwachen, Sanktionsbehörden und Daten-Aggregatoren. Zuletzt wurde eine Partnerschaft mit der US-Marine bekannt gegeben.

    "Daten sind die Grundlage für alle Entscheidungen. Unsere jüngste Vereinbarung mit der US-Marine ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein staatlicher Nutzer sich frühzeitig mit einzigartigen Datensätzen wie den unseren beschäftigt, um schnell innovative Lösungen für militärische Herausforderungen zu entwickeln, die eine schnellere Entscheidungsfindung ermöglichen“, sagte Kleos Space CEO Andy Browyer im Rahmen der Veröffentlichung des Q2-Updates. In diesem Rahmen wurde auch das Ziel veröffentlicht, schon im zweiten Halbjahr 2022 ein positives bereinigtes EBITDA zu erzielen. Dabei befindet sich das Unternehmen noch in der Aufbauphase seines Satelliten-Netzwerks. Bisher wurden drei von geplanten 20 Satelliten-Clustern ins All befördert. Cluster Nummer 4 soll im Oktober im Rahmen eines Raketenstarts von Elon Musks SpaceX ins All befördert werden. Auch die Finanzierung weiterer Missionen konnte durch eine Kapitalmaßnahme in Höhe von 10 Mio. USD gesichert werden. Entsprechend positiv hat die Aktie in den vergangenen Wochen reagiert und ist von 0,25 EUR auf 0,33 EUR gestiegen. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 0,60 EUR besteht jedoch noch Luft nach oben. Vor dem Hintergrund der spannenden Zukunftsperspektiven und der sich abzeichnenden Profitabilität erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung von 88 Mio. AUD nicht zu hoch zu sein.

    Varta-Aktie: 64 EUR oder 102 EUR?

    Die Expansion in die Elektromobilität elektrisiert die Aktionäre von Varta. Doch auf diesem Weg kommt das Unternehmen langsamer voran als gedacht. Eine größere Kooperation hat das Unternehmen immer noch nicht gemeldet und am vergangenen Samstag dann auch noch die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Demnach erwartet der schwäbische Batteriehersteller einen Umsatz zwischen 880 und 920 Mio. EUR (zuvor mindestens 950 Mio. EUR). Das EBITDA soll zwischen 200 und 225 Mio. EUR liegen. Bisher wurden 260 bis 280 Mio. EUR angestrebt. In einer ersten Reaktion hat Warburg Research die Varta-Aktie von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Das Kursziel wurde von 95 EUR auf 65,50 EUR reduziert. Aufgrund der hohen Investitionen in den Aufbau der Produktion von V4Drive-Zellen für E-Autos bestehe Kapitalbedarf. Auch Hauck Aufhäuser hat das Kursziel von 84 EUR auf 64 EUR deutlich reduziert. Die Empfehlung lautete auch zuvor schon "Sell". Die Marktbedingungen würden sich derzeit weiter verschlechtern und daher wurden die Schätzungen für 2022 und die kommenden Jahre reduziert.

    Bei Goldman Sachs ist man von Varta weniger enttäuscht. Die ursprüngliche Prognose sei ambitioniert gewesen und daher sei die Anpassung nicht ganz überraschend gekommen. Zwar sei die Aktie erstmal belastet, aber dennoch raten die Analysten weiter zum Kauf. Das Kursziel wurde bei 102 EUR belassen. Aus Sicht der Experten von researchanalyst.com habe Varta nun schon zum dritten Mal hintereinander enttäuscht. Sie fordern, dass das Varta-Management endlich mehr auf die Erwartungen des Marktes eingeht und den Status Quo im Bereich E-Mobilität genauer erläutert.

    BioNTech: Dividendenrendite inzwischen auf attraktivem Niveau

    Ruhig war es in den vergangenen Wochen rund um die BioNTech-Aktie. Damit könnte es bald vorbei sein und die Aktie vielleicht sogar nach oben ausbrechen. Zunächst wurde kürzlich bekannt gegeben, dass BioNTech gemeinsam mit US-Partner Pfizer die Phase-2-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit eines Impfstoffkandidaten der nächsten Generation zum Schutz vor Covid-19 begonnen habe. Das Vakzin wird jetzt zunächst an rund 200 Personen in den USA getestet. Ziel sei es, eine länger anhaltende und breitere Immunantwort zu erreichen.

    Dann hat Partner Pfizer auch noch mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen übertroffen. So hat der Parma-Konzern allein mit dem COVID-19-Impfstoff fast 9 Mrd. USD umgesetzt und damit mehr als erwartet. Im Gesamtjahr 2022 erwartet Pfizer Erlöse in Höhe von 27,7 Mrd. USD durch den Verkauf des Impfstoffes. Damit dürfte auch BioNTech in der kommenden Woche starke Quartalszahlen vorlegen. Diesen sollen am 8. August veröffentlicht werden. Dann sollten sich auch wieder Analysten zu Wort melden. Anfang Juli hatte die Deutsche Bank ein Update zur BioNTech-Aktie mit einer Halten-Einstufung und einem Kursziel von 180 USD veröffentlicht. Derzeit notiert die Aktie bei knapp über 160 USD.


    Die Aktienkurse entwickeln sich derzeit auf breiter Front positiv. Davon hat BioNTech bisher nicht profitiert, doch dies könnte sich kommende Woche ändern. Auch bei der Kleos Space Aktie sollte es mit dem näher kommenden Start des vierten Satelliten-Clusters weiter nach oben gehen. Varta hat weiteres Vertrauen verspielt und muss endlich überzeugende News zur Expansion im Bereich Elektromobilität veröffentlichen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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