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07.01.2022 | 04:44

Varta, Nordex, Kodiak Copper: Die 100%-Chance mit Kupfer in 2022!

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  • Technologie
  • Klimaschutz
Bildquelle: pixabay.com

Die Klima-Beschlüsse von Glasgow aus dem November werfen ihre Schatten weit voraus. Den Protagonisten wird klar: Themen wie Elektromobilität und effiziente Stromspeicherung werden für die Energiewende immer wichtiger. Eine konsequente Dekarbonisierung erfordert die Erforschung, Entwicklung und Produktion von Antrieben, Batterien und Komponenten. Das rote Leitmetall Kupfer ist essentieller Bestandteil von elektrischen Bauteilen aller Art. Ein Fahrzeug mit E-Antrieb benötigt heute die drei- bis vierfache Kupfermenge wie ein Verbrennermodell, hinzu kommt der große Bedarf in industriellen Fertigungsprozessen. Die Vorkommen auf der Erde sind erschöpflich und gerade bei Kupfer ziemlich auf Kante genäht. Wir blicken auf einige interessante Investitionsmöglichkeiten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

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Inhaltsverzeichnis:


    Kupfer zum Jahreswechsel bei knapp 10.000 USD

    Kupfer ist als relativ weiches Metall gut formbar und zäh. Als hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung. Hightech, Windkraft, E-Mobilität und die Infrastruktur-Wirtschaft, der tägliche Bedarf an Kupfer wächst und bildet sich in den Marktgegebenheiten ab. Der Spotpreis des begehrten Metalls stieg in 2021 so von rund 8.000 auf 9.700 USD, zwischenzeitlich wurden sogar 10.720 USD erreicht. Damit war der Rohstoff einer der Top-Performer im Rohstoffbereich. Da es sehr wenige förderfähige Minen gibt, richtet der Markt seine Aufmerksamkeit auf interessante Liegenschaften, die in den nächsten Jahren in Produktion gehen können.

    Kodiak Copper – Ein erfolgreiches Jahr in British Columbia

    Ein interessanter Lieferant für die angespannten Abnehmermärkte ist in ein paar Jahren sicherlich Kodiak Copper, ein Explorer aus British Columbia. Die Liegenschaft MPD befindet sich in der Gate-Zone, in unmittelbarer Nähe zu bekannten Minen wie Copper Mountain, Highland Valley und New Afton. Das Unternehmen hat ein großes Programm in 2021 absolviert und blickt nun engagiert auf das kommende Jahr. Mit neuen Anstrengungen soll der Kupferwert neue Dimensionen erreichen.

    Kodiak hat im Jahr 2021 das größte Bohrprogramm seiner Geschichte durchgeführt und bei jedem Schritt weitere Entdeckungserfolge verbucht. Die ausgewiesene Größe der Gate-Zone erhöhte sich durch die Explorationen erheblich. Trotz der wegen zahlreicher Brände außergewöhnlichen Herausforderungen konnte das Team 21.675m Bohrungen in 36 Löchern, ein Schürf- und Grabenprogramm mit 1.755 Bodenproben und 176 Gesteinsproben sowie IP-Vermessungen, geologische und geotechnische Studien und Umweltuntersuchungen erfolgreich und budgetgerecht abschließen. Die Mineralisierung wurde bisher auf einer Länge von 950m, in einer Tiefe von 850m und auf einer Breite von 350m durchteuft - Dimensionen, die typisch für andere große, multizentrische Kupfer-Porphyrlagerstätten in British Columbia sind. Im Jahr 2022 wird sich ein umfangreiches Explorationsprogramm im Lizenzgebiet MPD anschließen.

    Die Kodiak-Aktie wird aktuell um 1,34 CAD gehandelt, das liefert eine Marktkapitalisierung von 66 Mio. CAD. Angesichts angespannter Kupfermärkte ist das eine gute Ausgangsposition für das Jahr 2022.

    Varta – An der kritischen Marke angekommen

    Ein großer Abnehmer für Kupfer ist der Batteriehersteller Varta AG aus Ellwangen. Die Aktie durchlebte in 2021 ein Auf und Ab der Gefühle, die Anleger konnten sogar temporär bis zu 50% gewinnen, letztendlich lag die Aktie aber mit 118 EUR knapp am Ausgangsniveau des Jahresstarts.

    Außer Spesen nichts gewesen? Man muss Varta zu Gute halten, dass das Management mit der Entwicklung einer neuen KFZ-Hochleistungsbatterie namens „V4Drive“ genau den Geist der Zeit trifft. Leider verschlingen die Entwicklungen rund um die Super-Batterie irre F&E-Aufwendungen. Wegen der langen Entwicklungsdauer ist die Varta AG daher auch kein kurzfristiges Spekulationsobjekt. Sogar im Gegenteil: Die zwei kleineren Rücknahmen in den Prognosen führten im Kursverlauf immer wieder zu Dellen, die für den späten Einsteiger stets ärgerliche Minusrenditen erzeugten. Bei Varta kann der Investor nur weiter vertrauen und auf ein Gelingen in den Jahren 2023/24 hoffen – dann werden die Gewinne vermutlich richtig sprudeln.

    Bis es soweit ist, kann der Chart beliebig zwischen 110 und 140 EUR oszillieren und jeden NASDAQ-Ausschlag sowie Tesla-Hype wohlwollend abarbeiten. Einzig die Bastion bei 105 EUR darf nicht fallen, dann bleibt die Welt der Schwaben in Ordnung.

    Nordex – Auf starkes Wachstum programmiert

    Ebenso ein großer Hoffnungswert ist die Nordex SE aus Hamburg. Auch diese Aktie hat eine wilde Achterbahnfahrt hinter sich. Aktuell baut der Konzern auf ein sehr starkes Auftragsbuch, welches weit in das Jahr 2023 hineinreicht, die Kapazitäten des Windanlagenbauers sind nahezu ausgenutzt. Leider hat sich Nordex in seiner Preisgestaltung oftmals zu günstig verkauft und leidet auch nach wie vor unter den Lieferkettenproblemen bei wichtigen Bauteilen. Das führt seitens der Abnehmer bei Verzögerungen zu Strafzahlungen, welche die Marge entsprechend belasten. Im kommenden Jahr soll der Umsatz bei etwa 5 Mrd. EUR konstant bleiben, das EBITDA soll sich aber laut Analysten-Konsensus knapp verdreifachen. Zu wirklichen Nettogewinnen wird es laut vorliegender Schätzungen erst im Jahr 2023 kommen, dann klappt auch die Eigenfinanzierung des stark wachsenden Unternehmens besser. Erst im Sommer wurden beträchtliche Fremdmittel in Eigenkapital gewandelt. Das belastete den Kurs temporär um über 30%.

    Die Jahres-Kursbilanz 2021 lautet für die Nordex-Aktie minus 36%. Der aktuelle Preis ist mit 13,8 EUR nun immerhin ganze 50% vom Hoch bei etwa 27 EUR entfernt. Charttechnisch läuft gerade der Versuch einer Bodenbildung, die nicht mehr unter das Tief von 12,7 EUR fallen sollte. Erste spekulative Positionen könnten mittelfristig Freude bereiten.


    Die Kupfer-Knappheit wird uns auch im Jahr 2022 verfolgen. Das bedeutet weiterhin hohe Einkaufspreise für wichtige Vorprodukte der Hightech-Betriebe Varta und Nordex. Für den Kupferexplorer Kodiak Copper steigt die Bewertung der Liegenschaft MPD mit jedem neuen Bohrergebnis und einem parallel hohen Metallpreis.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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