06.07.2026 | 05:00
Warum der Engpass bei Antimon Hensoldt und BASF bedroht und wie Antimony Resources davon profitiert
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Die Weltordnung ist eine andere als noch vor 2022. China zieht bei kritischen Metallen die Zügel an. Vor allem die Situation bei Halbleiter- und Legierungsrohstoffen zwingt zum Handeln. Das strategische Halbmetall Antimon entwickelt sich mehr und mehr zum kritischen Nadelöhr der westlichen Industrie. Die Exportbeschränkungen Chinas, das rund 36 % der weltweiten Minenförderung und bis zu 90 % der globalen Raffinationskapazitäten bei Antimon kontrolliert, haben eine tiefe Verunsicherung bei europäischen Konzernen aus den Bereichen Chemie und Rüstung ausgelöst. Die Lösung sind neue Lieferketten und Minen in sicheren Rechtsräumen. Wir beleuchten die aktuelle Lage und stellen einen möglichen Profiteur vor.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Hensoldt: Gefährdete Souveränität in der High-End-Sensorik
Für den führenden deutschen Verteidigungselektronik-Hersteller Hensoldt ist Antimon unverzichtbarer Rohstoff für die optronische und sensorbasierte Produktpalette. Das Unternehmen generiert über 70 % seines Umsatzes im hochprofitablen Sensorsegment, zu dem Luftverteidigungsradare wie das TRML-4D und modernste Infrarot-Suchsysteme gehören. Antimon bildet die technologische Basis für hochentwickelte Halbleiterverbindungen wie Indiumantimonid, das als Detektormaterial in gekühlten Infrarot-Fokusebenen-Arrays im mittleren Infrarotbereich zum Einsatz kommt. Diese Detektoren bieten eine überragende thermische Empfindlichkeit und eine signifikante Reichweitensteigerung. Da hochentwickelte Detektoren strengen Rüstungsexportkontrollen unterliegen, führt ein Engpass bei Antimon direkt zu Verzögerungen und bedroht die technologische Souveränität Europas.
BASF: Flammschutz akut in Gefahr
Auch außerhalb des Rüstungssektors ist die deutsche Industrie in hohem Maße von Antimonimporten abhängig. Bei der BASF in Ludwigshafen betrifft der Rohstoffengpass vor allem die Sparte Performance Materials und die strategische Neuausrichtung des Konzerns im Bereich der Elektromobilität. BASF nutzt Antimontrioxid als Synergisten für halogenierte Flammschutzmittel, um für technische Thermoplaste wie Polyamide und Polyester die strengen, gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzzertifizierungen zu erreichen. Zwar sucht die Industrie intensiv nach antimonfreien Alternativen auf Basis von Zinn-, Zink- oder Phosphorverbindungen, doch erfordern diese deutlich höhere Dosierungen und verschlechtern die mechanischen Festigkeiten sowie die Fließfähigkeit bei der Verarbeitung. Ein vollständiger Verzicht auf Antimon dürfte für BASF daher kurz- bis mittelfristig wirtschaftlich und technisch kaum darstellbar sein.
Antimony Resources: Hoffnung aus Kanada
Das kanadische Explorationsunternehmen Antimony Resources gilt immer mehr als strategischer Gewinner des Antimon-Notstands. Das Flaggschiffprojekt Bald Hill in der kanadischen Provinz New Brunswick profitiert von einer hervorragenden Infrastruktur und einer bergbaufreundlichen Gesetzgebung. Bohrungen lieferten bislang bereits bemerkenswerte Resultate. Das Kerngebiet weist im Durchschnitt Gehalte zwischen 3 % und 4 % Antimon auf einer Breite von drei bis vier Metern auf, was weit über wirtschaftlichen Abbaugraden anderer Projekte liegt. Das Definitionsprogramm über 12.500 Bohrmeter endete im April dieses Jahres und mündete direkt in ein weiteres Programm über 11.000 m. Das Ziel: Neue Zielgebiete wie die Marcus-Zone näher untersuchen. Die bisherigen Bohrergebnisse unterstreichen, wieso Antimony Resources als Hoffnungsträger gilt: 4,38 % Antimon über 7,05 m inklusive eines Teilabschnitts von 9,76 % über 3,15 m gelten als äußerst aussichtsreich.

Nebenprojekte und strategische Vorarbeiten ebnen den Weg zur Produktion
Parallel treibt Antimony Resources die Exploration auf seinen umliegenden Liegenschaften voran. Zusätzliche Bodenproben im Block Second Run, drei Kilometer südlich der Hauptzone, zeigten Antimonkonzentrationen, die das Vierzigfache des Hintergrundwerts überstiegen und Spitzen von 450 ppm erreichten. Damit das Unternehmen schnellstmöglich an eine Produktion denken kann, hat man die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen bereits an das lokale Ingenieurbüro GEMTEC übertragen. Die frühzeitige Einbindung der indigenen Gemeinschaften der Mi'kmaq und Maliseet soll zudem sicherstellen, dass die formelle Genehmigung Ende 2026 oder im Verlauf des Jahres 2027 erreicht wird. Spätestens dann stehen die Zeichen für Antimony auf Produktion.
Antimony Resources: Analysten sehen Potenzial
Die Analysten von GBC Research bewerten Antimony Resources in ihrer aktuellen Studie als eine der vielversprechendsten Antworten auf das westliche Antimon-Defizit. Das Analysten-Rating lautet "Buy" und formuliert ein Kursziel von 3,00 CAD. Als wesentliche Treiber nennen die Experten die exzellente Geologie, die indirekte Flankierung durch die deutsch-kanadische Rohstoffkooperation sowie das Zwei-Preise-System, bei dem nicht-chinesisches Antimon bereits historische Höchstpreise von rund 60.000 USD / t erreicht hat. Risiken bestehen vor allem in Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren und möglichen Preisschwankungen, falls China seine Exportrestriktionen wieder lockert. Da das Projekt Bald Hill jedoch durch seine fortgeschrittene Entwicklung und die hohe lokale Akzeptanz im Vergleich zu europäischen Konkurrenzprojekten wie Trojárová, dem im Mai 2026 überraschend die Lizenz entzogen wurde, bestens positioniert ist, sollten sich Investoren Antimony Resources unbedingt näher ansehen.
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