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15.10.2025 | 05:00

Wasserstoff-Boom voraus: BMW, Toyota, Pure Hydrogen

  • Wasserstoff
  • Flotten
Bildquelle: KI

Ist der Wasserstoff-Hype abgekühlt? Keineswegs! Noch immer investieren große Unternehmen in den Energieträger. Industrieunternehmen wie etwa aus der Chemieindustrie oder auch Autobauer wie BMW und Toyota - sie alle haben Innovationen rund um Wasserstoff im Angebot. Doch Wasserstoff soll nicht nur für große Konzerne Thema werden. Auch kleinere Unternehmen aus dem Mittelstand benötigen Lösungen rund um regenerative Energie für Fabriken oder Fuhrparks. An dieser Stelle kommt das australische Unternehmen Pure Hydrogen ins Spiel - die Wasserstoff-Spezialisten setzen auf ganzheitliche Lösungen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: PURE HYDROGEN CORPORATION LIMITED | AU0000138190 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , TOYOTA MOTOR CORP. | JP3633400001

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Inhaltsverzeichnis:


    Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.
    "[...] dynaCERT hat mit dem Gerät HydraGEN eine Lösung auf den Markt gebracht, die zur Nachrüstung von Dieselmotoren entwickelt wurde, um die Umwelt zu schützen und die zugleich wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. [...]" Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.

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    Toyota bleibt technologieoffen - BMW ein bisschen

    Es gibt sie, die Wasserstoff-PKW. Vor allem Toyota zeigt sich beim Thema wieder einmal als technologieoffener Pionier. Nachdem das Unternehmen 1997 bereits mit dem ersten Hybrid-Motor für Furore gesorgt hat, haben die Japaner seit 2014 mit dem Mirai auch einen Brennstoffzellen-PKW, der Wasserstoff tankt, im Angebot. Trotzdem hat Toyota in mehr als zehn Jahren lediglich 22.000 dieser Fahrzeuge verkauft. Trotzdem betont das Unternehmen auch weiterhin, der Technologie treu bleiben zu wollen. Damit ist Toyota weiter, als BMW. Zwar haben auch die Münchener mit dem iX5 Hydrogen ein Wasserstoff-Fahrzeug entwickelt, zu kaufen gibt es den Prototypen aber bislang nicht. Serienpläne könnten laut Medienberichten gegen Ende des Jahrzehnts Thema werden.

    Während viele Autobauer, wie etwa Volkswagen, ausschließlich auf batteriebetriebene Fahrzeuge setzen, bleiben BMW und Toyota technologieoffen. Die Japaner forschen gar an einem Wasserstoff-Verbrenner und wollen vorbereitet sein, sollte neben klassischen E-Autos ein zusätzlicher Markt entstehen. Auch deshalb investiert Toyota in Wasserstoffnetze und Tankstellen. Nur wenn diese Infrastruktur vorhanden sei, seien auch höhere Absatzzahlen bei Wasserstoff-Autos möglich, so sagt man bei Toyota. Eine viel größere Rolle spielt Wasserstoff ohnehin bei Nutzfahrzeugen. Toyotas Tochterunternehmen Hino entwickelt entsprechende LKW und Busse. Diese profitieren in vielen Regionen der Welt von Förderungen, insbesondere in Asien.

    Pure Hydrogen: Rundum-Anbieter für Wasserstoff

    Anders als die Autobauer Toyota und BMW agiert Pure Hydrogen im B2B-Bereich und fokussiert sich darauf, Geschäftskunden umfassende Lösungen rund um Wasserstoff zu bieten. Pure Hydrogen hat neben Elektrolyseuren zur Herstellung von grünem Wasserstoff auch Lösungen zur Speicherung des Energieträgers im Angebot. Weiterhin setzt Pure Hydrogen auf Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellen. Konkret bietet Pure Hydrogen Schwerlast-Sattelzugmaschinen, Müllsammelfahrzeuge, Busse, Gabelstapler und sogar Betonmischer-LKW. In den vergangenen Quartalen hat das Unternehmen mehrere dieser Fahrzeuge erfolgreich verkauft. Die Australier sind neben ihrem Heimatmarkt auch in Afrika, Nordamerika und Lateinamerika stark. In Mexiko und Argentinien zog man in den letzten Monaten lukrative Aufträge an Land: Neben dem Bau von Elektrolyseuren ging es dabei auch um Wasserstoff-Nutzfahrzeuge.

    Investoren, die über die Aktie von Pure Hydrogen nachdenken, sollten berücksichtigen, dass das Unternehmen auch an einem Gasfeld in Queensland sowie einem Gasprojekt in Botswana beteiligt ist. Mittelfristig plant das Unternehmen, diese Beteiligungen auszugliedern, um Pure Hydrogen als lupenreines Clean-Tech-Unternehmen positionieren zu können. Diese Strategie macht Sinn: Viele Investoren sind auf der Suche nach derartigen Unternehmen und zudem stimmen die Marktprognosen. McKinsey etwa geht davon aus, dass bis 2035 allein in Europa bis zu 850.000 wasserstoffbetriebene LKW auf der Straße sein könnten. Obwohl Pure Hydrogen ein junges Wachstumsunternehmen ist, stellten Analysten den Australiern ein gutes Zeugnis aus. MST Financial etwa sieht Pure Hydrogen bei 0,27 AUD je Aktie - das ist mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs.

    McKinsey: Wasserstoff ab 2030 günstiger als Diesel

    Wasserstoff wird von vielen Analysten als entscheidender Baustein der Energiewende gesehen - gerade für Sektoren, die mit Batterien schwer zu elektrifizieren sind. Im Verkehrsbereich gilt das insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge, Langstreckentransporte, Schiffe und - Toyota und BMW halten das noch immer für möglich - auch für bestimmte PKW. Untersuchungen von McKinsey gehen davon aus, dass Wasserstoff ab 2030 mindestens ebenso günstig sein könnte, wie Diesel. Attraktive Kosten gelten als Voraussetzung für Investitionen in Wasserstoff-Infrastruktur. Wasserstoff-Infrastruktur wiederum fehlt vielen potenziellen Käufern. Hier kommt Pure Hydrogen ins Spiel. Eine Kombination aus PV-Anlage, Elektrolyseur und einem Fuhrpark mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen kann viele Unternehmen schon heute fit für die Zukunft machen. In Deutschland wird der Handel mit Emissionsrechten schon in den nächsten Jahren auch auf den Verkehrssektor ausgeweitet. Dann wird Diesel teurer und mehr Unternehmen könnten dann den Blick in die Nahe Zukunft richten und sich für die Wasserstoff-Technologie interessieren.

    Fantasie rund um Aktie von Pure Hydrogen

    Während die Aktien von Toyota und BMW unter der Krise der Automobilindustrie leiden und alles andere als Zukunftsfantasie ausstrahlen, konnte Pure Hydrogen in den vergangenen Monaten immer wieder für Lichtblicke sorgen. Allein im vergangenen Monat legte die Aktie um mehr als 11 % zu. Anleger, die auf Wasserstoff setzen möchten und Interesse an einem aufstrebenden Unternehmen haben, das in vielen Regionen der Welt Kunden von sich überzeugen kann, sollten sich die Aktie näher anschauen. Auch eine mögliche Ausgliederung der Gas-Sparte könnte für Investoren lukrativ sein. Analysten rechnen bis Ende des ersten Quartals 2026 mit einem Spin-Off.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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