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20.05.2021 | 05:10

XPeng, Kodiak Copper, Nio – Megatrend Knappheit

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Bitcoin, Etherum und die gesamte Krypto-Familie rauschen in den Keller. Grund hierfür ist mal wieder das Reich der Mitte. Nach einer Aussage der chinesischen Notenbank, dass Digitalwährungen nicht für Zahlungszwecke verwendet werden dürfen, verloren diese gestern zwischenzeitlich mehr als 20 % an Wert. Noch größer ist die Marktmacht Chinas bei den Rohstoffen für die Energiewende. Durch die Knappheit der entsprechenden Metalle werden die Preise langfristig enorm steigen. Stark profitieren können hiervon Produzenten, die Alternativen in den westlichen Industrieländern bieten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA50012K1066 , US62914V1061 , US98422D1054

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Inhaltsverzeichnis:


    Industriegold als Waffe

    Die Energiewende soll kommen, je schneller, desto besser. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes will die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärfen und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankern. Die Autohersteller überschlagen sich mit Versprechen, wie schnell sie Benziner und Diesel durch die Batterie ersetzen werden. Dabei wird vergessen, dass der rapide Wechsel von fossilen Energieträgern zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energie viele Metalle benötigt, die in der westlichen Welt kaum vorhanden sind. So sind für die Dekarbonisierung vor allem Lithium, Nickel, Kobalt sowie seltene Erdmetalle von Nöten. Produktion und Veredelung finden zu 80% in China statt. Durch den sich weiter verschärfenden Handelskrieg und der verstärkten Nachfrage im eigenen Land - China ist selbst der weltweit größte Elektroautomarkt - dürfte für die westlichen Nationen immer weniger vom Kuchen des Industriegoldes übrigbleiben.

    Kupfer - das neue Öl

    Auch Kupfer ist für die weitere Entwicklung von grüner Energie entscheidend und wird zunehmend zu einem knappen Gut. So benötigt die Produktion eines Elektroautos rund viermal so viel Kupfer wie ein Wagen mit Verbrennungsmotor. Aktuell kämpft die Baubranche mit einer mangelnden Materialversorgung. So ist aufgrund der starken Nachfrage Kupfer für Kabel und Rohre Mangelware. Eine Normalisierung wird laut Brancheninsidern in den nächsten Monaten nicht eintreten, so dass dies Behinderungen im Baustellenbetrieb und deutlich höhere Baukosten zur Folge haben wird. Das gezeigte Bild des Nachfragüberhangs zeigt sich aktuell im Kupferchart wieder, der sich seit dem März des vergangenen Jahres mehr als verdoppeln konnte und aktuell fast täglich neue Höchststände erreicht. Auch die Aktien der Kupferexplorer zogen in den vergangenen Monaten an, jedoch besteht hier gegenüber dem Kupferpreis noch deutliches Aufholpotenzial

    Kodiak Copper mit besten Voraussetzungen

    Optimale Voraussetzungen für eine Erfolgs-Story bietet das kanadische Unternehmen Kodiak Copper. Das Explorationsunternehmen besitzt zu 100% das MPD- Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt in British Columbia, das sich in einem produktiven Kupfer-Gold-Gürtel in erstklassiger Lage mit perfekter Infrastruktur befindet. Im Jahr 2020 wurden in der Gate-Zone des Projektes eine bedeutsame Kupfer-Gold-Mineralisierung auf einer Mächtigkeit von 350 m (Ost-West), einer Länge von über 100 m (Nord-Süd) und bis in eine Tiefe von 800 m durchschnitten, die in alle Richtungen offen ist. In direkter Nachbarschaft befinden sich die produzierenden Minen von Copper Mountain, Highland Valley und New Afton. Größere Aufmerksamkeit erlangte Kodiak Copper im vergangenen Oktober, als sich der Branchenriese Teck Resources mit 9,9% an den Kanadiern beteiligte.

    Stetig positiver Newsflow

    Mit einem Cash-Polster von 14 Mio. CAD per Ende Dezember 2020, sind für dieses Jahr insgesamt 30.000 Bohrmeter in mehreren Zielgebieten komplett durchfinanziert. So verspricht das Management einen stetigen Fluss an Neuigkeiten und eine Beschleunigung des Bohrtempos. Ebenfalls tätig wurden die Kanadier auf der Akquisitionsseite. Im Tausch gegen 950.000 Aktien und weiteren Zahlungen, sicherte sich Kodiak Copper das Axe Copper-Gold Project. Das erworbene Grundstück beherbergt mehrere bedeutende historische Kupfer-Gold-Porphyr-Zentren und hat das Potenzial für eine großflächige Kupfer-Gold-Porphyr-Mineralisierung. Potenzial besitzt auch die Aktie des Unternehmens aus Vancouver. Nach den erfolgreichen Bohrergebnissen im vergangenen Herbst, erreichte der Kurs ein Allzeithoch bei 3,37 CAD. Nach einer Bodenbildungsphase um 1,50 CAD notiert die Aktie aktuell bei 2,16 CAD und somit noch 50% unter ihrem Höchstkurs. Die weiter positiv verlaufenden Bohrprogramme dürften langfristig die alten Hochs in Gefahr bringen.

    Mit 50% Discount

    66,99 USD war der bisherige Höchststand der Nio-Aktie Anfang Januar. Seitdem verlor der chinesische Elektroautobauer mehr als 50 % an Börsenwert. Neben der allgemeinen Marktkorrektur, war auch hier die Knappheit an Rohstoffen ausschlaggebend für den Kursrutsch. Bereits im März wurde die Produktion in einzelnen Werken für wenige Tage ausgesetzt. Durch Probleme bei der Beschaffung von Batterien und dem aktuellen globalen Chipmangel, senkte der E-Auto-Produzent seinen monatlichen Produktionsplan von 10.000 Einheiten auf aktuell 7.500 Einheiten. Die Citigroup, die NIO mit 'Neutral' einstuft, lies das Kursziel trotz der aktuellen Schwierigkeiten bei 57,60 USD. Aktuell notiert der Kurs bei 32,70 USD. Somit würde sich hier eine Turnaround-Chance von über 70% ergeben.

    Starkes Wachstum

    Mit aktuell 63% fiel die Korrektur beim Elektroauto-Startup XPeng sogar noch stärker aus. Nun vermeldete der Branchenkonkurrent die Zahlen zum ersten Quartal. So sind sowohl Umsatz als auch der Verlust stark gestiegen. Insgesamt lieferte XPeng von Januar bis März 13.340 Fahrzeuge aus, 487,4% mehr als im Vorjahresquartal und 2,9% mehr als im vierten Quartal 2020. Der Verlust im ersten Quartal 2021 lag bei 98 Mio. EUR, gegenüber 83 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Jahres 2020. Charttechnisch hängt der Kurs von XPeng unter der markanten Widerstandsmarke bei 28 USD. Aufhellen würde sich das Chartbild erst bei Kursen über 30 USD.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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