Menü schließen




30.09.2022 | 05:05

Biogen, Xphyto, BioNTech : Alzheimer, Depressionen, Krebs - Pharma for Life

  • Pharma
  • Alzheimer
  • Krebsforschung
  • Onkologie
  • Depressionen
Bildquelle: unsplash.com

Rund 350 Mio. Menschen weltweit sind von Depressionen betroffen, einer Erkrankung des Gehirns. Jeder Mensch hat eine Wahrscheinlichkeit von 16 bis 20%, ebenfalls depressiv zu werden. Grund genug für das kanadische Unternehmen XPhyto Therapeutics ein Mittel zu erforschen, was nicht abhängig macht und die Krankheit besiegen kann. Diese Woche gelang u.a. Biogen der Durchbruch mit einem Wirkstoff gegen die Alzheimer Erkrankung. Und wer aufmerksam die Bundesliga verfolgt, dem sind die Hodenkrebs-Fälle der Spieler vielleicht aufgefallen. Nun wittert BioNTech eine neue Chance…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: XPHYTO THERAPEUTICS | CA98421R1055 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , BIOGEN INC. DL -_0005 | US09062X1037

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Evan Levine, CEO, PsyBio Therapeutics
    "[...] Wir arbeiten dazu eng mit dem psychologischen Institut der Universität von Miami zusammen. [...]" Evan Levine, CEO, PsyBio Therapeutics

    Zum Interview

     

    Biogen - Durchbruch bei Alzheimer Erkrankung

    Die Nachricht dieser Woche lässt 30 Millionen Menschen weltweit Hoffnung schöpfen: Der US-Firma Biogen gelingt ein Durchbruch im Kampf gegen Alzheimer. Gemeinsam mit dem japanischen Partner Eisai hat das Unternehmen Studienergebnisse veröffentlicht, die die Wirksamkeit des Medikaments Lecanemab unterstreichen. Bei der sonst unheilbar verlaufenden neurodegenerativen Erkrankung sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn. Typische Alzheimer Symptome sind Gedächtnisprobleme, Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit. Im Laufe der Erkrankung ändern sich Persönlichkeit und Verhalten. Viele Betroffene werden ruhelos, aggressiv oder depressiv. Außerdem lassen Sprachfähigkeit und Urteilsvermögen nach.

    Die beiden Konzerne teilten mit, dass Daten aus einer Studie mit 1.795 Teilnehmern zeigen, dass das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamt wird. Nach all den Covid Impfstoff Meldungen der letzten Monate feierten Investoren weltweit diesen medizinischen Durchbruch. Die Biogen Aktie wurde vorbörslich um bis zu 40% höher gehandelt. Zum Start an der Wall Street musste sie kurzzeitig vom Handel ausgesetzt werden. Eisei stieg um 17%.

    "Die heutige Ankündigung gibt Patienten und ihren Familien Hoffnung, dass Lecanemab, wenn es zugelassen wird, das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen und einen klinisch bedeutsamen Einfluss auf Kognition und Funktion haben kann", sagte Michel Vounatsos, Chief Executive Officer bei Biogen. "Wichtig ist, dass die Studie zeigt, dass die Entfernung von aggregiertem Amyloid-Beta im Gehirn mit einer Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei Patienten im Frühstadium der Erkrankung verbunden ist.” Geplant ist eine Zulassung in den USA noch in diesem Jahr und in Europa für 2023.

    XPhyto Therapeutics - Mit Psychedelika gegen Depressionen

    Eine weitere neurologische Erkrankung ist die Depression. Weltweit sind 350 Mio. Menschen von dieser Erkrankung des Gehirns betroffen. Depressive Menschen leiden unter Angstzuständen, Overthinking, starken Selbstzweifeln, Hoffnungs- und Antriebslosigkeit. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) liegt für jeden Menschen im Laufe des Lebens die Wahrscheinlichkeit bei 16 bis 20%, mindestens einmal eine schwere, behandlungsbedürftige Depression zu entwickeln.

    Oft verschreiben Psychiater ihren Patienten Antidepressiva als unterstützende Behandlung zur Psychotherapie. Doch die Gefahr der Abhängigkeit von den Substanzen ist auch nach dem Absetzen nach wie vor gegeben. Je nach Länge der Einnahme gewöhnen sich Körper und Psyche an die Substitute. Laut Fachzeitschrit “Depression heute” zeigen Meta-Analysen, dass selbst nach den obligatorischen zwei Wochen nach Absetzen des Medikamentes das Risiko einer Abhängigkeit über den Zeitraum hinweg von bis zu einem Jahr bestehen kann. Prof. Voderholzer, ärztlicher Direktor der Schönklinik Roseneck, meint dazu „Was mich als Wissenschaftler und Kliniker persönlich am meisten erstaunt, ist, dass es nach meiner Kenntnis trotz 60-jähriger Historie mit Antidepressiva, einer Vielzahl unterschiedlicher Substanzen und einer immensen Zahl von Studien über kurze Zeiträume keine einzige größere randomisierte, kontrollierte Studie gibt, die den Versuch unternommen hat, mögliche Absetz- und Rebound-Effekte an einer klinischen Population über einen längeren Zeitraum zu untersuchen.“

    Was viele nicht wissen: Psychedelika wie LSD, Meskalin oder halluzinogene Pilze verursachen keine Abhängigkeit. Und genau hier setzt das Unternehmen XPhyto Therapeutics an, in der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Depressionen.

    Das kanadische Unternehmen spezialisiert sich auf die Entwicklung psychedelischer Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen, Sucht und Trauma bedingten Belastungsstörungen. XPhyto Therapeutics entwickelt Verfahren zur industriellen Herstellung von psychedelischen Verbindungen in pharmazeutischer Qualität, darunter Psilocybin und Meskalin. Das Potenzial zur Behandlung von Depressionen ist immens, eine Kooperation mit der Technischen Universität München (TUM) ist insbesondere für dieses Projekt aufgesetzt.

    Darüber hinaus beinhaltet die Pipeline von XPhyto Therapeutics Point of Care Diagnostika und Biosensor-Produkte zur Früherkennung weiterer Krankheiten.

    BioNTech - Hodenkrebs mit mRNA-Technologie besiegen

    Bundesliga Fans wissen es bereits: innerhalb weniger Monate ist nun der vierte Fall eines Spielers mit Diagnose Hodenkrebs bekannt. Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die in den Hoden auftritt. Im weiteren Verlauf kann sie auch Nebenhoden und Samenleiter betreffen. Hodenkrebs ist mit einem Anteil von 1,6% aller Krebserkrankungen eine seltenere Tumorerkrankung. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) erkranken jedes Jahr 4.070 Männer an diesem bösartigen Krebs.

    Hodentumore betreffen vor allem junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren. In dieser Altersgruppe ist der Krebs mit 20-20 % die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. Das Durchschnittsalter der an Hodenkrebs erkrankten Männer liegt bei 38 Jahren.

    BioNTech präsentiert jetzt weitere vielversprechende Daten aus der laufenden klinischen Phase-1/2-Studie seines neuartigen CAR-T-Zelltherapie-Ansatzes BNT211. Das ebenfalls auf mRNA-Technologie basierende Produkt ist speziell für den Einsatz an fortgeschrittenen Tumoren gedacht.

    „Die neuen Daten unterstützen die ermutigenden Ergebnisse, die wir bereits zuvor für BNT211 beobachtet hatten. Zusammen mit dem kürzlich erteilten PRIME-Status für BNT211 zur Behandlung von Hodenkrebs sehen wir uns in unserer Strategie bestärkt, gerade für schwer behandelbare Tumorindikationen zwei unserer Technologieplattformen in einem Therapieansatz zu kombinieren“, erläutert Frau Prof. Dr. Özlem Türeci, Chief Medical Officer und Mitgründerin von BioNTech. BNT211, ein Medikament zur Behandlung von Hodenkrebs, wurde kürzlich von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als Dritt- oder Spättherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Krebs bewilligt.


    Investoren sollten in ihrem Portfolio innovativen Pharma- und Biotech Unternehmen einen eigenen Platz einräumen. Medizinische Durchbrüche, wie die Verlangsamung von Alzheimer-Erkrankungen durch das neue Arzneimittel der Firma Biogen oder nicht abhängig machende Psychedelika als Therapie gegen Depressionen durch XPhyto Therapeutics sind im Hier und Jetzt angekommen. Zu den gesetzlich vorgeschriebenen und detaillierten Forschungszyklen bedarf es einer ausgereiften Marktzugangs-Strategie, damit bahnbrechende Arzneimittel und Therapeutika ihren Weg in die ambulante und stationäre Versorgung finden. Wie weitreichend solche Maßnahmen gehen können, hat jeder Investor im Rahmen der Corona-Pandemie erleben können. BioNTech scheint mit ihrem Therapeutikum im Kampf gegen Hodenkrebs der nächste Coup zu gelingen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 18.11.2022 | 05:01

    Pfizer, Cardiol Therapeutics, Morphosys Aktien - Herzerkrankungen und Krebs auf dem Vormarsch!

    • Pharma
    • Covid-19
    • Biotech
    • Krebs

    Kaum befindet sich das Coronavirus auf dem Rückzug, offenbaren sich die Schäden, die im Zuge der Pandemie Maßnahmen entstanden sind. Besonders junge Männer sind nach zweimaliger Impfung mit dem Pfizer- oder Moderna Impfstoff von Herzentzündungen betroffen. Grund genug für beide Konzerne, jetzt mit einer neuen Studie auf die Forschungsergebnisse einer kleiner kanadischen Studie zu reagieren, die genau dies zu Tage förderte. Die Zunahme an Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen birgt für das Unternehmen Cardiol Therapeutics hingegen eine große Chance, seinen Wirkstoff gegen Periokarditis erfolgreich weiterzuentwickeln. Bisher gibt es in den USA nur eine rein stationäre Behandlungsoption - und die liegt im fünstelligen USD-Bereich. Mit dem Wirkstoff von Cardiol könnte es kostengünstiger und effektiver gelingen, Herzbeutelentzündungen einzudämmen. Eine weitere Folge der Pandemie ist die Zunahme von Krebsfällen. Durch zu späte Diagnose und fehlenden Zugang zur Gesundheitsversorgung wird Krebs weltweit zum Gesundheitsproblem. Morphosys, diese Woche noch angeschlagen durch die enttäuschenden Ergebnisse der Alzheimer Studie, hat jedoch vielversprechende Medikamente in der Pipeline...

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 17.11.2022 | 05:01

    BioNxt Solutions, Pfizer, Bayer - Biotech und Pharma Aktien im Fokus

    • Biotech
    • Pharma
    • Covid-19

    Pharma und Biotech Firmen boomen nach wie vor. Große Konzerne wie Pfizer und Bayer kämpfen allerdings mit Langzeitstudien und Patentverlängerungen, um ihre Markthoheit zu erhalten. Insbesondere Pfizer erlebte in den letzten Jahren den Rausch der Geschwindigkeit dank der Notzulassung des Covid_19 Vakzins. Im Nachhinein werden doch die Stimmen immer lauter, was mögliche Langzeitschäden dieser Marktabkürzung angeht. Es kann zu millionenschweren Klagen kommen. In der Nische der mentalen Gesundheit, deren Markt eine Größe 381,98 Mrd. USD im Jahr 2020 aufweist, positioniert sich BioNxt Solutions. Die Mission: Depressionen, Ängste und PTBS mit natürlichen Substanzen zu Leibe rücken. Ein Blick auf die Datenlage.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 16.11.2022 | 04:44

    Das hat gesessen! Roche und Morphosys scheitern mit Alzheimer-Studie, Bayer und Defence Therapeutics steigen immer weiter

    • Biotech
    • Pharma
    • Healthcare

    Für Biotech-Aktien ist es üblich, dass mehrmals im Jahr neben Zahlen auch Studienergebnisse veröffentlicht werden. Da es bei diesen Werten fundamental meistens nur Aufwendungen und wenig Umsatz zu berichten gibt, konzentrieren sich die Analysten auf die klinischen Erfolge im Wege einer Studie zur Zulassung neuer Wirkstoffe. Das kann manchmal zu erratischen Kursbewegungen führen. So erging es Anfang der Woche Roche und Morphosys, die Kurse rauschten mit schlechten Nachrichten erstmal in den Keller. Wir blicken auf einen heißen Sektor.

    Zum Kommentar