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10.08.2022 | 05:26

BioNTech, BYD Aktie, Altech Advanced Materials: Die Spannung steigt

  • Elektromobilität
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Bildquelle: pixabay.com

Von wegen Sommerloch. Die Börsen zeigen sich derzeit insgesamt freundlich und viele Aktien reagieren mit deutlichen Kursausschlägen auf Neuigkeiten - negative und positive. So beispielsweise BioNTech. Nach einer eindrucksvollen Rallye ging es nach den Quartalszahlen deutlich nach unten. Dabei gibt es gute Gründe für steigende Kurse in den kommenden Wochen. Auch BYD gibt operativ Vollgas. Der E-Auto-Hersteller meldet einen Absatzrekord nach dem anderen und es werden Details zum Start in Deutschland bekannt, um Tesla von Elektro-Thron zu stoßen. E-Autos, möglicherweise auch von BYD, sollen künftig die Batterietechnik von Altech Advanced Materials enthalten. Das Unternehmen arbeitet an einer revolutionären Technik und bis zu Hauptversammlung sind neue Details zu erwarten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Altech: Neue Details im Vorfeld der Hauptversammlung?

    Einen neuen Standard bei der Batterietechnik setzen – dies ist das ambitionierte Ziel der Altech Advanced Materials AG. Das Unternehmen mit Sitz in Heidelberg arbeitet an einer Beschichtungstechnologie für das Anodenmaterial. Damit sollen der bisher übliche Kapazitätsverlust von Batterien durch das Aufladen verhindert werden. Denn durch die Nanobeschichtung mit hochreinem Aluminiumoxid und eine Anreicherung von Silizium kann die Ablagerung von Lithiumteilchen an den Elektroden verhindert werden. Der Bau der Pilotanlage läuft bereits und auch die Patentanmeldungen für die Silumina AnodeT Technologie sind in den Kernmärkten USA, Europa, China, Japan und Korea sowie über 150 weiteren Ländern erfolgt.

    Die Massenfertigung von Silumina AnodesT soll in einer Fabrik in Sachsen erfolgen. An dieser ist Altech Advanced Materials mit 25% beteiligt. Die übrigen Anteile hält der australische Mutterkonzern Altech Chemicals Limited. Dieser stemmt auch im Wesentlichen die Finanzierung. Auch eine Vor-Machbarkeitsstudie für die Massenfertigung liegt bereits vor und die Zahlen sind beeindruckend. Demnach könnte bei der maximalen Produktionsauslastung von 10.000 Tonnen ein durchschnittliches EBITDA von rund 52 Mio. EUR erreicht werden. Der Nettobarwert (NPV) des Projekts vor Steuern liegt bei 420 Mio. EUR. Als Juniorpartner des Joint Ventures liegt der Anteil Altech Advanced Materials immerhin bei 105 Mio. EUR. Zur Einordnung: Der Börsenwert des Micro Caps liegt unter 10 Mio. EUR. Am 23. August findet die Hauptversammlung des Unternehmens statt, gut möglich, dass schon im Vorfeld über den aktuellen Stand der Entwicklung berichtet wird oder dann spätestens auf der Veranstaltung.

    BioNTech: Ernüchterung nach Zahlen gerechtfertigt?

    Schwach reagierte die Aktie von BioNTech auf die Halbjahreszahlen zum Wochenbeginn. So ging es für das Wertpapier von rund 185 EUR auf 160 EUR nach unten. Dabei waren die Zahlen eigentlich in Ordnung. Im Vorjahresvergleich stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 30% auf 9,57 Mrd. EUR. Der Gewinn legte um 37% auf 5,4 Mrd. EUR zu. Zwar fielen damit Umsatz und Gewinn im 2. Quartal um rund 40% dies sollte jedoch keine Überraschung gewesen sein. So war bereits im Vorfeld bekannt, dass sich neue Bestellungen des auf die Omikron-Varianten angepassten Covid-19-Impfstoffs verschieben, bis die Zulassung erteilt wird. Und dass uns Corona auch im kommenden Herbst und Winter begleiten wird, sollte jedem klar sein. Entsprechend werden die Kassen von BioNTech weiter klingeln. Daher hat das Wiesbadener-Unternehmen auch die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Zudem gab es im Rahmen des Halbjahresberichts auch ein Update zu der laufenden Forschung im Krebs-Bereich. Laut BioNTech Mitgründerin Özlem Türeci liefern die laufenden Tests bei unterschiedlichen Krebs-Therapien vielversprechende Daten. Die Chancen stehen also gut, dass mit der Zulassung des Omikron-Impfstoffs und konkreten Daten zur Krebs-Forschung der Aktienkurs in den kommenden Wochen wieder anspringen wird.

    BYD: Tesla-Jäger wird schon 2023 in Deutschland verkauft

    Während die BYD-Aktie derzeit konsolidiert, läuft es bei dem chinesischen Konzern rund. Für Juli wurden erneut Absatzrekorde gemeldet. So hat BYD im Juli 162.216 Fahrzeuge verkauft. Dies ist eine Steigerung von 224% gegebüber dem Juli 2021. Damit haben die Chinesen im laufenden Jahr bereits knapp über 800.000 Plug-in- oder reine Elektro-PKWs verkauft. Im gesamten Jahr 2021 waren es 593.000 Stück. Dabei ist das Unternehmen bisher nahezu ausschließlich im Heimatmarkt China aktiv. Dies ändert sich jedoch derzeit. Neben Japan greift BYD ab Herbst in Europa an. Vergangene Woche wurde überraschend mitgeteilt, dass bereits im Oktober die ersten Showrooms in Schweden und Deutschland eröffnet werden sollen. Jetzt wurde bekannt, dass im kommenden Jahr auch das Modell Seal hierzulande angeboten werden soll. Der Seal gilt als der Herausforderer für das Model 3 von Tesla und als Schlüssel, um den Autobauer von Elon Musk als weltweiter Marktführer bei Elektroautos abzulösen. Angeboten wird der Seal voraussichtlich in zwei Varianten. Das Einstiegsmodell soll über Heckantrieb und 150 kW Leistung verfügen und soll mit einer 61,4-kWh-Batterie bis zu 550km schaffen. Die Allrad-Variante soll mit 390 kW und einer 82,5-kWh-Batterie eine Strecke von rund 650km schaffen.


    Mit Zulassung des Omikron-Impfstoffes und positiven Daten in der Krebs-Forschung, könnte die BioNTech-Aktie in den kommenden Wochen ein Comeback feiern. Vor dem Hintergrund der Hauptversammlung in zwei Wochen steigt bei Altech Advanced Materials die Spannung. Läuft es bei BYD operativ weiter so rund, sind höhere Kurse wohl nur eine Frage der Zeit.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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