Menü schließen




01.11.2021 | 06:05

BioNTech, Memiontec, TeamViewer – Welche High Flyer haben weiterhin Potential?

  • Impfstoff
  • Corona
  • Wasser
  • Wasseraufbereitung
  • Fernwartung
  • Videokonferenzen
  • BioNTech
  • Memiontec
  • TeamViewer
Bildquelle: pixabay.com

Als High Flyer bezeichnet man Unternehmen, die sich sehr schnell in einem Markt durchsetzen oder Aktien, die sehr schnell an Wert gewinnen. Als Anleger träumt man von solchen Investments. Eine Aktie, die innerhalb von Monaten über 100% Wertzuwachs erreicht, findet man oft in Extremsituationen und wenn Hypes entstehen. Irgendwann normalisiert sich die Situation oder der Hype endet, weil nicht mehr genügend Anleger auf den Zug aufspringen. Im Anschluss daran kommt es dann häufig zu einer drastischen Konsolidierung. Wir analysieren heute drei Unternehmen, deren Aktien seit der Corona Pandemie mindestens 200% zulegen konnten und stellen die Frage, wie deren zukünftiges Potential aussieht.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BioNTech – Notfallzulassung in den USA für 5-11-Jährige

    Mit dem Corona-Impfstoff begann der kometenhafte Aufstieg der in Mainz ansässigen BioNTech. Als erster zugelassener Impfstoffhersteller konnte sich das Unternehmen vor Aufträgen kaum retten. Zudem spülte der Verkauf des Impfstoffes so viel Geld in die Kassen, dass man die Forschung in anderen Bereichen wie beispielsweise der Krebsforschung ausweiten konnte. Die neue mRNA Methode bietet viele weitere Möglichkeiten und beflügelte die Fantasien der Anleger zusätzlich. Hinzu kamen Fehlschläge der Konkurrenz wie Curevac, was letztlich die Marktposition stärkte.

    Anfang August wies das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. USD auf, und das bei einem Aktienkurs von 395 EUR. Danach ging die Aktie in eine Konsolidierung über, die den Kurs bis auf 198,60 EUR drückte. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen ist da die Konkurrenz, die aufgeholt hat. Sei es durch die „Wunderpille“ von Merck oder den Totimpfstoff von Valneva, der seit dem Kimmich-Interview wieder vermehrt in den Fokus gerückt ist. Des Weiteren sind die Sterbefallzahlen seit den Impfungen deutlich rückläufig. Außerdem sagte der Pfizer-Chef, dass man in einem Jahr zur Normalität zurückkehren könnte.

    All diese Punkte könnten natürlich zukünftig fallende Umsatzzahlen bedeuten. Allerdings werden durch die Notfallzulassung des Impfstoffes für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren in den USA durch die FDA am vergangenen Freitag neue Patientengruppen erschlossen. Auch die Boosterimpfungen könnten bei einem entsprechenden Verlauf im Winter ausgeweitet werden. Dazu besitzt das Unternehmen eine ganze Reihe an interessanten Forschungen, die im Erfolgsfall den nächsten Blockbuster bringen könnten. Die Aktie notiert aktuell bei 240,40 EUR. Trotz der Gegenreaktion ist der Abwärtstrend noch intakt.

    Memiontec – Zukunftsmarkt Wasser

    Memiontec notiert seit März 2020 an der Singapur Börse (SGX) und hat seit August diesen Jahres einen großen Sprung gemacht. Anfang August notierte die Aktie noch bei 0,24 Singapur-Dollar (SGD) um bis zum 12. Oktober bis auf 0,90 SGD anzuziehen. Das Unternehmen wurde von Tay Kiat Seng gegründet, der auch heute noch der Geschäftsführer ist, und konnte aufgrund seiner Membrantechnologie kostengünstige Lösungen für die Wasseraufbereitung anbieten. Dabei war das Unternehmen für die Planung, Beschaffung und den Bau der Projekte verantwortlich.

    Um Miteigentümer von Wasseraufbereitungsanlagen zu werden, änderte Tay seine Geschäftsstrategie, um so den Schwankungen des Projektgeschäfts zu entgehen. Im Jahr 2016 erfolgte der Durchbruch durch eine Kooperation mit einem staatlichen Unternehmen in Indonesien. Durch diese BOOT und TOOT Projekte werden laufend wiederkehrende Einnahmen für die Dauer von bis zu 25 Jahren generiert. Insgesamt besitzt das Unternehmen drei dieser Großprojekte, wobei zwei bereits in Produktion sind und das dritte voraussichtlich im ersten Quartal 2022 starten wird.

    Das Unternehmen ist vor allem in Singapur, Indonesien und China aktiv. In Singapur wird sich der Wasserbedarf in den kommenden Jahrzehnten verdoppeln und in Indonesien haben 70% der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Potential ist also groß. Auch das Abwassermanagement wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Schon heute kann das Unternehmen Kunden wie Nike, Pepsico und Micron vorweisen. Die Aktie hat bis auf 0,70 SGD konsolidiert. Der Aufwärtstrend ist intakt und es wird sogar eine Dividende gezahlt.

    TeamViewer – neue Allzeittiefs

    TeamViewer war ein Gewinner der Corona Krise. Das Unternehmen für Fernwartungssoftware und Videokonferenzen bediente alles, was durch das Homeoffice dringend notwendig geworden war. Die Aktie startete von 22,30 EUR bis 54,86 EUR durch. Das Hoch war bereits am 9. Juli 2020 erreicht. Kaum war das Allzeithoch erreicht übernahm das Unternehmen Ubimax, um in den Bereichen Internet of Things und Augmented Reality zu wachsen. Der Kaufpreis in Höhe von 136,5 Mio. EUR wurde größtenteils bar gezahlt. Seitdem ist die Aktie sukzessive immer weiter abgerutscht bis auf 12,78 EUR am 25. Oktober dieses Jahres.

    Das Unternehmen möchte das große Rad drehen und seine Bekanntheit vergrößern. Also wurde am 19. März 2021 ein Fünfjahresvertrag als Trikotsponsor mit Manchester United geschlossen, der Experten nach um die 50 Mio. EUR pro Saison kosten dürfte. Ob sich das unter dem Strich rentieren wird, muss sich zeigen. Die Trikotverkäufe haben deutlich zugenommen seit der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo. Die Quartalszahlen zum dritten Quartal enttäuschten wie auch schon die vorherigen. Es gab eine Gewinnwarnung, da die Margen deutlich zurückgegangen sind. Infolge dessen wurde der Vertrag des Finanzvorstands nicht verlängert.

    Ob CEO Steil sich noch lange halten kann, hängt unter anderem von Private-Equity-Investor Permira ab, der das Unternehmen an die Börse gebracht hat. Eigentlich hat Teamviewer alles, was für die zukünftigen Arbeitsplätze benötigt wird und arbeitet mit Google an Lösungen im Bereich Augmented Reality. Das Management muss die richtigen Schlüsse aus den Verfehlungen ziehen und sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Die Aktie notiert aktuell bei 12,90 EUR und damit knapp oberhalb seines Allzeittiefs. Es sieht momentan nach einer Bodenbildung aus. Man sollte aktuell aber abwarten.


    Alle drei Unternehmen haben langfristig noch Potential. BioNTech hat eine große Entwicklungspipeline und der Corona-Impfstoff hat den Weg für zukünftige mRNA-Mittel frei gemacht. Memiontec wächst langsam und stetig. Wasser wird in den kommenden Jahren ein knappes Gut werden, umso wichtiger ist die Expertise des Unternehmens. TeamViewer hat hausgemachte Probleme. Man hat viel Geld ausgegeben und muss zurück zu den Basics, die das Unternehmen erfolgreich gemacht hat.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 16.11.2022 | 06:00

    BioNTech, Meta Materials, Amazon – Branchenführer gehören ins Depot

    • BioNTech
    • Meta Materials
    • Amazon
    • Corona
    • Impfstoff
    • Krebs
    • Metamaterial
    • Nanokomposit
    • Akku
    • E-Commerce
    • Stellenabbau

    Im Jahr 2021 war die Börsenwelt noch in Ordnung. Seit Jahren ging es nur bergauf. Das war der Höhepunkt des Aktienhypes und viele Platzhirsche in ihren Branchen waren fundamental gesehen sehr teuer. Das hat sich in diesem Jahr deutlich geändert. Durch den Ukraine-Konflikt, steigende Zinsen und immer höhere Inflation mussten viele Branchenführer deutlich Federn lassen. Selbst ein Minus von 50% war keine Seltenheit. Dabei sind die Aussichten langfristig gut. Jetzt, wo die Börse langsam wieder in Schwung zu kommen scheint, lohnt sich ein Blick auf drei Unternehmen, die in ihrem Bereich führend sind.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 05.09.2022 | 06:00

    BioNTech, Cardiol Therapeutics, Formycon – Biotech-Aktien vor dem Comeback?

    • BioNTech
    • Cardiol Therapeutics
    • Formycon
    • Biotech
    • Corona
    • Impfstoff
    • Herzerkrankungen
    • Herzmuskelentzündung
    • Biosimilar

    Die Angst vor der Rezession drückte die Märkte zuletzt wieder nach unten. Wer auf krisensichere Investments setzen möchte, sollte sich Biotech-Aktien ansehen. Die Bevölkerung wächst, die Menschen werden immer älter und entsprechend des Alters kommen mehr Krankheiten hinzu. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Daher sind die Erfolgsaussichten für diesen Sektor außerordentlich gut. An der Gesundheit kann man nicht sparen. Seit September 2021 haben die Aktien von Biotech-Unternehmen zudem stark konsolidiert. Teilweise erscheinen Aktien stark unterbewertet. Wir sehen uns heute drei interessante Unternehmen aus dem Biotech-Bereich an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 05.08.2022 | 05:32

    Meta Materials, Jinkosolar, BioNTech - Smarte Technologien als Wachstumsbooster

    • BioNTech
    • CleanTech
    • Solaranlagen

    Solar- und Photovoltaik-Unternehmen sind seit den Verschiebungen am Energie-Markt heiß im Rennen an den Finanzmärkten. So startet der chinesische Anbieter Jinkosolar nun mit Solarbatterien für den Hausgebrauch. Smarte Gebäude sind ein wichtiger Bestandteil in der urbanen Städteplanung. Dort, wo viel Sonne vorhanden ist, wird dessen Energie für den eigenen Bedarf umgewandelt und australische Bewohner profitieren von der Jinkosolar-Technik. Um solche Energieträger effizienter zu machen, bietet Meta Materials innovative Lösungen, die Solaranlagen noch kostengünstiger werden lassen. Dank zahlreicher Patente verfügt das Unternehmen auch über ein für langfristige Anleger interessantes sowie auf Wachstum ausgelegtes Geschäftsmodell. Eher unerfreulich sind hingegen die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung für den kommenden Herbst und Winter. Maske oder Impfung - so lautet das Kalkül, das zumindest BioNTech-Aktionären etwas Freude bringen wird.

    Zum Kommentar