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Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


01.11.2021 | 06:05

BioNTech, Memiontec, TeamViewer – Welche High Flyer haben weiterhin Potential?

  • Impfstoff
  • Corona
  • Wasser
  • Wasseraufbereitung
  • Fernwartung
  • Videokonferenzen
  • BioNTech
  • Memiontec
  • TeamViewer
Bildquelle: pixabay.com

Als High Flyer bezeichnet man Unternehmen, die sich sehr schnell in einem Markt durchsetzen oder Aktien, die sehr schnell an Wert gewinnen. Als Anleger träumt man von solchen Investments. Eine Aktie, die innerhalb von Monaten über 100% Wertzuwachs erreicht, findet man oft in Extremsituationen und wenn Hypes entstehen. Irgendwann normalisiert sich die Situation oder der Hype endet, weil nicht mehr genügend Anleger auf den Zug aufspringen. Im Anschluss daran kommt es dann häufig zu einer drastischen Konsolidierung. Wir analysieren heute drei Unternehmen, deren Aktien seit der Corona Pandemie mindestens 200% zulegen konnten und stellen die Frage, wie deren zukünftiges Potential aussieht.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

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Sébastien Plouffe, CEO und Director, Defence Therapeutics
"[...] Accum™ hilft uns dabei, Wirkstoffe zielgenau an den Ursprung von Infektionen oder Krankheiten zu bringen. [...]" Sébastien Plouffe, CEO und Director, Defence Therapeutics

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Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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BioNTech – Notfallzulassung in den USA für 5-11-Jährige

Mit dem Corona-Impfstoff begann der kometenhafte Aufstieg der in Mainz ansässigen BioNTech. Als erster zugelassener Impfstoffhersteller konnte sich das Unternehmen vor Aufträgen kaum retten. Zudem spülte der Verkauf des Impfstoffes so viel Geld in die Kassen, dass man die Forschung in anderen Bereichen wie beispielsweise der Krebsforschung ausweiten konnte. Die neue mRNA Methode bietet viele weitere Möglichkeiten und beflügelte die Fantasien der Anleger zusätzlich. Hinzu kamen Fehlschläge der Konkurrenz wie Curevac, was letztlich die Marktposition stärkte.

Anfang August wies das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. USD auf, und das bei einem Aktienkurs von 395 EUR. Danach ging die Aktie in eine Konsolidierung über, die den Kurs bis auf 198,60 EUR drückte. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen ist da die Konkurrenz, die aufgeholt hat. Sei es durch die „Wunderpille“ von Merck oder den Totimpfstoff von Valneva, der seit dem Kimmich-Interview wieder vermehrt in den Fokus gerückt ist. Des Weiteren sind die Sterbefallzahlen seit den Impfungen deutlich rückläufig. Außerdem sagte der Pfizer-Chef, dass man in einem Jahr zur Normalität zurückkehren könnte.

All diese Punkte könnten natürlich zukünftig fallende Umsatzzahlen bedeuten. Allerdings werden durch die Notfallzulassung des Impfstoffes für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren in den USA durch die FDA am vergangenen Freitag neue Patientengruppen erschlossen. Auch die Boosterimpfungen könnten bei einem entsprechenden Verlauf im Winter ausgeweitet werden. Dazu besitzt das Unternehmen eine ganze Reihe an interessanten Forschungen, die im Erfolgsfall den nächsten Blockbuster bringen könnten. Die Aktie notiert aktuell bei 240,40 EUR. Trotz der Gegenreaktion ist der Abwärtstrend noch intakt.

Memiontec – Zukunftsmarkt Wasser

Memiontec notiert seit März 2020 an der Singapur Börse (SGX) und hat seit August diesen Jahres einen großen Sprung gemacht. Anfang August notierte die Aktie noch bei 0,24 Singapur-Dollar (SGD) um bis zum 12. Oktober bis auf 0,90 SGD anzuziehen. Das Unternehmen wurde von Tay Kiat Seng gegründet, der auch heute noch der Geschäftsführer ist, und konnte aufgrund seiner Membrantechnologie kostengünstige Lösungen für die Wasseraufbereitung anbieten. Dabei war das Unternehmen für die Planung, Beschaffung und den Bau der Projekte verantwortlich.

Um Miteigentümer von Wasseraufbereitungsanlagen zu werden, änderte Tay seine Geschäftsstrategie, um so den Schwankungen des Projektgeschäfts zu entgehen. Im Jahr 2016 erfolgte der Durchbruch durch eine Kooperation mit einem staatlichen Unternehmen in Indonesien. Durch diese BOOT und TOOT Projekte werden laufend wiederkehrende Einnahmen für die Dauer von bis zu 25 Jahren generiert. Insgesamt besitzt das Unternehmen drei dieser Großprojekte, wobei zwei bereits in Produktion sind und das dritte voraussichtlich im ersten Quartal 2022 starten wird.

Das Unternehmen ist vor allem in Singapur, Indonesien und China aktiv. In Singapur wird sich der Wasserbedarf in den kommenden Jahrzehnten verdoppeln und in Indonesien haben 70% der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Potential ist also groß. Auch das Abwassermanagement wird in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Schon heute kann das Unternehmen Kunden wie Nike, Pepsico und Micron vorweisen. Die Aktie hat bis auf 0,70 SGD konsolidiert. Der Aufwärtstrend ist intakt und es wird sogar eine Dividende gezahlt.

TeamViewer – neue Allzeittiefs

TeamViewer war ein Gewinner der Corona Krise. Das Unternehmen für Fernwartungssoftware und Videokonferenzen bediente alles, was durch das Homeoffice dringend notwendig geworden war. Die Aktie startete von 22,30 EUR bis 54,86 EUR durch. Das Hoch war bereits am 9. Juli 2020 erreicht. Kaum war das Allzeithoch erreicht übernahm das Unternehmen Ubimax, um in den Bereichen Internet of Things und Augmented Reality zu wachsen. Der Kaufpreis in Höhe von 136,5 Mio. EUR wurde größtenteils bar gezahlt. Seitdem ist die Aktie sukzessive immer weiter abgerutscht bis auf 12,78 EUR am 25. Oktober dieses Jahres.

Das Unternehmen möchte das große Rad drehen und seine Bekanntheit vergrößern. Also wurde am 19. März 2021 ein Fünfjahresvertrag als Trikotsponsor mit Manchester United geschlossen, der Experten nach um die 50 Mio. EUR pro Saison kosten dürfte. Ob sich das unter dem Strich rentieren wird, muss sich zeigen. Die Trikotverkäufe haben deutlich zugenommen seit der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo. Die Quartalszahlen zum dritten Quartal enttäuschten wie auch schon die vorherigen. Es gab eine Gewinnwarnung, da die Margen deutlich zurückgegangen sind. Infolge dessen wurde der Vertrag des Finanzvorstands nicht verlängert.

Ob CEO Steil sich noch lange halten kann, hängt unter anderem von Private-Equity-Investor Permira ab, der das Unternehmen an die Börse gebracht hat. Eigentlich hat Teamviewer alles, was für die zukünftigen Arbeitsplätze benötigt wird und arbeitet mit Google an Lösungen im Bereich Augmented Reality. Das Management muss die richtigen Schlüsse aus den Verfehlungen ziehen und sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Die Aktie notiert aktuell bei 12,90 EUR und damit knapp oberhalb seines Allzeittiefs. Es sieht momentan nach einer Bodenbildung aus. Man sollte aktuell aber abwarten.


Alle drei Unternehmen haben langfristig noch Potential. BioNTech hat eine große Entwicklungspipeline und der Corona-Impfstoff hat den Weg für zukünftige mRNA-Mittel frei gemacht. Memiontec wächst langsam und stetig. Wasser wird in den kommenden Jahren ein knappes Gut werden, umso wichtiger ist die Expertise des Unternehmens. TeamViewer hat hausgemachte Probleme. Man hat viel Geld ausgegeben und muss zurück zu den Basics, die das Unternehmen erfolgreich gemacht hat.


Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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