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29.09.2022 | 05:05

Bis zu 200%-Kurspotenzial: Kion, BioNTech, Aspermont im Analystencheck

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Bildquelle: pixabay.com

Die Gewinnwarnung war für Kion-Aktionäre ein Schock. Entsprechend hat sich die Aktie allein im September auf 20 EUR halbiert. Jetzt streichen auch Analysten ihre Schätzungen zusammen. Entsprechend fallen die Kursziele für den Gabelstapler-Hersteller. Berenberg überrascht mit einem hohen Kursziel für die BioNTech-Aktie. Dabei betonen die Analysten ihre Hoffnung auf eine weiterhin üppige Dividende. Damit könnten Aktionäre bis zum nächsten Blockbuster bei Laune gehalten werden. Für gute Laune hat wohl auch die Roadshow von Aspermont in Deutschland gesorgt. Zumindest ist der Kurs angesprungen. Die aktuelle Konsolidierung könnte eine Einstiegsschance sein. Analysten sehen über 200% Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , KION GROUP AG | DE000KGX8881

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Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont-Aktie mit Chance auf Verdreifachung?

    Die Analysten von GBC Research trauen der Aktie von Aspermont eine Verdreifachung zu. Der australische B2B-Dienstleister für die Rohstoffindustrie verfüge über ein starkes Wachstum und eine hohe Rohmarge. Daher nennen sie ein Kursziel von 0,11 AUD. Derzeit notiert die Aktie von Aspermont bei 0,025 AUD. Das Management des B2B-Dienstleisters war kürzlich auf einer Roadshow in Deutschland. Offenbar mit Erfolg, so konnte der Aktienkurs deutlich zulegen und bis auf 0,030 AUD steigen. Die aktuelle Konsolidierung ist durchaus gesund und könnte zum Einstieg genutzt werden. Denn das Unternehmen wächst deutlich.

    GBC schätzt, dass der Umsatz im laufenden Jahr von 16,10 Mio. AUD auf 19,7 Mio. AUD klettern soll. Die Bruttomarge soll stabil bei 67,5% liegen. Das EBITDA soll von 1,60 Mio. AUD auf 2,70 Mio. AUD zulegen. Das Geschäftsmodell von Aspermont basiert auf B2B-XaaS-Verkäufen. Das Unternehmen entwickelt ein Publikum-Kunden-Ökosystem, das auf drei Einkommenssäulen basiert: Content as a Service (CaaS), Data as a Service (DaaS) und Marketing as a Service (MaaS). Die drei Plattformen sind so aufgebaut, dass sie miteinander interagieren. Dieses skalierbare Modell ermöglicht hohe Margen und wiederkehrende Einnahmen, die auf verschiedene Branchen, Regionen und Sprachen skalierbar seien. Daher erwartet GBC auch in den kommenden Jahren ein deutlich zweistelliges Umsatz- und überproportionales Ertragswachstum von Aspermont. Übrigens: Aspermont ist schuldenfrei und verfügt über mehr als 7 Mio. AUD an Cash. Dies entspricht immerhin gut 20% der Marktkapitalisierung.

    BioNTech: Weiterhin hohe Dividende?

    Seit Mitte Januar befindet sich die Aktie von BioNTech in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen 120 EUR und 170 EUR. Zu Unrecht finden die Analysten von Berenberg. Zwar sei die künftige Umsatzhöhe aus dem Verkauf des Corona-Impfstoffes unsicher und auch über die Qualität der Entwicklungspipeline könne diskutiert werden, dennoch sieht er die Aktie positiv. So verfüge BioNTech über erhebliche Kassenbestände und sei bereit, diese mit Aktionären zu teilen. Daher seien weitere hohe Dividendenausschüttungen zu erwarten. So empfehlen die Analysten die BioNTech Aktie mit einem Kursziel von 312 USD zum Kauf. Zuvor hatte sich die Deutsche Bank zurückhaltender geäußert. Die Umsatzentwicklung sei im bisherigen Jahresverlauf unter den Erwartungen und aus der Produktpipeline seien in diesem Jahr keine kurstreibenden Nachrichten mehr zu erwarten. Ihr Kursziel liegt bei 180 USD.

    Kion: Kursziele purzeln

    Auch die Aktie von Kion empfiehlt die Deutsche Bank mit „Halten“. Nach der jüngsten Gewinnwarnung wurde das Kursziel von 54 EUR auf 32 EUR reduziert. Zudem haben die Analysten ihre Ergebnisschätzungen für den Gabelstapler-Hersteller für das laufende Jahr um 62% gekappt. Auch für die kommenden Jahre sind die Experten der Deutschen Bank zurückhaltender und reduzierten die Prognosen im Schnitt um 35%. Die Rückgewinnung von Vertrauen werde das Kion-Management voraussichtlich einige Quartale kosten. Auch die DZ Bank glaubt, dass es mehrere Quartale dauern wird, bis Investoren wieder Mut zum Kauf der Kion-Aktie aufbringen werden. Auf die überraschend heftige Gewinnwarnung des Gabelstapler-Herstellers reagierten sie ebenfalls mit einer Reduzierung des Kursziels von 55 EUR auf 31 EUR. Die Analysten sind jedoch von den längerfristigen Perspektiven des Geschäftsmodells von Kion überzeugt und empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf. Insbesondere der Bereich Lagerautomatisierung sei spannend und werde zum Wachstum des MDAX-Konzerns beitragen. Die Kion-Aktie notiert derzeit bei knapp über 20 EUR.


    Aspermont ist wachstumsstark, schuldenfrei und erscheint günstig bewertet. Auch mit Blick auf die aktuelle geopolitische und gesamtwirtschaftliche Situation in Europa kann die Aktie der Australier eine interessante Beimischung im Depot sein. BioNTech bleibt wohl auch in den kommenden Monaten von der Corona-Entwicklung getrieben. Eine weiterhin hohe Dividendenausschüttung könnte Aktionäre bis zum nächsten Blockbuster bei Laune halten. Kion hat die Laune von Aktionären vermiest. Bis diese wieder Vertrauen fassen, braucht es einen operativen Lichtblick.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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