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28.05.2024 | 06:00

BYD, First Hydrogen, Deutsche Lufthansa – Mobilitätstrends sorgen für Potenzial

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Die Fortbewegung der Zukunft wird durch nachhaltige und innovative Technologien geprägt. Elektroautos bieten eine umweltfreundliche Alternative mit verbesserten Batterien und wachsender Ladeinfrastruktur. Wasserstoffbetriebene Vans sind besonders für den Schwerlastverkehr geeignet, dank ihrer hohen Reichweite und kurzen Betankungszeiten. In der Luftfahrt arbeiten Ingenieure an elektrischen und wasserstoffbasierten Antrieben, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Diese Entwicklungen versprechen eine sauberere und effizientere Mobilität, die sowohl die Umwelt- als auch die Lebensqualität verbessert. Wir haben uns aus jedem Bereich ein Unternehmen herausgesucht.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    BYD – Seagull spricht neue Käuferschicht an

    BYD (Build Your Dreams) wurde im Februar 1995 als Batteriehersteller gegründet und ist mittlerweile ein führendes Hightech-Unternehmen, das sich auf technologische Innovationen für eine nachhaltige Lebensgrundlage spezialisiert hat. Das Unternehmen spielt eine maßgebliche Rolle in den Bereichen Elektronik, Automobil, erneuerbare Energien und Schienennahverkehr. Durch einen frühen Fokus auf Elektrofahrzeuge und revolutionäre Technologien wie die Blade-Batterie, konnte sich BYD einen bedeutenden Entwicklungsvorsprung erarbeiten. Mit der innovativen e-Plattform 3.0, hohen Produktionskapazitäten und einer starken globalen Präsenz in über 70 Ländern, hat sich BYD als ernstzunehmender Konkurrent im internationalen Markt für Elektrofahrzeuge etabliert.

    BYD verzeichnete seit Jahresbeginn einen beachtlichen Anstieg der Fahrzeugverkäufe um 23,64 % und erreichte 936.446 Einheiten. Insbesondere der Absatz reiner Elektrofahrzeuge stieg um 17,77 % auf 434.579 Fahrzeuge, während Plug-in-Hybride, die rund die Hälfte der Gesamtverkäufe ausmachen, um 29,22 % auf 501.867 Fahrzeuge kletterten. Im April stiegen die Gesamtverkäufe um 50 % im Vergleich zum Vorjahr, mit 313.245 verkauften Einheiten, einschließlich eines Anstiegs bei Elektrofahrzeugen um 28,8 % und bei Hybriden um 69 %. Besonders das neue, preisgünstige Elektrofahrzeugmodell "Seagull" sorgt für großes Aufsehen.

    Trotz seines niedrigen Preises von rund 12.000 USD wird es von vielen Experten als qualitativ hochwertig eingestuft, sogar im Vergleich zu teureren US-Modellen. Die kommende Expansion nach Großbritannien im Jahr 2025 verspricht weitere Marktchancen. Analysten und Branchenexperten, sehen BYD als einen ernstzunehmenden Konkurrenten im internationalen Markt, trotz bestehender Handelsbarrieren. Mit soliden Finanzkennzahlen und einer kontinuierlichen Innovationskraft bleibt BYD weiterhin attraktiv, auch wenn Waren Buffet sich im vergangenen Jahr von einem Großteil seiner Anteile getrennt hat. Die Aktie notiert aktuell bei 24,43 EUR.

    First Hydrogen - Absichtserklärung mit einem deutschen Automobilbauer

    First Hydrogen ist auf die Entwicklung und Integration von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebssträngen spezialisiert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Transportlösungen zu entwickeln, die den CO2-Ausstoß reduzieren und gleichzeitig die Effizienz und Reichweite von leichten Nutzfahrzeugen verbessern. Durch die Nutzung von Wasserstofftechnologie will das Unternehmen eine Schlüsselrolle in der Zukunft der emissionsfreien Mobilität einnehmen. Die bereits entwickelten Demofahrzeuge haben eine Straßenzulassung und kürzlich wurden in London mit den firmeneigenen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenfahrzeugen umfangreiche Testfahrten durchgeführt.

    Diese Tests wurden für eine große multinationale Logistikfirma durchgeführt, deren Partner Kleintransporter für Paketzustellungen nutzen. Während der Tests war das FCEV täglich bis zu 8 Stunden im Einsatz und hat dabei gezeigt, dass es in der Lage ist, konstante Leistung zu liefern. Besonders beeindruckend war der kurzfristige Leistungsoutput von 60 kW bei Beschleunigungen und eine maximale Reichweite von 630 km pro Tankfüllung. Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Fahrzeuge nicht nur für den normalen Einsatz geeignet sind, sondern auch unter anspruchsvolleren Bedingungen, wie dem Transport schwerer Lasten oder der Fahrt über hügeliges Gelände, eine zuverlässige Leistung bieten.

    Die positiven Testergebnisse und die Marktrelevanz der Technologie haben das Interesse eines großen deutschen Automobilherstellers geweckt. Infolgedessen hat First Hydrogen eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet, die, vorbehaltlich einer finalen Vereinbarung, die Lieferung von Elektro-Kleintransportern sicherstellen soll. Diese Transporter werden anschließend mit dem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebsstrang von First Hydrogen ausgestattet. Die Partnerschaft umfasst auch den Zugang zu technischer Unterstützung und Zertifizierungen durch den deutschen Hersteller, was den Integrationsprozess erleichtert und beschleunigt. Damit kann das Unternehmen auch seine Technologie skalieren, was maßgeblich zum zukünftigen Wachstum des Unternehmens beitragen und stabile Umsätze sichern würde. Die Aktie ist nach der Meldung bereits angesprungen und handelt derzeit in Deutschland um 0,683 EUR, einem Plus von fast 6 %.

    Deutsche Lufthansa – hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen

    Die Deutsche Lufthansa hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt: Halbierung der Netto-CO2-Emissionen bis 2030 und CO2-Neutralität bis 2050. Dazu fördert die Lufthansa die Entwicklung nachhaltiger Flugkraftstoffe, bietet CO2-Kompensation über die Plattform Compensaid an und stellt Bahnalternativen für Zubringerflüge nach Frankfurt zur Verfügung. Ergänzend engagiert sich die Lufthansa durch die Mitarbeiterinitiative Help Alliance und ist Mitglied im MSCI Global Sustainability Index für nachhaltige Unternehmen. Zuletzt war die Aktie in den Sinkflug übergegangen.

    Der Konzern verzeichnete im 1. Quartal 2024 einen Umsatzanstieg von 5 % auf 7,4 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 7,0 Mrd. EUR. Trotz dieser positiven Entwicklung meldete der Konzern einen operativen Verlust von 849 Mio. EUR, bedingt durch Streiks und eine Normalisierung des Logistikgeschäfts nach der Sonderkonjunktur während der Pandemie. Streikbedingte Belastungen in Höhe von 350 Mio. EUR führten zu einer Verschlechterung der Adjusted EBIT-Marge auf -11,5 %. Insgesamt betrug das Konzernergebnis -734 Mio. EUR, eine deutliche Verschärfung im Vergleich zum Vorjahresverlust von 467 Mio. EUR.

    Der Konzern ist optimistisch für das Gesamtjahr 2024 und erwartet ein Adjusted EBIT von rund 2,2 Mrd. EUR. Die Buchungen für den Sommerflugplan liegen 16 % über dem Vorjahresniveau, was auf eine weiterhin starke Nachfrage nach Urlaubsreisen hinweist. Trotzdem reißen die Probleme nicht ab. Am 26. Mai musste ein Flug wegen Rauch im Cockpit einer Lufthansa Maschine abgebrochen werden. Hinzu kommen Lieferverzögerungen von Boeing und Airbus und zuletzt wurde bekannt, dass die Fusion zwischen Ita Airways und Lufthansa von der Europäischen Kommission aufgrund möglicher Auswirkungen auf den Flugverkehrsmarkt einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Die Aktie liegt mit 6,47 EUR knapp über dem Jahrestief bei 6,30 EUR.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mobilität der Zukunft durch nachhaltige Technologien geprägt wird. BYD beeindruckt mit seinem erschwinglichen Elektroauto Seagull und weltweiter Expansion. First Hydrogen erzielt Erfolge mit wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen und Partnerschaften für emissionsfreie Technologie. Die Deutsche Lufthansa verfolgt ehrgeizige Klimaziele, kämpft jedoch mit operativen Problemen. Diese Unternehmen demonstrieren, wie Innovationen die Mobilität umweltfreundlicher und effizienter gestalten können.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    • Energiewende

    Europa hat gewählt und die grünen Parteien erleiden historische Verluste! Nun rückt die Energie-Diskussion wieder in den Vordergrund. Während Deutschland zukünftig komplett auf grüne Energie setzt, haben andere Staaten die Herausforderungen der Zeit längst in Taten umgesetzt. Kernenergie bleibt eine „Zero-Null-Lösung“, damit werden Frankreich, Tschechien und Polen zu den größten Klimaschutz-Exporteuren der EU. Denn hier entstehen viele neue Reaktoren nach modernster Bauart. Der Markt für Strom ist riesig, denn allein Deutschland muss in den nächsten Jahren seine Gas- und Kohlekraftwerke wegen der beschlossenen CO2-Vermeidung aus dem Pariser Protokoll abschalten. Damit droht ein Versorgungsloch, das nur mit alternativen Energien, Kernenergie oder Wasserstoff geschlossen werden kann. Worauf kommt es für Anleger jetzt an?

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    Die Aktien von Bayer, Saturn Oil & Gas und TUI haben das Potenzial in naher Zukunft zu steigen. Bei Bayer scheinen die negativen Effekte des schwierigen Jahres 2023 eingepreist zu sein. Saturn Oil & Gas beeindruckt durch einen starken Cashflow und wird als zukünftige Dividenden-Aktie gehandelt. Analysten sehen hier ein Potenzial von über 100 %. Für TUI sind die Bilanzprobleme weitgehend gelöst und die Prognosen für 2024 sowie die Sommersaison versprechen Rekordbuchungen, was die Aktie zusätzlich beflügeln könnte. Grund genug sich die drei Unternehmen genauer anzusehen.

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    • Restrukturierung

    Die Welt steht vor der Herausforderung, den Klimawandel einzudämmen und saubere Energiequellen zu entwickeln. Für Unternehmen die sich darauf fokussieren, innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft anzubieten, entsteht langfristig ein Wettbewerbsvorteil. Gerade bei energiehungrigen Industrien ist es schwierig, den gesamten Bedarf durch saubere Energieerzeugung zu decken, und so benötigt man Emissionsgutschriften um den CO2-Ausstoß auszugleichen. Durch den Einsatz von CO2-Zertifikaten werden Emissionen kompensiert und so ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Wir sehen uns mit Siemens Energy einen sauberen Energieerzeuger an, Carbon Done Right Developments produziert CO2-Zertifikate und thyssenkrupp will seine Stahlindustrie auf Wasserstoffenergie umstellen.

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