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20.04.2023 | 06:05

BYD überholt Volkswagen! Manuka Resources und Varta profitieren von Batterienachfrage?

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Bildquelle: BYD Limited

Wachablösung im größten Automarkt der Welt: Erstmals seit den 1980er-Jahren ist die Marke Volkswagen nicht mehr die Nummer 1 in China. BYD hat im ersten Quartal im Reich der Mitte mehr Fahrzeuge verkauft als VW. Und während es bei BYD ausschließlich elektrische Modelle sind, werden beim deutschen Hersteller auch Verbrenner mitgerechnet. Wenn der größte Automarkt der Welt eine Blaupause für Europa und die USA sein sollte, kommen auf Volkswagen, BMW und Co. schwere Zeiten zu. Die jüngsten Absatzzahlen zeigen aber auch, dass die Nachfrage nach Batterien so schnell nicht einbrechen wird, wie es der eine oder andere Experten für dieses Jahr vorausgesagt hat. Wer auf die Rohstoffe für Batterien setzen will, sollte sich Manuka Resources ansehen. Die Australier haben mit Gold-Projekten auch noch ein zweites heißes Eisen im Feuer. Und was macht eigentlich der deutsche Batterie-Pionier Varta? Kommende Woche dürfte es spannend werden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD lässt in Shanghai die Muskeln spielen

    An Selbstbewusstsein mangelt es den BYD Managern derzeit nicht. Auf der derzeit laufenden Shanghai Auto Show lassen sie verlauten, dass schon Ende des Jahres die Hälfte aller in China verkauften PKW elektrisch betrieben sein werden. Im Jahr 2022 waren es erst 22 %. Der Start in das Jahr 2023 ist für BYD vielversprechend verlaufen. So hat man innerhalb der ersten drei Monate 441.000 Fahrzeuge verkauft – dabei handelt es sich entweder über Hybrid- oder Vollelektrische-Modelle. Dies waren 68 % mehr als im Vorjahreszeitraum und mehr als jeder andere Hersteller im Q1. Selbst von der Marke VW – seit den 1980er-Jahren Marktführer in China – wurden nur 428.000 Fahrzeuge abgesetzt und dabei sind sogar die Verbrenner enthalten. Damit zeigt sich, dass im größten Automarkt der Welt die Zeitenwende in Richtung Elektromobilität rasant fortschreitet. Und BYD fährt allen anderen davon. Auch Pionier Tesla wurde inzwischen überholt.

    Und BYD gibt weiter Vollgas. Während der Marktstart in Deutschland und weiteren europäischen Ländern läuft, werden auf der Auto-Messe in Shanghai neue Modelle präsentiert. Dabei greift man jetzt auch die Luxus-Hersteller wie BWM, Mercedes oder Ferrari an. So hat man mit dem U8 einen Luxus-SUV vorgestellt. Das vollelektrische Fahrzeug erinnert optisch etwas an eine Mischung aus G-Klasse und Range Rover. Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: 1.100 PS sorgen für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in drei Sekunden und die Batteriekapazität soll für 1.000 Kilometer reichen – VW feiert sich derzeit für die 700 Kilometer des ID.7. Der Preis des U8 soll bei rund 160.000 USD starten. Und BYD plant noch exklusiver. Der U9 ist ein reinrassiger Super-Sportwagen, mit der BYD McLaren und Ferrari angreifen will. Damit wird klar: Egal in welchem Segment - auf die europäischen Auto-Hersteller kommt einiges zu.

    Manuka Resources hat gleich mehrere Eisen im Feuer

    Egal welcher Hersteller das Rennen macht, die Nachfrage nach Batterien für PKW und weitere Anwendungen wird steigen. Anleger, die davon profitieren wollen, sollten sich Manuka Resources genauer ansehen. Denn die Australier profitieren nicht nur vom Batterietrend, sondern mischen auch bei Edelmetallen mit. Der Aktienkurs hat – wie auch bei Lithium-Werten – in den vergangenen Wochen gelitten. Nachdem zu Wochenbeginn eine Kapitalerhöhung abgeschlossen wurde, bietet sich jetzt eine interessante Einstiegschance.

    Denn das Ende 2022 übernommene Projekt South-Taranaki-Bight (STB) könnte zu einer kompletten Neubewertung von Manuka Resources führen. Bei dem Projekt vor der Küste Neuseelands handelt es sich um Eisensand mit Vanadium-Titan und Magnetit. Interessant: Vanadium ist ein kritisches Mineral welches zur Verbesserung der Energiespeicherung und der Haltbarkeit von Batterien beiträgt. Die Schätzungen für das STB-Projekt liegen bei einer JORC-Ressource von 3,8 Mrd.t und einem Vanadium-Gehalt von 0,5 %/t. Damit könnte Manuka einen Weltmarktanteil von 15 % erreichen und würde zum drittgrößten Vanadium-Förderer aufsteigen. Eine Bergbaulizenz für den Abbau von 5 Mio.t pro Jahr liegt bereits vor. Die Lebensdauer der Mine wurde zunächst auf 20 Jahren geschätzt. Die Erlösschätzung liegt bei etwa 55 Mio. GBP pro Jahr.

    Bei der Bewertung von Manuka darf nicht vergessen werden, dass das Unternehmen im
    vergangenen Geschäftsjahr (zum 30.06.) bereits einen positiven operativer Cashflow von 8,9 Mio. AUD erzielen konnte. Die erfolgreiche Kapitalerhöhung in dieser Woche hat dem Unternehmen weitere 2,4 Mio. AUD in die Kasse gespült, um insbesondere die Gold-Produktion hochzufahren. Damit sollte Manuka vom steigenden Goldpreis profitieren. Denn beim 2020 übernommenen Mt. Bobby-Projekt handelt es sich um eine der historisch reichsten Goldminen in Australien. Manuka will ab Juni die Produktion starten und in den kommenden 3 Jahren etwa 25.000 Unzen Gold pro Jahr produzieren. Über die Details und die weiteren Pläne können sich Interessierte am 10. Mai 2023 informieren. Dann wird der CEO Dennis Karp auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF präsentieren Link.

    Varta: Lebenszeichen am 26. April?

    Und was ist eigentlich aus der deutschen Batterie-Hoffnung Varta geworden? Nach dem steilen Aufstieg zum führenden Hersteller von Micro-Batterien für Apples Airpods & Co. ist das Technologieunternehmen im Jahr 2022 abgestürzt. Der Wettbewerb im Kernmarkt nahm zu und man hatte mit Lieferkettenproblemen zu kämpfen. Außerdem verlief die Expansion in dem Bereich der Batterien von E-Autos alles andere als erfolgreich. Nach mehreren Gewinnwarnungen, Managementwechseln und Sanierungskonzepten war es in den vergangenen Wochen ruhig rund um das Unternehmen. Die Aktie scheint bei etwas 25 EUR einen Boden gefunden zu haben. Zuletzt hatte Berenberg die Schätzungen angepasst und das Kursziel von 31 EUR auf 29 EUR reduziert. Die Einstufung der Analysten für die Varta-Aktie lautet „Halten“. Aktionäre sollten sich den 26. April im Kalender markieren. Dann wird Varta den Jahresabschluss 2022 veröffentlichen. Hoffentlich gibt es dann etwas mehr zu den Zukunftsperspektiven.


    Die BYD-Aktie hat zwar zuletzt geschwächelt, aber operativ gibt das Unternehmen weiter Vollgas. Es bleibt zu hoffen, dass die deutschen Hersteller dabei mithalten können. Bei Manuka Resources werden die kommenden Monate spannend. Spätestens beim Produktionsstart von Mt. Bobby sollte die Aktie anspringen, wenn nicht schon früher. Ein Kauf der Varta-Aktie drängt sich derzeit nicht auf.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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