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06.02.2025 | 06:00

Deutsche Bank, Globex Mining, Rheinmetall – Highflyer Aktien aus gutem Grund

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Bildquelle: pixabay.com

Inmitten von geopolitischen Spannungen, einem sich anbahnenden Handelskrieg und Zinssenkungen seitens der EZB gibt es doch Aktien, die sich von all den Herausforderungen nicht beirren lassen und immer weiter nach oben laufen. Diese Überflieger haben ihr Geschäft entweder gut strukturiert oder nutzen Megatrends wie Rohstoffe, die am Anfang eines Superzyklus stehen könnten, oder die Versorgung mit Rüstungsgütern, die angesichts der Spannungen in der Welt stark nachgefragt werden. Investoren, die sich anbahnende Trends früh erkennen, können viel Geld verdienen, aber auch wer später einsteigt kann noch profitieren. Voraussetzung dafür ist stets ein Blick auf die Fundamentaldaten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank – erhöht Dividende

    Die Deutsche Bank präsentierte für 2024 ein gespaltenes Bild: Während die Erträge um 4 % auf 30,1 Mrd. EUR stiegen, sank der Gewinn nach Steuern um 28 % auf 3,5 Mrd. Euro. Hauptbelastung waren Bewertungsanpassungen bei Steueransprüchen und hohe Rechtskosten – allein im vierten Quartal flossen 650 Mio. EUR in Altlasten wie den Postbank-Streit. Die Marktreaktion fiel verhalten aus: Nach Veröffentlichung sackte die Aktie in der Spitze um 6 %, was aber auch teilweise mit der Zinssenkung der EZB zu tun haben dürfte. Erfreulich für die Aktionäre ist eine erhöhte Dividende von 0,68 EUR pro Aktie und ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 750 Mio. EUR.

    Für 2025 peilt die Bank ein Ertragsziel von 32 Mrd. EUR an – getrieben von der Investmentbank, die bereits 2024 über ein Drittel der Erträge generierte. Besonders der Handel mit festverzinslichen Produkten und steigende Zinseinnahmen sollen das Wachstum stützen. Parallel soll die Aufwand-Ertrags-Relation von 76 % (2024) auf 65 % sinken. Helfen sollen dabei Einsparungen von 2,5 Mrd. EUR durch Stellenabbau und Filialoptimierung. Vorstandvorsitzender Christian Sewing zeigte sich zufrieden: „2024 war für uns ein wichtiges Jahr. Unser starkes und steigendes operatives Ergebnis spiegelt die erfolgreiche Transformation der vergangenen Jahre wider.“

    Trotz Fortschritten lasten Altlasten auf der Bilanz. Die Aufwand-Ertrags-Relation für 2025 von 65 % liegt über dem ursprünglichen Ziel von 62,5 %, was Zweifel an der Effizienz nährt. Zudem hinkt die Bewertung hinterher: Mit einer Marktkapitalisierung von 35,5 Mrd. EUR bleibt die Bank deutlich kleiner als europäische Konkurrenten wie BNP Paribas (75,7 Mrd. EUR). Für Investoren bleibt die Aktie ein Balanceakt: Attraktive Dividendenrenditen und Rückkäufe stehen gegen strukturelle Herausforderungen. Die Quartalszahlen am 29. April werden ein erster Stresstest für die 2025-Strategie. Die Aktie steht aktuell bei 18,23 EUR.

    Globex Mining - Erfolgsmodell durch Diversifikation und Cashflow-Sicherung

    Globex Mining hat sich in vier Jahrzehnten als führender Player im Rohstoffsektor etabliert. Das Unternehmen besitzt 254 Projekten in Nordamerika und Deutschland, wobei Edelmetalle wie Gold und Silber die Hälfte des Portfolios ausmachen. Der Rest verteilt sich auf Basismetalle, Spezialmetalle, Industriemineralien. Mit 106 laufenden Royalty-Vereinbarungen generiert Globex stetige Einnahmen durch Lizenzgebühren. Für die Veroptionierung der Projekte erhält das Unternehmen Cash oder Aktien. Jüngst verkaufte das Unternehmen 1,185 Mio. O3-Mining-Aktien an Agnico Eagle zu einem Preis von 1,67 CAD. Zusätzlich besitzt Globex langfristige Metall-Royalties von bis zu 2,5 % auf 156 Claims – daraus ergibt sich bei Produktionsstart ein Cashflow-Boost ohne eigenes Betriebsrisiko.

    Aktuelle Tests bei zwei Schlüsselprojekten unterstreichen Globex Potenzial. Radisson Mining erreichte Goldrückgewinnungsraten von bis zu 96 % im O’Brien- und New Alger-Projekt, bei dem Globex über eine 2 % bzw. 1 % Netto-Schmelzlizenzgebühr verfügt. Parallel zeigten Brunswicks Explorationsergebnisse am Lac-Escale-Lithiumvorkommen, dass eine kosteneffiziente Aufbereitung ohne Flotation möglich ist – was sich positiv für die 3 % Brutto-Metall-Lizenzgebühr von Globex auswirken dürfte. Diese Fortschritte ebnen den Weg für stabile Langzeiteinnahmen, während Partnerunternehmen die operativen Risiken tragen.

    Am 30. Januar gab es neue Bohrergebnisse von dem Duquesne West Projekt an dem Globex mit 50 % beteiligt ist. Auf der Liegenschaft mit einer weit verbreiteten Goldmineralisierung wurden weitere Goldvorkommen mit bis zu 1,3 g/t Gold gefunden. Spätestens Anfang des 2. Quartals soll eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung vorliegen. Mit liquiden Mitteln von 25 Mio. CAD und einem diversifizierten Portfolio ist Globex gut positioniert. Analysten sehen das Unternehmen gut aufgestellt, um vom erwarteten Rohstoff-Superzyklus zu profitieren – getrieben durch steigende Nachfrage nach kritischen Metallen und fortlaufende Explorationserfolge. Die Aktie konnte seit Jahresanfang über 30 % zulegen und notiert aktuell bei 1,52 CAD.

    Globex Mining am 25. Februar auf dem International Investment Forum

    Rheinmetall – Auftragsbücher sind voll

    Seit dem Einmarsch von Russland in die Ukraine läuft das Geschäft von Rheinmetall auf Hochtouren. Die Aktie notiert nahe ihrem Allzeithoch von 774,80 Euro – ein Plus von über 130 % seit dem Tief 2024. Getrieben von steigenden Verteidigungsbudgets soll der Umsatz laut Eulerpool 2025 um 26 % auf 12,7 Mrd. EUR wachsen, der Nettogewinn soll um 40 % auf 1,29 Mrd. EUR klettern. Analysten sehen weiter Luft, das mittlere Kursziel liegt bei 751 EUR. Mit einer prognostizierten Dividendensteigerung auf 7,54 EUR je Aktie und einer Cashflow-Marge von über 40 % bleibt das Unternehmen auch für renditeorientierte Anleger attraktiv.

    Rheinmetall sicherte sich zuletzt Schlüsselprojekte: Ein zehnjähriger Rahmenvertrag zur Digitalisierung der Bundeswehr, darunter das Kommunikationsnetzwerk TaWAN LBO, bringt initial 1,88 Mrd. EUR. Parallel liefert der Konzern 568 Logistikfahrzeuge im Wert von 330 Mio. EUR. International glänzt die Kooperation mit Leonardo: Das Joint Venture zielt auf das 1.000 Fahrzeuge umfassende AICS-Programm Italiens. Zudem stärkt die Beteiligung am Panzerprogramm MGCS mit KNDS und Thales die europäische Vernetzung – ein strategischer Hebel für künftige Rüstungskooperationen.

    Bis 2027 peilt Rheinmetall 19 Mrd. EUR Umsatz an, angetrieben durch die US-Expansion: 2 Ausschreibungen im Volumen von 54 Mrd. EUR könnten den Markteintritt zementieren. Innovationen wie KI-gesteuerte Drohnenabwehrsysteme oder laserbasierte Marinetechnologien unterstreichen die technologische Vorreiterrolle. Doch der Erfolg hängt an politischen Weichen: Geopolitische Entspannung könnte Verteidigungsausgaben drosseln, während die Abhängigkeit von Großaufträgen wie dem 45-Mrd.-Dollar-XM30-Projekt Klumpenrisiken birgt. Derzeit liegt der Aktienkurs bei 756,20 EUR und damit über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten von 751,38 EUR.


    Trotz weltweiter Unsicherheiten gibt es Aktien die gut performen. Die Deutsche Bank konnte den Umsatz steigern, erhöht die Dividende, ist aber von der Marktkapitalisierung immer noch deutlich günstiger als die Konkurrenz. Globex Mining profitiert von einer wachsenden Nachfrage nach Rohstoffen aus sicheren Ländern und punktet mit einem diversifizierten Projekt-Portfolio. Rheinmetalls Auftragsbücher füllen sich, da die Nachfrage nach Rüstungsgütern sehr hoch ist. So gelingt ein Rekord nach dem anderen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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