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13.01.2026 | 06:00

Die großen Gewinner des Stromhungers: So profitieren Sie mit Super Micro Computer, American Atomics und RWE

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Bildquelle: pixabay.com

Die Welt steht vor einem beispiellosen Energie-Dilemma. Der Strombedarf explodiert durch KI und Elektrifizierung, während gleichzeitig die komplette Dekarbonisierung gelingen muss. Dieser enorme Zielkonflikt schafft historische Investitionschancen für Unternehmen, die Lösungen für Energieeffizienz, grundlastfähige Kraftwerke und Energiespeicher für Erneuerbare Energien liefern. Drei Unternehmen sind dabei besonders im Fokus: Super Micro Computer, American Atomics und RWE.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129

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Inhaltsverzeichnis:


    Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
    "[...] Silumina Anodes® ist ein keramisch beschichtetes Graphit/Silizium-Anodenverbundmaterial, das wir in Schwarze Pumpe, Sachsen, produzieren wollen. Hier wollen wir Herstellern von Batterien für E-Autos eine Anwendungsbereite Drop-In Technologie liefern, die günstig, leistungsstark und sicher ist. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG

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    Super Micro Computer - schafft sich Luft für den nächsten Schritt

    Der KI-Server-Spezialist Super Micro Computer hat seine finanzielle Flexibilität deutlich erhöht. Kürzlich vereinbarte das Unternehmen eine revolvierende Kreditfazilität über 2 Mrd. USD mit einer Laufzeit bis Ende 2030. Diese Liquidität soll laut Unternehmen in Betriebskapital und allgemeine Unternehmenszwecke fließen. Für Investoren signalisiert dieser Schritt vor allem, dass Super Micro sich auf weiteres Wachstum vorbereitet und die Weichen stellt, um in der dynamischen KI-Infrastrukturphase agiler zu agieren und entsprechende Investitionen zu tätigen.

    Parallel treibt das Unternehmen seine Produktentwicklung voran. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung der Produktionskapazitäten für flüssigkeitsgekühlte Serverracks, die für die nächste Generation von KI-Chips wie Nvidias Vera-Rubin-Plattform optimiert sind. Diese Systeme sind nicht nur leistungsfähiger, sondern adressieren auch ein zentrales Problem moderner Rechenzentren, den enormen Strombedarf. Durch fortschrittliche Direktkühlung verbrauchen die fertigen Lösungen weniger Energie, was für kostensensible Cloud-Giganten ein entscheidendes Kaufargument ist.

    Die ambitionierten Pläne stehen jedoch vor bekannten Herausforderungen. Die Profitabilität bleibt unter Druck, nicht zuletzt durch steigende Preise für Schlüsselkomponenten wie DRAM und NAND-Speicher. Die Frage ist, inwieweit Super Micro diese Mehrkosten an seine Kunden weitergeben kann. Zusätzlich wird der Markt für Serverinfrastruktur zunehmend wettbewerbsintensiv. Große, integrierte Anbieter mit starker Marktmacht könnten die Margen weiter strapazieren, selbst wenn Super Micro durch höhere Stückzahlen Marktanteile gewinnt. Die Balance zwischen Wachstum und Rentabilität bleibt somit die zentrale Größe, die es zu beachten gilt. Derzeit ist die Aktie für 30,16 USD zu haben.

    American Atomics – Atomkraft, der stille Treiber der KI-Revolution

    Während viel über die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz diskutiert wird, bleibt ihre fundamentale Voraussetzung oft im Hintergrund, enormer Energiebedarf, der stabilen Strom erfordert. Rechenzentren für KI-Modelle entwickeln einen Grundlastbedarf, der mit dem kleinerer Staaten vergleichbar ist. Erneuerbare Energien allein können diese Nachfrage nicht decken. Für viele Tech-Konzerne wird Kernkraft daher zur unvermeidbaren, CO2-armen Lösung. Unternehmen wie American Atomics positionieren sich genau in diesem Spannungsfeld zwischen neuem Bedarf und alten Engpässen. Dieser pragmatische Bedarf befeuert eine globale Renaissance der Atomenergie.

    Doch dieser Aufschwung stößt auf ein strukturelles Hindernis, die marode Brennstofflieferkette. Vom Bergbau über die Anreicherung bis zur Brennelementfertigung herrschen Engpässe. Besonders kritisch ist die Versorgung mit HALEU, dem Spezialbrennstoff für moderne kleine modulare Reaktoren (SMRs), der bisher fast ausschließlich aus Russland kommt. American Atomics verfolgt hier einen zweigleisigen Ansatz. Einerseits fokussiert man sich auf die Exploration in historischen US-Distrikten wie dem Lisbon Valley in Utah, wo alte Bohrdaten auf unerschlossene Vorkommen hindeuten. Andererseits arbeitet das Unternehmen an Technologien zur effizienteren Aufbereitung von Uran. Ohne den Aufbau resilienter, westlicher Kapazitäten droht der nukleare Neustart bereits im Ansatz zu scheitern.

    Hier eröffnen sich Chancen für Unternehmen, die diese Lücken schließen. Die Politik unterstützt diesen Kurs deutlich, indem sie Uran als kritischen Rohstoff einstuft und den Aufbau heimischer Kapazitäten vorantreibt. American Atomics ist Teil von entsprechenden Konsortien. Für Investoren liegt das Potenzial weniger im kurzfristigen Rohstoffpreis, als in der Wertschöpfung entlang der gesamten Lieferkette, die Angebotsengpässe aufweist. Es ist eine Wette auf die industrielle Logistik hinter der Renaissance. Erfolg hängt jedoch von den operativen Fortschritten ab. Können geologische Hypothesen in Reserven umgewandelt und Technologien hochskaliert werden? Die Richtung ist klar, der Bedarf gesetzt. Aktuell notiert die Aktie bei 0,30 CAD.

    RWE - Kurs halten zwischen Zuversicht und realen Hürden

    Der Essener Energieriese RWE startet mit entschlossenem Tempo ins neue Jahr. Während das operative Geschäft Zukunftsprojekte vorantreibt sendet die Finanzpolitik mit einem fortgesetzten, umfangreichen Aktienrückkauf starke Signale an die Kapitalmärkte. Allein im Dezember griff das Unternehmen erneut tief in die Tasche und erwarb über 1,4 Mio. eigene Papiere. Diese Bewegung unterstreicht die Einschätzung des Managements, den eigenen Wert nachhaltig zu stärken.

    Parallel entsteht die Infrastruktur für morgen. Im Dezember nahm RWE in Lingen eine bedeutende Elektrolyseur-Anlage in Betrieb, ein Schritt ins Wasserstoffzeitalter. Zudem fiel der finale Investitionsentschluss für einen großen Batteriespeicher in Wales, der ab 2028 Netze stabilisieren soll. Diese Projekte zeigen, wie der Konzern Erneuerbare mit flexiblen Speicherlösungen kombiniert, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Das Portfolio im Bau umfasst beeindruckende 11 Gigawatt (GW).

    Dennoch gibt es auch Gegenwind. In Großbritannien verzögern behördliche Genehmigungen das Schlüsselprojekt Dogger Bank South. Solche Hürden zeigen die regulatorischen Risiken selbst für etablierte Player. Die langfristige Strategie „Growing Green“ mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 bleibt davon unberührt. Allerdings wird der anstehende Geschäftsbericht im März genau unter die Lupe genommen werden. Investoren wollen sehen, wie ambitionierte Ausbauziele und Profitabilität in Einklang gebracht werden. Momentan kostet eine Aktie 48,18 EUR.


    Der exponentielle Stromhunger von KI und Elektrifizierung eröffnet langfristige Chancen für Lösungspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Super Micro Computer treibt mit effizienten Flüssigkühlungsservern die notwendige Steigerung der Energieproduktivität voran. American Atomics adressiert als Teil der nuklearen Lieferkette den kritischen Bedarf an grundlastfähiger, CO2-armer Energie. RWE kombiniert als europäischer Gigant den massiven Ausbau erneuerbarer Kapazitäten geschickt mit flexiblen Speicher- und Wasserstofflösungen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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