Menü schließen




09.10.2025 | 05:00

Dividende und Wachstum? Das geht! Mit RE Royalties, Royalty Pharma oder Evonik

  • Dividende
  • Royalties
  • Regenerative Energie
Bildquelle: KI

An der Börse geht es nicht nur um Kurssteigerungen, auch Dividenden sind ziemlich attraktiv. Es gibt sogar professionelle Anlegergruppen, die sich fast ausschließlich auf kontinuierliche Erträge fokussieren. Beispiele sind etwa Pensionskassen oder auch Versicherer. Doch warum schütten Unternehmen in manchen Branchen mehr aus als andere? Wir portraitieren drei spannende Aktien, die zugleich Ertragsbringer sind und erklären, welche Geschäftsmodelle aus Anlegersicht das größte Potenzial bieten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ROYALTY PHARMA OA DL-0001 | GB00BMVP7Y09 , EVONIK INDUSTRIES NA O.N. | DE000EVNK013 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Evonik punktet mit Geschäftsmodell und Dividende

    Wenn deutsche Investoren mit heimischen Unternehmen stabile Erträge suchen, greifen sie nicht selten zur Aktie von Evonik. Der Spezialchemie-Konzern bietet eine breite Palette an chemischen Erzeugnissen und gilt daher innerhalb einer eigentlich zyklischen Branche als stabil. Evonik verfolgt eine konsequente Dividendenpolitik und hat die Ausschüttung seit dem Börsengang vor mehr als zehn Jahren niemals gesenkt. Heute bietet die Evonik-Aktie eine stabile Dividendenrendite von rund 8 % - im MDAX ist das Unternehmen auf der Dividendenrangliste damit ganz weit oben mit dabei. Die Kombination aus einem stabilen Geschäftsmodell und einer konsequenten Ausschüttungspolitik gefällt vielen Anlegern. Auch Analysten sind bei Evonik eher positiv gestimmt.

    Royalties blenden die Konjunktur fast aus - immer mehr spannende Nischen

    Noch stabilere Erträge versprechen Geschäftsmodelle, die auf sogenannte Royalties setzen. Royalties sind stetige Einkommensströme in Form von Nutzungs- oder Lizenzgebühren, wie sie etwa im Bergbau oder auch in der Pharmabranche üblich sind. Das 2000 gegründete Unternehmen Royalty Pharma ist heute der weltweit größte Käufer von Arzneimittel-Tantiemen. Das Geschäftsmodell: Royalty Pharma stellt Biotech-Firmen und Pharmaentwicklern Kapital bereit - etwa zur Forschungsfinanzierung oder Übernahmen - und erhält im Gegenzug vertraglich gesicherte Umsatzbeteiligungen an zugelassenen Medikamenten. Diese Royalty-Streams spülen völlig unabhängig von der konjunkturellen Lage Kapital in die Kasse. Die Vielzahl an Royalties sorgt zudem für einen diversifizierten Cashflow-Pool. Die Aktie von Royalty Pharma schwankt deutlich weniger stark als andere, das Unternehmen kauft beständig eigene Aktien und bietet zudem eine Quartalsdividende. Im eher hektischen Biotech-Geschäft besetzt das Unternehmen eine interessante Nische.

    RE Royalties finanziert saubere Energie - und punktet mit 9% Dividende

    Mit seinem Ansatz einzigartig ist auch das kanadische Unternehmen RE Royalties. Die Spezialisten für Finanzierungen nachhaltiger Energieprojekte nehmen mittels Anleihen Kapital auf und investieren es in ausgewählte Projekte in den Bereichen Solar, Windkraft, Wasserkraft oder auch Batteriespeicher. Im Gegenzug garantieren die Betreiber RE Royalties regelmäßige Zahlungen. Aktuell bietet RE Royalties ein diversifiziertes Portfolio mit über 100 Projekten aus mehr als zehn Rechtsräumen und verschiedenen Technologien. So entstehen robuste Cashflows, die sicherstellen, dass das Unternehmen eine stabile Dividende garantieren kann. Seit 2020 schüttet RE Royalties jedes Quartal 0,01 CAD an Dividende aus - gemessen am aktuellen Kurs und aufs Jahr hochgerechnet entsteht so eine überaus attraktive Dividendenrendite von rund 9 %.

    Für Anleihe-Investoren bietet RE Royalties zusätzlich Green Bonds: Das Unternehmen hat bereits mehrere grüne Anleihen emittiert, um neue Projekte zu finanzieren. Ende 2024 nahm das Unternehmen so rund 6,2 Mio. CAD auf und zahlt Anlegern einen Kupon in Höhe von 9 % p.a. bis zur Fälligkeit 2029. Die Anleihen sind besichert durch das Royalty- und Kreditportfolio und zweckgebunden für nachweislich nachhaltige Investitionen nach den ICMA Green Bond Principles. Da S&P Global das Green-Bond-Framework positiv geprüft hat, können interessierte Anleger auch einen Blick auf die Green Bonds werfen. Auch eine Kombination aus Aktie und Bond kann je nach Marktkonstellation für Investoren attraktiv sein - trotz des langjährigen Track Records von RE Royalties ist das Unternehmen mit seinem innovativen Geschäftsmodell noch nicht vielen Investoren bekannt. Bewertungsanomalien, die findige Anleger nutzen können, sind also durchaus möglich.

    Stabilitätsanker fürs Depot: Aktie und Green Bonds von RE Royalties

    Während Royalty-Unternehmen im Energie-Geschäft und im Bergbau seit Jahren präsent sind, besetzt RE Royalties mit seinen Royalties aus regenerativen Energieanlagen eine interessante Nische. Das bedeutet, dass RE Royalties mit seinen Anleiheemissionen ohne große Konkurrenz ist und mit attraktiven Konditionen punkten kann. Die Möglichkeit der Fremdkapitalfinanzierung verhindert zudem Verwässerungen für Aktionäre und macht die Aktie zusätzlich attraktiv. Auch wenn die Aktie von RE Royalties während der vergangenen sechs Monate 6,5 % verloren hat, ist das durch die stabile Dividende mehr als ausgeglichen. Auch die Wachstumsperspektive stimmt: Laut Internationaler Energieagentur (IEA) fließen 2025 rund 2,2 Bio. USD in saubere Energietechnologien und damit erstmals doppelt so viel wie in fossile Energien. RE Royalties bietet mit seiner Expertise bei regenerativen Projekten und den zugehörigen Finanzierungen eine spannende Investment-Story für alle Anleger, die ihrem Depot eine wertstabile und nachhaltige Position mit Aussicht auf weitere Erträge hinzufügen wollen. Auch die Anleihen sind für Kenner der Anlageklasse oder professionelle Investoren eine Überlegung wert.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 15.01.2026 | 06:00

    Unterbewertet im Umbruch plus Dividende? Die Analyse zu Mercedes-Benz, WashTec und Sixt

    • Mercedes-Benz
    • WashTec
    • Sixt
    • Elektromobilität
    • Elektroautos
    • Verbrenner
    • Waschanlagen
    • Waschstrasse
    • SaaS
    • Mietwagen
    • Mietfahrzeuge
    • Dividende
    • Dividendenrendite

    Der fundamentale Wandel der Mobilität erzeugt zwei gegensätzliche Realitäten: Während etablierte Hersteller unter massivem Innovationsdruck und schwindenden Margen stöhnen, entstehen in den Nischen des Wandels überraschende Gewinnchancen. Die strategischen Antworten auf diese Zerrissenheit könnten nicht unterschiedlicher ausfallen. Ein Premiumhersteller, ein Ausrüster für die Fahrzeugpflege und ein Mobilitätsdienstleister zeigen exemplarisch, wo die Zukunft des Fahrens auch für Anleger lukrativ werden kann. Daher lohnt ein genauer Blick auf die Wege von Mercedes-Benz, WashTec und Sixt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 15.01.2026 | 05:00

    Doppelte Rendite: Wie Char Technologies die Lücke zwischen ArcelorMittals Kohle-Hunger und Montauks Gas-Gewinnen schließt

    • Biokohle
    • erneuerbares Erdgas
    • Stahlindustrie
    • Regenerative Energie

    Wir erleben einen historischen Wendepunkt für die globale Schwerindustrie. Wir beobachten derzeit nicht nur eine technologische Evolution, sondern eine fundamentale Neubewertung industrieller Assets, getrieben durch zwei parallele Megatrends: Die Dekarbonisierung der Primärstahlproduktion und die monetäre Aufwertung von Abfallströmen zur Energiesicherheit. Während Stahlgiganten wie ArcelorMittal durch regulatorische Daumenschrauben gezwungen sind, ihre Hochöfen neu zu erfinden und Spezialisten wie Montauk Renewables beweisen, welche enormen Bewertungen im Markt für erneuerbares Erdgas (RNG) möglich sind, positioniert sich Char Technologies genau an der Schnittstelle dieser zwei Welten. Das kanadische Unternehmen liefert mit seiner proprietären Hochtemperatur-Pyrolyse die Antwort auf beide Fragen gleichzeitig: Es produziert Biokohle für die Stahlindustrie und RNG für das Energienetz – aus einer einzigen Abfallquelle.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 29.12.2025 | 06:00

    TUI zahlt wieder Dividende, RE Royalties Dividende über 10 %, die Allianz sichert die Stabilität – ein starkes Ertragsportfolio

    • TUI
    • RE Royalties
    • Allianz
    • Quartalszahlen
    • Touristik
    • Dividende
    • Dividendenrendite
    • Erneuerbare Energien
    • Windparks
    • Solarparks
    • Energiespeicher
    • Versicherung

    In turbulenten Märkten suchen kluge Anleger nach robusten Einkommensströmen, die verschiedenen Konjunkturphasen standhalten. Die Lösung liegt in einem dreigleisigen Ansatz, der zyklische Erholung, strukturelles Zukunftswachstum und defensive Stabilität klug vereint. Dieses Prinzip lässt sich konkret mit drei komplementären Positionen umsetzen: dem Tourismuscashflow von TUI, den regenerativen Royalties von RE Royalties und der verlässlichen Kapitalrückgabe der Allianz.

    Zum Kommentar