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06.06.2019 | 12:34

E.ON, EnBW, RWE – Atomkraftwerke für den Klimaschutz

  • Energie
  • Atom
  • Politik
Bildquelle: pixabay.com

Im Oktober 2010 hat die damalige Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Deutschland beschlossen und damit die Entscheidungen der Rot-Grünen Bundesregierung gekippt, die ein Ausstieg bis 2021 vorsah. Die Atomkraftwerke von E.ON, EnBW und RWE erhielten die Erlaubnis bis über das Jahr 2030 hinaus zahlreiche CO2-neutrale Kraftwerke zu betreiben. Am 15. März 2011 verhängte jedoch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Folge eines Nuklearunfalls im 9.000 Kilometer entfernten Japan ein Moratorium, das zur Abschaltung von Atomkraftwerken in Deutschland führte und das Atomgesetz im August 2011 auf den Weg brachte. Die folgenschwere Abschaltung aller Atomkraftwerke bis 2022 wurde verabschiedet.

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE000ENAG999

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Inhaltsverzeichnis:


    Mark Wechselmann, Vorstand, GMW Projekt AG & Co. KG
    "[...] Wir beobachten mit Sorge die durch hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und fehlende Unternehmensnachfolge ausgelöste Schließung von Unternehmen. [...]" Mark Wechselmann, Vorstand, GMW Projekt AG & Co. KG

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    Aktionäre erleiden massive Kursverluste

    Die Planungssicherheit für die Betreiber von Atomkraftwerken wurde mit dem Moratorium von Kanzlerin Angela Merkel im März 2011 massiv verändert. Eine Laufzeitverkürzung von rund zehn Jahren hat dramatische Folgen für die betriebswirtschaftliche Planung und Unterhaltung von Kraftwerken. Die Aktien von E.ON und RWE notieren noch immer 50% unterhalb des Wertes vor dem Atom-Moratorium. Auch Städte und Gemeinden, die an den Versorgern beteiligt waren und deren Haushalt durch Dividendenkürzungen beeinflusst wurden, mussten Abstriche bei den Ausgaben vornehmen.

    Energie Mix und ambitionierte Ziele

    Der deutsche Strom besteht momentan zu rund 40% aus erneuerbaren Energien wie Solar, Wind und Wasser. Die übrigen 60% des Energie Mix wird zu rund 13% aus den CO2-neutralen sieben Atomkraftwerken, die noch bis 2022 am Netz sein werden, zu 24% aus Braunkohle und zu 13% aus Steinkohle bezogen. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen, wie CO2, bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 55% reduzieren will, werden die kritischen Stimmen im Zusammenhang mit dem Atomausstieg zunehmend lauter.

    Wer soll das bezahlen?

    Private Haushalte bezahlen mit rund 0,30 EUR pro Kilowattstunde Strom weltweit die höchsten Preise. Für den deutschen Mittelstand, Rückgrat der Wirtschaft und Jobgarant, wird die Energiewende auch zunehmend zu einem Standortnachteil. Je nach Anbieter hat sich der Strompreis für Großkunden in Deutschland seit 2016 verdoppelt. Vor dem Hintergrund, dass im Rahmen der Einführung der Elektromobilität zusätzliche Nachfrage auf den Markt kommen wird, ist mittlerweile höchstzweifelhaft, dass die Stromerzeugung mit dem Wegfall des CO2-neutralen Atomstroms einen Vorteil beim Ausstoß von Treibhausgasen bieten kann. Es wird spannend, wie die Politik in den kommenden drei Jahren bis zum Aus der Atomkraftwerke die Versorgungssicherheit gewähren und die Umsetzung der Elektromobilität begleiten wird, ohne dass es zum Blackout kommt bzw. wo soll der zusätzliche 'saubere' Strom bezahlbar herkommen?
    (MH)


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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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