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09.07.2025 | 05:00

eCommerce das menschelt – 200 %-Chance! Empire Brand Building, Hain Celestial Group, METRO

  • eCommerce
  • Marken
Bildquelle: pexels.com

Wenn wir zum Supermarkt um die Ecke gehen, um Dinge des alltäglichen Bedarfs zu kaufen, ist die Kundenbindung in der Regel gering. Die meisten Konsumenten werden die Packung Nudeln oder das kühle Feierabendbier dort kaufen, wo es nah ist. Doch bei anderen Produkten sieht das schon anders aus. Klamotten oder auch Beauty- und Lifestyle-Produkte shoppen wir persönlicher. Vor allem Frauen legen Wert auf Beratung und schätzen das Community-Gefühl – auch bei Bestellungen im Netz. Wir zeigen innovative Geschäftsmodelle im Handel und erklären, wie findige Anleger profitieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: EMPIRE BRAND BUILDING AG | CH0597194171 , METRO AG ST O.N. | DE000BFB0019 , HAIN CELESTIAL GRP DL-_01 | US4052171000

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Inhaltsverzeichnis:


    Hain Celestial Group: Gute Idee, schlecht umgesetzt

    Dass es durchaus Sinn macht, zueinander passende Marken zu bündeln, zeigt die Hain Celestial Group. Das US-Unternehmen bietet Bio-, Natur- und „Better-for-You“-Lebensmittelmarken und Körperpflegeprodukte und hat dafür über Jahre ein Portfolio aus interessanten Marken aufgebaut. Unterm Strich stehen alle Marken für bewusstes Leben, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Die Buy-and-Build-Strategie der Hain Celestial Group hat die Aktie des Unternehmens sogar an die Nasdaq gebracht. Inzwischen leidet das Unternehmen aber unter dem aggressiven Wachstumskurs und verschlankt sich. Einige Beteiligungen wurden veräußert und das Ziel ausgerufen, stärker auf digitale Communities zu setzen. Gerade Nischenmarken profitieren von der hohen Markenloyalität von Kunden – Communities helfen dabei, diese Loyalität zu pflegen und auszubauen.

    Empire Brand Building bündelt eCommerce-Marken für junge Frauen

    Einen ähnlichen Kurs wie Hain Celestial Group verfolgt die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Empire Brand Building. Nur legt das Management großen Wert auf Kundenbindung und will sich unter keinen Umständen mit zu vielen Marken verzetteln. Das Unternehmen betreibt derzeit mehrere digitale Plattformen, die sich an eine überlappende Zielgruppe aus Eltern und familienorientierten jungen Erwachsenen richten. So kann Empire Brand Building und technische Infrastruktur und Kundenstämme gemeinsam nutzen. Konkret setzt Empire Brand Building mit Baddel Daddel auf einen Second-Hand-Marktplatz für Schwangere und Eltern, mit Cleo & Tess auf einen spezialisierten Online-Shop für Kosmetik und Beauty-Produkte sowie ein Angebot für intime Lifestyle-Produkte. Diese Geschäftsfelder ergänzen sich und bieten Synergien, sodass die Kostenstruktur überschaubar ist.

    Das Geschäftsmodell hat auch die Analysten von Sphene Capital überzeugt, die am 7. Juli eine ausführliche Research-Studie zu Empire Brand Building veröffentlichten. Die Eckdaten überzeugen: Demnach liegt das langfristige Kursziel bei 15,20 EUR, was zum aktuellen Kurs einer Verdreifachung entspricht. Analyst Thilo Hassler betont, dass das „Wir-Gefühl“ der Portale von Empire Brand Building entscheidend für den Erfolg sein könnte. Viele Konkurrenten hätten diesen Faktor noch nicht ausreichend erkannt und würden noch immer auf anonyme Marktplätze setzen, statt Communities aufzubauen. Mit dieser DNA könne es Empire Brand Building auch gelingen, weitere Marken aufzukaufen und erfolgreich in den eigenen Kosmos zu integrieren. Neben dem bereits intakten organischen Wachstum, könnte die Aktie von Empire Brand Building also auch für anorganisches Wachstum stehen.

    „Wir-Gefühl“ statt seelenlosem Marktplatz: Gute Voraussetzungen für Wachstum

    Schon früh hat das Team hinter Empire Brand Building erkannt, dass eCommerce mit Communities besser funktioniert. Das Marketing setzt dafür auf Emotionen und eine konsequent zielgruppengerechte Ansprache auf Social Media. Letzteres ist auch eine der Maßnahmen, die das Nasdaq-Unternehmen Hain Celestial Group gewählt hat, um das Ruder nach Jahren des planlosen Zukaufs neuer Marken noch einmal herumzureißen. Zwar schließt man auch bei der Empire Branding Group nicht aus, Beteiligungen zu erwerben oder auch zu veräußern, doch steht der Community-Gedanke im Vordergrund – Marken müssen zueinander passen. So soll Empire Brand Building das avisierte Wachstum erreichen. Sphene Capital traut dem Unternehmen zwischen 2024 und 2027 eine Verzehnfachung des Umsatzes auf 14,7 Mio. EUR zu. Schon bald könnte das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben.

    Metro: Kundenbindung dank Communities

    Dass Community-Konzepte auch im stationären Handel eine immer bedeutendere Rolle spielen, zeigt Metro. Der bekannte Großhandels-Anbieter ist in erster Linie für seine Abholmärkte für Profi-Kunden aus der Gastronomie bekannt. Mittels besonderer Community-Aktionen, Rabatten und einer Eigenmarken-Strategie hat Metro in den vergangenen Jahren sein Profil geschärft. Die Plattform Metro-Markets bringt auf dem größten europäischen Marktplatz für Non-Food-Produkte in inzwischen sechs Ländern Gastronomen und Lieferanten zusammen und schafft ein digitales Ökosystem – die Nutzererlebnisse dort werden intensiver sein, als bei einem hektischen Besuch im Großmarkt und ihren Teil zur Kundenbindung leisten.

    Empire Brand Building als langfristige 200 %-Chance

    Die Aktie von Metro spiegelt diese Innovationen bisher nicht wider – die Rendite von rund 25 % in sechs Monaten ist dennoch ordentlich. Richtig schlecht steht es dagegen um Hain Celestial – das Konglomerat für Bio- und Naturlebensmittel hat sich verzettelt. Die Aktie rauschte in den vergangenen sechs Monaten um knapp 75 % nach unten. Selbst der Anteilsschein von Empire Brand Building verlor binnen sechs Monaten 3,6 % - die jüngste Analystenempfehlung von Sphene Capital mit einem Langfrist-Potenzial von 200 % ist bislang verpufft. Das bietet Investoren, die gerne einen zweiten, gründlichen Blick wagen, Chancen. Das Marken-Porfolio von Empire Brand Building ist synergistisch und das Marketing scheint reibungslos zu funktionieren. Auch setzt das Unternehmen von Anfang an auf Communities und eine treffende Ansprache der Kundinnen. Diese Prinzipien sollten das organische und anorganische Wachstumspotenzial stützen. Empire Brand Building besetzt mit einem vielversprechenden Ansatz attraktive Nischen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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