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04.08.2021 | 05:10

Evotec, Barsele Minerals, Nikola - Wann folgt der Startschuss?

  • Gold
  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Es ist ruhig geworden am Goldmarkt. Nach den aufkommenden Ängsten wegen möglicher Zinsanhebungen aufgrund der steigenden Inflation, verharrt das gelbe Edelmetall im Bereich um 1.800 USD je Unze. Dabei müsste der Preis wegen der weiterhin ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken, sowie den Höchstständen bei den Staatsverschuldungen, deutlich höher notieren. Im Hinblick darauf, dass ein Abbremsen der Anleihekäufe oder sogar größere Zinsschritte kaum möglich sind, ist ein Anstieg des Goldpreises langfristig kaum zu vermeiden. Die Chance auf einen antizyklischen Einstieg ist weiterhin gegeben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BARSELE MINERALS | CA0688921083 , NIKOLA CORP. | US6541101050 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

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Inhaltsverzeichnis:


    Sondersituation in Nordeuropa

    Eine extrem interessante Chance bietet sich aktuell in Nordschweden, zirka 500km von der Hauptstadt Stockholm entfernt. Hier liegt das rund 47.000 Hektar große Barsele-Projekt im Fennoscandian Shield, dass die historisch hochgradige „Gold-Linie“ schneidet und aus geologischer Sicht für zwei verschiedene Mineraltrends steht. Bisher wurden die Ressourcen von 1 Mio. Unzen auf 2,5 Mio. Unzen erweitert. Laut Management von Barsele Minerals könnte das Projekt am Ende bis zu 5 Mio. Unzen Gold ausweisen. Zudem besteht die Möglichkeit, andere Rohstoffe wie Silber, Blei, Zink oder Nickel zu fördern.

    Neben dem Explorationsunternehmen Barsele Minerals, das 45% besitzt, gehören im Moment noch 55% dem Goldproduzenten Agnico Eagle, das in der Vergangenheit die Explorationsarbeiten über 160 km und über 400 Bohrlöcher vorantrieb. Dadurch, dass Agnico zukünftig seinen Fokus auf die Entwicklung neuer Minen-Projekte auf Nordamerika legt, ergibt sich für das junge Unternehmen eine einzigartige Möglichkeit. Eine Absichtserklärung mit Deadline zum 31. August wurde unterschrieben, wonach Barsele den Anteil von 55% von Agnico Eagle durch Zahlung von 45 Mio. USD übernehmen und damit alleiniger Eigentümer werden soll. Beim finalen Closing gewährt Barsele Minerals dem Vertragspartner zudem eigene Aktien im Volumen von 14,9% sowie 6 Mio. Warrants. Finanziert werden soll das Projekt durch einen Convertible Bond sowie durch eine Kapitalerhöhung, die zudem die Eigenkapitalbasis von Barsele Minerals weiter stärken soll.

    In den nächsten zwei Jahren sind weitere 30.000 Bohrmeter geplant. Das Ziel liegt dann bei 3,5 Mio. Unzen. Auf längere Sicht wird intern jedoch mindestens mit einer Verdopplung gerechnet. Der Grund ist einleuchtend. Das Barsele-Projekt erstreckt sich über insgesamt 8km. Die bisherige Ressourcenschätzung bezieht sich aber nur auf rund drei Kilometer dieses Abschnitts. Zudem beschränken sich die bisherigen Schätzungen auf eine Tiefe von 450m. Durch tiefere Bohrungen wurde jedoch bereits weiteres Potenzial identifiziert.

    Das Barsele-Projekt ist aktuell eines der interessantesten Minenprojekte am Markt. Barsele Minerals, das von der Belcarra Group geleitet wird, verfügt über langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung. Die Entwicklung des Projekts zur vorläufigen Machbarkeitsstufe und der anschließende mögliche Weiterverkauf an größere Produzenten versprechen enorme Wertsteigerungen in der Aktie.

    Das vollständige Interview mit dem CEO von Barsele Minerals, Gary Cope, können Sie hier lesen.

    Neuer Schlag für Nikola

    Weiter geht es mit den schlechten Nachrichten beim Truckbauer Nikola. Erst vergangene Woche erhob die Staatsanwaltschaft von New York Anklage gegen den Gründer und ehemaligen CEO Trevor Milton, der im vergangenen September wegen Betrugsvorwürfen zurückgetreten war. Die Aktie ging darauf mit zweistelligen Verlusten aus dem Handel.

    Nun vermeldete Nikola Zahlen für das zweite Quartal. Ein Umsatz wurde beim Hybrid-Truck-Unternehmen nicht erwartet. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,20 USD und damit höher als im Vorjahreszeitraum mit -0,16 USD. Obwohl die Analystenhäuser ein noch höheres Minus von 0,301 USD prognostizierten, verlor der Titel nach der Börseneröffnung mehr als 6% bei 10,40 USD nahe seinem Jahrestief bei 9,65 USD. Trotz operativer Erfolge in den vergangenen Wochen, gleicht ein Investment in Nikola einem Glücksspiel und ist damit nur für hartgesottene Anleger geeignet.

    Meilensteinzahlung im Blick

    Gute News gibt es dagegen aus dem Hause Evotec. Durch die Forschungspartnerschaft mit dem Pharmariesen Bayer winkt dem M-DAX-Unternehmen eine Meilensteinzahlung. Wie Bayer mitteilte, wurde der primäre Wirksamkeitsendpunkt in einer klinischen Phase-IIb-Studie mit seinem Entwicklungskandidaten Eliapixant zur Behandlung von chronischem Husten erreicht. Die zugrundeliegende Substanz stammt von Evotec.

    Laut Unternehmensmeldungen würde im Rahmen der Vereinbarung aus 2012 die nächste finanzielle Meilensteinzahlung durch den Start einer klinischen Phase-III-Studie ausgelöst, der von Bayer bestimmt wird. Nachdem die Aktie die Unterstützung bei 34 EUR erfolgreich verteidigen konnte, ging der Wert mit einem Plus von knapp 3% aus dem Handel. Langfristig positiv ist auch die Meldung zu werten, dass das Biotech-Unternehmen noch im Jahr 2021 die eigenen Aktien an der US-Technologiebörse NASDAQ notieren lassen will.


    Langfristig geht aufgrund der aktuellen Rahmendaten wie Staatsverschuldung, Niedrigzinsen und steigender Inflation kaum etwas an einem Investment in Gold vorbei. Barsele Minerals hat die Möglichkeit, langfristig einen erheblichen Mehrwert für seine Aktionäre zu schaffen. Positiv ist auch die Ausgangslage beim Biotechnologieunternehmen Evotec. Dagegen ist Nikola nur etwas für äußerst spekulative Anleger.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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