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04.11.2024 | 05:10

Exxon, F3 Uranium und JinkoSolar mit Rückenwind

  • Energie
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die vergangene Börsenwoche war durch die Veröffentlichung der Zahlen der Technologiegiganten zum dritten Quartal von hoher Volatilität geprägt. Dass die Schwankungsbreite in naher Zukunft nachlassen wird, ist im Hinblick auf die noch immer offene Wahl in den Vereinigten Staaten unwahrscheinlich. So dürften sich Anleger auf eine weitere Achterbahnfahrt des Marktes einstellen, bis ein endgültiges Wahlergebnis vorliegt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: EXXON MOBIL CORP. | US30231G1022 , F3 URANIUM CORP | CA30336Y1079 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Exxon Mobil – Trump-Sieg als Katalysator

    Dass Donald Trump ein Unterstützer fossiler Kraftstoffe ist, hatte dieser bereits in der Vergangenheit mehrfach betont. Den Klimawandel sieht der Präsidentschaftskandidat eher als kleineres Problem. Vielmehr versprach er der Ölindustrie bei einem Wahlsieg, Bohrungen etwa im Golf von Mexiko oder in Schutzgebieten wie der Arktis zu erlauben.

    So dürfte das Management von Exxon Mobil eine weitere Präsidentschaft von Donald Trump mit Wohlwollen akzeptieren. Dass die Geschäfte auch ohne den streitbaren Kandidaten laufen, zeigen die frisch veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal, die die Prognosen der Analysten übertrafen. Exxon berichtete einen Nettogewinn von 8,61 Mrd. USD oder 1,92 USD je Aktie für das Quartal, was einen Rückgang um 5 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dieser Rückgang im Gewinn ist auf gesunkene Raffineriemargen und fallende Erdgaspreise im Vergleich zu den Spitzenwerten des Jahres 2023 zurückzuführen. Dennoch überbot das Ergebnis die Schätzungen der Experten, die mit lediglich 1,88 USD je Aktie rechneten.

    Der Energiekonzern verteilte im Quartal Dividenden in Höhe von 9,8 Mrd. USD an seine Aktionäre und steigerte die Quartalsdividende auf 0,99 USD je Aktie. Exxon erreichte mit einer Tagesproduktion von 3,2 Mio. Barrel das höchste Niveau seit mehr als vier Jahrzehnten.
    Sollte Exxon das Vorkaufsrecht für die ergiebigen Ölreserven von Hess in Guyana erhalten, könnte dies die Produktion weiter steigern, was wiederum die geplante Übernahme von Hess durch Chevron beeinträchtigen würde.

    F3 Uranium - Wachsender Uranbedarf treibt Exploration voran

    Mit dem zunehmenden Fokus auf saubere Energiequellen erlebt Nordamerika eine steigende Nachfrage nach Uran, einem Schlüsselrohstoff für die Kernenergieerzeugung. Dieser Bedarf hat die Exploration und Entwicklung neuer Uranvorkommen in den Vordergrund gerückt, insbesondere in der hochgradigen Uranregion des Athabasca-Beckens in Kanada.

    F3 Uranium, gegründet im Oktober 2013 als Abspaltung von Fission Uranium, ist heute ein führendes Unternehmen in der Uranexploration. Mit Sitz in Kelowna, British Columbia, konzentriert sich F3 auf die Entdeckung und Entwicklung von hochgradigen Uranlagerstätten im Athabasca-Becken, bekannt für die weltweit größten und hochgradigsten Uranfunde. Zu den Hauptprojekten des Unternehmens zählt das PLN-Grundstück im westlichen Athabasca-Becken, das an bedeutende Entdeckungen wie Triple R und Arrow angrenzt.

    F3 Uranium meldete herausragende Ergebnisse aus seinem laufenden Bohrprogramm 2024 auf dem PLN-Grundstück. Der Höhepunkt war das Bohrloch PLN24-161 im JR-Gebiet, das 10,5 m mit einem Gehalt von 2,66 % Uranoxid durchschnitt, einschließlich eines 2,0-m-Intervalls mit einem herausragenden Durchschnittsgehalt von 12,0 % Uranoxid. Weitere signifikante Mineralisierungen wurden im Bohrloch PLN24-184 über ein 13,5 m langes Intervall mit außergewöhnlich hoher Radioaktivität festgestellt.

    Um das Wachstum und die weitere Exploration zu finanzieren, hat F3 Uranium eine Kapitalerhöhung abgeschlossen, bei der insgesamt 20.000.000 Flow-Through-Einheiten zu einem Mischpreis von 0,40 CAD pro Einheit und einem Gesamterlös von 8 Mio. CAD verkauft wurden. Die Marktkapitalisierung von F3 Uranium beträgt 123 Mio. CAD, der aktuelle Börsenkurs bei 0,25 CAD.

    JinkoSolar – Achterbahnfahrt geht weiter

    Die Aktie des chinesischen Solarmoduleherstellers war in den vergangenen Wochen einer extrem hohen Volatilität ausgesetzt, der Trend zeigt seit dem Jahrestief Anfang September jedoch deutlich nach oben. Nachdem sich die Aktie aufgrund des angekündigten Konjunkturprogrammes von 16,70 USD auf 37,36 USD mehr als verdoppeln konnte, setzte anschließend eine scharfe Korrektur unter die 20 USD-Marke ein, wobei dieser markante Unterstützungsbereich erfolgreich verteidigt werden konnte.

    Aktuell notiert die JinkoSolar-Aktie nach Verkündung der Zahlen zum dritten Quartal bei 28 USD, wobei hier ein zunehmendes Volumen zu erkennen ist. Der Weltmarktführer übertraf mit einem Gewinn von 0,02 USD je Aktie die Schätzungen der Analysten, die mit einem Verlust von 0,80 USD je Anteilsschein gerechnet hatten.

    Der Umsatz erreichte 3,42 Mrd. USD und lag damit über den Schätzungen von 3,19 Mrd. USD, auch wenn er im Jahresvergleich um 23 % gesunken ist. Die Bruttomarge fiel im Vergleich zum Vorjahr auf 15,7 %, verzeichnete jedoch im Vergleich zum vorherigen Quartal einen deutlichen Anstieg. Das Auslieferungsvolumen stieg auf 25,91 GW, was einem Zuwachs von 14,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

    Für das vierte Quartal prognostiziert JinkoSolar Modulauslieferungen zwischen 22,3 und 32,3 GW. Experten erwarten eine Umsatzsteigerung auf 4,32 Mrd. USD und einen Gewinn von 0,10 USD je Aktie.


    Ein Sieg von Donald Trump dürfte Ölkonzerne wie Exxon Mobil langfristig beflügeln. JinkoSolar konnte die Prognosen der Analysten übertreffen. F3 Uranium vermeldete herausragende Bohrergebnisse und konnte sich eine Wachstumsfinanzierung über 8 Mio. CAD sichern.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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