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10.10.2023 | 05:10

Exxon Mobil, Saturn Oil + Gas, Shell – Rücksetzer bietet neue Chancen

  • Öl
  • Gas
  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Der Hochlauf an den globalen Ölmärkten wurde nach einer seit Ende Juni andauernden Rally mit Höchstkursen von rund 96 USD je Barrel bei der Nordseesorte Brent vorerst gestoppt. So breitete sich Pessimismus im Hinblick auf die sinkende Nachfrage durch die US-Wirtschaft aus. Für Charttechniker bedeutet die aktuelle Korrektur jedoch lediglich eine Gegenbewegung im übergeordneten Aufwärtstrend. Der Hamas-Angriff auf Israel vom Wochenende könnte diese bereits beendet haben, wodurch sich auf aktuellem Niveau neue Einstiegschancen bieten könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: EXXON MOBIL CORP. | US30231G1022 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , Shell PLC | GB00BP6MXD84

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Shell – Überraschende Resultate

    Gegenüber dem schwachen Gesamtmarkt konnte sich einer der weltweit größten Mineralöl- und Erdgasunternehmen mit Sitz in London bereits in der vergangenen Woche deutlich behaupten. Die politischen Ereignisse am Wochenende und ein wiedererstarkter Ölpreis sorgten bei der Shell-Aktie sogar für ein Egalisieren des Jahreshochs bei 26,63 GBP. Ein nachhaltiges Überwinden dürfte damit den Angriff auf das Allzeithoch bei 28,45 GBP einläuten.

    Der Grund für die gute Stimmung bei den Shell-Aktionären waren positive Aussagen zum dritten Geschäftsquartal, die durchaus Überraschungen beinhalteten. So erklärten die Briten, dass sich die Erträge aus dem Gashandel im dritten Quartal, nach dem Einbruch in den drei Monaten davor, wieder erholten.

    Zudem dürften auch die Ergebnisse aus dem Ölhandel voraussichtlich besser ausfallen als zuvor prognostiziert. Die Royal Bank of Canada schätzt, dass der Geschäftsbereich im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten auf 200 bis 300 Mio. USD zusteuern wird.

    Zumindest in einer Stagnation befindet sich der Sektor für erneuerbare Energien und Energielösungen. Unter dem neuen CEO Wael Sawan, der sich seit Anfang des Jahres im Amt befindet, liegt der Fokus wieder vorrangig auf dem Kerngeschäft Öl und Gas. Dabei ist Shell bestrebt, optimale Renditen für seine Anleger zu generieren und somit die Bewertungsschere zur Peer Group aus den Vereinigten Staaten zu verkleinern. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen am 2. November präsentieren.

    Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung nach dem Update mit einem Kaufurteil und einem Kursziel von 30 GBP wiederholt. Laut dem Analysten Henri Patricot sollte Shell besser abgeliefert haben als die Konsensschätzungen es erwarten.

    Saturn Oil & Gas – Analysten sehen Verdopplungschance

    Ebenfalls mit einem Update wartete das stark expandierende Energieunternehmen aus Calgary in Kanada auf. Im Anschluss äußerte sich das Analystenhaus Echelon Capital Markets und sieht im aufstrebenden Ölproduzenten einen Kaufkandidaten mit einem Kursziel in Höhe von 5,65 CAD. Zum aktuellen Kurs von 2,61 CAD bietet sich laut den Finanzexperten ein Potenzial von rund 116 %. Mit einem 1,4-fachen Unternehmenswert im Hinblick auf den diskontierten freien Cashflow 2024 läge eine deutliche Unterbewertung gegenüber Vergleichsunternehmen aus der Junior Oil Peer Group vor, die mit einem Faktor von 1,9 bewertet werden. Diese Bewertungsschere dürfte sich laut den Analysten spätestens mit dem Ende der Schuldentilgung im ersten Quartal 2026 annähern.

    Besser als erwartet verliefen zudem erste Bohrungen, die auf das Spearfish-Gebiet abzielen und fünf horizontale Bohrungen im Gebiet Manor im Südosten von Saskatchewan beinhalten. Diese wiesen eine durchschnittliche Anfangsproduktionsrate über 30 Tage von 102,5 Barrels pro Tag auf und übertrafen damit die Erwartungen des Managements um 33 %. Bis zum Geschäftsjahresende will Saturn Oil & Gas weitere 30 Bohrungen auf der gesamten Landbasis von Cardium, Viking, Montney über SE Saskatchewan durchführen.

    Stolz zeigte sich das Management um CEO John Jeffrey in Bezug auf das Erreichen des 18. Platzes im Ranking 2023 bei "Canada's Top Growing Companies", den sich Saturn Oil & Gas mit einem Dreijahres-Wachstum von 1.929 % sicherte. Das Unternehmen präsentiert sich heute beim 8.IIF- International Investment Forum. Die Anmeldung ist kostenlos.

    Exxon Mobil – Vor Megadeal

    Nicht ganz so positiv stellt sich die charttechnische Situation beim US-amerikanischen Mineralölkonzern Exxon Mobil dar. Zwar profitiert auch der Ölmulti von den politischen Unruhen in Israel und startete die Handelssitzung mit einem Plus von über 2 % auf rund 110,00 USD. Jedoch befindet sich der Titel nahe an seinem seit Oktober 2020 etablierten Aufwärtstrend bei 99,85 USD. Auch die Indikatoren wie RSI und der Trendfolger MACD lieferten bereits Verkaufssignale. Ein Bruch des wichtigen Trends dürfte Kurse im Bereich der 90 USD-Marke zur Folge haben.

    Für Aufsehen sorgte eine mögliche Akquisition des Schieferöl-Spezialisten Pioneer Natural Resources durch Exxon Mobil über ein Volumen in Höhe von 60 Mrd. USD. Laut dem „Wall Street Journal“, dass sich auf informierte Kreise beruft, könnte der Öl-Gigant seine Aktivitäten in West-Texas sowie in New Mexico deutlich ausweiten.

    Dieses Gebiet sehe Exxon als zentralen Wachstumstreiber. Der Deal wäre die größte Akquisition von Exxon seit der 81 Mrd. USD schweren Übernahme von Mobil im Jahr 1998. Damit würde das Unternehmen zu einem der führenden Produzenten im lukrativen Permian-Becken, dem größten Schieferölfeld der USA, aufsteigen.


    Der Angriff der Hamas auf Israel beendete die aktuell laufende Korrektur am Ölmarkt abrupt. Shell steht kurz vor dem Erreichen eines neuen Jahreshochs. Exxon Mobil will durch einen Megadeal weiterwachsen. Bei Saturn Oil & Gas ergeben sich nach dem Rücksetzer neue attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Analysten sehen hier ein Verdopplungspotenzial.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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