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21.10.2024 | 05:10

First Majestic Silver, Desert Gold Ventures, Skeena Resources - Die Zeit ist reif

  • Gold
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Einmal mehr konnte der Goldpreis ein neues Allzeithoch erklimmen und sich über der Marke von 2.700 USD je Unze etablieren, auch Silber erreichte nach dem Bruch des horizontalen Widerstands bei 32 USD ein neues Zwölfjahreshoch. Nachdem Minenaktien lange nicht in die Gänge kamen, feiern diese ihr Comeback mit einer fulminanten Aufwärtsbewegung. Sollte der Goldtrend wie von Experten erwartet sogar über 3.000 USD je Unze führen, dürfte nun die Zeit für kleinere Explorationsunternehmen reif sein.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , SKEENA RES LTD NEW | CA83056P8064

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Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold Ventures mit glänzenden Aussichten

    Desert Gold Ventures, ein Unternehmen mit bedeutenden Goldprojekten in Westafrika, steht aufgrund seiner vielversprechenden Entwicklungen und strategischen Pläne auf der Watchlist vieler Anleger. Unter der Leitung von CEO Jared Scharf haben die Kanadier auf ihrem 440 km² großen Vorzeigeprojekt SMSZ bereits 1,1 Mio. Unzen Gold entdeckt, was derzeit zu einem Börsenwert von etwa 10,60 USD pro Feinunze im Boden führt.

    Bemerkenswert ist, dass von mehr als 27 entdeckten Goldzonen nur fünf in die aktuelle Ressourcenschätzung einbezogen wurden, was erhebliches Potenzial für zukünftige Entdeckungen und Wertsteigerungen bietet.

    Dabei betont Scharf die Bedeutung des derzeit hohen Goldpreises von über 2.600 USD pro Feinunze, der die Wirtschaftlichkeit der Projekte verbessert und sich in einer bevorstehenden vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) im ersten Quartal 2025 widerspiegeln wird. Diese Bewertung wird entscheidende Details zur Rentabilität des geplanten Bergbaus liefern, der zunächst die Förderung von zwei Tagebau-Minen mit etwa 200.000 Unzen Gold vorsieht. Die geplanten Produktionskosten liegen dabei zwischen 800 und 1.300 USD pro Unze, was bei den aktuellen Goldpreisen hohe Gewinnmargen ermöglichen könnte.

    Das Unternehmen erwägt, den Bau der Phase 1 durch Fremdkapital und mögliche Finanzierungsalternativen zu decken, wobei bereits Gespräche mit mehreren Finanzgruppen im Gange sind. Die Produktion ist bereits für das zweite Halbjahr 2025 vorgesehen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 16,87 CAD könnte Desert Gold Ventures zu einem Outperformer mutieren, sollte die angestrebte Produktion näher rücken.

    First Majestic Silver – Weiterhin Vorsicht geboten

    Die Hausse bei Gold- und Silberaktien geht auch nicht am zuletzt schwächelnden Bergbauunternehmen aus Vancouver vorbei. Nach dem Ausbilden eines doppelten Bodens bei 4,50 USD konnte sich First Majestic Silver, getrieben von steigenden Notierungen der Basispreise, von den Tiefstständen entfernen. Mit dem Durchbruch des horizontalen Widerstands bei 6,88 USD wurde am Freitag ein Kaufsignal generiert, welches die Aktie kurzfristig bis zum Jahreshoch aus dem April bei 8,44 USD führen könnte.

    Ob es sich beim Silberproduzenten wirklich um eine nachhaltige Trendwende handelt, bleibt abzuwarten, denn herausragend waren die vorläufigen Produktionszahlen zum dritten Quartal nicht.

    So wurden 5,5 Mio. Unzen Silber-Äquivalent produziert, eine marginale Steigerung um 4 % zum zweiten Quartal. Die Übernahme von Gatos Silver könnte für First Majestic Silver jedoch zu einem entscheidenden Wendepunkt werden und die in den vergangenen Monaten erzielte Performance aufbessern. Gatos hat kürzlich seine Produktionsprognosen angehoben, was First Majestic nicht nur in der Produktionsmenge, sondern auch in den Kostenstrukturen und somit beim Free-Cashflow zugutekommen dürfte.

    Zudem hat First Majestic Silver im dritten Quartal die Explorations-Arbeiten in der kriselnden Jerritt Canyon Mine in Nevada wieder aufgenommen. Diese Mine, die bisher als finanzielle Fehlinvestition galt, ist derzeit außer Betrieb. CEO Keith Neumeyer betonte kürzlich, dass ein Wiederanfahren des Betriebs in den nächsten Monaten nicht geplant ist, selbst höhere Goldpreise motivieren hier nicht. Die Produktionsergebnisse des Projekts waren bisher zu unbefriedigend.

    Skeena Resources – Explorer mit Potenzial

    Wie bereits oben beschrieben, besitzen kleinere Produzenten sowie Explorationsunternehmen historisch gesehen bei einem längeren Aufwärtstrend beim Goldpreis die Chance auf eine deutliche Outperformance. Ein Beispiel ist das kanadische Bergbauunternehmen Skeena Resources, das auf dem besten Wege ist, in naher Zukunft zum Produzenten zu mutieren. Das Allzeithoch notiert aus dem Jahr 2007 bei 214 CAD, der aktuelle Kurs liegt bei beschaulichen 13,59 CAD. Eine markante Widerstandsmarke liegt derzeit bei 16,85 CAD. Sollte die gerissen werden, wäre ein kurzfristiger Move In Richtung 28 CAD möglich, wodurch die jahrelange Bodenbildungsphase als vollendet gezählt werden könnte.

    Skeena Resources hat das Eskay Creek-Projekt, eine ehemals produzierende Mine in British Columbia, Kanada, von 1994 bis 2008 betrieben, in dieser Zeit wurden insgesamt 3,3 Mio. Unzen Gold und 160 Mio. Unzen Silber gefördert. Das Unternehmen fokussiert sich nun auf dieses fortgeschrittene Projekt, das zusammen mit dem Snip-Projekt zu den interessanten Vorhaben des Unternehmens zählt.
    Eine wichtige Entwicklung für Eskay Creek erfolgte bereits im Jahr 2017, als Skeena Resources mit Barrick Gold eine Vereinbarung traf, die es Skeena ermöglichte, mit ersten Explorationsarbeiten zu beginnen. Schließlich erwarb Skeena im Jahr 2020 die Mine endgültig von Barrick Gold.

    Die strategische Lage von Eskay Creek wird durch die Nähe zu bedeutenden Projekten wie dem KSM-Projekt von Seabridge Gold und der Brucejack Mine von Newmont unterstrichen, was die Bedeutung und das Potenzial dieser Region weiter hervorhebt.


    Bei der aktuellen Goldgräberstimmung bieten sich vor allem bei kleineren Explorationsunternehmen wie Skeena Resources und Desert Gold Ventures Einstiegsmöglichkeiten, um langfristig eine Outperformance zum Goldpreis zu erzielen. Dagegen ist bei First Majestic Silver nach den vorläufigen Produktionszahlen trotz der guten charttechnischen Verfassung Vorsicht geboten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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