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06.04.2023 | 05:05

Gewinner der Elektromobilität: BYD, First Phosphate, Leoni, Tesla

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Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität ist nicht auszuhalten. Der US-Elektro-Pionier hat in den ersten drei Monaten des Jahres 422.875 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit wurden die Analystenprognosen von 421.000 Stück leicht übertroffen. In der Gigafactory in Grünheide fahren inzwischen 5.000 Elektroautos pro Woche vom Band – macht etwa 250.000 pro Jahr. Geht es nach Tesla, könnten es in einigen Jahren sogar 1 Mio. E-Autos pro Jahr sein. Doch Tesla ist nicht der einzige Gewinner der Elektromobilität. Auch BYD überzeugt beim Absatz und Analysten erhöhen das Kursziel. Mehr E-Autos bedeutet auch mehr Batterien. Davon will First Phosphate profitieren. Ist die laufende Kapitalerhöhung durch, bietet sich eine Einstiegsgelegenheit. Eigentlich müsste ein Kabelhersteller auch gut dastehen, aber bei Leoni stehen Aktionäre leider einen Totalverlust.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: FIRST PHOSPHATE CORP | CA33611D1033 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , LEONI AG NA O.N. | DE0005408884 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    First Phosphate: Laufende Finanzierungsrunde bietet Einstiegschance

    First Phosphate notiert seit Mitte Februar 2023 an einer deutschen Börse und dürfte erst wenigen Anlegern bekannt sein – noch. Denn wer an die Elektromobilität glaubt, sollte das Unternehmen mindestens auf die Watchlist setzen. Auf ihren Grundstücken in der kanadischen Provinz Quebec hat First Phosphate seltenes Anorthosit-Phosphat-Eruptivgestein gefunden. Daraus lässt sich Phosphorsäure in Batteriequalität herstellen. Da die US Regierung die heimische Batterieherstellung stark fördert, liegt der Absatzmarkt direkt vor der Haustür.

    In den vergangenen Wochen gab es positiven Newsflow. Bereits in den kommenden Monaten will First Phosphate die Pilotproduktion starten. In der vergangenen Woche hat man ein Lizenzabkommen mit der britischen Integral Power Ltd. (IPL) gemeldet. Damit sichert sich First Phosphate den langfristigen Zugang zu einer fortschrittlichen Methode zur Formulierung des aktiven LFP-Kathodenmaterials gesichert. Das Kathodenmaterial wird aus Lithium, Eisen und Phosphat hergestellt und wird unter anderem in Batterien und stationären Energiespeichersystemen eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Kathodenmaterialien gilt LFP-Kathodenmaterial als relativ preisgünstig und umweltfreundlich. Im Rahmen der Partnerschaft hat sich First Phosphate mit rund 83.000 CAD an IPL beteiligt und besitzt das Recht, in künftigen Finanzierungsrunden Folgeinvestitionen zu tätigen. Die von der britischen Regierung geförderte Pilotanlage für LFP-Batteriematerial soll Ende 2023 den Betrieb aufnehmen. Dann wird IPL die gereinigte Phosphorsäure und das Eisensulfat von First Phosphate in LFP-Qualität verwenden. Zudem hat First Phosphate eine Lizenz erhalten, LFP-Kathodenmaterial in Nordamerika zu produzieren.

    John Passalacqua, CEO von First Phosphate: "Wir haben die IPL-Anlagen im Vereinigten Königreich besucht. Wir haben uns auch die Leistungsprotokolle von Testbatteriezellen angesehen, die mit dem aktiven LFP-Kathodenmaterial von IPL hergestellt wurden. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass die IPL-Technologie die Antwort auf eine verbesserte LFP-Batterieleistung sein könnte.“ Zur Finanzierung des Baus der eigenen Produktionsanlage führt First Phosphate derzeit eine Finanzierungsrunde mit einem Volumen von bis zu 2 Mio. CAD durch. Entsprechend ist der Aktienkurs unter Druck gekommen. Doch somit bietet sich für Anleger die Chance, einen Fuß in die Tür zu stellen. Bei einem Kurs von 0,63 CAD wird das Unternehmen mit rund 30 Mio. CAD bewertet.

    BYD: Analysten raten zum Kauf

    Eine Fabrik in Nordamerika hat BYD zwar noch nicht angekündigt, aber auszuschließen ist dies nicht und damit zählt auch der chinesische Hersteller zum potentiellen Kundenkreis von First Phosphate. Zumindest baut BYD ja seine Batterien selber. Und der Absatz der Fahrzeuge befindet sich weiterhin auf hohem Niveau. Allein im März hat BYD 207.100 Fahrzeuge verkauft. Dies sind rund 97% – und damit fast doppelt so viele – als im März 2022. Im gesamten ersten Quartal 2023 stieg die Absatzzahl um rund 93,8% auf 552.100 Fahrzeuge. Damit liegt man sogar vor Tesla. Allerdings verkauft BYD auch Hybridmodelle. Bei den rein elektrischen Fahrzeugen ist der Konzern von Elon Musk weiterhin der Branchenprimus.

    Analysten zeigten sich mit den BYD-Zahlen zufrieden. Jefferies erhöhte das Kursziel auf 262 HKD und rät zum Kauf der Aktie. Das Management des Automobilherstellers zeige sich zuversichtlich, in diesem Jahr einen Inlandsabsatz von 3 Mio. Einheiten zu erreichen. Jefferies hob daher die eigenen Schätzungen an und erwartet nun, dass BYD im laufenden Jahr 3,3 Mio. und in 2024 4,5 Mio. Fahrzeuge im In- und Ausland verkaufen wird. Auch die Gewinnschätzungen wurden von Jefferies für 2023 um 12% und 2024 um 16% angehoben. Jefferies sieht BYD als langfristigen Gewinner innerhalb des Sektors. Am Montag hatte bereits die Bank of America ihre Kaufempfehlung für die BYD Aktie erneuert. Das Kursziel liegt sogar bei 380 HKD. Derzeit notiert das Wertpapier bei 227 HKD.

    Leoni: Aktionäre vor Totalverlust

    Während Automobilzulieferer rund um den Verbrennungsmotor und den Antriebsstrang zu den großen Verlierern der Elektromobilität gehören, sollte Kabelhersteller eigentlich gut durch die Branchenveränderung kommen. Dies gilt leider nicht für Leoni. Zwar ist das Sanierungskonzept gebilligt worden und das Unternehmen und die Arbeitnehmer damit gerettet, doch Aktionäre stehen vor dem Totalverlust. Dennoch konnte sich die Aktie in den vergangenen Tagen zwischenzeitlich auf 1 EUR vervierfachen. Allerdings folgte gestern auch wieder der Einbruch um über 40%. Dennoch notiert die Aktie immernoch bei „immerhin“ 0,30 EUR. Das Kursziel aller Experten lautet 0 EUR. Die Zocker haben also bei der Leoni-Aktie übernommen.


    Die Elektromobilität hat Gewinner und Verlierer. Zu den Gewinnern gehört Tesla und auch BYD scheint sich als einer der führenden Hersteller zu etablieren. Ob die Chinesen auch in Europa erfolgreich sein werden, wird sich im laufenden Jahr zeigen. Sämtliche Hersteller bringen neue elektrische Modelle auf den Markt und selbst Volkswagen wird nach dem Golf 8 keine Verbrennerversion des Verkaufsschlagers mehr anbieten. Dies verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Batterien. Davon will First Phosphate. Das Unternehmen steht noch am Anfang, aber die Bewertung der Aktie scheint alles andere als teuer zu sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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