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29.12.2020 | 05:50

Glencore, Almonty, Aurubis – Kursturbo Knappheitspreise

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wenn Sie auf den Altmeister der Börse André Kostolany gehört haben, dann haben Sie in der Vergangenheit über Aluminium nachgedacht. Und das ist auch gut so. Wer auf Unternehmen setzt, die sich auf Industriemetalle oder strategische Metalle konzentrieren, sollte im nächsten Jahr eine gute Performance einfahren. So treibt die steigende Nachfrage im Zuge der Elektromobilität den Preis von Kupfer. Aber auch sogenannte strategische Metalle, wie z.B. Wolfram, werden vielfältig eingesetzt und können schwer substituiert werden. Die Verfügbarkeit von strategischen Metallen ist stärker beschränkt als die der Industriemetalle. Phasenweise kann es zu einer großen Lücke zwischen Angebot und Nachfrage kommen. Anleger profitieren dann von Knappheitspreisen. Wir verraten Ihnen, wo Chancen locken.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Carsten Mainitz

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Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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GLENCORE PLC – stark diversifiziert

Glencore ist eines der weltweit größten und diversifiziertesten Rohstoff-Unternehmen. Die Wurzeln des Konzerns gehen auf die 1970er Jahre zurück. Gestartet als Handelsunternehmen, ist Glencore heute ein bedeutender Produzent und Vermarkter von Rohstoffen und beschäftigt 160.000 Personen. Der Konzern besitzt 150 Bergbauprojekte in mehr als 35 Ländern. Mit knapp 40 Mrd. EUR Börsenwert ist die Gesellschaft ein Schwergewicht.

Die Geschäftstätigkeit von Glencore ist zweigeteilt. Als Produzent unterscheidet der Konzern die Bereiche „Metals & Minerals“ mit Kupfer, Zink, Nickel, Kobalt, Aluminium etc. und „Energy Products“ mit Kohle und Öl. Als Vermarkter bezieht Glencore Rohstoffe und Produkte physisch von seiner globalen Lieferantenbasis und verkauft die Rohstoffe dann an seine Kunden. Dieser ganze Prozess umfasst die Verarbeitung, die Lagerung und den Transport der Rohstoffe.

Mit der Aufstellung als Produzent und Vermarkter differenziert sich die Gesellschaft von Wettbewerbern. Anleger können somit in Bezug auf Geschäftsaktivitäten und Rohstoffe in einen etablierten Player investieren.

ALMONTY INDUSTRIES INC – auf dem Weg zu einem bedeutenden Wolfram-Produzenten

Almonty legt den Schwerpunkt seiner Geschäftstätigkeit auf Wolfram, welches zu der Gruppe der strategischen Metalle gehört. Wolfram besitzt eine extrem hohe thermische Belastbarkeit und Dichte. Es weist den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle sowie die größte mechanische Festigkeit auf. Oft wird Wolfram als Legierung eingesetzt.

Momentan überwiegen die Aktivitäten von Almonty in Europa mit dem Abbau, der Verarbeitung und dem Versand von Wolframkonzentrat aus seiner Mine Los Santos in Westspanien und seiner Mine Panasqueira in Portugal. Daneben entwickelt die Gesellschaft das Zinn- und Wolframprojekt in Valtreixal, im Nordwesten Spaniens.

Zentral für das Wachstum von Almonty ist jedoch die Entwicklung der Wolframmine Sangdong in der Gangwon-Provinz in Südkorea. Hier wurde im Dezember mit der Bereitstellung einer Finanzierung das Fundament gelegt, um zum größten Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas aufzusteigen. In Zukunft sollen rund 30% des Bedarfs außerhalb Chinas und rund 7% bis 10% der globalen Nachfrage gedeckt werden. Die Pläne sehen ab 2021 ein Hochfahren der Produktion vor. Die Mine soll eine Betriebsdauer von 30 Jahren und mehr besitzen.

Angesichts steigender Wolfram-Preise, einer extrem günstigen Finanzierung, niedriger Kostenstruktur und einer langen Lebensdauer der Mine bestätigen die Analysten von First Berlin ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1,45 CAD. Damit kann sich die Aktie locker verdoppeln. Auch angesichts der derzeitigen Marktkapitalisierung von rund 120 Mio. CAD ist das Potenzial einer solch großen Mine eines kritischen Rohstoffs noch lange nicht eingepreist.

AURUBIS AG – weltweit größter Kupferrecycler

Aurubis produziert Kupfer aus Kupferkonzentrat und Recyclingmaterialien und verarbeitet diese weiter zu Vorprodukten. Altkupfer und viele weitere Recyclingmaterialien werden so wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt. Als Nebenprodukte des Recyclings werden u.a. Edelmetalle wie Gold und Silber erzeugt. Aurubis besitzt Produktionsstandorte in Europa und den USA und ein weltweites Vertriebsnetz.

Der MDAX-Konzern ist schon jetzt der weltweit größte Kupferrecycler und festigte in den letzten Monaten seine Position mit der Übernahme des belgisch-spanischen Metallrecyclers Metallo. Damit baut Aurubis seine Möglichkeiten deutlich aus, Metalle etwa aus alten Elektrogeräten zu verwerten. Zudem rief der Konzern im November ein Joint Venture mit TSR Recycling für das Kabelrecycling ins Leben.

Aurubis legte im Dezember die Zahlen für das bereits abgelaufene Geschäftsjahr vor. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte um 15 % auf 221 Mio. EUR gesteigert werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein EBT zwischen 210 und 270 Mio. EUR in Aussicht gestellt.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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