Menü schließen




08.06.2022 | 05:10

Glencore, Globex Mining, SGL Carbon - Sichern Sie ihr Geld!

  • Inflation
  • Rohstoffe
  • Diversifikation
Bildquelle: pixabay.com

Die Inflation in Deutschland ist im Mai laut dem Statistischen Bundesamt auf 7,9% explodiert. Seit Beginn der Ukraine-Krise trugen dabei die horrend wachsenden Energiepreise einen Großteil zur Steigerung bei. Einen ähnlich hohen Stand gab es zuletzt in den 70er-Jahren anlässlich der ersten Ölkrise. Dass sich dieser in den nächsten Monaten abmildern wird, sehen Experten bisweilen noch nicht. So dürften neben den hohen Energiepreisen auch die Angebotsknappheit von benötigten Gütern und Rohstoffen zu weiterhin hohen Teuerungsraten beitragen. Um sich gegen die steigende Inflation abzusichern, gelten ausgesuchte Rohstoffinvestments als geeignete Instrumente.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , SGL CARBON SE O.N. | DE0007235301

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Glencore – Der Gigant aus dem Kanton Zug

    Nur wenige verbinden den Alpenstaat Schweiz mit Rohstoffhandel. Und nur eingefleischte Börsianer wissen, dass sich der operative Hauptsitz des größten Rohstoffhändlers der Welt, Glencore, in der beschaulichen Kleinstadt Baar im Kanton Zug befindet. Glencore, das mit einem Börsenwert von 79,80 Mrd. EUR gelistet ist, ist einer der bedeutendsten Produzenten und Vermarkter von mehr als 60 Rohstoffen an weltweit rund 150 Standorten in den Bereichen Bergbau, Metallurgie und Ölproduktion.

    Getrieben von stark steigenden Rohstoffpreisen konnte sich der Aktienkurs der Glencore-Aktie seit Mitte 2020 mehr als vervierfachen. Mit 542,90 GBP konnte zudem ein neues Allzeit-Hoch erreicht werden. Durch den stark gestiegenen Börsenwert auf der einen Seite und den deutlichen Kursverlusten der Aktie des Sportartikelherstellers Adidas konnten sich die Schweizer nun einen Platz im Stoxx Europe 50 erkämpfen.

    Den Aktienkurs konnten auch Strafzahlungen in Milliardenhöhe, die aufgrund von Schmiergeldzahlungen aus der Vergangenheit verhängt wurden, nicht bremsen. Demnach muss Glencore knapp 1,1 Mrd. USD an Strafgeldern in den USA und Brasilien bezahlen, die Höhe der Zahlung an britische Behörden wird noch ermittelt. Auch die Verfahren in der Schweiz und in den Niederlanden müssen noch abgeschlossen werden. Insgesamt könnten laut Experten rund 1,5 Mrd. USD zusammenkommen. Damit enden knapp vier Jahre andauernde Untersuchungen in mehreren Ländern gegen den Rohstoffkonzern.

    Globex Mining – Perfekt diversifiziert

    Ähnlich stark zeigte sich die Performance von Globex Mining. Dass der kanadische Asset Manager für den Rohstoffsektor aufgrund seiner breiten Diversifikation eine perfekte Absicherung gegen sie stark steigende Inflation ist, spielt dabei eine erhebliche Rolle. Dadurch konnte sich der Aktienkurs seit dem Corona-Tief im März 2020 von 0,25 CAD auf aktuell 1,35 CAD mehr als verfünffachen. Der Börsenwert liegt trotzdem bei lediglich 55,24 Mio. EUR. Damit dürfte die Aktie, die neben Toronto auch in Frankfurt gehandelt wird, weiterhin deutlich unter ihrem Net Asset Value notieren.

    Das schuldenfreie Unternehmen wird seit 1983 vom erfahrenen CEO Jack Stoch geleitet. Dabei wuchs das Unternehmen seit Jahrzehnten ohne größere Verwässerungen durch Kapitalerhöhungen, da das Geschäftsmodell darin besteht, Landpakete aus dem Bestand gegen Bargeld und Aktien zu optionieren und dadurch Lizenzgebühren auf die zukünftige Produktion einzubehalten. Zudem übernehmen die Optionspartner das Explorationsrisiko. Neben dem Erwerb und der Veroptionierung von Grundstücken werden auch eigene Grundstücke mit mindestens 1,5 CAD pro Jahr weiterentwickelt.

    Insgesamt befinden sich rund 210 Projekte im breit diversifizierten Portfolio, darunter Edelmetalle wie Gold, Silber, Palladium und Platin auch Basismetalle wie Kupfer, Zink, Blei und Nickel, Spezialmetalle und Mineralien. Auch geographisch setzt das Management mit Liegenschaften in den USA, Kanada und Deutschland auf Streuung. Die Cash-Quote liegt bei starken 20 Mio. CAD.

    Positive Neuigkeiten kamen zuletzt vom Labyrinth Gold Mine Royalty-Grundstück in Quebec, bei dem Globex Mining eine 5%ige Bruttometall-Lizenzgebühr auf die ersten 25.000 Unzen Gold erhält, die auf dem Grundstück produziert werden. Danach liegt die Lizenzgebühr bei 3%. So nähert sich laut Labyrinth Resources das Vorzeigeprojekt mit über 4.390m abgeschlossener Diamantbohrungen dem Ende. Die Ergebnisse von acht Bohrlöchern stehen noch aus, wobei sechs davon in den nächsten zwei Wochen erwartet werden. Dabei zeigte sich das Management äußerst zufrieden, da weiterhin Mineralisierungen über mehrere historisch modellierte Lagen durch die erste echte Exploration seit über zehn Jahren identifiziert werden konnten.

    SGL Carbon mit besseren Aussichten

    Auf mehr als 12% belief sich das Kursplus beim Kohlefaserspezialist SGL Carbon. Nachdem dieser seine Prognosen nach oben schrauben konnte, schoss der Wert über den markanten Widerstandsbereich bei 6,00 EUR auf mehr als 6,70 EUR. Sowohl bei Umsatz und operativem Gewinn rechnet sich der Konzern nun mehr aus als noch zu Jahresbeginn prognostiziert. Die Geschäftsentwicklung sei in allen vier Bereichen gut und gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport hätten "weitestgehend erfolgreich" weitergegeben werden können, hieß es aus dem Unternehmen.

    Beim bereinigten operativen Ergebnis EBIT wird ein Gewinn von 70 bis 90 Mio. EUR statt der bislang im Plan stehenden 50 bis 70 Mio. EUR erwartet. Der Umsatz soll sogar auf nunmehr 1,1 Mrd. EUR ansteigen. Die mittelfristigen Ziele für das Jahr 2025 bleiben bestehen. Langfristig erscheint SGL Carbon interessant, ein Rücksetzer nach dem starken Ausbruch ist jedoch wahrscheinlich.


    Die Inflation ist so hoch wie seit den 1970er Jahren nicht mehr und dürfte laut Experten auch auf dem gestiegenen Niveau bleiben. Globex Mining als auch Glencore bieten sich als Sicherungsinstrumente gegen die Teuerung an. SGL Carbon konnte einen wichtigen Widerstand überwinden.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 13.05.2026 | 04:15

    333 % Plus mit Raketencharts von AMD, LPKF Laser und Group Eleven. Wie geht es hier weiter?

    • Chipindustrie
    • Künstliche Intelligenz
    • Rechenzentren
    • kritische Metalle
    • Rohstoffe

    Erratische Bewegungen – erwartungsvolle Bewertungen! Zurzeit bekommt man als Börsianer den Eindruck, dass KI und Rechenzentren das Heil der Welt der nächsten 100 Jahre darstellen würden. Klar kostet der Aufbau von KI-Strukturen für die Techriesen sehr viel Geld. Gleichzeitig verdienen sich die Architekten dieser Strukturen eine goldene Nase. Im Prinzip ist es aber ein Kreislauf. Das was der eine investiert, erzielt der andere als Gewinn. Denkt man dieses Prinzip 3 Jahre nach vorne, so haben dann alle relevanten Industrien ihre „Generative AI“ eingeführt. Vom einfachen Angestellten bis hin zum Facharbeiter und sogar in der Führungsebene besteht jetzt dramatisches Einsparpotenzial, was wiederum die Bilanzen aufbessert. Doch am Ende des Tages, verlieren viele Menschen ihren so wichtigen Arbeitsplatz. Das Ergebnis liegt auf der Hand: Der Konsum geht zurück und letztlich wird Wachstum durch Schrumpfung ersetzt. Dynamische Anleger reiten die aktuellen Aufwertungen mit und retten sich dann zur rechten Zeit. Was funktionieren muss, ist Timing! Hier ein paar Ideen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 06.05.2026 | 04:00

    IPO, Übernahme und Produktion! Hier stehen 500 % im Raum: Barrick Gold, Desert Gold, Deutsche Bank und Commerzbank!

    • Gold
    • West-Afrika
    • Rohstoffe
    • Banken
    • Fusion
    • Übernahme
    • IPO

    Zwischen geopolitischer Eskalation im Nahen Osten und nervösen Kapitalmärkten glänzt Gold einmal mehr als sicherer Hafen und zieht Anlegerströme magisch an. Parallel dazu braut sich im stark fragmentierten, europäischen Bankensektor eine Konsolidierungswelle zusammen, bei der Fusionsfantasien rund um Schwergewichte wie Deutsche Bank und Commerzbank für zusätzliche Dynamik sorgen. Gleichzeitig bringt Barrick Gold mit seinen Nordamerika IPO-Plänen frischen Schwung in den Rohstoffsektor und öffnet die Tür für neue Kapitalströme. Noch spannender wird es jetzt bei der kanadischen Desert Gold, wo der Übergang zur Produktion den nächsten Bewertungssprung einläuten könnte. Die Parallelität dieser Entwicklungen schafft ein seltenes Spannungsfeld zwischen defensiver Absicherung und offensiver Wachstumsfantasie. Wer jetzt strategisch denkt, erkennt: Inmitten globaler Krisen entstehen oft die lukrativsten Einstiegsfenster.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.05.2026 | 04:30

    Jetzt geht´s rund in Nahost! Antimony Resources, Rheinmetall, Renk und LPKF Laser stark gesucht

    • Kritische Metalle
    • Defense-Sektor
    • HighTech
    • Rüstungsindustrie
    • Rohstoffe

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die ohnehin fragilen Lieferketten weltweit und rückt kritische Rohstoffe abrupt ins Zentrum der Kapitalmärkte. Im Fokus steht dabei weniger der physische Metallfluss durch die Straße von Hormus als vielmehr ihre Rolle als Nadelöhr für rund 20 % des globalen Ölhandels, dessen Störungen die Energiepreise und damit die Kostenbasis der Industrieproduktion unmittelbar nach oben treiben. Bereits moderate Verwerfungen führen zu steigenden Frachtraten, höheren Versicherungsprämien und verlängerten Lieferzeiten: Ein toxischer Mix für just-in-time optimierte Industrien. Studien beziffern das Risiko einer nachhaltigen Störung auf Handelsvolumina von bis zu 1,2 Billionen USD jährlich, die ins Wanken geraten könnten. In dieser Gemengelage profitieren vor allem Unternehmen, die strategische Engpässe adressieren oder Teil der sicherheitsrelevanten Wertschöpfungskette sind. Antimony Resources Corp. rückt als potenzieller westlicher Lieferant eines kritischen Metalls in den Vordergrund, während Rheinmetall und Renk Group von steigenden Verteidigungsbudgets profitieren. LPKF Laser & Electronics adressiert den Chipmarkt mit neuen Ideen. Anleger sollten ihr Gespür befragen, was jetzt ins Depot gehört.

    Zum Kommentar