22.04.2026 | 04:55
Lahontan Gold: Auf dem Weg zu Nevadas nächster Goldmine!
Der US-Bundesstaat Nevada ist allein einer der größten Goldproduzenten der Welt. Dort finden sich eine ganze Reihe an Weltklasse-Goldminen, wobei Newmont und Barrick Mining das Geschehen mit dem Komplex Nevada Gold Mines dominieren. Lahontan Gold ist auf dem Weg, die nächste Mine im berühmten Walker-Lane-Trend zu bauen. Die Kanadier streben eine Produktion von bis zu 80.000 Unzen Gold pro Jahr an. Aufgrund der niedrigen Bewertung des Unternehmens bietet sich hier eine Einstiegschance für mittel- bis langfristig orientierte Anleger.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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Der Beiname Nevadas ist „Silver State“. Doch das führt in die Irre. Denn neben Entertainment und Glücksspiel in Las Vegas steht der US-Bundesstaat vor allem für Gold. Der Bergbau ist nach dem Tourismus der zweitwichtigste Wirtschaftszweig der Region. In einigen ländlichen Bezirken wie Eureka oder Lander County hängen fast alle Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Gold. Im Juli 1849 fand ein Glücksritter im Gold Canyon (in der Nähe des heutigen Dayton) als erster Gold. Seither hat sich Nevada zum „Gold-Herz“ der USA entwickelt. Als eigenständiges Land kommt es regelmäßig unter die Top-5-Goldproduzenten der Welt und steht heute für etwa 70 bis 80 % der gesamten Goldförderung der Vereinigten Staaten. Seit 1835 wurden in Nevada über 250 Millionen Unzen Gold gefördert, der Großteil davon nach dem Jahr 1965.
Die geologische Besonderheit der Gegend sind gleich drei große Mineralisierungstrends (Strukturen in der Erdkruste): Der Carlin, der Walker Lane und der Battle Mountain-Eureka Trend. Hier finden sich heute mit Cortez, Turquoise Ridge und Bald Mountain einige der größten Goldminen der Welt.
Lahontan Gold: Auf dem Weg zum Minenbau
Am Walker-Lane-Trend hat sich auch Lahontan Gold breit gemacht. Der Goldjunior aus Kanada befindet sich auf dem Weg zu einem der nächsten Goldproduzenten in der Region. Zentral im Westen Nevadas, im Mineral County, will das Unternehmen die historische Santa Fe-Mine wiederbeleben. Die Liegenschaft befindet sich in einer Region, die aktuell aufgrund moderner Explorationsmethoden eine Renaissance erlebt. Die Lage gilt als logistisch hervorragend: das Projekt ist direkt über den Highway 95 erreichbar und im Gegensatz zu vielen abgelegenen Minen im Norden des Bundesstaats ist die nötige Infrastruktur (Strom, Straßen, Arbeitskräfte) bereits weitgehend vorhanden. Das Projekt selbst befindet sich innerhalb des Walker Lane Trends, hier finden sich oft epithermale Gold- und Silbervorkommen. Das Gelände umfasst die ehemalige Santa Fe Mine, die zwischen 1988 und 1995 von Corona Gold (später Homestake) betrieben wurde. In diesen sieben Jahren wurden über 345.000 Unzen Gold und 710.000 Unzen Silber gefördert. Somit verfügt Lahontan Gold über jede Menge Daten über die alten Abbaugruben und Bohrungen. Dies spart Zeit und viel Geld.
Dennoch muss auch Lahontan Gold noch Arbeit in das Projekt stecken. So befinden sich neben der Hauptgrube, auf den rund 19 km² Geländefläche, angrenzende Zonen mit einem erheblichen Ressourcen-Potenzial. Das Unternehmen hat schon eine Ressourcen- sowie eine Wirtschaftlichkeitsstudie für das Vorhaben publiziert. Laut der vorliegenden Schätzung aus dem Jahr 2024 befinden sich dort 1,54 Mio. Unzen Gold in der angezeigten (indicated) und 411.000 Unzen in der abgeleiteten (inferred) Kategorie. Somit beträgt die Gesamtressource 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Durchschnittlich finden sich 0,93 Gramm Gold in jeder Tonne Erz. Für Nevada-Verhältnisse ist dies ein sehr guter Wert.
Neue Ressource und PEA
Das nach 2024 gestartete Bohrprogramm förderte zudem hochgradige neue Zonen zutage. Dabei ging es vor allem um die Qualität und Validierung der Mineralisierung. Die extrem hohen Goldgehalte direkt an der Oberfläche bei West Santa Fe veranlassten das Management, hier massiv in die Exploration zu investieren und ein zweites Bohrgerät zu mobilisieren. So lieferte beispielsweise ein Bohrloch 36,6 Meter mit 3,11 g/t Gold-Äquivalent direkt ab der Oberfläche (WSF25-04R). Darin enthalten war zudem ein 10,7 Meter langer Abschnitt mit 8,24 g/t Goldäquivalent. Dementsprechend will Lahontan mit der neuen Ressourcenstudie das Vorkommen deutlich vergrößern. Die neue Studie soll noch im laufenden Quartal veröffentlicht werden. Mit den Arbeiten wurde das spezialisierte Ingenieurbüros Respec und Kappes Cassiday beauftragt. Im Vorhinein über die Größe der Ressource zu spekulieren, ist schwierig, aber: Sollten die hochgradigen Zonen bei West Santa Fe über mehrere hundert Meter kontinuierlich verlaufen, könnte Santa Fe in die Liga von Projekten wie Spring Valley aufsteigen. Hier reden wir dann über mehr als 3 Mio. Unzen Gold.
Mit der neuen Ressource will Lahontan Gold auch die aus dem Dezember 2024 stammende bestehende Wirtschaftlichkeitsstudie aktualisieren. Laut der früheren Schätzung plant man ab 2027/2028 eine jährliche Produktion von 70.000 bis 80.000 Unzen Gold, wobei ein Minenleben von acht Jahren unterstellt wird. Die Cash-Kosten sollen unter 1.300 USD je Unze liegen. Diese dürften heute höher sein, man hat damals aber einen Goldpreis von 1.950 USD unterstellt. Heute nehmen viele Gutachter Goldpreise von 2.750 bis 3.500 USD je Unze als Basis. Der Goldpreis befindet sich mit 4.800 USD momentan deutlich höher.

Günstige Produktion per Heap Leaching
Da es sich bei Santa Fe um oxidiertes Gold handelt, kann Lahontan hier relativ günstig per Heap Leaching (Haufenlaugungsverfahren) das Material verarbeiten. Das Erz muss dann lediglich zu Kiesgröße zerkleinert werden. Das Gold wird dann mit einer schwachen Natriumcyanidlösung extrahiert werden. Dieses kostengünstige Verfahren spart viel Geld und puscht die Gewinnmargen. Aktuell bewertet die Börse Lahontan Gold mit etwa 190 Mio. CAD, was etwa 138 Mio. USD entspricht. Nimmt man die alte Wirtschaftlichkeitsstudie als Basis, läge der Cashflow bei einer Gewinnmarge von 2.000 USD je Unze bei mehr als 140 Mio. USD.
Fazit: Das Management muss nun die Pläne umsetzen, um 2028 die Produktion starten zu können. Insofern bietet sich hier die Chance für Anleger, genau auf dieses Szenario zu setzen. Üblicherweise werden produzierende Goldfirmen mit dem drei- bis fünffachen des operativen Cashflows bewertet. Kurzfristig, also in den kommenden Monaten, sollte die Aktie von der Veröffentlichung der aktualisierten Ressourcenschätzung im Q2 sowie der neuen Wirtschaftlichkeitsberechnung im Q3 profitieren.
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