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21.06.2023 | 05:10

Lanxess, Smartbroker, Helma Eigenheimbau – Große Chancen in unsicheren Zeiten

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Bildquelle: pixabay.com

Noch trotzt die Börse den negativen Vorzeichen wie Rezession, strikter Geldpolitik der Notenbanken sowie der sich eher ausufernden geopolitischen Risiken. So verzeichnete der deutsche Leitindex DAX noch vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch. Doch die negativen Stimmen im Hinblick auf deutliche Rücksetzer an den Weltbörsen nehmen zu. Dennoch besitzen einige Unternehmen aufgrund von Sondersituationen das Potential, den Markt deutlich outperformen zu können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LANXESS AG | DE0005470405 , SMARTBROKER HOLDING AG | DE000A2GS609 , HELMA EIGENHEIMBAU AG | DE000A0EQ578

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Inhaltsverzeichnis:


    Smartbroker Holding AG – Der Countdown läuft

    Der Launch des nach Worten des Vorstandsvorsitzenden André Kolbinger „attraktivsten Broker Deutschlands“ schreitet weiter planmäßig voran. So sollen bereits im Juli ausgewählte Kunden erste Einblicke in eine Beta-Version erhalten. Die offizielle Öffnung des Smartbroker 2.0 ist für den August avisiert. Neu und für einen Neobroker üblich ist der Handel über eine iPhone- sowie Android-App. Zudem soll die Handelsoberfläche in einem neuen, modernen Look erstrahlen.

    Das Alleinstellungsmerkmal, das die Hauptstädter bieten, nämlich die Features und Preise eines Neobrokers kombiniert mit der breiten Produktpalette und der großen Auswahl an verschiedenen Handelsplätzen, wurde durch mehrere Kooperationen erweitert. So gewannen die Berliner neben den bereits bestehenden Derivatepartnern HSBC, Morgan Stanley, UBS und Vontobel mit BNP Paribas und Citi zwei weitere namhafte Emittenten hinzu. Für Kunden bedeutet dies eine noch größere Auswahl zu attraktiven Konditionen.

    In ihrer aktuellen Studie bestätigte das Analysehaus Montega ihr Urteil „Kaufen“ und vergab ein 12-Monatskursziel von 14,00 EUR. So habe Smartbroker vor kurzem ein Update zu den operativen Entwicklungen im Medien- und Transaktionssegment gegeben. Demzufolge sind die Entwicklungsarbeiten nahezu fertiggestellt und der Launch des Smartbroker 2.0 soll planmäßig in den nächsten Monaten vollzogen werden. Für das laufende Jahr halten die Hamburger das Erreichen der Guidance mit einem Umsatz zwischen 51 bis 56 Mio. EUR und einem EBITDA zwischen 1 bis 4 Mio. EUR weiterhin für realistisch. Hierzu sollte ein nachhaltig starkes Mediengeschäft beitragen. Zudem geht Montega davon aus, dass Smartbroker den überwiegenden Teil der aktiven Kunden und des verwalteten Vermögens migrieren kann.

    Helma Eigenheimbau – Fass ohne Boden

    Anfang Januar des vergangenen Jahres markierte die Aktie des Massivhaus-Anbieter mit Sitz in Lehrte bei Hannover, der sich auf die Entwicklung, die Planung, den Verkauf sowie die Bauüberwachung von schlüsselfertigen und teilfertigen individuellen Einfamilien-, Zweifamilien- und Doppelhäusern in Massivbauweise spezialisiert, mit 69,80 EUR ein Allzeithoch. Der Bauboom aufgrund der Niedrigzinsen schien endlos. Seither verlor das Papier über 94 % auf einen Tiefststand von 4,33 EUR. Damit durchbrach die Aktie das Jahreshoch aus dem Jahr 2008 kurzfristig, konnte die Unterstützung jedoch zumindest vorerst verteidigen und drehte im Handelsverlauf über die 5 EUR-Marke. Von einer Trendwende zu sprechen wäre jedoch hanebüchen, zu groß sind die Finanzierungsprobleme des einstigen Börsensternchens.

    So ist der Bauboom der vergangenen Jahre durch das stark gestiegene Zinsniveau quasi zum Erliegen gekommen, wodurch das hochverschuldete Unternehmen zu mehreren Umsatz- und Gewinnwarnungen gezwungen war. Zudem wurde die Ausschüttung an die Aktionäre bis auf weiteres gestrichen. Eine Refinanzierungsstrategie ist schnellstens nötig. Sollte dies über eine Eigenkapitalfinanzierung erfolgen, dürfte diese unserer Meinung jedoch weit unter dem aktuellen Kursniveau passieren.

    Aufgrund der Problematik setzte die Montega AG in einem Analyseupdate das Rating und das Kursziel für die Helma Eigenheimbau AG aus.

    Lanxess – Mit Gewinnwarnung Richtung Süden

    Einen regelrechten Ausverkauf musste auch der der Spezialchemiekonzern Lanxess hinnehmen. In Folge der Veröffentlichung einer Gewinnwarnung sackte das MDAX-Unternehmen um über 20 % ab und egalisierte damit mit 25,75 EUR fast das Corona-Tief vom März 2020. Ein Bruch der Marke von 25,68 EUR dürfte einen weiteren Abverkauf bis zur nächsten Unterstützungsmarke in der Zone um 21 EUR mit sich bringen.

    Die eher überraschende Gewinnwarnung wurde mit der schwachen Nachfrage aufgrund einer Verlangsamung im Bau-, Elektronik- und Verbrauchersektor und dem Abbau von Lagerbeständen bei den Kunden begründet. Die Analysten von Alster Research gehen in ihrer aktuellen Studie davon aus, dass sich der Abbau der Lagerbestände weiter fortsetzen dürfte. Das Kursziel wurde von vormals 47 EUR auf jetzt 40 EUR gesenkt, das Urteil lautet dennoch weiterhin „Kaufen“. So könnte das aktuelle Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit für Anleger sein, die über das Jahr 2023 hinausblicken, so die Experten.


    Die Smartbroker Holding AG liegt mit dem Launch-Termin des Smartbroker 2.0. weiterhin im Soll. Helma Eigenheimbau bricht aufgrund des Stillstands im Bausektor drastisch ein. Der Spezialchemiekonzern Lanxess warnt aufgrund der schwachen Nachfrage vor weniger Einnahmen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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