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04.08.2021 | 04:54

Morphosys, Defence Therapeutics, BioNTech, Pfizer – Die nächste Biotech-Explosion!

  • Biotechnologie
  • Pharma
Bildquelle: pixabay.com

Infektionskrankheiten sind Krankheiten, die durch Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze übertragen werden. Je nachdem, welche Organe und Körperteile sie betreffen, können sie sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Im Falle von COVID-19 haben wir es mit einer schweren Ausgangslage zu tun, denn nicht jeder Infizierte hat überhaupt offensichtliche Symptome. Darüber hinaus kann das Virus auch von Geimpften ohne Probleme auf den nächsten Wirt übertragen werden. Dies zeigt die hohe Relevanz von Tests, trotzt ansteigender Impfquoten. Der Biotech-Sektor beschäftigt sich zum einen mit diagnostischen Verfahren, andererseits mit geeigneten Impfungen, um unser Immunsystem bestens auf den Kampf vorzubereiten. Der kommende Winter wird in der laufenden Pandemie auch eine Indikation zur flächendeckenden Wirksamkeit der Impfstoffe liefern…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , MORPHOSYS AG O.N. | DE0006632003 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035

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Inhaltsverzeichnis:


    David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics
    "[...] Wir sind fest davon überzeugt, dass CBD die Behandlung von Erkrankungen des Herzens revolutionieren kann. [...]" David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics

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    MorphoSys – Nach dem Ausverkauf scheiden sich die Geister

    Gute Stimmung ist anders! Nach dem Ausverkauf um glatte 65% vom Hoch bei rund 125 EUR genau vor einem Jahr will sich das Blatt einfach nicht drehen. Für Anleger ist es enttäuschend, dass eine Erholungsbewegung bei 44 EUR startet und scheinbar schon in der Nähe von 47 EUR ausläuft. Der von Leda Braga im Jahr 2015 gegründete Hedgefonds Systematica Investments Limited hat am 02.08.2021 seine Short-Position von 0,60% auf 0,70% der Aktien der MorphoSys AG leicht erhöht. Alle gemeldeten Netto-Leerverkaufspositionen summieren sich derzeit auf 4,64% des ausstehenden Kapitals.

    Ende Juli gab es seitens MorphoSys eine Veröffentlichung der Finanzzahlen zum abgelaufenen Quartal. Es wurde ein Gewinn je Aktie von 0,59 EUR ausgewiesen, im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 1,62 EUR eingetreten. Der Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahr um 108% auf 38,2 Mio. EUR gesteigert. Basierend auf den ungeprüften Konzernergebnissen für die ersten sechs Monate erwartet man nun einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 155 bis 180 Mio. EUR, bisher lag der Korridor bei 150 bis 200 Mio. EUR.

    Die aktualisierte Umsatzprognose spiegelt in erster Linie die reduzierte Planung für die Produktumsätze von Monjuvi wider. Mitte Juli wurde die Übernahme von Constellation abgeschlossen. Dafür legt Morphosys 1,7 Mrd. USD auf den Tisch. Die Analysten von Independent Research haben Zweifel an der strategischen und finanziellen Sinnhaftigkeit der Transaktion. Man gibt sichere Mittelzuflüsse auf und kauft dafür eine Pipeline mit hohem Entwicklungsbedarf. Die Experten erwarten für 2021 einen Verlust je Aktie von 8,76 EUR und für 2022 ein Minus je Papier von 6,50 EUR.

    Charttechnisch bietet sich die 48,50 EUR-Marke als kurzfristiger Trading Stop-Buy für eine Kurserholung an. Mehr als 10-20% Upside erwarten wir hier aber nicht.

    Defence Therapeutics – Krebsforschung mit guten Aussichten

    Um die Behandlung krebskranker Menschen zu verbessern, arbeiten zahlreiche Wissenschaftler und Forschergruppen daran, Ansatzpunkte für neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Dank der Anstrengung der Krebsexperten konnten in den letzten Jahren viele Erkenntnisse in der Krebsforschung gewonnen werden. Innovative Strategien aus der Grundlagenforschung wurden so in die klinische Praxis überführt. Fortschritte in der Krebsforschung werden allerdings mit vielen kleinen Schritten erkämpft. Jedes noch so kleine Puzzleteil, das zum Verständnis der Krebserkrankungen beiträgt, ist ein Erfolg.

    Defence Therapeutics ist ein junges Biotechnologie-Unternehmen aus Kanada, welches auf Basis seiner proprietären Accum-Plattform die Entwicklung der nächsten Generation von Impfstoffen und ADC-Präparaten vorantreibt. Seit die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna als anerkannter Schutz vor Infektionen eingesetzt werden, ist auch die mRNA-Technologie weltweit auf dem Vormarsch. Die ADC-Präparate von Defence ähneln sich im dosierten Einsatz von Botenmolekülen, dieses Wissen kann nun in der Krebstherapie umgesetzt werden.

    Die neue Anti-Krebs-Formel von Defence verbirgt sich hinter dem Kürzel AccuVAC-D001. Mit Hilfe von angepassten Antigenen kann Accuvac das körpereigene Immunsystem gezielter aktivieren und die Wanderung der T-Zellen hin zum Krebsgeschwür erhöhen. Bisherige Tests erbrachten den Nachweis, dass sich das Wachstum von Krebsgeschwüren komplett einstellte. Dieser Prozess ist einer dreimaligen Überprüfung unterzogen worden und führte dann zu einem anhaltenden 100%-igen Schutz gegen das weitere Wachstum des Tumors. Defence Therapeutics hat sich nun das Therapiefeld Brustkrebs vorgenommen, hier kommt der Wirkstoff Accum-T-DM1 zum Einsatz.

    Mit Hilfe der Accum-Technologie konnten die Wissenschaftler nicht nur enorme Ansätze bei der Krebstherapie finden, sondern auch die Entwicklung eines spezifischen proteinbasierten Impfstoffes gegen COVID-19 anstoßen. Bei den Tests mit Nagetieren, die einem Test an menschlichen Patienten immer vorausgehen, erwies sich der Impfstoff als hoch-immunogen. Auch nach 16 Wochen waren Antikörper noch nachweisbar, sie reichten sogar aus, um erneut injizierte COVID-19 Viren zu neutralisieren. Mit diesen Tests wurde die vorklinische Entwicklung eingeleitet und die Phase-1-Studie für den Impfstoff vorbereitet.

    Defence Therapeutics ist für viele Beobachter ein Wert mit überschießendem Potenzial, falls die klinischen Studien die bisherigen Beobachtungen bestätigen können. Nach der Erstnotiz im Mai 2021 kann das Unternehmen bereits auf eine hervorragende Kursentwicklung blicken, eine Bestätigung für die gute Pipeline in der Immuntherapie. Sollte AccuVac die klinischen Tests mit Bravour durchlaufen, gibt es einen Run auf die DTC-Aktie, welche heute noch zu 6,30 CAD gekauft werden kann.

    BioNTech und Pfizer – Zusammen in den Impfhimmel

    Die Aktien der weltgrößten COVID 19-Impfstoffhersteller steigen weiter. Hätte man vor einigen Tagen noch mit einer Verlangsamung der Steigerungsraten gerechnet, so hat BioNTech mit einer Rallye von 60% in nur 4 Wochen den Vogel abgeschossen. Die Gründe für immer weiter steigende Aktienkurse von BioNTech sind vielfältig: Die Aussicht auf bald beginnende Booster-Impfungen, demnächst auch bei Kindern und Jugendlichen und die Perspektive, dass die mRNA-Technologie auch für andere Anwendungsgebiete marktreif werden könnte. Aktuell wird in Deutschland, aber auch anderen Ländern, zum Schulstart nach den Sommerferien die Impfung von Jugendlichen diskutiert. Eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA liegt schon vor.

    Die gemeinsam mit der deutschen BioNTech vermarktete Corona-Impfung lässt auch die Kassen bei Pfizer lauter klingeln als ursprünglich gedacht. Der US-Pharmakonzern hob kürzlich zur Vorlage der Quartalsbilanz seine Umsatzprognosen an und schraubte auch seine Jahresziele ein weiteres Mal höher. Man erwartet nach neuesten Berechnungen nun durch Erlöse mit dem Impfstoff rund 33,5 Mrd. USD nach zuvor 26 Mrd. USD vor ein paar Wochen.

    Das Mainzer Unternehmen BioNTech kommt inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 67 Mrd. EUR, der US-Partner Pfizer bringt nun über 200 Mrd. USD auf die Waage. Beide Aktien fliegen mit dem Rückenwind zunehmender Impfnotwendigkeiten förmlich nach oben und scheinen kein Limit zu kennen. Eine Börsenweisheit sagt dazu „The Trend is your Friend“. Nach dieser Regel sollte man investiert bleiben und die Gewinne mit einem 10%-Trailing-Stop laufen lassen.


    Morphosys strauchelt mit seiner eigenen Expansionsstrategie und vernichtet derzeit viel Aktionärskapital. Anders die Impfstoff-Spezialisten BioNTech und Pfizer, hier sind täglich neue Höchststände an der Tagesordnung. Bei Defence Therapeutics stoßen wir auf eine hoch interessante Pipeline und viel Phantasie in der Krebsbekämpfung.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    • Innovation

    Die Corona-Pandemie hat die Welt immer noch fest im Griff. Die Zahl der Neuinfektionen schnellt in die Höhe. Dennoch stehen die Chancen gut, die Pandemie mittels zahlreicher Vakzine in den Griff zu bekommen. Aber Corona ist nicht die einzige Geißel. Zahlreiche Forschungsanstrengungen konzentrieren sich auf die Diagnose, Behandlung und Heilung von Krebs. Hier werden zunehmend innovative AI-gestützte Technologien eingesetzt, die helfen, Menschenleben zu retten und zudem die Kosten für das Gesundheitssystem deutlich zu reduzieren.

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    BioNTech, Defence Therapeutics, Paion – Das Momentum nutzen

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    Durch die Corona-Pandemie gelangte die Biotechnologie verstärkt in das Bewusstsein der Gesellschaft, vor allem, da die ersten Impfstoffe in deutschen Laboren entstanden sind. Dabei ist das Biotech-Spektrum deutlich weitläufiger, als die Erforschung von Impfstoffen gegen die Pandemie. Neben der Forschung in der Medizin spielt der Sektor eine immer gewichtigere Rolle beim Umweltschutz, der Landwirtschaft oder bei der laufenden Klimawende.

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    • Bayer
    • XPhyto Therapeutics
    • Pharma
    • PCR-Test
    • Krebs
    • Epilepsie
    • Depressionen
    • MorphoSys

    Zuletzt wurde der Pharmaindustrie vorgeworfen, raffgierig zu sein und sich an Corona bereichern zu wollen. Es ist richtig, dass 2021 Nachrichten zu Impfstoffen dominiert haben, doch die Branche kann weitaus mehr als nur Impfstoff gegen Corona herstellen. Das Handelsblatt titelte am 10. Januar „Im Schatten von Corona“ und verweist auf die wachsende Anzahl von Krebserkrankungen im Laufe der letzten Jahre. Dieses Jahr sollen mehr als 45 neue Medikamente auf den Markt kommen, die unter anderem gegen Krebs und Gendefekte helfen sollen. Wir werfen heute einen Blick auf drei Unternehmen, die keine Corona–Impfstoffe herstellen.

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