Menü schließen




26.08.2021 | 05:10

Nanorepro, Aztec Minerals, Xiaomi - Die Spannung steigt

  • FED
  • Inflation
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Am Freitag steigt das US-Notenbank-Symposium in Jackson Hole. Die starke Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns und die kräftig anziehende Inflation deuteten auf ein Ende der unbegrenzten Anleihekäufe und erste Zinserhöhungen hin. Doch Fed-Chairman Jerome Powell sieht den Anstieg nur als vorübergehend an und dürfte dabei wohl recht behalten. Steigende Infektionszahlen aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante machen dem weiteren Wirtschaftswachstum einen Strich durch die Rechnung. Somit dürften sowohl Jackson Hole als auch die kommende FED-Sitzung ein Non-Event werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: AZTEC MINERALS CORP. | CA0548271000 , XIAOMI CORP. UNSP.ADR/ 5 | US98421U1088 , NANOREPRO AG | DE0006577109

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Gold als Alternative

    Auch in Deutschland trübt sich aufgrund der Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie sowie Ängsten wegen anziehender Infektionszahlen die Stimmung ein. Der ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, sank auf 99,4 Punkte nach 100,7 Punkte im Juli, wie das Münchner ifo Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Nachdem uns in Bezug auf die Corona-Krise wie im vergangenen Jahr die schwersten Monate bevorstehen, dürfte auch im Euroraum niemand von einem weiter anziehenden Wirtschaftswachstum ausgehen. Somit wird auch die EZB, trotz aktuell höherer Inflationszahlen, an der lockeren Geldpolitik festhalten, was für ein Investment in Edelmetalle, im Speziellen Gold spricht.

    Goldminenaktien bieten eine indirekte Möglichkeit, um mit Hebelwirkung vom Goldpreis zu profitieren. Bei einem langfristig steigenden Kurs des Basismetalls profitieren Papiere von Goldproduzenten oder Explorationsunternehmen überproportional. Als Depotbeimischung interessant ist die Aktie von Aztec Minerals. Das kanadische Unternehmen, gespickt mit bekannten Größen aus der Bergbaubranche wie den Geologen Allen David v. Heyl, der sich in der Vergangenheit für die Entdeckung und Bewertung von mehr als 30 Mio. Unzen Gold und 25 Mio. Tonnen Kupfer bei Unternehmen wie Barrick Gold und Zijin Mining einen Namen machte, fokussiert sich auf Lagerstätten in Nord-, Mittel- und Südamerika.

    Das Core-Asset Cervantes, an dem Aztec Minerals 65% hält (den Rest besitzt der Joint Venture Partner Kootenay Silver Inc.), liegt in Sonora in Mexiko und besitzt aussichtsreiche Porphyr-Gold-Kupfer-Vorkommen. In direkter Nachbarschaft befinden sich die produzierenden Minen von Alamos Gold und Agnico Eagle.

    Deutlich über Plan

    Mit besser als erwarteten Ergebnissen der ersten Phase des Oberflächen-Explorations-Programms und der Neuentdeckung von weiteren geochemischen Gold-Kupfer-Molybdän-Boden- und Gesteinsanomalien, soll im dritten Quartal auf dieser Grundlage die Durchführung eines Phase 2 Reverse Circulation-Bohrprogramms über 5.000m durchgeführt werden. Zusammen mit dem Partner ist man aktuell in Gesprächen zur Sicherung der Finanzierung.

    Auch beim zweiten Projekt, Tombstone, in dem man hochgradige Mineralisierungen mit Silber, Blei, Zink und Gold vermutet, ist Aztec Minerals weit über Plan. Die Liegenschaft wird ebenfalls in einem Joint Venture gebündelt, an dem die Kanadier 75% besitzen. Tombstone liegt in Cochise County in Arizona. Durch die herausragenden Ergebnisse bei den beiden Projekten stellt sich Aztec Minerals immer weiter in das Übernahmefenster. Die Marktkapitalisierung des neben Toronto auch in Frankfurt gehandelten Titels liegt bei lediglich 11,55 Mio. EUR.

    Delta bringt Geschäft

    Nachdem das Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen QIAGEN bereits vermeldete, dass es wieder eine steigende Nachfrage nach Corona-Tests spüre, herrscht auch bei der Konkurrenz reges Treiben. Das Marburger Unternehmen NanoRepro ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den nationalen sowie internationalen Vertrieb von medizinischen Selbsttests spezialisiert und dabei vorwiegend in der gesundheitlichen Planung und Vorsorge tätig.

    Der Hauptumsatzträger sind seit dem vergangenen Jahr die vertriebenen COVID-19 Tests, unter anderem von Viromed. Nun wurde vermeldet, dass der Großkunde zum Großaktionär avanciert. Nanorepro wurde mitgeteilt, dass Frau H. Perbandt, die Mehrheitsgesellschafterin der Viromed Group, einen Anteil von rd. 12,17 % an der Gesellschaft hält. Zusätzlich investierte die Viromed Group selbst 3,9% in das Marburger Unternehmen. Weitere rund 9,4% wurden von Familienangehörigen von Frau Perbandt und 6% von der Viroxx medical GmbH, an der Frau Perbandt mit 45 % beteiligt ist, gekauft.

    Die Aktie liegt zweistellig im Plus und notiert bei 10,50 EUR. Nach einer deutlichen Korrektur ist NanoRepro wieder aussichtsreich, eine Komplettübernahme dürfte nicht ausgeschlossen sein.

    Erneut starke Zahlen

    Das chinesische Technologieunternehmen Xiaomi vermeldet indes erneut starke Zahlen und liegt weiterhin auf einem rasanten Wachstumskurs. Im zweiten Quartal belief sich der Umsatz auf 11,54 Mrd. EUR, ein Plus von 64% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen beim Smartphone-Geschäft stiegen überproportional um 87% auf 7,77 Mrd. EUR, was einem Verkauf von 52,9 Mio. Einheiten gleichkommt. Der bereinigte Nettogewinn stieg ebenfalls um über 85% auf 0,81 Mrd. EUR. Damit lag Xiaomi deutlich über den Prognosen der Analysten.


    Durch die steigenden Infektionszahlen in den Herbst und Winter hinein dürfte das Wirtschaftswachstum wieder eingebremst werden. Somit dürfte auch der Schrei nach einer Straffung der Geldpolitik für die nächsten Monate vom Tisch sein. Gold ist langfristig ein sicherer Hafen und eine attraktive Anlagealternative. Aztec Minerals besitzt durch zwei aussichtsreiche Projekte großes Potenzial. NanoRepro profitiert durch die steigende Nachfrage nach Corona-Tests.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 16.10.2026 | 05:26

    B2Gold, Barrick Mining und Desert Gold: Goldrausch trotz geopolitischer Hürden

    • Gold
    • Mali
    • Produzenten

    Gold aus Mali boomt: Laut Daten des Bergbauministeriums, über die Reuters berichtete, stieg die industrielle Goldförderung im ersten Halbjahr 2026 um rund 30 % auf 23,5 t und übertraf damit die Prognose der Regierung – trotz schwieriger Logistik und geopolitischer Spannungen. Während die großen Goldunternehmen, die oft ebenfalls Projekte in Mali haben, mit der Regierung verhandeln und strategische Entscheidungen treffen, treibt ein wendiges Explorationsunternehmen in der unmittelbaren Nachbarschaft sein riesiges Projekt voran. Wir beleuchten die Situation in Mali und erklären, wie Desert Gold mit seiner SMSZ-Liegenschaft die letzten Schritte zur Produktion geht.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 16.10.2026 | 05:20

    Power Metallic Mines, Siemens Energy, BYD – Elektroautos im Exportboom brauchen Kupfer und Strom

    • Power Metallic Mines
    • Siemens Energy
    • BYD
    • Kupfer
    • PGE
    • Nickel
    • Gold
    • Silber
    • Strominfrastruktur
    • Gasturbinen
    • Elektromobilität
    • Elektroautos
    • Internationalisierung

    180.700 Neuenergiefahrzeuge hat ein einziger chinesischer Automobilhersteller im September ins Ausland verkauft. Das sind rund 39 % seines Absatzes und mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Dahinter steckt zuerst Material, unter anderem Kupfer und Nickel für Batterie und Motor sowie Platingruppenmetalle für den Katalysator der Hybride. Dazu braucht es Strom, damit all diese Autos auch geladen werden können. Das zeigt, wie die Lieferketten aussehen müssen, damit die Elektroautos fahren können. Das spielt Rohstoffförderern und Stromerzeugern in die Karten. Wir sehen uns daher Power Metallic Mines, Siemens Energy und BYD genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 14.10.2026 | 05:20

    Barrick Mining, Lahontan Gold, Agnico Eagle – Goldaktien zwischen Produktion, Neustart und Beteiligungen

    • Barrick Mining
    • Lahontan Gold
    • Agnico Eagle
    • Gold
    • Kupfer
    • Spin-Off
    • Nevada
    • Goldproduktion
    • Goldproduzent
    • Goldpreis
    • Beteiligungen

    Seit 2019 hat Barrick Mining nach eigenen Angaben rund 5,3 Mrd. USD in Tansanias Wirtschaft investiert, und die Lizenzen für die Goldmine North Mara wurden Anfang Oktober um 15 Jahre verlängert. Das schafft Planungssicherheit. Auch kleinere Unternehmen haben große Pläne. Lahontan Gold hat Mitte September die Übernahme von Emergent Metals vereinbart und peilt für 2027 den Neustart der Santa Fe Mine in Nevada an. Gelingt das, spielt der hohe Goldpreis dem Unternehmen in die Karten. Dass sich auch große Produzenten für Nachwuchsfirmen interessieren, zeigt Agnico Eagle. Wir sehen uns daher Barrick Mining, Lahontan Gold und Agnico Eagle genauer an.

    Zum Kommentar