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07.10.2025 | 04:15

Gold-Explosion auf knapp 4.000 USD! Jetzt auf Barrick Mining, Newmont, Kobo Resources und Allied Gold setzen

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Bildquelle: pixabay.com

Der Goldpreis profitiert aktuell vor allem von der Aussicht auf sinkende US-Leitzinsen, einem schwächeren Dollar, hoher geopolitischer Unsicherheit und massiven Käufen der Zentralbanken. Allein 2024 flossen rund 1.045 Tonnen in deren Reserven, einer der stärksten Zuwächse der vergangenen Jahre. Fast folgerichtig haben große US-Investmenthäuser ihre Prognosen angehoben: Goldman Sachs erwartet bis Ende 2025 etwa 3.700 USD je Unze, J.P. Morgan sieht im vierten Quartal einen Schnitt von rund 3.675 USD, und UBS rechnet sogar mit bis zu 3.800 USD. In besonders optimistischen Szenarien werden branchenintern bereits Marken jenseits der 4.000 USD diskutiert. Gestern lag der Preis mit 3.950 USD nur noch knapp darunter. Spannend ist, wie die Schwergewichte Barrick und Newmont in diesem Umfeld abschneiden. In Westafrika sorgen Allied Gold und Kobo Resources für positive Schlagzeilen. Die Edelmetall-Rally nimmt deutlich Fahrt auf, hier einige Anregungen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , ALLIED GOLD CORPORATION | CA01921D1050 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Allied Gold – Die Konsolidierung des afrikanischen Kontinents im Fokus

    Allied Gold verfolgt unter CEO Peter Marrone eine klar formulierte Strategie zur Konsolidierung des afrikanischen Goldsektors. Der ehemalige Yamana-Manager möchte eine führende Rolle beim Zusammenschluss kleiner und mittlerer afrikanischer Goldproduzenten übernehmen, um einen Kontinental-Champion mit Produktionskapazitäten von bis zu zwei Millionen Unzen jährlich zu schaffen. Er sieht Afrika als besonders attraktives Terrain für Übernahmen und Zusammenschlüsse, da viele der Junior- und Mid-Tier-Unternehmen jeweils nur zwischen 100.000 und 200.000 Unzen produzieren. Das Ziel ist es, durch kritische Größe und Synergien Investitionen und Liquidität anzuziehen sowie operative Vorteile zu realisieren.

    Marrone betont, dass die Genehmigungsprozesse in den meisten afrikanischen Ländern häufig effizienter und partnerschaftlicher verlaufen als etwa in Nordamerika, wo die Mining-Industrie oft auf zahlreiche Regulierungs- und Interessengruppen trifft. Durch die gezielte Übernahme aussichtsreicher Assets, wie zuletzt die Expansion im Mali-Projekt Sadiola und das Entwicklungsprojekt Kurmuk in Äthiopien, will Allied Gold sowohl organisch als auch anorganisch wachsen und so zum Konsolidierer der Branche werden. Das Unternehmen verfügt derzeit über operative Minen in Mali, Côte d’Ivoire und Äthiopien und plant, allein schon mit eigenen Projekten die Produktion bis 2029 auf etwa 800.000 Unzen zu steigern. Parallel sondiert man aktiv Akquisitionsmöglichkeiten, um die Konsolidierungsstrategie voranzutreiben und mittelfristig als afrikanischer Goldriese mit hoher Marktbedeutung zu agieren. Allied Gold ist mit über 150 % Zuwachs in 2025 einer der besten Goldwerte der zweiten Reihe und wegen der noch überschaubaren Marktkapitalisierung von 1,8 Mrd. EUR weiterhin interessant.

    Kobo Resources – Verheißungsvoll in West-Afrika unterwegs

    Westafrika zählt zu den dynamischsten Wachstumsregionen Afrikas und bietet umfangreiche Rohstoffvorkommen, darunter bedeutende Goldlagerstätten. Die Elfenbeinküste sticht hierbei als eine der wirtschaftlichen Lokomotiven Westafrikas hervor, mit einem für 2025 prognostizierten Bruttoinlandsprodukt von rund 94,5 Mrd. USD und Wachstumsraten um 6 Prozent jährlich. Das Land zeichnet sich durch ein stabiles Investitionsklima, eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur, vor allem Landwirtschaft, Dienstleistungen und Bergbau und einen Handelsüberschuss aus. Die Exportstruktur ist stark von Kakao und Öl geprägt, aber auch der Goldsektor gewinnt zunehmend an Bedeutung.

    Das kanadische Explorationsunternehmen Kobo Resources wurde 2015 mit einer klaren Mission gegründet: Das bislang weitgehend unerschlossene Potenzial eines der vielversprechendsten Goldgürtel der Welt in der Elfenbeinküste zu erschließen, einer Region, die bereits mehrere Goldlagerstätten mit mehreren Millionen Unzen beherbergt. Größen wie Allied Gold, Barrick, Perseus und Endeavour sind unmittelbare Nachbarn mit umfangreichen Goldvorkommen von über 10 Mio. Unzen. Kobo konzentriert sich darauf, hochwertige Explorationsprojekte gezielt entlang einer eigenen Entwicklungsstrategie voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie steht dabei nicht nur die Entdeckung neuer Goldressourcen, sondern auch ihre verantwortungsvolle Entwicklung und die Stärkung der lokalen Gemeinschaften. Die Kanadier verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der finanzielle Wertschöpfung mit sozialem Fortschritt verbindet.

    Die wichtigsten Projekte des Unternehmens befinden sich in der zentralwestlichen Region der Elfenbeinküste, insbesondere das Flaggschiffprojekt Kossou, nur 9,5 Kilometer entfernt von einer großen operativen Mine. Bereits über 24.000 Meter wurden hier schon historisch gebohrt, geochemische Analysen haben signifikante Goldanomalien aufgezeigt, welche auf ein großes wirtschaftliches Potenzial hinweisen. Neben Kossou verfolgt Kobo weitere Explorationsinitiativen auf angrenzenden Liegenschaften, welche zusätzliche Wachstumschancen bieten könnten. Die aktive Partnerschaft mit Luso Global Mining (Mota-Engil Gruppe) bildet ein starkes Team vor Ort. Schon in 2026 soll eine erste Mineralressourcenschätzung (MRE) angefertigt werden. Mit rund 104 Mio. ausstehenden Aktien ist die Marktkapitalisierung mit rund 38 Mio. CAD noch am Anfang. Anleger, die auf ein wachstumsstarkes Explorationsunternehmen mit klarer Vision setzen möchten, finden in Kobo Resources einen zukunftsorientierten Partner. Höchst interessant!

    Barrick und Newmont – Die Titanen schöpfen ab

    Die Aktien von Barrick Mining und Newmont haben in den letzten 12 Monaten mit Kursgewinnen von 58 bis 64 % bereits stark zugelegt und profitieren von der Rally am Goldmarkt. Steigt der Goldpreis weiter, könnte sich dieser Trend noch beschleunigen. Beide Unternehmen stehen jedoch unter Druck, neue Liegenschaften zu erschließen, um die hohen Erwartungen der Anleger zu erfüllen. Barrick setzt auf Projekte wie Reko-Diq in Pakistan und strebt Fortschritte in Mali an, muss dabei aber Risiken wie politische Instabilität und lokale Widerstände managen. Auch in der Elfenbeinküste war Barrick aktiv, zur Jahresmitte hat man die Tongon-Mine an einen lokalen Partner verkauft. Ein starker Cashflow zur Jahresmitte eröffnet indes Chancen für beschleunigte Explorationsprogramme und strategische Expansion. Barrick überzeugt aktuell durch eine günstige Bewertung mit einem KGV 2026e von 12,4 und bietet Analysten zufolge ein Upside-Potenzial von rund 25 %.

    Newmont punktet dagegen mit massiver Liquidität, einer Eigenkapitalquote über 50 % und einer breiten internationalen Diversifikation, die stabile Produktionssteigerungen und robusten Cashflow ermöglicht. Für 2025e wird ein Vorsteuergewinn von knapp 10 Mrd. USD erwartet, während das KGV 2026e mit 15,4 leicht höher liegt. Beide Titel könnten nun in die Erntephase übergehen und Anlegern auf steigende Gewinnprognosen hoffen lassen. Zusätzlich sichern stabile Dividenden von 2,5 % p. a. eine attraktive laufende Rendite.

    Der 12-Monats-Rendite-Vergleich zeigt starke Anstiege bei Allied, Barrick und Newmont. Bei Kobo Resources hat sich noch nicht viel getan. Das kann sich aber sehr schnell ändern, denn die deutlich größeren Nachbarn halten nach Opportunitäten Ausschau. Quelle: LSEG vom 06.10.2025

    Gold erreichte zu Wochenanfang Kurse um 3.950 USD. Damit ist das Kursziel vieler Investmentbanken für 2025 längst erreicht. Investoren fragen sich, wo die Reise noch hingehen kann. Bislang lässt die hohe Dynamik und das anhaltende Momentum keinen Abbruch vermuten. Neben den Haupttiteln rücken kleinere Edelmetall-Explorer wie Kobo Resources nun ins Rampenlicht.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Die Kapitalmärkte wirken derzeit wie ein Paradoxon: Rekordstände bei Indizes, ungewöhnlich hohe Volatilität und darüber eine Weltordnung, die sich schneller verschiebt als jede Bewertungskennzahl. Kriege sind zurück und bleiben, Handelsrouten werden politisch und fragil, Sanktionen ersetzen Diplomatie. In diesem Umfeld werden Rohstoffe wieder zu strategischen Waffen. Denn während Algorithmen noch Wachstumsraten extrapolieren, denken Regierungen bereits in Versorgungsszenarien nach dem Knall. In diesem Spannungsfeld verändert sich die Logik des Investierens. Es geht nicht mehr nur um Angebot und Nachfrage, sondern um Zugriff, Kontrolle und Verlässlichkeit. Wer liefert, wenn es ernst wird? Wer entscheidet, wer etwas und wie viel bekommt und wer wird vielleicht sogar ausgeschlossen? Genau hier entstehen die großen Kapitalbewegungen der kommenden Jahre, oft abseits der bekannten Mega-Caps. Ein Metall, das jahrelang kaum jemand beachtet hat, rückt plötzlich ins Zentrum technologischer und militärischer Interessen. Und ein Unternehmen, das lange unter dem Radar lief, wird still und leise zu einem strategischen Faktor. Almonty Industries ist ein Beispiel dafür, wie sich Geopolitik und Kapitalmärkte gerade neu miteinander verzahnen und für visionäre Investoren Traumrenditen schaffen.

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